Rubrik: Gastroenterologie & Hepatologie

  • Helicobacter pylori – Empfehlungen im Lichte neuer Daten

    Das Bakterium Helicobacter pylori verursacht bei allen Infizierten eine B-Gastritis. Bei einem Teil der Betroffenen treten Folgeerkrankungen wie Ulcus duodeni, Ulcus ventriculi, ein Magenkarzinom oder ein MALT-Lymphom des Magens auf.

    Eine aktuelle Studie zeigte, dass 21,1 % aller Helicobacter-Stämme in Österreich eine Primärresistenz gegen Clarithromycin aufweisen. Dies muss bei der Wahl des Eradikationsregimes berücksichtigt werden.

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  • Titandioxid (E171): Die potenzielle Toxizität einer vermeintlich inerten Substanz

    Titandioxid kann zelltoxisch sein; die Mechanismen können durch oxidativen Stress, Autophagie, endoplasmatischen Retikulum-Stress und Gentoxizität bedingt sein.

    In Mausmodellen von chronisch entzündlichen Darmerkrankungen verursacht Titandioxid eine Verschlechterung der Colitis durch Aktivierung des Inflammasom-Pathways.

     

     

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  • Eosinophile Ösophagitis − Zwischen steigender Inzidenz und neuen Therapieansätzen

    Ein Ansprechen auf PPI bestätigt weder eine gastroösophageale Refluxerkrankung (GERD) noch schließt es eine eosinophile Ösophagitis aus.

    Die Histologie ist zur Diagnosesicherung und Verlaufsbeurteilung derzeit unumgänglich – jeder Patient mit Dysphagie muss biopsiert werden.

    Die neue Darreichungsform topischer Steroide verspricht höhere Remissionsraten.

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  • Die Geburtsstunde der „Young ÖGGH“

    Young ÖGGH Startup Event: In drei Themenblöcken wurde durch ein zweitägiges Programm geführt, das die Geburtsstunde einer jungen ÖGGH einleitete.

    Ziel einer Young ÖGGH ist es, Jungmedizinern wie auch angehenden Medizinern Karrieremöglichkeiten und Ausbildungswege innerhalb der Gastroenterologie aufzuzeigen.

    Die Nachwuchsförderung, der Vernetzungsgedanke, die Vermittlung von Angeboten und Stipendien sowie wissenschaftliche Kooperationen stehen im Mittelpunkt dieser Interessensvertretung.

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  • „Personalisierte Medizin ist unser tägliches Brot“

    Insbesondere bei den metabolischen und immunologischen Lebererkrankungen sowie bei den chronisch entzündlichen Darmerkrankungen sind die Erkrankungsverläufe sehr individuell. Ein besseres Krankheitsverständnis ermöglicht, Risikoprofile mit genetischen Markern und nichtinvasiven Biomarkern zu erfassen.

    Das Mikrobiom kristallisiert sich zunehmend als „Risikoprofi‟ bei verschiedensten Lebererkrankungen – in erster Linie für die nichtalkoholische Fettleber – heraus und könnte zukünftig als Biomarker herangezogen werden.

    Herausforderung: die Abbildung individualisierter Entscheidungen in Guidelines/Therapiealgorithmen.

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  • Hepatitis C: Personalisierte Settings für Therapie und Screening

    Mithilfe moderner Therapieregime kann die chronische Hepatitis C bei praktisch allen ­Betroffenen ohne relevante Nebenwirkungen geheilt werden.

    Um die chronische Hepatitis C auch in der Population von Patienten mit i. v. Drogen-konsum eliminieren zu können, müssen neue „Settings‟ für Therapie und Diagnostik unter Berücksichtigung der lokalen Gegebenheiten geschaffen werden.

    Bei der Therapie von „PWID mit borderline compliance‟ hat sich in Wien das Konzept der „directly observed therapy‟ sehr bewährt.

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  • Top-Publikationen österreichischer Gastroenterologen und Hepatologen 2017

    2017 wurden 26 Arbeiten mit einem Gesamt-Impakt-Faktor von 233 Punkten auf dem Gebiet der Gastroenterologie und Hepatologie als aus Österreich stammende Top-Publikationen gewertet.

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  • Neue Therapien beim hepatozellulären Karzinom

    Die beiden Multikinase-Inhibitoren Sorafenib (Erstlinie) und Regorafenib (Zweitlinie) sind für die Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenem HCC in Österreich zugelassen.

