Versandapotheke meldet weiter tiefrote Zahlen

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Der Konkurrenzdruck trifft Onlineapotheken. Die Schweizer Versandapotheke DocMorris hat auch im vergangenen Jahr rote Zahlen geschrieben. Ein Logistikstandort wird geschlossen. 

Die Schweizer Versandapotheke DocMorris hat auch im vergangenen Jahr rote Zahlen geschrieben. Um Kosten zu sparen und die Effizienz zu steigern, soll nun der Logistikstandort im deutschen Ludwigshafen geschlossen werden, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Nach einem „plangemäßen“ Jahresauftakt bekräftigte das Management zugleich sein Ziel, im Verlauf von 2026 operativ die Gewinnschwelle zu erreichen. Im Gesamtjahr wird aber noch ein Verlust erwartet. 

Im vergangenen Jahr hatte der Konkurrent von Redcare Pharmacy (Shop Apotheke) zwar bei steigenden Erlösen den operativen Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes EBITDA) leicht auf 48,2 Millionen Franken reduzieren können. Zugleich weitete sich aber unter dem Strich der Fehlbetrag von zuvor 97 auf gut 134 Millionen Franken aus. Der Umsatz kletterte, wie bereits seit Jänner bekannt, um gut 9 Prozent auf 1,19 Milliarden Franken. 

Für 2026 stellt DocMorris ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen bis niedrigen zweistelligen Prozentbereich in Aussicht. Das operative Ergebnis soll auf minus 10 bis minus 25 Millionen Franken sinken. Derweil korrigierte das Management um Chef Walter Hess die Mittelfristziele nach unten. Die Gruppe erwartet nun eine jährliche Wachstumsrate von rund 15 Prozent, statt der zuvor angepeilten 20 Prozent. Gleichzeitig wird das geplante Investitionsniveau reduziert. Unverändert bleibt das mittelfristige Ziel einer operativen Marge von rund 8 Prozent. Ferner verkündete DocMorris eine Partnerschaft mit Google. Das Unternehmen wolle die KI-Technologie und die sichere Cloud-Infrastruktur von Google nutzen, um seine digitale Gesundheitsplattform der nächsten Generation weiterzuentwickeln, hieß es. (APA)