Rubrik: State of the Art

  • Verschiedene Auslöser, ein Resultat: Urtikaria – akut und chronisch

    Von einer akuten Urtikaria spricht man bei einer Dauer von bis zu sechs Wochen. Ihr Auslöser ist häufig offensichtlich (z. B. Infekte, NSAR, verdorbenes Essen oder eine allergische Reaktion nach Insektenstichen, Antibiotika). Behandelt wird die zugrundeliegende Ursache bzw. ­symptomatisch.

    Die Ursache einer chronischen Urtikaria bleibt in der Mehrzahl der Fälle ­ungeklärt. Eine ­ausführliche Anamnese ist essentiell. Therapeutisch stehen Antihistaminika zur Verfügung, in therapieresistenten Fällen auch Omalizumab.

    Weiterlesen ...
  • Negative-Pressure Wound Therapy (NPWT): Unterdruck-Wundtherapie in Theorie und Praxis

    Die Unterdruck-Wundtherapie (NPWT = Negative-Pressure Wound Therapy) gehört heute zu den etablierten Verfahren in der Behandlung von akuten Haut- bzw. ­Weichteildefekten, Wundheilungsstörungen und chronischen Wunden in den verschiedenen chirurgischen Fachgebieten der Medizin.

    Weiterlesen ...
  • Stammzellen zur Therapie bei Genodermatosen

    Mit der Entwicklung von Designer-Nukleasen wie CRISPR/Cas9, die es ermöglichen, mutierte Gene in lebenden Zellen gezielt zu korrigieren, ist die Heilung genetischer Erkrankungen ­denkbar geworden.

    Die dauerhafte Regeneration des betroffenen Organs setzt allerdings die ­Korrektur einer ausreichenden Menge an Stammzellen voraus.

    Weiterlesen ...
  • Schamgefühle bei dermatologischen Erkrankungen

    Scham ist ein Urgefühl, das die ganze Persönlichkeit betrifft. Dieses Gefühl ist wichtig für die menschliche Integrität, eigene Akzeptanz und für die Sozialisierung.

    Patienten mit Hauterkrankungen haben oft starke Schamgefühle, besonders wenn die Erkrankungen sichtbare Stellen betreffen.

    In unserer Studie befragen wir dermatologische Patienten zu ihrem Schamgefühl mittels ­Fragebögen und assoziieren den Grad der Scham mit Lebensqualität und psychischer Belastung.

    Schamgefühle zu beachten ist ein bisher zu wenig wahrgenommenes Anliegen der Patienten und ein wichtiger Aspekt, den der Arzt/die Ärztin in die ­medizinische Behandlung miteinbeziehen sollte.

    Weiterlesen ...
  • Lokalanästhetika in der Dermatochirurgie

    Lokalanästhetika bieten die Möglichkeit, Probebiopsien bis hin zu größeren Operationen ­durchzuführen.

    Es kommen unterschiedliche Techniken, wie die Infiltrations-, Regional- und Tumeszenzanästhesie, sowie intravenöse und oberflächliche Applikation zum Einsatz.

    Dem Dermatochirurgen wird ein eigenständiges Arbeiten ermöglicht; zudem sind Lokalanästhetika sicher, schonend und kostensparend.

    Weiterlesen ...
  • Lipödem – viel zitiert, kaum diagnostiziert

    Das Lipödem ist eine vererbte Erkrankung multifaktorieller Genese, die fast ausschließlich bei Frauen vorkommt und bei Betroffenen mit einem hohen physischen und psychischen Leidensdruck assoziiert ist.

    Die Erkrankung ist stark unterdiagnostiziert; häufige Fehldiagnosen sind Adipositas oder Lymphödem, die folglich auch als solche fehltherapiert werden.

    Die Liposuktion ist eine sehr effektive Behandlungsmethode mit sehr guten postoperativen Resultaten, niedrigen Komplikationsraten und hoher Patientenzufriedenheit.

    Weiterlesen ...
  • Kopfhaut- und Haarerkrankungen

    Kopfhaut- und Haarerkrankungen zählen zu den häufigsten Indikationen, die Patienten ­dermatologische Ambulanzen und Facharztordinationen aufsuchen lassen. Dennoch nimmt die Trichologie im deutschsprachigen Raum noch eine untergeordnete Rolle ein.

    Haarverlust stellt für betroffene Patienten ein sehr belastendes Problem dar; die Abklärung von Kopfhaut- und Haarerkrankungen erfordert entsprechendes Fachwissen sowie viel Zeit und Einfühlungsvermögen.

