© Africa Studio - stock.adobe.com Den US-Konzernen Merck und Moderna ist möglicherweise ein Meilenstein bei mRNA-Impfstoffen gegen Krebs gelungen. Ein therapeutischer Impfstoff gegen schwarzen Hautkrebs zeigte in einer Phase III-Studie positive Ergebnisse.
„Dies ist die erste Bekanntgabe von positiven Phase-3-Ergebnissen für eine mRNA-basierte Krebstherapie“, teilten die beiden Unternehmen mit. Der neue Impfstoff namens Intismeran Autogene basiert auf derselben mRNA-Technologie wie die Covid-19-Impfstoffe. Alstherapeutischer Impfstoff wird er hingegen zur Behandlung bereits bestehender Erkrankungen genutzt. Getestet wurde Intismeran Autogene in Kombination mit Pembrolizumab – einem Immuntherapeutikum, das die derzeitige Standardtherapie bei schwarzem Hautkrebs darstellt. Nach Angaben der beiden Unternehmen verhinderte die Kombination das Wiederauftreten von Melanomen und die Ausbreitung des Krebses auf andere Organe.
An der einjährigen Studie nahmen 1.137 Patient:innen teil, deren Tumore zuvor operativ entfernt wurden. Sie würden in zufällige Gruppen aufgeteilt. Zwei Drittel von ihnen bekamen die neue Therapie in Kombination mit Pembrolizumab, die anderen wurden ausschließlich mit Pembrolizumab behandelt.
„Intismeran in Kombination mit Pembrolizumab hat das Potenzial, ein neues Behandlungsparadigma in der adjuvanten Melanomtherapie zu etablieren und dazu beizutragen, dass Patienten länger krebsfrei bleiben“, erklärte Studienleiterin Georgina Long. Die medizinische Direktorin des Melanoma Institute Australia sprach von einem „Meilenstein in der adjuvanten Behandlung“ von schwarzem Hautkrebs.
Die Pharmakonzerne kündigten an, ihre Ergebnisse demnächst auf einer internationalen Konferenz vorzustellen und Anträge auf Zulassung bei den zuständigen Aufsichtsbehörden einzureichen. Die Nachricht ließ die Moderna-Aktie um 128 Prozent auf 143 Dollar (rund 123 Euro) steigen. Die Merck-Aktie legte um mehr als zehn Prozent auf 149,50 Dollar zu. (APA/tab)