    Weitere molekulargezielte Therapien (Lenvatinib, Cabozantinib, Ramucirumab) konnten bereits in Phase-III-Studien überzeugen, und ihre Zulassung für das hepatozelluläre Karzinom wird in den kommenden Monaten erwartet.

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  • Barrett-Ösophagus: zu viel endoskopiert?

    Die größte Bevölkerungsgruppe mit einem Barrett unter einem Zentimeter braucht keine Kontrollen.

    Ein Barrett ohne Dysplasie wird nach 3 bis 5 Jahren kontrolliert.

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  • Medikamente und TIPS bei fortgeschrittener Zirrhose

    Nichtselektive Betablocker, Antibiotika, Terlipressin und Albumin können bei richtigem Einsatz das Auftreten von Komplikationen der Zirrhose verhindern bzw. deren Verlauf günstig beeinflussen.

    Transjugulärer intrahepatischer portosystemischer Shunt (TIPS): Neben dem in der klinischen Routine zu selten angewandten „early/preemptive TIPS‟ (Implantation innerhalb von 72 h; bei Child-Pugh-B-Patienten mit aktiver Blutung bei der Endoskopie oder Child-Pugh C10–13) könnte die Ausweitung der TIPS-Indikation auf Patienten mit schwerem Aszites zu einer Prognoseverbesserung führen.

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  • Kurzdarmsyndrom mit Darmversagen – Individuelles Management für mehr Lebensqualität

    Beim Kurzdarmsyndrom kann der verbleibende Darm den Körper nicht mehr ausreichend versorgen.

    Die Restdarmlänge ist prognostisch für Adaptation und Überleben.

    Enterale und parenterale Ernährungstherapie sichern das Überleben und sollten laufend und individuell angepasst werden.

    Therapieziele sind eine Aufrechterhaltung der Versorgung, Symptommanagement und eine Verbesserung der stark eingeschränkten Lebensqualität.

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  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten – eine moderne Epidemie?

    Industrielle Ernährung enthält chemische Inhaltsstoffe, oberflächenaktive Substanzen und Emulgatoren → negative Beeinflussung der Zusammensetzung des intestinalen Mikrobioms und der Barrierefunktion des Intestinaltrakts.

    Traditionell empfohlene „gesunde‟ Ernährungsmaßnahmen führen zu einer Überlastung des Intestinaltrakts mit schlecht resorbierbaren und bakteriell über Gärungsprozesse abgebauten fermentierbaren Kohlenhydraten und Polyolen (FODMAP).

    Die therapeutische Manipulation des intestinalen Mikrobioms und der Barrierefunktion durch Diät (FODMAP-reduziert), Lebensstilmaßnahmen und in Einzelfällen auch Medikamente sind eine vielversprechende Option zur Verbesserung funktioneller Bauchbeschwerden.

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  • Genetik in der Hepatologie

    Zu den klassischen hereditären monogenetischen Lebererkrankungen zählen Morbus Wilson, hereditäre Hämochromatose und Alpha-1-Antitrypsinmangel.

    Insbesondere für die klassischen hereditären Lebererkrankungen ist die genetische Abklärung zur sicheren Diagnosestellung heute unerlässlich und auch weitgehend etabliert.

    Für die nichtalkoholische Fettlebererkrankung (NAFLD) konnte in den letzten Jahren eine genetische Mitbeteiligung in der Krankheitsentstehung bzw. -progression entdeckt werden; weiters bei der alkoholischen Lebererkrankung (ALD) und bei chronischer Hepatitis B und C.

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  • Probiotika bei Pouchitis

    Therapie akute Pouchitis: Aufgrund der guten Ansprechraten unter konventioneller Antibiotikatherapie kann für Probiotika gegenwärtig keine Empfehlung gegeben werden.

    Therapie chronische Pouchitis: Anwendung des Multispeziespräparats VSL#3 für die chronische Pouchitis aufgrund ihres günstigen Nutzen-Risiko-Profils hinreichend gerechtfertigt; wichtig: Suche nach sekundären und nichtinflammatorischen Ursachen.

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  • Formula-Diäten bei hepatologischen Erkrankungen

    Zeitlich begrenzt können Formula-Diäten bei hepatologischen Erkrankungen wie Fettleber (Steatosis hepatis) eine effiziente Therapiemaßnahme darstellen.

    Für nachhaltige Effekte muss im Anschluss allerdings eine langfristige Umstellung des Ernährungs- und auch Bewegungsverhaltens erfolgen.

