SP 03|2016

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Michael Musalek

Editorial

  • Stationäre Behandlung in der Psychiatrie
    Braucht es in der Psychiatrie heute überhaupt noch stationäre Behandlung? Können psychische Erkrankungen nicht besser, effizienter bzw. erfolgreicher in ambulanten Einrichtungen behandelt werden? Sind nicht gerade stationäre psychiatrische Behandlungseinrichtungen (und gar nicht so sehr die psychischen Krankheiten bzw. die psychisch ...Weiterlesen ...

Focus: Sport & Psychiatrie

  • Effekte, Nebenwirkungen und zukünftige Entwicklungen – schizophrene Psychosen und Sport

    Bei Patienten mit schizophrenen Psychosen sind gezielte sporttherapeutische Interventionen – insbesondere aerober Ausdauersport – mit Verbesserungen des globalen Kognitionsniveaus, der psychopathologischen Symptome, des globalen Funktionsniveaus und der Lebensqualität verbunden.

    Zu den positiven Effekten von Krafttraining gibt es Hinweise, größere Untersuchungen sind noch ausständig.

    Forschungen am Tiermodell haben viel zum Verständnis, wie Ausdauertraining auf Gehirnstruktur und -funktion wirken könnte, beigetragen.

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  • Sport und Demenz: Protektiv oder induktiv?

    Physisch aktive Menschen weisen ein geringeres Risiko für eine Demenzentwicklung auf.

    Aerobes Training kann die Angio- und Neurogenese im Hippocampus und die synaptische Plastizität verbessern.

    Kontaktsportarten, die zu zerebralen Traumen führen, könnten über eine chronisch-traumatische Enzephalopathie allerdings auch zur Demenzentwicklung beitragen.

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  • Sport- und Bewegungstherapie bei psychischen Erkrankungen

    Im psychiatrischen Kontext stellt Sport- und Bewegungstherapie keine Alternative zu etablierten Behandlungsformen dar, ist aber nach aktueller Datenlage eine gut belegte Ergänzung im Rahmen eines multimodalen therapeutischen Vorgehens.

    So ist bei Depressionen die Wirksamkeit von Ausdauer- und Krafttraining im Sinne einer Symptomreduktion belegt, auch bei Angststörungen liegen positive Daten vor.

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  • Depression und Leistungssport

    Man geht davon aus, dass Depressionen im Leistungssport ebenso häufig vorkommen wie in der Allgemeinbevölkerung.

    Sportler nehmen psychiatrische Behandlungen nur schwer in Anspruch.

    Verletzungen und das Beenden der Karriere sind häufige depressionsauslösende Faktoren.

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  • Zur Gründung einer Arbeitsgemeinschaft für Sportpsychiatrie und -psychotherapie in der ÖGPP: Wozu Sportpsychiatrie?
    Leistungssportler sind einem hohen Druck ausgesetzt, Spitzenleistungen fortlaufend zu erzielen, keine Schwächen zu entwickeln und, wenn es doch zu solchen kommt, diese nicht zu zeigen.
    Die Bedingungen des Leistungssports bringen Belastungen mit sich, die die Entwicklung von psychiatrischen Erkrankungen begünstigen. ...Weiterlesen ...

Kongress

Für die Praxis

  • Stadieneinteilung des Burn-out: Relevanz in der klinischen Praxis

    Die von Univ.-Prof. Dr. Michael Musalek entwickelte Stadieneinteilung des Burn-out, die zwischen „Problemstadium“ (Stadium I), „Übergangsstadium“ (Stadium II) und „Erkrankungsstadium“ (Stadium III) unterscheidet, bietet Hilfestellung für eine differenzierte Beratung und Behandlung von Betroffenen.

    Ein für diese Stadieneinteilung entwickelter und validierter Fragebogen wird bereits in einer epidemiologischen Studie zur Prävalenz psychischer Krankheiten eingesetzt.

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  • Die Therapie der Depression in der Hausarztpraxis

    Obwohl seit über 25 Jahren sehr viel zum Thema depressive Störungen geschehen ist, stellt es immer wieder eine Herausforderung dar, die Depression in der Allgemeinpraxis zu erkennen, anzusprechen und eine Behandlung einzuleiten.

    Eine Überweisung zum Facharzt sollte bei beständigen Suizidgedanken, Entwicklung vonpsychotischen oder manischen Symptomen sowie bei ungenügendem Therapie-Ansprechen oder Unverträglichkeit der Medikamente erfolgen.

    Die Langzeitbehandlung bei rezidivierender Depression sollte gemeinsam miteinem Facharzt für Psychiatrie ausgearbeitet werden.

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Panorama

  • Zur psychoanalytischen Betrachtungsweise des Terrorismus

    Die zur terroristischen Gewalt führende Radikalisierung kann aus psychoanalytischer Sicht als regressionsähnlicher Vorgang aufgefasst werden, der durch gruppendynamische Prozesse vermittelt wird.

    Verstärkt durch eine paranoide und gewaltlegitimierende Ideologie kann das allen Menschen innewohnende massenpsychologische Potenzial rasch zu sozialer Gewalt gegen Individuen einer Gruppe eskalieren, auf welche die eigene Aggression projiziert worden ist.

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