    Weiterlesen ...
  • Verursacher von Resistenzen? Antibiotika in der Dermatologie

    Die meisten in der Dermatologie verwendeten Antibiotika decken aufgrund der Krankheitsbilder das grampositive Keimspektrum ab.

    Zwei wesentliche Faktoren für die Resistenzentstehung sind falsche Indikation („misuse“ oder „overuse“) sowie suboptimale Dosierung.

    Der Antibiotikatherapie sollte immer eine entsprechende mikrobiologische ­Austestung zugrunde liegen.

    Weiterlesen ...
  • Liaison-Ambulanz für Erkrankungen der Mundschleimhaut

    Das komplexe Erkrankungsspektrum der Mundschleimhaut reicht von immunologischen, entzündlichen, allergischen, toxischen bis hin zu malignen Erkrankungen.

    Die Liaison-Ambulanz dient als Anlaufstelle für zuweisende niedergelassene Ärzte und weist eine umfassende und spezialisierte Betreuung mit weitreichender diagnostischer Bandbreite auf.

    Betroffene Patienten profitieren sowohl diagnostisch als auch therapeutisch von der umfassenden, interdisziplinären Betreuung.

    Weiterlesen ...
  • Paravirale Exantheme

    Exanthemerkrankungen treten im Kindesalter häufig auf und sind meist auf Infektionen, weniger häufig auf Medikamente zurückzuführen.

    Bei klassischen Exanthemerkrankungen können Viren in den Hautläsionen nachgewiesen werden; paravirale Exantheme sind als Antwort des Immunsystems auf Infektionen aufzufassen.

    Der Artikel gibt einen Überblick über Charakteristika der Klinik, diagnoseweisende anamnestische Angaben, relevante Differenzialdiagnosen und die Therapie paraviraler Exanthemerkrankungen.

    Weiterlesen ...
  • Venenchirurgie: endovenöse Konkurrenz für klassisches Stripping

    Die konventionelle Stripping-Operation zur Behandlung insuffizienter Stammvenen wurde weitgehend von interventionellen, minimalinvasiven Therapiekonzepten abgelöst.

    Vor allem für thermisch ablative Verfahren belegen hinreichende Erfahrungswerte eine dem Stripping vergleichbare Effizienz.

    Neue interessante Konzepte inkludieren die mechanochemische Ablation und den Einsatz von Acrylklebern.

    Weiterlesen ...
  • Innovative Hautpflege: Welche Ansätze bietet die galenische Forschung?

    Die sogenannte Basistherapie mit wirkstofffreien Externa ist ein Muss bei vielen Dermatosen.

    Häufig werden W/O-Cremes eingesetzt; moderne Formulierungen kommen ohne Wollwachs­alkohole aus und lassen sich sogar mit sehr hohem Wassergehalt herstellen.

    Eine Alternative sind W/O-Zubereitungen mit einem Birkenkork-Trockenextrakt als Stabilisator.

    Kosmetisch besonders elegante Zubereitungen sind Schaum-Cremes; durch Kombination mit biomimetischen Lipiden lässt sich damit ebenfalls eine ­hervorragende Barrierestabilisierung erreichen.

    Weiterlesen ...
  • Pyoderma gangraenosum: diagnostische und therapeutische Herausforderung

    Das Pyoderma gangraenosum (PG) ist ein seltenes, jedoch ernst zu nehmendes Krankheitsbild, das zu chronisch progredienten, purulenten, schmerzhaften Ulzerationen der Haut führt.

    Die Pathogenese ist noch weitgehend unverstanden. In vielen Fällen bestehen Assoziationen zu rheumatologischen oder hämatologischen Krankheitsbildern.

    Die Therapieoptionen sind vielfältig und komplex. Sie reichen von immunmodulierenden ­Lokaltherapien bei kleinen initialen Veränderungen bis hin zu systemischen Behandlungen mit Glukokortikosteroiden und Biologika bei ausgedehnten und rasch progredienten Ulzerationen.

    Chirurgische Behandlungen galten, aufgrund einer möglichen Krankheitsförderung durch einen externen Stimulus (Pathergie-Phänomen), lange Zeit als umstritten. Neuere Berichte zeigen allerdings, dass ein chirurgisches Prozedere unter entsprechender immunsuppressiver Therapie den Heilungsverlauf deutlich beschleunigt.

    Weiterlesen ...
  • Bakterien – Pilze – Viren: Hautinfektionen im Vorschul- und Schulkindesalter

    Im Schulkindesalter häufig auftretende Hautinfektionen inkludieren Verrucae vulgares, ­Mollusca contagiosa, Impetigo contagiosa und Exantheme.

