Welche Arzneimittel die Bevölkerung nimmt

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Der neue Heilmittelreport des Dachverbands der Österreichischen Sozialversicherung (DVSV) offenbart den Arzneimittelkonsum der Österreicher:innen und wie sich dieser veränderte. 

Ganz oben auf der Liste der Mittel, die 2025 den rund 9,2 Millionen Österreicher:innen am meisten verordnet wurden, stehen Medikamente für das kardiovaskuläre System wie Blutdruck- und Cholesterinsenker: Für diese Mittel wurden laut dem nun erstmals publizierten Heilmittelreport des Dachverbands der Österreichischen Sozialversicherung (DVSV) im Vorjahr 25,1 Millionen Verordnungen erstellt, was einem Anteil von 23,7 % an allen Verordnungen entspricht. Vor zwölf Jahren, 2013, schluckten die damals zirka 8,5 Millionen Österreicher:innen noch weit mehr davon: Es gab 36 Millionen Verordnungen dafür. Auf Platz zwei der am meisten verordneten Medikamente folgten im Vorjahr mit 21,5 Millionen Mittel für das Nervensystem wie Schmerzmittel, Antidepressiva, Antiepileptika. Das entspricht einem Anteil von 20,3 % an allen abgegebenen Verordnungen und in etwa der Menge, die auch 2013 verordnet wurde.  

Medikamente für das alimentäre System und den Stoffwechsel wie Antidiabetika ohne Insulin nahmen 2025 den dritten Platz ein: Für sie wurden 17,5 Millionen Verordnungen erstellt, was 16,5 % aller abgegebenen Verordnungen entspricht und gegenüber 2013 mit 19 Millionen Verordnungen ebenfalls eine Verringerung bedeutet. Heute weniger als früher verschrieben wurden auch Antiinfektiva. Da lag die Zahl der Verordnungen 2025 bei fünf Millionen und 2013 bei sieben Millionen. Mittel für das Muskel- und Skelettsystem wurden im Vorjahr ebenfalls weniger häufig als vor zwölf Jahren verordnet: Da gab es 2025 fünf Millionen Verordnungen, 2013 noch acht Millionen. Früher im Gegensatz dazu weniger geschluckt wurden Mittel für das Blut und blutbildende Organe. 2025 betrug die Zahl der Verordnungen dafür sieben Millionen, 2013 vier Millionen.  

Einzeln angeführt werden in dem DVSV-Heilmittelreport Antidiabetika ohne Insulin mit 6,5 Millionen Verordnungen oder 6,2 % Anteil an allen Verordnungen und Antidepressiva mit sechs Millionen Verordnungen oder einem Anteil von 5,7 %. Weiters Antithrombotika mit 5,7 Millionen Verordnungen, was einem Anteil von 5,3 % an allen Verordnungen entspricht, Kombinationspräparate zur Beeinflussung des Lipidstoffwechsels mit 4,3 Millionen Verordnungen oder einem Anteil an 4,1 % und Monopräparate zur Beeinflussung des Lipidstoffwechsels mit 4,3 Millionen oder einem Anteil von 4,1 %. Bei den Kombinationspräparaten zur Lipidsenkung zeigte sich 2025 mit einem Plus von 0,9 Millionen oder 27,3 % der größte Verordnungszuwachs gegenüber 2024, gefolgt von Antidiabetika ohne Insulin mit einem Plus von 0,7 Millionen Verordnungen oder 11,1 %. (sst)