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  • ECCO 2018 – die Kongresshighlights

    Integrin-Antagonist Vedolizumab zeichnet sich durch gute Effektivitätsdaten aus.

    Der oral bioverfügbare JAK-Inhibitor Tofacitinib hat bei schwer zu behandelnden anti-TNF-alpha-refraktären Colitis-Ulcerosa-Patienten das Potenzial, eine therapeutische Lücke zu schließen.

    Effektivität und Sicherheit der TNF-α-Blocker Infliximab und Adalimumab sind weiterhin gut untermauert.

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  • Das Magenmikrobiom und Helicobacter pylori: Der Sieger beansprucht alles für sich

    er menschliche Magen ist entgegen langjährigen Annahmen nicht steril, sondern von einer diversen mikrobiellen Gemeinschaft besiedelt, die durch aktuelle next-generation-sequencing-basierte Methoden charakterisiert werden kann.

    Durch die Besiedelung mit Helicobacter pylori (H. pylori) wird das vorhandene Magenmikrobiom in der Mehrzahl der Patienten dieser Studie durch diesen Keim überwachsen.

    Das Pathogenitätsgen CagA ist einer der bedeutendsten karzinogen Faktoren von H. p., dessen Vorhandensein entsprechend unserer Studie aber keinen statistisch signifikanten Einfluss auf die Zusammensetzung der bakteriellen Gemeinschaft im Vergleich zwischen einer CagA-negativen und einerCagA-positiven Kohorte hat.

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  • Pankreaskarzinom, Vorstufen und periampulläres Karzinom

    Bis zum Jahr 2030 sind knapp 2.350 Pankreaskarzinom-Neuerkrankungen pro Jahr zu erwarten.

    Die histologische Diagnosesicherung sollte durch EUS-gesteuerte Biopsie erfolgen.

    Die optimale radiologische Bildgebung beim duktalen Adeno­karzinom der Bauchspeicheldrüse ist das kontrastmittelverstärkte Multidetektor-CT.

    Für eine erfolgreiche Therapie des Pankreaskarzinoms sind spezialisierte Teams, exzellente Behandlungstechniken und Zentralisierung mit hoher Behandlungsfrequenz essenziell.

    Die neoadjuvante Therapie wird immer wichtiger. Nano-Technologien haben zur Entwicklung neuer und wirksamer Medikamente geführt.

    Was chirurgische Resektionstechniken betrifft, könnte die totale mesopankreatische Exzision (TMpE) zum neuen Operationsstandard werden.

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  • Flache Polypen – frühe Tumoren

    Morphologie, Krypten, Oberfläche und Gefäßmuster identifizieren frühe Tumoren in flachen Polypen.

    Richtig charakterisiert lassen sich viele frühe Tumoren kurativ endoskopisch therapieren.

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  • American Association for the Study of Liver Diseases (AASLD)/ILC: Highlights des International Liver Congress 2017

    Hepatitis C – Retherapie nach NS5A-non-Response: robustes virologisches Ansprechen nach SOF/VEL/VOX (Vosevi®) über 12 Wochen.
    – HCV-GT3: verlängerte Therapiedauer (8 vs. 12 Wochen) mit Glecaprevir/Pibrentasvir (Maviret®)
    – kein signifikanter Vorteil bezüglich SVR; interessante SVR-Daten für „schwierige‟ Kollektive.

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  • Darmkrebsvorsorge: opportunistisches vs. organisiertes populationsbezogenes Screening

    Die Inzidenz des kolorektalen Karzinoms ist in Österreich in den vergangenen 10 Jahren um 20 %, die Mortalität um 30 % zurückgegangen.

    Das Image der Vorsorgekoloskopie hat sich in den vergangenen Jahrzehnten sehr verbessert und die Untersuchung stark an Qualität zugenommen.

    Generation Darmkrebs – eine Herausforderung auch in Österreich?

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  • Editorial

    Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir freuen uns sehr, Ihnen eine Zusammenfassung der ersten Veranstaltung Wrap-up Highlights der United European Gastroenterology Week (UEGW) 2017 präsentieren zu können. Die UEGW war auch heuer (28. 10.– 1. 11., Barcelona) mit 13.000 Teilnehmern hervorragend…

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  • Neues von der Therapie viraler Lebererkrankungen

    Die chronische Hepatitis C kann durch moderne Therapieregime bei fast allen Betroffenen ohne relevante Nebenwirkungen geheilt werden. Die Therapiedauer beträgt meist 8–12 Wochen.

