SD 03|2021

Herausgeber: Ao. Univ.-Prof. Dr. Christoph Höller, Assoc. Prof. Priv.-Doz. Dr. Constanze Jonak, Ao. Univ.-Prof. Dr. Rainer Kunstfeld, Universitätsklinik für Dermatologie, Wien; Univ.-Prof. Dr. Hubert Pehamberger, Wien

Editorial

  • Sehr geehrte Kolleginnen, sehr geehrte Kollegen!
    Die Herbstausgabe von SPECTRUM Dermatologie widmet sich im Fokus den nichtmelanozytären Hauttumoren (NMSC) und damit nichts Geringerem als den häufigsten Tumoren des Menschen. Durch das gesamte Spektrum dieser Tumoren – von den aktinischen Keratosen bis zu inoperablen Basaliomen und Plattenepithelkarzinomen ...Weiterlesen ...

Focus: Non-melanoma-skin-cancer

  • Nichtmelanozytäre Hauttumoren – ein Thema
    Die „Herbstausgabe“ der Fachzeitschrift SPECTRUM Dermatologie steht ganz im Zeichen der nichtmelanozytären Hauttumoren (Non Melanoma Skin Cancer, NMSC). Der „helle Hautkrebs“ ist und bleibt ein sehr aktuelles Thema; unser ursprüngliches Konzept war so reichhaltig, dass es zwei Ausgaben gefüllt hätte ...Weiterlesen ...
  • Inzidenz, Mortalität und Trends epithelialer Hauttumoren

    Nichtmelanozytäre Hauttumoren, vorwiegend bestehend aus Basalzellkarzinom (BCC) und Plattenepithelkarzinom (SCC), zeigen weltweit steigende Inzidenzraten, aber stabile oder sinkende Mortalitätsraten.

    Die Entwicklung von BCC ist hauptsächlich auf eine intensive UV-Exposition im Kindes- und Jugendalter zurückzuführen, während die Entwicklung von SCC mit einer chronischen, ­kumulativen UV-Exposition über Jahrzehnte zusammenhängt.

    Obwohl die Sterblichkeitsrate relativ gering ist, stellen epitheliale Hauttumoren ein zunehmendes Problem für die Gesundheitsdienste dar und verursachen eine erhebliche Morbidität, besonders in höheren Altersgruppen.

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  • Aktinische Keratosen

    Aktinische Keratosen zählen zu den häufigsten Dermatosen in der täglichen Praxis, sind als ­präinvasive kutane Plattenepithelkarzinome zu bewerten und daher zu behandeln.

    Die Art der Behandlung richtet sich nach individuellen Patientenfaktoren und erfolgt – abhängig von der Klinik – läsions- oder feldgerichtet.

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  • Das fortgeschrittene Plattenepithelkarzinom der Haut

    In der Pathogenese des Plattenepithelkarzinoms (PEK) spielen exogene Faktoren wie UV-Licht, aber auch genetische und iatrogene Faktoren – insbesondere die Immunsuppression bei ­Organtransplantierten – eine Rolle.

    Die Interaktion mit dem körpereigenen Immunsystem stellt einen zentralen Ansatzpunkt der modernen Systemtherapie des fortgeschrittenen PEK dar: PD-1-Antikörper zählen hier zu den neuesten therapeutischen Entwicklungen.

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  • Operative Verfahren bei nichtmelanozytären Hauttumoren

    Die COVID-19-Pandemie hat, bedingt durch den sozialen Rückzug, zu einer Häufung von Hochrisikotumoren bei Erstvorstellung geführt.

    Die chirurgische Versorgung konnte ohne wesentlichen Therapieaufschub ­zeitnah erfolgen, wobei allerdings die operativen Verfahren aufwendiger waren und die Morbidität größer war als in der Vorpandemie-Ära.

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  • Strahlentherapie bei NMSC

    Die Strahlentherapie ist im Management von Basalzell- und Plattenepithelkarzinomen ähnlich effektiv wie eine chirurgische Sanierung.

    Die Bestrahlung bietet kosmetische Vorteile und stellt daher eine attraktive Anwendungs­möglichkeit im Gesichtsbereich und bei inoperablen Tumoren dar.

    Nebenwirkungen der Strahlentherapie sind moderat und üblicherweise gut beherrschbar.

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  • Elektrochemotherapie von epithelialen Tumoren

    Die Elektrochemotherapie (ECT) ist ein tumorablatives Verfahren, bei dem mittels speziell vorgefertigter Elektroden durch kurze Stromimpulse ein elektrisches Feld im Tumorgewebe erzeugt wird.