    Die meisten dieser Erkrankungen sind direkt auf die Infektion mit einem bestimmten Erreger zurückzuführen.

    Anders paravirale Exantheme: Sie sind als Antwort des Immunsystems auf eine Virusinfektion aufzufassen.

    Weiterlesen ...
  • Melanom 2016: Zwischen Euphorie und Lösungssuche

    Ein Gutteil der Patienten mit metastasiertem kutanen Melanom erfährt in den ­laufenden Studien durch Immuntherapien ein anhaltendes Ansprechen, das zu einer Verbesserung der Überlebensendpunkte führt.

    Beim BRAFV600-mutierten Melanom bieten Dabrafenib und Trametinib sowie ­Vemurafenib und Cobimetinib Vorteile, bei Vorliegen einer NRAS-Mutation verbessert ­Binimetinib das ­progressionsfreie Überleben.

    Zielgerichtete Substanzen weisen bei selektionierten Patienten mit Hirnmetastasen ­vielversprechende Aktivität auf.

    Ein Bedarf an neuen Therapien besteht unverändert bei seltenen Manifes­tationen wie ­Schleimhautmelanom, akralem Melanom und Aderhautmelanom.

    Weiterlesen ...
  • HIV im Alter

    Altern mit HIV oder HIV im Alter – beide Szenarien stellen die Behandler vor ­besondere Herausforderungen.

    Späte Diagnose, mangelnde Immunrekonstitution, chronische Inflammation, mehr „Inflammaging“ bedingen einen beschleunigten Alterungsprozess.

    Weiterlesen ...
  • Melanomtherapie 2015: Zwischen Revolution und Gratwanderung

    Der Artikel ist bereits in der Fachzeitschrift klinik 4/15 erschienen.

    Weiterlesen ...
  • Update Herpes Zoster

    Die neurokutane Erkrankung Herpes Zoster (verursacht durch das Varizella-Zoster-Virus) ­zeichnet sich durch einen schmerzhaften Hautausschlag mit Blasen auf einer Körperseite aus.

    Akute oder chronische Komplikationen können die Haut selbst, das zentrale und periphere Nervensystem, verschiedene Augenabschnitte oder innere Organe betreffen.

    Zur Therapie des Herpes Zoster steht die antivirale Chemotherapie mit Nukleosidanaloga (z. B. Brivudin, Valaciclovir, Famciclovir) zur Verfügung.

    Weiterlesen ...
  • Haut und Leben retten − Erstversorgung und Therapie von schweren Verbrennungen –

    Die Verbrennung ist eine physikalische (thermische) Schädigung der Haut. Sie löst eine ­entzündlich-toxische Reaktion der Kapillaren mit Permeabilitätsstörung aus und zeigt die enorme Bedeutung des funktionell intakten Integuments.

    Die pathophysiologischen Konsequenzen der großflächigen thermischen Zerstörung der Haut sind potenziell letal und erfassen neben zahlreichen Organen auch das Immunsystem.

    Verbrennungen liefern wesentliche Erkenntnisse für die Wund-, Narben- und Schockbehandlung.

    Weiterlesen ...
  • Aktuelle Therapieoptionen beim metastasierten Melanom

    Vom Mutationsstatus unabhängige Immuntherapien (z. B. Antikörper gegen Cytotoxic-T-Lymphocyte-associated-Protein-4 (CTLA-4) oder den Programmed-Death-1-(PD-1-)Rezeptor werden zur Behandlung des metastasierten Melanoms eingesetzt.

    Die zielgerichtete Therapie verwendet Proteinkinaseinhibitoren (z.B. BRAF- und MEK-Inhibitoren) bei Patienten, deren metastasiertes Melanom spezifische Mutationen aufweist.

    Weiterlesen ...
  • Das atopische Ekzem aus Sicht des ­Kinderdermatologen

    Die Diagnose des kindlichen Ekzems ist ob der Vielgestaltigkeit nicht trivial, ­Differenzialdiagnosen wie Psoriasis und seborrhoisches Ekzem sind nicht selten.

    In einem multimodalen Therapieansatz wird zunächst die defekte Barriere saniert ­(Basistherapie), danach die gesunde Hautbarriere möglichst erhalten (proaktive Therapie).

    Eine spezielle Neurodermitis-Schulung hilft Betroffenen bzw. deren Eltern, die Erkrankung, mögliche Auslöser, Therapie und Nebenwirkungen besser zu verstehen und zu bewältigen.

    Weiterlesen ...
  • Orale Venenmittel bei Varizen

    Venoaktive Medikamente können in allen Stadien der Varikose zur Linderung der Symptome der Erkrankung eingesetzt werden.

