Patho 01|2020

Herausgeber: Österreichische Gesellschaft für Pathologie

Editorial

Focus: Pathologie des Mammakarzinoms

  • Klassifikation invasiver Mammakarzinome

    Invasive Mammakarzinome stellen eine heterogene Gruppe von Tumoren dar, die prinzipiell auf Basis histopathologischer Merkmale klassifiziert werden.

    Daneben hat sich zunehmend eine Einteilung auf Basis biologischer Eigenschaften entwickelt.

    Die Klassifikation hat sowohl therapeutische als auch prognostische Relevanz, daher ist eine Vereinheitlichung der Terminologie wesentlich.

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  • Mammakarzinom – der diagnostische Ablauf in der Pathologie

    Biomarker-Untersuchungen wie Östrogen- und Progesteronrezeptoren, HER2/neu und Ki-67 erlauben seit Jahren eine individuelle Therapieplanung beim Mammakarzinom.

    Neue Biomarker wie PD-L1 oder PIK3CA-Mutationsanalysen ermöglichen die zielgerichtete Therapiewahl im Falle von Rezidiven.

    Eine Herausforderung stellen immer mehr Untersuchungen am oftmals kleinen Biopsiematerial dar, welches zunehmend auch für translationale klinische Studien zur Verfügung gestellt werden muss.

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  • Molekularpathologische Befunde – von der Immunhistochemie bis zur NGS-Analyse

    Immunhistochemische und molekularpathologische gewebebasierte Analysen zur Bestimmung prognostischer und prädiktiver Biomarker sind essenzieller Bestandteil der Therapieplanung sowohl beim frühen als auch beim metastasierten Mammakarzinom.

    In dem sich dynamisch entwickelnden Feld gehören derzeit auch PD-L1 und die Mismatch-Reparaturproteine (MMR) zu den immunhistochemischen Zielstrukturen; das Spektrum der Molekularpathologie umfasst somatische BRCA1/2- und PIK3CA-Mutationsuntersuchungen sowie Genexpressionsanalysen.

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  • Klinisch-pathologische Zusammenarbeit ermöglicht neue Standardtherapie

    Der Einsatz von Checkpoint-Inhibitoren hat die Behandlung des triple-negativen Mammakarzinoms im neoadjuvanten und im metastasierten Setting revolutioniert.

    Damit eine Therapieentscheidung getroffen werden kann, muss der PD-L1-Status bestimmt werden, um Patientinnen zu identifizieren, die von der neuen Therapieform profitieren können.

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  • Bedeutung der Pathologie und erforderliche Ressourcen

    Der moderne pathohistologische Befund muss neben den jahrzehntelangen konventionellen Parametern eine Reihe wichtiger molekularbiologischer, aber auch genetischer Faktoren für eine Therapieentscheidung zur Verfügung stellen.

    Ki-67, HER2/neu-Status, EndoPredict clin., Mikrosatelliteninstabilität, Mutation des BRCA1 und -2, PIK3CA, tumorinfiltrierende Lymphozyten oder PD-L1-Defizienz sind nur einige der heute schon erforderlichen Parameter.

    Daraus ergibt sich sowohl eine hohe Anforderung an das Wissen und die Technologie, aber auch an die Kosten für das Mangelfach Pathologie, ohne dessen Grundlage eine wirksame und moderne zielgerichtete Therapie des Mammakarzinoms nicht möglich ist.

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Panorama

  • Die Rolle der klinischen Pathologie und Molekularpathologie in der COVID-19-Pandemie
    Aufgrund der Aktualität der COVID-19-Pandemie haben wir uns entschlossen, in dieses Sonderheft „SPEC­TRUM Pathologie“ auch drei Beiträge zu diesem Thema aufzunehmen. Aufgrund der Kenntnisse und Fertigkeiten im Bereich der molekularen Diagnostik im Fach Klinische Pathologie und Molekularpathologie konnten die österreichischen ...Weiterlesen ...
  • Autopsie als Präzisionsmedizin

    Die Situation einer Fülle an diagnostischen Unklarheiten, wie sie die COVID-19-Pandemie darstellt, zählt zu den Herausforderungen der klinischen Obduktion.

    Breit angelegte Analysen erlauben die Beantwortung mehrerer für eine präzise Diagnostik der Infektionskrankheit wichtiger Fragestellungen.

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  • COVID-19-Obduktionen zeigen pulmonale arterielle Thrombosen und systemische Organbeteiligung

    Die rezent im Top-Journal Annals of Internal Medicine publizierten1 und mit einem Editorial gewürdigten2 Ergebnisse einer ersten größeren Serie von Obduktionen in Österreich zeigen, dass die vom Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöste Krankheit COVID-19 neben einem diffusen Alveolarschaden auch Thrombosen in der Lunge verursachen und in weiterer Folge auch andere Organe wie Niere, Leber und Bauchspeicheldrüse schädigen kann. Die Lymphopenie geht als Ausdruck der Virusinfektion mit einer Verminderung der Lymphozyten in Lymphknoten und Milz einher. SPECTRUM Pathologie sprach mit dem Erst- und dem Letztautor der Studie – stellvertretend für das klinisch-pathologische Team, welches es sich zur Aufgabe gesetzt hatte, zu klären, welche Organe an COVID-19 beteiligt sind und woran die Patienten letztendlich sterben.

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  • COVID-19: Renaissance der Autopsie in Zeiten der Pandemie

    Durch die Obduktion von COVID-19-Erkrankten können Pathologen zu einem besseren Verständnis dieser neuen Infektionskrankheit beitragen, entsprechende Schutzmaßnahmen müssen aber eingehalten werden.

    Neben der Morphologie kann auch die Molekularpathologie wichtige neue Aspekte liefern, insbesondere in infektiologischer und epidemiologischer Hinsicht.

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