Editorial

Sehr geehrte Frau Kollegin, werter Kollege!

Ich hoffe, Sie hatten einen schönen und erholsamen Urlaub bzw. falls Sie nicht an Semesterferien gebunden sind, diesen noch vor sich haben, wünsche ich Ihnen einen solchen!
Haben Sie geschafft, abzuschalten, die Arbeit zu Hause zu lassen, sich nur der Familie und sich selbst zu widmen, oder waren Sie weiter online, mehr mit dem Smartphone als mit der Familie beschäftigt, um ja nichts aus der Heimat (der Ordination) zu verpassen? Wem wollen Sie etwas beweisen? Sich, Ihren Patienten, Kollegen? Wie wollen Sie Ihr Leben erklären, wenn Sie ausgebrannt vor den Scherben Ihrer Gesundheit stehen? Krank und kaputt, und die Zeit mit Ihren Kindern und/oder dem Partner ist auch unwiederbringlich dahin. Nützen wir also die Ferienzeit auch, um uns und die Gestaltung unseres (Berufs-)Lebens kritisch zu hinterfragen, um Korrekturen rechtzeitig vorzunehmen, und schalten wir ab, ohne berufliche Hintergrundgeräusche im Kopf, während wir mit den Kindern spielen.

Das UNIVERSUM MANN vor Ihnen beschäftigt sich diesmal eher mit Randgebieten der Männergesundheit, wie Suchtkrankheit, Depression, der Mann als geriatrischer Patient, geschlechtsspezifische Unterschiede in der Fötalzeit, Harnweginfekte beim Mann und die klassischen Geschlechtskrankheiten. Und es stellt sich eine neue Arbeitsgruppe der Österreichischen Gesellschaft für Urologie und Andrologie vor: die AG für Gender-Medizin in der Urologie.

Mit herzlichen Grüßen

Dr. Michael Eisenmenger