    Sie wirken antiödematös, antiinflammatorisch, sind gut verträglich und werden häufig mit Kompressionstherapie kombiniert, um deren Wirkung zu potenzieren.

    Weiterlesen ...
  • Desensibilisierung durch spezifische Immuntherapie (SIT) mit Allergenen

    Die aktualisierte Leitlinie zur spezifischen Immuntherapie (SIT) mit Allergenen umfasst die Bewertung/Zulassung von Allergenextrakten, Wirksamkeit in klinischen Studien, Indikation/Kontraindikation, Therapiedurchführung, Besonderheiten im Kindesalter sowie Sicherheit und Nebenwirkungen.

    Therapie-Allergen-Verordnung: Die deutsche TAV hat auch auf Österreich ­Auswirkungen.

    Weiterlesen ...
  • Anaphylaktischer Schock: Rasch und adäquat handeln

    SPECTRUM Dermatologie sprach mit Univ.-Prof. Dr. Norbert Reider, Klinische Abteilung für Dermatologie, Innsbruck, über die Bedeutung der raschen Adrenalingabe bei Anaphylaxie.

    Weiterlesen ...
  • Therapie hypertropher Narben und Keloide

    Hypertrophe Narben und Keloide bedürfen einer differenzierten Behandlung, die sich vor allem an der Entstehung orientiert.

    Einer chirurgischen Behandlung bedürfen unter Zug stehende Narben.

    Eine Domäne der konservativen Therapie sind Narben, die nach verzögerter Wundheilung entstehen und flächig sind.

    Weiterlesen ...
  • Herausforderung und Chance: Kutane Nebenwirkungen onkologischer ­Therapien

    Die kutanen Nebenwirkungen von „Targeted Therapies“ unterscheiden sich je nach Art des inhibierten Rezeptors/der inhibierten Kinase und sind relativ gut vorhersagbar.

    Eine Kombinationsblockade mehrerer Kinasen in verschiedenen Signalwegen führt zur Addition bzw. innerhalb desselben Signalwegs oft zu einer Milderung der kutanen Nebenwirkungen.

    Das Hautnebenwirkungsprofil der Immuntherapeutika ist heterogen und weniger vorhersehbar.

    Weiterlesen ...
  • HPV-Impfung nun 2014 endlich in Österreich gratis – Von Kaninchenhörnchen zur Krebsimpfung

    Die Umsetzung der HPV-Impfung wird auf lange Sicht in Österreich mehr als 500 Krebsfälle pro Jahr schon vorbeugend verhindern.

    Durch das Schulimpfprogramm für Mädchen und Knaben wird die so wichtige hohe Durchimpfungsrate erreicht werden, die Akzeptanz in der verunsicherten Bevölkerung muss jedoch durch sachliche Aufklärung noch erhöht werden.

    Weiterlesen ...
  • Leitliniengerechte Betreuung und Nachsorge von Melanompatienten in der Praxis

    Die Empfehlungen der Arbeitsgruppe Dermatoonkologie sollen die Nachsorge für ­Melanompatienten in Österreich standardisieren.

    Der klinischen Untersuchung mit Hilfe des Dermatoskops kommt zentrale Bedeutung zu.

    Regelmäßige Sonografie der Lymphknoten und S-100-Bestimmung sind ab Stadium IB empfohlen.

    CT, MRT und PET-CT sind bei Hochrisikomelanomen empfohlen.

    Weiterlesen ...
  • Infantile Hämangiome: ein therapeutisches Update

    Ausschlaggebend für die Therapieentscheidung sind Risikograd und Entwicklungsphase des Hämangioms.

    Minimalinvasive lokale Verfahren wie z. B. Kryotherapie und Farbstofflasertherapie sind für eine Behandlung im Frühstadium geeignet.

    Propranolol systemisch gilt derzeit als Gold-Standard für die Behandlung von Hochrisiko-­Läsionen und ist seit Kurzem auch in kindgerechter Darreichungsform erhältlich.

    Chirurgische Eingriffe sind sinnvoll zur Entfernung kosmetisch störender Restzustände oder bei Funktionsbeeinträchtigungen.

    Weiterlesen ...
  • Häufig fehldiagnostiziert: Tinea incognito

    Unter dem Terminus Tinea incognito wird eine infolge Steroidbehandlung zur Unkenntlichkeit transformierte fehldiagnostizierte „okkulte“ Tinea (Dermatophytose) verstanden.

    Die Tinea incognito umfasst ein weites Spektrum von Dermatophytosen variabler Morphologie und Lokalisation.

    Jede trotz Steroidbehandlung therapieresistente Dermatose impliziert den Verdacht auf das Vorliegen einer okkulten Mykose.

