DFP - Fortbildung

1. österreichische Krebsreport

Psychoonkologische Versorgung

Junge Patienten ohne Lobby

Kinder und Jugendliche in der Pandemie

Erscheinungsdatum:
10.10.2013

Herausgeber:
Univ.-Prof. Dr. Michael Musalek


Editorial

Psychische Erkrankungen in unserer Gesellschaft

M. Musalek 10.10.2013

Psychische Erkrankungen hatten seit jeher und in allen Gesellschaften einen besonderen Platz. Noch nie gelang es, sie nachhaltig auf eine gleiche Ebene mit anderen Erkrankungen zu stellen. Noch immer besteht der Unterschied zwischen körperlichen und psychischen Erkrankungen nicht nur darin, dass die erstgenannten ganz ihrem Namen entsprechend sich vorzugsweise in körperlichen Symptomen zeigen, während sich...

Focus: Psychiatrische Versorgung

Psychiatrische Versorgung im Spannungsfeld der Gesundheitsökonomie

G. Psota 10.10.2013

Die steigende Bedeutung psychischer Erkrankungen wird zunehmend auch aus gesundheitsökonomischer Perspektive wahrgenommen. Dass nicht einmal ein Drittel der Gesamtkosten bei psychischen Erkrankungen aus direkten und über zwei Drittel aus indirekten Kosten resultieren, wäre aber vor allem in der Debatte um Bewilligung von Psychotherapie und Erstattung innovativer Medikation eine wichtige Erkenntnis. Klar ist, dass...

Focus: Psychiatrische Versorgung

Der Beitrag der Sozialpsychiatrie zur Identität der Psychiatrie

U. Meise 10.10.2013

Die Frage, welchen Beitrag die Sozialpsychiatrie zur Identität der Psychiatrie leistet, hängt im Wesentlichen davon ab, ob sie vorrangig als eine Spezialdisziplin oder als Sichtweise, als ein Aspekt der Psychiatrie erachtet wird. Für den mehrdimensionalen Ansatz der modernen Psychiatrie ist die Berücksichtigung der sozialen Dimension unverzichtbar. Es besteht heute innerhalb der Psychiatrie Konsens, dass...

Focus: Psychiatrische Versorgung

Evaluationsergebnisse der medizinischen Rehabilitation bei psychischen Störungen

G. Lenz 10.10.2013

Die vorliegenden Daten weisen auf die Wirksamkeit psychiatrischer Rehabilitation in Bezug auf Symptombesserung, Verbesserung der Lebensqualität, Reduktion der Krankenstände, Anzahl und Dauer von Krankenhausaufenthalten, Aufrechterhaltung der Berufstätigkeit und Abnahme der Arbeitslosigkeit (bei freilich gleichzeitiger Zunahme der meist befristeten Berufsunfähigkeits­pensionierungen) hin. Die psychiatrische Reha...

Focus: Psychiatrische Versorgung

Mobile gerontopsychiatrische Versorgung – was bringt sie, und was kostet sie?

G. Klug 10.10.2013

Eine mobile gerontopsychiatrische Versorgung kann, wenn sie entsprechend den bekannten Bedürfnissen der Menschen arbeitet und nach geeigneten Rahmenbedingungen organisiert ist, viel für die Betroffenen erreichen. In einer randomisierten Studie erwies sich diese Form der Betreuung in allen qualitativen Bereichen als besser und war gleichzeitig deutlich kostengünstiger.

Focus: Psychiatrische Versorgung

Vorbeugen oder Kinder stark machen – das Projekt KIPKE

W. Grill et al. 10.10.2013

Kinder psychisch kranker Eltern haben ein erhöhtes Risiko, selbst eine psychische Krankheit zu entwickeln. 2010 wurde mit dem Projekt KIPKE in Niederösterreich ein niederschwelliges,...

Focus: Psychiatrische Versorgung

TAF: Ein Weg in der Behandlung von jungen Menschen mit psychotischen Ersterkrankungen

R. Herz; Koautoren: A. Czelecz, C. Gadinger-Häupl, C. Ithurralde Sarría, B. Schlosser-Natter, H. Skoff, W. Gsenger et al. 10.10.2013

Seit 2008 bietet der PSD-Wien im „Tageszentrum für psychiatrische Frührehabilitation – TAF“ ein umfassendes Frühbehandlungsprogramm für junge Erwachsene mit psychotischen Ersterkrankungen an. Ziel einer Frührehabilitation ist, eine Chronifizierung des Krankheitsprozesses und die damit verbundenen Folgen zu verhindern. Unter Behandlung in den Frühphasen werden gesundheitsfördernde Maßnahmen wie z. B....

Kongress

ÖGKJP 2013: Was wird aus kinder- und jugendpsychiatrischen Patienten?

et al. 10.10.2013

Psychische Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter sind mit einer Lebenszeitprävalenz von 15 % häufig und oft mit einer ungünstigen Prognose verbunden. Laut einer aktuellen Tiroler Studie wird ein Viertel der KJP-Patienten als Erwachsene wieder stationär aufgenommen.

Für die Praxis

Zur Problematik der Diagnose Persönlichkeitsstörung

K. Paulitsch 10.10.2013

Die Diagnose Persönlichkeitsstörung ist eine typische „Längsschnittdiagnose“. Neben dem deskriptiven diagnostischen Ansatz (ICD-10, DSM-IV) hat sich parallel das psychodynamische Modell der Persönlichkeit etabliert. Die psychodynamische Konzeption umfasst neben gene­tischen und konstitutionellen auch entwicklungspsychologische Faktoren und berücksichtigt psychosoziale Phänomene unter dem Aspekt von...

Panorama

Das Leben als Spiel sehen

P. Natter 10.10.2013

Musen und Sirenen. Ein Essay über das Leben als Spiel: Das heißt tiefstapeln. Eine Enzyklo­pädie über das Leben und über das Spiel möchte man Martin Poltrums hier anzuzeigendes Buch nennen. Der klinische Philosoph und Psychotherapeut, Koordinator der Akademie des Anton- Proksch-Instituts, liefert in einem konzentriert erzählten Band mehr als nur Spielerisches rund um das Lebendigste am Leben: das Spiel. Vom...