    Bei chronischer Hepatitis B kann die Virusreplikation mithilfe moderner Nukleosid/Nukleotid-Analoga effektiv supprimiert werden. An der Entwicklung neuer Therapiekonzepte, welche eine definitive Viruselimination ermöglichen, wird intensiv geforscht.

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  • Metabolische Lebererkrankungen – ein Update

    Nichtalkoholische Fettlebererkrankung (NAFLD und NASH):

    • Zusammenhänge zwischen dem intestinalen Mikrobiom, Entstehung und Progression der NAFLD stehen derzeit im Fokus der hepatologischen Forschung.
    • Die zentrale Säule des therapeutischen Managements stellen unverändert Lebensstilmodifikation, Gewichtsabnahme von 5 bis 10 % sowie die medikamentöse Behandlung metabolischer Begleiterkrankungen dar. Eine Vielzahl von Substanzen wird derzeit in Phase-II- und -III-Studien evaluiert.

    Alkoholische Fettlebererkrankung (AFL und ASH):

    • Die Suszeptibilität der ASH dürfte nicht nur mit genetischen Faktoren, sondern auch mit der Zusammensetzung des intestinalen Mikrobioms assoziiert sein.

    Zirrhose:

    • Patienten, die unter Langzeit
    • Protonenpumpenblockertherapie stehen, haben häufiger Komplikationen und eine höhere Mortalität.
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  • Komplikationen der Leberzirrhose

    Serum-Antikörper gegen Zytoskelett-Bestandteile (Anti-Filament-Aktin-IgA, AAA) und Anti-Gliadin-Antikörper (AGA) zeigen intestinale Schädigung und bakterielle Translokation bei Patienten mit Leberzirrhose an.

    AAA- und AGA-Titer können zur Risikobestimmung für Dekompensation und Mortalität bei Patienten mit Leberzirrhose verwendet werden.

    Eine Langzeit-PPI-Einnahme führt zu einer „Oralisierung‟ des Mikrobioms bei Patienten mit Leberzirrhose.

    Diese Oralisierung des Mikrobioms führt zu einer intestinalen Inflammation und gestörten Darmbarriere und erhöht somit das Mortalitätsrisiko.

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  • Neue Therapieansätze bei cholestatischen Lebererkrankungen

    Die Standardtherapie mit Ursodeoxycholsäure (UDCA) ist nur bei einem Teil der Patienten mit PBC effektiv, für die PSC ist bisher kein Medikament zugelassen.

    Zu den derzeit vielversprechendsten Therapieansätzen zählen Liganden des Farnesoid-X-Rezeptors (FXR).

    Obeticholsäure (OCA) und andere Nichtgallensäuren-FXR-Liganden werden derzeit im Rahmen klinischer Studien bei cholestatischen Lebererkrankungen wie der PBC und PSC getestet.

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  • Funktionelle gastrointestinale Störungen und das Mikrobiom

    Funktionelle gastrointestinale Störungen (FGIS) sind Störungen der Bauch-Hirn-Interaktion.

    Neue diagnostische und therapeutische Verfahren zielen daher auf die Kommunikation zwischen zentralem (ZNS) und enteralem (ENS) Nervensystem inklusive intestinalem Mikrobiom ab.

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  • Neuigkeiten bei der Endoskopie

    Kalte Schlinge zur Polypektomie (CSP): Sessile Strukturen sind unabhängige Risikofakto-ren für eine inkomplette Resektion mit kalter Schlinge zur Polypektomie (CSP).

    Post-ERCP-Pankreatitis (PEP): Eine starke Bewässerung mit Ringer-Laktat (initialer Bolus von 10 ml/kg) vor einer ERCP reduziert die Inzidenz und Schwere einer PEP.

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  • Vorsorgekoloskopie, Darmvorbereitung und Qualitätssicherung

    uManagement von kleinen Polypen: Die „Resect and discard‟-(Entfernen-und-Verwerfen-)Strategie ist außerhalb von Zentren derzeit noch nicht umsetzbar.

    Eine einmalig durchgeführte Sigmoidoskopie senkt die Inzidenz und Mortalität des Kolorektalkarzinoms bei Männern.

    Gute Ergebnisse für Koloskopien mit Wasserinsufflation.

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  • Therapieziel mukosale Heilung

    Die Behandlung chronisch entzündlicher Darmerkrankungen fokussiert nicht mehr allein auf die Symptomfreiheit, sondern hat die mukosale Heilung der Krankheit zum Ziel.

