© J-Pharm/APA/Hörmandinger Strategien im Life-Science-Bereich zählten zu den Themen eines Expert:innendialogs zwischen Österreich und Japan, der aber noch andere Inhalte hatte.
Als „Kirschblütengespräch“ fand kürzlich in der Residenz des japanischen Botschafters in Wien ein Dialog zwischen Expert:innen aus Österreich und Japan statt, in dem es um Fragen aus dem Life-Science-Bereich ging, die die Politik und die Unternehmen betreffen. Der japanische Botschafter S.E. Kiminori Iwama sprach an, dass die Zusammenarbeit zwischen Japan und Österreich hinsichtlich der Geschwindigkeit von Forschung, Zulassung und Marktzugang „viel Potenzial“ habe. Zudem erwähnte er die Stärkung der medizinischen und pharmazeutischen Versorgungssicherheit als eine „gemeinsame Priorität“.
Elisabeth Keil, Präsidentin von J-Pharm, der Vereinigung Japanischer Pharmaunternehmen in Österreich, betonte, dass die partnerschaftliche Zusammenarbeit und der Austausch wissenschaftlicher und wirtschaftlicher Inhalte ein „besonderes Anliegen“ von J-Pharm sei, zu dessen Mitgliedern derzeit die Unternehmen Daiichi Sankyo, Eisai und Takeda zählen.
Michael Laschan, CEO der Beratungsfirma Von Solstein Consulting, erklärte, ein respektvoller Umgang sei besonders wichtig, wenn man mit japanischen Unternehmen Geschäfte macht, und „zwischen den Zeilen zu lesen“ sei essenziell. Ein gut funktionierendes internes Schnittstellenmanagement in westlichen Konzernen, die mit Japan arbeiten, hält Mariko Yoshida von der Kyoto University für unerlässlich. Wolfgang Mazal von der Universität Wien betonte, dass gesellschaftliche Entwicklungen wie die alternde Bevölkerung und die mit ihnen einhergehenden Herausforderungen Österreich wie Japan treffen und er diesbezüglich Potenzial sehe, „voneinander lernen“ zu können. (sst/APA)