SP 01|2020

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Michael Musalek

Editorial

  • Editorial 1/20
    Der diesjährige API-Kongress im Palais Ferstl war dem Thema „Medizin – quo vadis?!“ gewidmet. Dabei sollten die verschiedenen kontemporären und auch zukünftig möglichen Ansätze in der Prävention, Behandlung und Rehabilitation im Bereich der Medizin im Allgemeinen sowie der Suchtmedizin im ...Weiterlesen ...

Focus: Suchttherapie – quo vadis?

  • Medizin – quo vadis?

    Die Entwicklung von eminenzbasierter zu evidenzbasierter Medizin bedeutet einen Fortschritt, jedoch mit Problemzonen: Übertragung von empirischen Forschungsergebnissen in die klinische Diagnose- und Behandlungspraxis, Reduktion von Evidenz auf statistische Wahrscheinlichkeiten etc.

    Eine evidenzbasierte Medizin braucht eine Erweiterung um die Koordinaten einer human-basierten Medizin, die wieder den ganzen von der Krankheit betroffenen Menschen mit all seinen Möglichkeiten und Unmöglichkeiten in den Mittelpunkt stellt, mit der Zielsetzung des Wiedererreichens eines möglichst autonomen und freudvollen Lebens.

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  • Die Zukunft des Mannes und der Frau in der Suchtbehandlung

    Bei der Entstehung und Überwindung von Suchterkrankungen sind unterschiedliche Systeme wie „Herkunft“, „Peergroup“, „Gesellschaft“ oder „Zeitgeist“ als Einflussfaktoren mitzuberücksichtigen.

    Genderspezifische Risikofaktoren für eine Erkrankung (Life-Risks) stehen in engem Zusammenhang mit dem veränderten Rollenbild für Männer und Frauen in der Gesellschaft (Gender-Shift).

    Es ist eine Herausforderung, aber unabdingbar für Suchterkrankte und TherapeutInnen, krank machende und suchterhaltende Systembedingungen zu erkennen.

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  • Stationäre Suchtbehandlung – wozu?

    Durch eine Intensivierung ambulanter Angebote mit variabel erweiterten Behandlungszielen könnte die im Alkoholsuchtbereich viel zu geringe Behandlungsquote erhöht werden.

    Für viele Suchtkranke jedoch sind nachhaltige Behandlungserfolge nur im stationären Setting möglich, es gibt aber auch klar definierte Kontraindikationen für einen ambulanten Entzugsversuch.

    Der große Vorteil einer zunächst stationären Entwöhnungsbehandlung ist der Abstand zur gewohnten Lebenswelt mit ihren Fallstricken der gewohnten Muster.

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  • Von inline zu online und zurück

    Dass digitale Medien auch negative Auswirkungen auf unser soziales Leben haben können sowie eine zu intensive Nutzung auch zur Sucht führen kann, ist mittlerweile gut belegbar. Anlehnend an gängige Suchtkriterien kann auch die Social-Media-Sucht beschrieben werden.

    Durch die intensive Nutzung von Smartphones und Co entstehen auch neue „Krankheiten“, wie „Fomo“ („Fear of Missing Out“) und „Nomophobie“ („No Mobile Phone Phobia“).

    In der Behandlung der Internetsucht ist Medienkompetenz das Ziel und nicht Abstinenz, da ein Leben ohne Internet in unserer Gesellschaft absolut unrealistisch ist.

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Panorama

  • Neue Entwicklungen in der Psychotherapie

    Die soziokulturelle Entwicklung der letzten Jahrzehnte stellt eine höhere Anforderung an die Freiheit des Individuums.

    Das bedeutet für die Psychotherapie-Entwicklung eine Stärkung der Fähigkeit zu autonomen und eigenverantwortlichen Entscheidungen.

    Innerhalb der Psychotherapieentwicklung der letzten Zeit ist ein Strang zu beobachten, der in Richtung einer „personalisierten Psychotherapie“ verweist.

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  • Phytotherapie mit Lavendelöl bei Angststörungen

    Moderate ängstliche Verstimmung lässt sich phytotherapeutisch gut behandeln. Wesentlich dabei ist die Unterscheidung von vorübergehender ängstlicher Verstimmung und schwereren Angststörungen, die fachärztlicher Betreuung bedürfen.

    Die Lavendelöl-Präparation Silexan® zur Behandlung von vorübergehender ängstlicher Verstimmung ist nicht süchtigmachend, nicht sedierend, gut verträglich und weist kein Interaktionspotenzial mit anderen Medikamenten auf, verursacht keine sexuelle Dysfunktion und keine Gewichtszunahme.

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