SP 03|2017

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Michael Musalek

Editorial

  • Stationäre Behandlung psychisch Kranker
    Üblicherweise wird die Wertigkeit von stationärer Behandlung psychisch Kranker im Vergleich zu ambulanten Behandlungsmöglichkeiten beurteilt. In einem der letzten Editorials wurde bereits auf das Spannungsfeld zwischen stationären und ambulanten Therapieangeboten in unserem heutigen Gesundheitssystem näher eingegangen und dabei auch schon ...Weiterlesen ...

Focus: Stationäre Behandlung psychisch Kranker

  • Psychiatrische Versorgung in Österreich − Eine Bestandsaufnahme

    Prim. Dr. Christa Rados, Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie (ÖGPP) im Interview:

    Beispiele für die strukturelle Stigmatisierung in der Psychiatrie sind fehlende Strukturen für Patienten, die unzureichende Erstattung von Psychotherapie, die zu langen Wartezeiten auf einen Kassenarzttermin oder die Nichterstattung von einigen psychopharmakologischen Innovationen.

    Notwendig sind eine Ausbildungsoffensive sowie die Planung von lückenlosen Versorgungsketten vom Akutbesuch bis zur Rehabilitation, bedarfs- und bedürfnis-gerecht nach Diagnose und Patientengruppe.

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  • Tagesklinik – Station ohne Betten?

    Tageskliniken sind seit vielen Jahren in der psychiatrischen Versorgung etabliert.

    Ein weiterer Ausbau ist im Akut-TKL-Bereich, in der Anzahl sowie im Bereich Tagesklinken mit störungsspezifischen Therapiemöglichkeiten anzustreben.

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  • Stellenwert der stationären Behandlung bei Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis

    Die stationäre Behandlung von Patienten mit Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis ist integrativer Bestandteil eines Gesamtbehandlungsplanes und sollte auf die Bedürfnisse der Betroffenen abgestimmt werden.

    Die Indikation zur stationären Therapie reicht von einer Krisenintervention bzw. gesetzlichen Unterbringung bis hin zur Inanspruchnahme spezifischer Therapieoptionen z. B. im Rahmen von psychotischen Erstmanifestationen.

    Es bedarf einer interdisziplinären Zusammenarbeit über die Schnittstelle der stationär/ambulanten Betreuung hinaus, um stationäre Behandlungsmöglichkeiten zum besten Nutzen der Patienten einsetzen zu können.

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  • Stationäre Behandlung von Suchterkrankungen

    Auch wenn die stationäre Suchtbehandlung eine Ergänzung zu einem ambulanten Behandlungssetting darstellt, ist diese trotz alledem eine unverzichtbare Säule in der Behandlung suchtkranker Menschen.

    Da eine Suchtkrankheit eine hochkomplexe psychische Erkrankung ist, werden individuelle Therapieangebote mit einem Höchstmaß an Flexibilität benötigt, um dem Patienten das für ihn bestmögliche Behandlungsangebot zukommen zu lassen.

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  • 26 Jahre Unterbringungsgesetz − Bestandsaufnahme und Überblick

    Das Unterbringungsgesetz (UbG) löste im Jahr 1991 die seit dem 18 Jahrhundert geltende und 1916 zuletzt novellierte Anhalteordnung ab.

    Ziele waren (und sind) einerseits ein moderner Rechtsschutz für psychiatrische Patienten, die in einer psychiatrischen Abteilung/Klinik aufgenommen sind und dort Beschränkungen unterworfen werden, andererseits eine Verringerung der Zahl untergebrachter Patienten.

    Der Rechtsschutz ist wohl effektiv, die Zahl der Unterbringungen steigt jedoch nach wie vor und ist aktuell etwa 3-mal so hoch wie zu Ende der Anhalteordnung im Jahre 1990.

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Panorama

  • Erste Evaluationsergebnisse der Rehabilitationsklinik Gars am Kamp

    Die Evaluationsergebnisse von 2.260 Patienten, die zwischen 2011 und 2016 in der Rehabilitationsklinik Gars am Kamp in Behandlung waren, wurden ausgewertet.

    Die Ergebnisse zeigen hoch signifikante Behandlungseffekte, mit mittelgroßen Effektstärken in den Bereichen Symptombelastung (ES = 0,56), Lebensqualität (ES = 0,61) und großen Effektstärken im Bereich Funktionsfähigkeit (ES = 0,88).

    Die Ergebnisse bestätigen den international vergleichbaren Standard der Behandlung in der Rehabilitationsklinik Gars.

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  • Die Bedeutung der Darm-Hirn-Achse bei Demenz

    Die Mikrobiota-Darm-Hirn-Achse beeinflusst bidirektional die Gehirnfunktion und somit die Pathophysiologie psychiatrischer Syndrome wie Depression, Angst, kognitive Defizite und Demenz.

    Dabei dürften neuroinflammatorische Prozesse eine zentrale Rolle spielen, die möglicherweise durch längerfristige Gabe von Probiotika beeinflusst werden können.

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