    Biomarker, wie das fäkale Calprotectin, sollten zukünftig zur Monitorisierung der Patienten unter Therapie standardmäßig genutzt werden.

    Kombinationen bestehend aus einem Thiopurin und einem TNF-α-Antagonisten könnten an Bedeutung gewinnen, um z. B. das Risiko für schwere arterielle Ereignisse bei Patienten mit M. Crohn zu verringern.

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  • Neue Trends in der Vorsorgekoloskopie – 10 Jahre Qualitätszertifikat Darmkrebsvorsorge

    In den vergangenen 10 Jahren konnten große Fortschritte in der Qualität der Vorsorgekoloskopie erzielt werden.

    Für Polypen < 5 mm ist die Abtragung mittels kalter Schlinge empfohlen (Ausnahme: für Polypen 1–3 mm, wenn die kalte Schlinge technisch schwierig oder unmöglich ist).

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  • Gemeinsame Aspekte von Zöliakie, Weizensensitivität und FODMAP

    Zöliakie, IgE-vermittelte Weizenallergie, Weizensensitivität, Bäckerasthma und Dermatitis herpetiformis werden der heterogenen Gruppe glutenassoziierter Erkrankungen zugeordnet.

    Für die Beschwerden bei Weizensensitivität sind möglicherweise in erster Linie Amylase-Trypsin-Inhibitoren und ferner fermentierbare Oligo-, Di- und Monosaccharide oder Polyole (FODMAP) verantwortlich, wobei Letztere auch beim Reizdarmsyndrom eine Rolle spielen.

    Die Zöliakie ist trotz guter diagnostischer Möglichkeiten deutlich unter-diagnostiziert.

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  • Darm-Leber-Achse: lebende Bakterien als Helfer

    Darm und Leber hängen anatomisch und funktionell zusammen.

    Ist diese Achse gestört, geraten vermehrt bakterielle Bestandteile in die Zirkulation, und es kann zu Entzündungsreaktionen in den beiden Organen kommen.

    Präbiotika, Probiotika und Synbiotika können die Achse positiv beeinflussen.

    Vanessa Stadlbauer-Köllner erklärt im Interview spannende Fakten und verrät Neues aus der Forschung.

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  • Das gesunde Mikrobiom – weitreichende Einflüsse auf den Organismus

    Das menschliche Mikrobiom unterliegt laufenden Veränderungen durch äußere und innere Einflüsse (z. B. Ernährung, Antibiotika, genetische Prädisposition).

    Abnorme Veränderungen des Mikrobioms sind mit zahlreichen Erkrankungen assoziiert, z. B. Diabetes mellitus oder chronisch entzündlichen Darmerkrankungen.

    Eine gezielte Veränderung des Mikrobioms für therapeutische Zwecke ist Gegenstand der Forschung.

    2017: Gründung der „Austrian Microbiome Initiative‟ (AMICI).

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  • Ursachen und Möglichkeiten zum Wiederaufbau des Mikrobioms

    10 % aller antibiotikaassoziierten Durchfälle werden durch Clostridium difficile ausgelöst.

    Antibiotika verändern die Zusammensetzung des Mikrobioms – dies kann zur ungenü­genden Aufspaltung von Nahrung im Darm führen.

    Veränderungen im Ökosystem Darm sind mehrere Monate nachweisbar.u Probiotika senken die antibiotikabedingte Durchfallrate und sorgen dadurch für eine bessere Verträglichkeit.

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  • Akut-auf-chronisches Leberversagen: häufig und komplex

    Das akut-auf-chronische Leberversagen (ACLF) ist eine spezifische Krankheitsentität, die von der Dekompensation bei Leberzirrhose zu unterscheiden ist und mit einer hohen Kurzzeitmortalität assoziiert ist.

    Infektionen sind häufig Auslöser eines ACLF und müssen gezielt gesucht und adäquat therapiert werden.

    Die Definition des ACLF ist aktuell insbesondere zwischen westlichen Ländern und dem asiatischen Bereich uneinheitlich und sollte harmonisiert werden.

    Weiterführende Studien sind notwendig, um die Pathogenese des ACLF besser zu verstehen und konsequent kausale Therapien davon abzuleiten.

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  • Alkohol und Leber

    Frühstadien der alkoholischen Lebererkrankung (ALD) bleiben meist unbemerkt. Bei Vorliegen einer höhergradigen Fibrose/Zirrhose wird die Prognose kritisch. Ein Staging der ALD im Frühstadium mittels Fibroscan und/oder Leberbiopsie ist sinnvoll.