    Die Beendigung der Steroidtherapie wird erfahrungsgemäß begleitet von erneutem Auftreten von Juckreiz und Verschlimmerung des dermatologischen ­Erscheinungsbildes.

    Weiterlesen ...
  • Rosacea bleibt eine Herausforderung

    Die Rosacea ist eine häufige entzündliche Gesichtsdermatose, unter der knapp 150.000 ÖsterreicherInnen leiden.

    Im letzten Jahrzehnt hat es eine Vielzahl an neuen Erkenntnissen gegeben, die sowohl die oft unklare Pathogenese als auch therapeutische Richtlinien betreffen. Dies hat zu einem Fortschritt im Management und der gezielten Therapie der Erkrankung geführt.

    Weiterlesen ...
  • Seltene maligne Hauttumoren: eine nach wie vor zu wenig bekannte, tödliche Gefahr

    Die Gruppe seltener bösartiger Hauttumoren umfasst eine Vielzahl verschiedener, teilweise hochmaligner Erkrankungen, denen lediglich die niedrige Erkrankungswahrscheinlichkeit in der Gesamtbevölkerung gemeinsam ist. Obwohl die Gesamtzahl dieser Tumoren in Summe nicht mehr als 2 % aller bösartigen Hauttumoren darstellt, sind sie für bis zu 25 % aller hautkrebs­assoziierten Todesfälle verantwortlich.

    Die Schaffung eines breiteren Bewusstseins sowie spezialisierter Forschungseinrichtungen und vermehrte Anstrengungen in der Initiierung klinischer Studien sind erforderlich, um die nach wie vor teilweise sehr schlechten Prognosen betroffener Patienten signifikant zu verbessern.

    Weiterlesen ...
  • Herausforderung Dermatomykosen

    Pilzinfektionen, die ausschließlich die Haut betreffen, werden meist lokal behandelt. Die Tinea capitis bedarf jedoch meist einer systemischen Therapie, gegebenenfalls unterstützt durch topische Antimykotika.

    Für die Wahl des geeigneten Therapeutikums ist die die Überwachung des Erregerspektrums und Kenntnis der epidemiologischen Situation eines Landes von großer Relevanz

    Weiterlesen ...
  • Das „Psoriasis Registry Austria“ – eine Erfolgsgeschichte

    Das Psoriasistherapie-Register (PsoRA) wurde 2010 von der Forschungseinheit „Photodermato­logie und Bioimmuntherapie“ an der Universitätsklinik für Dermatologie und Venerologie Graz ins Leben gerufen und steht seit 2012 interessierten Abteilungen und Ärzten in ganz Österreich offen.

    Mittlerweile beinhaltet PsoRA die Daten von 1.431 Patienten. Insgesamt wurden bereits 2.232 Therapiezyklen erfasst.

    Das Register liefert die Basis zur Erforschung der Psoriasistherapie in Österreich unter den Aspekten Sicherheit, Wirksamkeit, Patientennutzen und Versorgungsroutine.

    Weiterlesen ...
  • Dermatoskopische Verlaufskontrolle pigmentierter Hautläsionen

    Die digitale dermatoskopische Verlaufskontrolle verbessert die diagnostische Genauigkeit.u Auswahlkriterien: flache, mittelgroße Läsionen mit retikulärem, strukturlosem oder Punktmuster.

    Ausschlusskriterien: knotige Läsionen oder dermatoskopisch sichtbare Schollen; Patienten mit zweifelhafter Compliance.

    Auswahl des Intervalls: „short-term“ (3–6 Monate) zur Evaluierung einzelner suspekter Läsionen, „long-term“ (6–12 Monate) zur Verlaufskontrolle mehrerer Läsionen an Hochrisikopatienten.

    Kriterien für das Melanom beim Follow-up: asymmetrische Größenzunahme, Änderungen in der dermatoskopischen Architektur, fokale Farbänderungen, Neuerscheinen von Farben oder Depigmentierungen und Zunahme von schwarzen Punkten.

    Weiterlesen ...
  • Das familiäre Melanom

    Genetische Keimbahnmutationen sind die stärksten Risikofaktoren für das kutane Melanom.1–3

    Insbesondere für Hochrisikopersonen stellt die Testung auf solche Mutationen einen wichtigen Beitrag zur Prophylaxe dar.4

    Seit einem Jahr besteht nun die Möglichkeit einer genetischen Testung in der Spezialambulanz für familiäre Melanome am Hauttumorzentrum an der ­Abteilung für allgemeine Dermatologie der Medizinischen Universität Wien.

