v.l. Ralph Schallmeiner (Grüne), Sophie Kaitlin Drescher und Vanessa Klein (beide HPV Jugendbeirat Österreich), Klaudia Frieben (Österreichischer Frauenring) © HPV Jugendbeirat/Klaus Ranger Junge Erwachsene können sich schon bald nicht mehr kostenlos gegen HPV impfen lassen. Nun werden Forderungen nach der Verlängerung des Programms laut.
„Eine Impfung, die vor Krebs schützt, muss ein Recht für junge Menschen sein, kein Glücksfall, wir fordern daher von der Politik die Verlängerung des HPV-Catch-up-Programms“, sagt Sophie Kaitlin Drescher, Gründerin des HPV-Jugendbeirats, der diese Forderung nun in einem offenen Brief an die Politik formulierte.
Die Forderung wird von zahlreichen Organisationen mitgetragen, darunter von der Österreichischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (OEGGG), der Österreichischen Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin (ÖGAM) sowie von verschiedenen Jugendorganisationen und Frauenverbänden. Die Grünen verwiesen in Reaktion auf den Brief auf die gesundheitspolitische Bedeutung des Programms und die Chance, damit HPV-bedingte Krebserkrankungen deutlich zu reduzieren.
Das kostenlose Impfprogramm für junge Erwachsene im Alter zwischen 21 und 30 Jahren wurde im Juli 2024 eingeführt, seitdem haben 53 Prozent der Frauen und 29 Prozent der Männer dieser Altersgruppe eine erste Impfdosis erhalten. Mit 30. Juni soll das Programm nun auslaufen, wodurch den jungen Erwachsenen der Verlust eines niederschwelligen Zugangs zur Krebsprävention drohe, wie es in dem offenen Brief heißt. (sst/APA)