UIM 06|2011

UIM 06|2011 Mannbeilage

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Günter J. Krejs, Österreichische Gesellschaft für Innere Medizin

Mann

  • Der Mann in der Geriatrie

    Die Indikation zur Substitution altersassoziierter Hormonveränderungen (= Abnahmen) ist aus internistischer Sicht beim Mann kritisch und individuell zu stellen. Große, länger dauernde prospektive Studien zum klar definierten Nutzen bzw. Risiko einer Hormonersatztherapie (z. B. harte klinische Endpunkte und Tod) beim älteren Mann liegen derzeit nicht vor. Angesichts überzeugender klinischer Daten zur Behandlung der arteriellen Hypertonie, der Hyperlipidämie und auch der männlichen Osteoporose (z. B. Vitamin-D- und Kalzium-Gabe) ist diesen Indikationen im Allgemeinen die therapeutische Priorität zuzusprechen. Polypharmazie (definitionsgemäß die Verschreibung von mehr als 5 verschiedenen Präparaten) sollte zur Erhöhung der Compliance und Arzneimittelsicherheit nach Möglichkeit vermieden werden. Beachtet werden muss dabei, die „klinische Notwendigkeit“ von Verordnungen nicht nur durch die Brille des eigenen Fachbereiches zu beurteilen. Interdisziplinäre Kooperation und Kommunikation bei der Behandlung des Mannes in der Geriatrie ist daher ein unabdingbares Muss.

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  • Nierentransplantation: Hauptaugenmerk der Nachsorge liegt im Tumor-Screening

    Die Nierentransplantation ist ein etabliertes Verfahren zur Behandlung einer End Stage Renal Disease (ESRD) und ist nach gegenwärtigem Wissenstand hinsichtlich Morbidität, Überlebenszeit und Lebensqualität der Dialyse überlegen.

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  • Rasante Zunahme der „Klassiker“ Syphilis und Gonorrhö

    Syphilis, Gonorrhö, Ulcus molle (weicher Schanker), Lymphogranuloma venereum und Granuloma inguinale (extrem selten) zählen zu den klassischen Geschlechtskrankheiten, die ausschließlich durch Sexualkontakte übertragen werden. Diese Infektionen unterliegen in Österreich sowie in zahlreichen Ländern der obligatorischen Meldepflicht. Die beim Gesundheitsministerium zu meldenden Daten inkludieren nur Geschlecht und Zahl. 

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  • Harnwegsinfektionen beim Mann – Prävalenz, Diagnostik, Therapie

    Männer sind im Vergleich zu Frauen deutlich seltener von Harnweginfektionen (HWI) betroffen. Wie bei der Frau werden HWI auch beim Mann hauptsächlich durch Escherichia coli verursacht. HWI werden beim Mann meist als kompliziert eingestuft. Die Therapie sollte zielgerichtet nach Durchführung einer Harnkultur erfolgen. 

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  • Gibt es „die männliche Depression“?

    In der psychiatrischen Epidemiologie ist kaum etwas besser belegt als die Tatsache, dass Frauen ein 2- bis 3-fach höheres Risiko zur Entwicklung einer Depression haben als Männer. Allerdings weisen Männer deutlich erhöhte Suizidraten auf, ein Fakt, der Zweifel an diesen Daten aufkommen lässt, da Suizide zu 70 % im Rahmen von Depressionen vollzogen werden. Das Konzept der männlichen Depression beruht auf der Annahme einer Unter- bzw. Fehldiagnostizierung von Depressionen bei Männern, da diese durch die klassischen Symptome der Depression weniger imponieren, als eher durch Symptome wie Irritabilität, aggressives Verhalten, sowie erhöhten Alkoholkonsum, welche durch die gängigen Erhebungsbögen nicht abgebildet werden. Allerdings konnte das Konzept bisher nicht validiert werden.

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  • Genderaspekte der Abhängigkeit – Männer und Sucht

    Die Forschung im Bereich der genderspezifischen Psychiatrie beschäftigt sich mit vielen verschiedenen Aspekten. Diese reichen von unterschiedlichen ätiologischen sowie epidemiologischen Einflüssen bis hin zu unterschiedlichen Metabolisierungsmechanismen von Medikamenten. Dazu gesellen sich Unterschiede in der Verfügbarkeit von Hilfestellungen, die geschlechtsspezifische gesellschaftliche Stigmatisierung psychisch Kranker sowie Unterschiede der Retentionsraten bzw. Unterschiede in der Verweildauer in der Therapie 

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  • Gender-Medizin in der Urologie

    Mit großer Mehrheit wurde bei der Generalversammlung der Österreichischen Gesellschaft für Urologie und Andrologie am 5. November 2010 in Linz die Gründung der Arbeitsgruppe „Gender-Medizin in der Urologie“ beschlossen. 

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  • Geschlechtsspezifische Unterschiede vor der Geburt

    Vertreter des männlichen Geschlechtes haben es gegenteilig zum oft strapazierten Nimbus des starken Geschlechtes nicht etwa in allem leichter – ganz im Gegenteil – bereits lange vor der Geburt beginnt eine Geschichte, die wahrlich keine des Erfolges ist. Die folgenden Ausführungen wollen der Frage nachgehen, ob sich bei den wichtigsten Erkrankungen der Schwangerschaft statistisch relevante Unterschiede in Häufigkeit und Schwere der Verläufe abhängig vom Geschlecht des Ungeborenen finden lassen. 

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  • Editorial
    Liebe Kolleginnen! Liebe Kollegen!
    Das UNIVERSUM MANN ist in den letzten Jahren deutlich über den „Mann“ hinaus gewachsen. Unsere Zeitung hat sich tatsächlich zu einem Gender-Magazin entwickelt, da auch in der vorliegenden Ausgabe immer häufiger nicht der „Mann“ an sich, ...Weiterlesen ...
  • Editorial