    Weiterlesen ...
  • Mykosen – die häufigsten Infektionskrankheiten

    Pilzinfektionen der Haut und ihrer Anhangsgebilde zählen zu den häufigsten Infektions­krankheiten beim Menschen.

    Neben Dermatophyten (z. B. Trichophyton-, Epidermophyton- und Microsporumarten) gehören zum Erregerspektrum auch Hefepilze (Candidaspezies) und Schimmelpilze, wobei Letztere eine eher untergeordnete Rolle spielen.

    Pilzinfektionen, die ausschließlich die Haut betreffen, werden meist lokal behandelt. Nagelinfektionen sowie die Tinea capitis bedürfen in aller Regel einer systemischen Therapie, gegebenenfalls unterstützt durch topische Antimykotika.

    Weiterlesen ...
  • Was ist bei Patienten mit der limitierten Form einer systemischen Sklerodermie zu beachten?

    Das CREST-Syndrom oder limitierte Form ist die häufigste Form der systemischen Sklerodermie.

    Zu beachten ist, dass dieses Patientenkollektiv oft ein Alter aufweist, in dem andere Erkrankungen ebenfalls gehäuft auftreten können (Koronarsklerose, Nierenfunktionsstörungen).

    Die Häufigkeit von Sicca-Symptomatik und Refluxösophagitis bedingen eine regelmäßige ­Kontrolle beim Gastroenterologen und HNO-Arzt bzw. Augenarzt.

    Die Lungenfibrose ist hinsichtlich des Monitorings gegenüber dem Auftreten einer pulmonalen Hypertonie in den Hintergrund geraten, eine Echokardiographie als Screening-Methode ist sicherlich von essenzieller Bedeutung im Follow-up dieser Patienten.

    Durch die verbesserte Medikation bei digitalen Ulcera konnte die Lebensqualität dieser Patienten doch deutlich erhöht werden.

    Weiterlesen ...
  • Neue Feldtherapien bei aktinischen Keratosen

    Aktinische Keratosen sind Carcinoma in situ, die meist als multiple Läsionen im Sinne einer Feldkanzerisierung auftreten.

    Wichtigster Risikofaktor ist eine kumulative UV-Exposition.

    Aktinische Keratosen sind nicht nur behandlungswürdig, sondern auch behandlungspflichtig.

    Einzelne aktinische Keratosen können lokal entfernt werden. Zur Flächentherapie stehen neben chemischen Peelings die photodynamische Therapie, topisches 5-FU, Diclofenac-Hyaluronsäure, Imiquimod und seit Kurzem auch Ingenolmebutat zur Verfügung.

    Weiterlesen ...
  • Aktuelle Studien zur Melanomtherapie in Österreich – Update 2013

    Wie schon in den letzten Artikeln erwähnt, hat die Zulassung von Ipilimumab (Yervoy®) und Vemurafenib (Zelboraf®) zur Therapie von Patienten mit metastasiertem Melanom nicht nur die Routinetherapie dieser Erkrankung völlig verändert, sondern auch zu einer Vielzahl an klinischen Studien, teils mit Kombinationsschemata, teils mit neuen Substanzen geführt.

    Hierbei zeigt sich, dass mit vielen dieser neuen Entwicklungen die Ansprechrate, die Zeit bis zum Fortschreiten der Erkrankung und oft auch die Anzahl von langzeitüberlebenden Patienten schrittweise verbessert werden kann.

    Auch im Bereich der aktuellen klinischen Studien ist es gelungen, viele dieser interessanten Projekte nach Österreich zu holen. Dies erlaubt es einerseits, unseren Patienten möglichst frühzeitig Zugang zu neuen Therapien zu ermöglichen, andererseits aber auch wichtige Erfahrung im Umgang mit den neuen Wirkstoffen zu erwerben.

    Weiterlesen ...
  • Erforschung des gesundheitsgefährdenden Potenzials des Eichenprozessionsspinners

    Der Eichenprozessionsspinner, Thaumetopoea processionea Linnaeus, gehört zur Gattung der Lepidoptera (nachtaktive Falter). Die Raupen tragen mit Widerhaken versehene Gifthaare (Setae), die über den Wind vertragen werden und bei Mensch und Tier zu heftig juckenden Hautreaktionen führen.

    Die Symptome eines Lepidopterismus (Raupendermatitis) sind unspezifisch und können entzündliche Knoten, eine toxisch-irritative Dermatitis und Urtikaria umfassen.