    Aufgrund der passageren Permeabilitätserhöhung der Zellmembran (Elektroporation) können unmittelbar zuvor verabreichte Zytostatika effektiver in die Tumorzelle eindringen.

    Die ECT eignet sich zur Therapie kutaner und subkutaner Primärtumoren und Metastasen im kurativen und palliativen Setting. Die Methode erfordert in der Regel eine Kurznarkose, ist aber einfach anzuwenden und weist ein geringes ­Nebenwirkungsprofil auf.

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  • Photodynamische Therapie bei NMSC

    Die photodynamische Therapie (PDT) zählt aufgrund hoher Effektivität und ausgezeichneter kosmetischer Ergebnisse zu den Therapieoptionen der ersten Wahl für oberflächliche, ­nichtmelanozytäre Hauttumoren.

    Die PDT basiert auf der Interaktion zwischen einem Photosensibilisator – ­meistens handelt es sich um Porphyrine bzw. Porphyrinderivate – und sichtbarem Licht adäquater Wellenlänge.1

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  • Fälle aus dem Tumorboard

    Zur Behandlung nichtmelanozytärer Hauttumoren stehen neben operativen Eingriffen auch strahlen­therapeutisch-radioonkologische, molekular zielgerichtete und immuntherapeutische Therapieansätze zur Verfügung, die ggfs. auch miteinander kombiniert werden können. Ein individueller Behandlungsplan wird von Experten verschiedener Fachrichtungen im sogenannten Tumorboard erstellt.

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Panorama

  • Von Unguis incarnatus bis Onychomykose

    Patienten mit krankhaften Veränderungen des Nagelapparates und des umliegenden Gewebes sind in der von OÄ Dr. Susanne Stern geleiteten Spezialambulanz für Nagelveränderungen am Ordensklinikum Linz bestens aufgehoben. Ihr Anspruch: sowohl konservativ als auch operativ immer am neuesten Stand zu sein.

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Kongress

  • Willkommen im Futuro Campus!

    Schon zum siebten Mal fand die zweitägige Fortbildungsveranstaltung Symposium SPECTRUM Dermatologie kompakt statt – in diesem Jahr, COVID-19-bedingt, rein virtuell. Im neuen digitalen „Futuro Campus“ bot sich den Besuchern ein vielfältiges Programm, ­präsentiert von internationalen und heimischen hochkarätigen Vortragenden.

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  • Dermatologische Forschung am Puls der Zeit

    Die 6. ÖGDV-Wissenschaftstage fanden von 25. bis 26. Juni 2021 als Hybrid-Veranstaltung statt, mit Teilnehmern aus der Ferne und vor Ort in Mondsee (Salzburg).

    Die längst etablierte Veranstaltung bringt erfahrene und junge Gleichgesinnte zusammen, mit dem Ziel, die dermatologische Forschung in Österreich ­voranzubringen.

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Journal Club

  • Wirkmechanismen von Dithranol: IL-1β und antimikrobielle Peptide

    Der antipsoriatische Wirkstoff Dithranol ist auch bei Alopecia areata (AA) hocheffektiv. Die genauen Wirkmechanismen von Dithranol bei AA – einer Erkrankung mit, abgesehen von veränderten Haarfollikeln, scheinbar normaler Epidermis – sind jedoch nicht vollständig geklärt.

    In gesunder Haut führt Dithranol über antimikrobielle Peptide (AMP) und Zytokine wie IL-1β zu einer immunsuppressiven Umgebung. Diese Reaktionskette könnte insbesondere bei der Behandlung von Alopecia areata vorteilhaft sein.

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  • Unerwartete Rolle des Transkriptionsfaktors c-Jun in dendritischen Zellen

    Die bei Psoriasis auftretenden rötlichen, rundlich-begrenzten entzündlichen Veränderungen der normalen Haut (Plaque) ergeben sich durch eine unzureichend verstandene Aktivierung des Immunsystems.

    Dendritische Zellen – Immunzellen mit einer funktionellen Spezialisierung auf ­Antigenpräsentation – sind bei Psoriasispatienten durch die Produktion des Zytokins IL-23 maßgeblich für die Pathogenese mitverantwortlich.

    c-Jun ist ein Transkriptionsfaktor der Aktivator-Protein-1-(AP-1-)Familie. Unsere Studie zeigt, dass c-Jun ein wichtiger Faktor für die IL-23-Expression in dendritischen Zellen ist und eine pharmakologische Inhibierung im Tiermodell zu einer Linderung der psoriatischen Entzündung führt.

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