    Im Auftrag des Deutschen Umweltbundesamtes läuft am AKH Wien ein groß angelegtes Projekt zur ganzheitlichen Erforschung des Krankheitsbildes, das neben der Erforschung der Epidemiologie und der toxikologisch-immunologischen Pathomechanismen auch die Entwicklung von Nachweisverfahren für Setae sowie eines diagnostischen Algorithmus umfasst.

    Weiterlesen ...
  • Anaphylaktische Reaktion – was tun?

    Anaphylaxie ist eine akute systemische Reaktion, die den gesamten Organismus erfassen kann und je nach Schweregrad mit unterschiedlichen Symptomen einhergeht.

    Die Symptomatik setzt akut ein, kann rasch fortschreiten und zu lebensbedrohlichen Zuständen führen.

    Hauptauslöser bei Erwachsenen sind Medikamente und Insektengifte, bei Kindern vor allem Nahrungsmittel, allen voran Erdnüsse, andere Nüsse, Fisch und Krustentiere.

    Weiterlesen ...
  • Rosazea – Update zur Pathogenese, Klinik und Therapie


    Die Rosazea ist eine sehr häufige, oft mit hohem Leidensdruck einhergehende Gesichtsdermatose, deren Pathophysiologie noch immer nicht hinreichend geklärt ist.

    Das klinische Erscheinungsbild ist variabel (Rosacea erythematoteleangiectatica, Rosacea papulopustulosa, phymatöse Rosazea), eine okuläre Beteiligung im Sinne einer Rosacea ophthalmica sollte stets ausgeschlossen werden.

    Die Therapie erfolgt zunächst topisch (in erster Linie Metronidazol oder Azelainsäure), gegebenenfalls kann sie in Abhängigkeit des klinischen Bildes durch die systemische Gabe von Tetrazyklinen, Makroliden, Retinoiden oder physikalische bzw. operative Verfahren ergänzt werden.

    Weiterlesen ...
  • Langzeitmanagement der Plaque-Psoriasis – 
Wirksamkeit und Sicherheit von Biologika 


    Biologika, die gezielt in die Entzündungskaskade der Psoriasis eingreifen, haben die Therapiemöglichkeiten für diese Erkrankung erweitert. Mögliche Risiken können durch die gezielte und individuelle Planung von Biologikatherapien minimiert werden.

    Ein optimaler Einsatz von Biologika setzt das Wissen über Einsatzkonzepte und das Nutzen-Risiko-Profil voraus. Basis sollte die evidenzbasierte Medizin sein, die sich vor allem nach dem Schweregrad, aber auch nach der Form und den individuellen Faktoren richtet.

    Bisherige Beobachtungen und Daten aus klinischen Studien zeigen eindeutig signifikante Verbesserungen des „Psoriasis Area and Severity Index“ (PASI) und der gesundheitsbezogenen Lebensqualität unter einer Biologikatherapie.

    Weiterlesen ...
  • Tipps für die klinische Praxis – Anaphylaxie 


    Vasovagale Synkopen, Hyperventilation und epileptische Anfälle können einer anaphylaktischen Reaktion oberflächlich täuschend ähnlich sehen. Umso mehr müssen die vorhandenen ­Symptome objektiviert werden.

    Adrenalin ist das einzige Medikament, das in der Akuttherapie des ­anaphylaktischen Schocks Leben retten kann. Im Zweifel ist die Gabe von 0,5 mg i.m. in den lateralen Oberschenkel risikoarm und effizient.

    Im Akutmanagement wird die Bedeutung der Substitution des relativen und absoluten Flüssigkeitsverlustes durch Gabe von Volumen häufig unterschätzt.

    Weiterlesen ...
  • Das atopische Ekzem

    Das atopische Ekzem (AE), für das als Synonyme Neurodermitis und, insbesondere im deutschsprachigen Raum, atopische Dermatitis gebräuchlich sind, ist eine chronisch rezidivierende, entzündliche Hauterkrankung, die zusammen mit der allergischen Rhinitis und dem Asthma bronchiale zum Formenkreis der atopischen Erkrankungen zählt.

    Weiterlesen ...
  • Der anaphylaktische Notfall

    Unter Anaphylaxie versteht man eine akute systemische Reaktion, die schlagartig beginnt, den gesamten Organismus erfassen kann und je nach Schweregrad (I–IV) mit unterschiedlichen Symptomen einhergeht1.

    Weiterlesen ...
  • Rosazea – State of the Art und neue Perspektiven

    Das Verständnis der Pathomechanismen, die zur Initiation und Progression der Rosazea führen, stellt eine Herausforderung für die Grundlagen- und klinische Forschung dar. Neuere Untersuchungen legen die Bedeutung neuroimmunologischer Mechanismen insbesondere für die Entstehung von Flush-Reaktionen und die Rekrutierung von Entzündungszellen im Rahmen der Rosazea nahe. Die Erkenntnisse bilden die Grundlage für die Entwicklung neuer therapeutischer Ansätze für diese Erkrankung.

    Weiterlesen ...
  • Herpes labialis – Neue therapeutische Möglichkeiten

    Trotz einer Vielzahl verschiedenen Therapieoptionen bleibt eine wirklich befriedigende Behandlung des Herpes labialis eine Herausforderung. SPECTRUM DERMATOLOGIE sprach mit Priv.-Doz. Dr. Julia Valencak, Universitätsklinik für Dermatologie Wien.

    Weiterlesen ...
  • Neurodermitis – eine tägliche Herausforderung

    Die atopische Dermatitis zählt zu den häufigen chronisch-entzündlichen Hauterkrankungen mit einer Prävalenz von bis zu 5 %, im Kindesalter sogar bis zu 20 %. Die klinische Manifestation beginnt meist im Kindesalter, in 70–80 % der Fälle bereits im Säuglingsalter, und ist von chronisch oder chronischrezidivierendem Verlauf. Die Erkrankung ist für die Betroffenen und je nach Intensität auch für ihr Umfeld sehr belastend. Zur Bewältigung einer solchen Herausforderung bedürfen Eltern umfassender Information über die Erkrankung und benötigen auch das Rüstzeug (Therapiekonzepte) für den täglichen Umgang damit.

    Weiterlesen ...
  • Genitoanalwarzen – Genitalwarzen und ihre Differentialdiagnose

    Epidemiologischen Studien zufolge leiden 1–2 % der sexuell aktiven Bevölkerung an spitzen Kondylomen im Genitalbereich, Tendenz steigend. Aus der weitaus höheren HPV-Prävalenz in der Bevölkerung – das „life-time-risk“ einer genitalen HPV-Infektion beträgt etwa 70–80 % – kann geschlossen werden, dass die Infektion in einem hohen Prozentsatz inapparent verläuft. Die Therapiemöglichkeiten sind vielfältig, Rezidive häufig.

    Weiterlesen ...
  • Aspekte des modernen Wundmanagements

    Eine Wunde wird als chronisch bezeichnet, wenn sie innerhalb von 4–12 Wochen trotz kausaler Therapie nicht zu heilen beginnt.1 Die drei häufigsten chronischen Wundarten sind der Dekubitus, das diabetische Fußsyndrom und das Ulcus cruris. Als Hauptursachen gelten noch immer die chronisch-venöse Insuffizienz (CVI), die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK), Neuropathien und übermäßiger Druck (Abb.).

     

    Weiterlesen ...
  • Die Pathophysiologie des atopischen Ekzems bei Kindern

    Das atopische Ekzem (AE) ist eine häufige und charakteristische Hauterkrankung, die oft gemeinsam mit zwei anderen atopischen Erkrankungen auftritt: allergischer Rhinokonjunktivitis und Asthma bronchiale.

    Weiterlesen ...
  • Herpes labialis – individuelle therapeutische Entscheidungen

    Zur Therapie des Herpes labialis stehen verschiedene Therapieoptionen zur Verfügung. Die Therapieentscheidung sollte individuell erfolgen. Topische Therapien sind primär zu bevorzugen.

    Weiterlesen ...
  • Photodermatosen – eine interessante Herausforderung für Dermatologen

    Die ultraviolette (UV-)Strahlung gilt als die wichtigste Umweltnoxe für Mensch und Tier. Haut und Augen sind die Erfolgsorgane der UV-Strahlung, wobei die Haut schon aufgrund ihrer flächenmäßigen Ausdehnung berechtigterweise an erster Stelle genannt werden muss. Unter Photodermatosen versteht man alle Erkrankungen der Haut, welche sich durch die Interaktion optischer Strahlung mit dem biologischen Gewebe entwickeln (photoinduzierte Dermatosen) bzw. verschlechtern (photoaggravierte Dermatosen) (Tab.)

    Weiterlesen ...
  • Aspekte des Langzeitmanagements und der Lebensqualität bei Patienten mit Psoriasis

    Der meist frühe Krankheitsbeginn, der chronische Verlauf und das stigmatisierende Erscheinungsbild der Psoriasis vulgaris stellen hohe Anforderungen an ein erfolgreiches Langzeitmanagement. Ausschlaggebend und eng miteinander verknüpft sind daher therapeutische, psychosoziale und ökonomische Aspekte.

    Weiterlesen ...
  • Promotion Omalizumab (Xolair®) Chronische spontane Urtikaria – endlich erscheinungsfrei