    Die ALD wird meistens erst im fortgeschrittenen Stadium klinisch auffällig, wenn sie sich mit akuter alkoholischer Steatohepatitis (ASH) oder Komplikationen der Leberzirrhose mani­festiert. Eine Steroidtherapie verbessert das Kurzzeit-Überleben bei histologisch verifizierter ASH. Die Indikationsstellung zur Lebertransplantation (Patientenselektion) bleibt eine Herausforderung.

    Abstinenz verbessert die Prognose sowohl bei kompensierter als auch bei dekompensierter ALD.

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  • Highlights EASL-ILC 2017 − Fokus Virushepatitiden

    Hepatitis C:
    – Real-World-Kohorten bestätigen die Ergebnisse der klinischen Studien.
    – Mit Glecaprevir/Pibrentasvir wird bald auch eine pangenotypisch wirksame Kombination für Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion verfügbar sein.
    – IFN-freie Therapie ist auch bei Kinder wirksam und sicher.
    – Daten zu HCC-Risiko nach erfolgreicher IFN-freier Therapie.
    – Therapie von Relapser auf DAA-Therapie.

    Hepatitis B: Tenofoviralafenamid (TAF) wurde neu in die EASL-Guidelines aufgenommen.

    Hepatitis D: therapeutische Herausforderung; potenzielle Therapieoptionen werden untersucht, wie z. B. Lonafarnib.

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  • Mehr Präzision in der Rom-IV-Klassifikation

    Gemäß den neuen Rom-IV-Kriterien für Reizdarmsyndrom (RDS) gilt nur mehr der Bauchschmerz als das Hauptkriterium.

    Unklares abdominelles „Unwohlsein‟ wird bei der RDS-Diagnose nicht berücksichtigt.

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  • Billroth-III-Konsensus zur portalen Hypertension

    Portale Hypertension ist durch einen Druckanstieg im Pfortadersystem über 10 mmHg gekennzeichnet, Varizenblutungen können ab 12 mmHg auftreten.

    Nichtinvasive Elastografieverfahren wie der FibroScan® können das Vorhandensein von Ösophagusvarizen ausschließen.

    Die Pfortaderdruckmessung erlaubt nicht nur eine individuelle Prognoseeinschätzung, sondern dient auch der Optimierung der medikamentösen Therapie bei portaler Hypertension.

    Die Kombination aus endoskopischer Gummibandligatur und nichtselektiver Beta-Blocker-Therapie ist der Goldstandard in der Sekundärprophylaxe einer Varizenblutung.

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  • Highlights vom ECCO-Kongress 2017

    Als Erweiterung zu den gängigen ECCO-Guidelines für Ärzte und medizinisches Personal wurden nun Leitlinien für Patienten entwickelt, welche Standards in Diagnose, Monitoring und Therapie in einer laienverständlichen Sprache zusammenfassen. Diese sind für Betroffene in deutscher Übersetzung online verfügbar.

    Mit Ustekinumab steht seit Kurzem eine neuartige Behandlung für Patienten mit Morbus Crohn zur Verfügung, welche auch in der Langzeitbehandlung gute Ergebnisse erbrachte.

    Weitere Therapien wie beispielsweise JAK-Inhibitoren werden zurzeit in klinischen Studien in der Anwendung bei CED überprüft und erzielen hier bereits erste positive Resultate.

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  • ASCO GI 2017: Highlights zum hepatozellulären Karzinom

    Sorafenib ist die unumstrittene Erstlinientherapie, Regorafenib ist die neue Zweitlinien­therapie des fortgeschrittenen hepatozellulären Karzinoms.

    Die Immuntherapie in Form von PD-1-Inhibitoren (Nivolumab, Pembrolizumab) wird eine neue Therapieoption darstellen.

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  • NASH und Behandlungsoptionen

    NAFLD (nichtalkoholische Fettlebererkrankung) ist die hepatische Manifesta-tion des metabolischen Syndroms, wobei der Subtyp der NASH (nichtalko-holische Steatohepatitis) die aggressivere Verlaufsform darstellt, deren Therapie priorisiert werden muss.

    Die einzige bisher gesicherte effiziente Therapie der NAFLD ist die Lebensstilmodifikation.

    Medikamentöse Therapiestrategien haben verschiedene mechanistische Ansätze: Korrektur des metabolischen Syndroms, Hemmung der Entzündungsaktivität, Verminderung des Fettgehaltes und Verminderung bzw. Regression der Fibrose.

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  • Endoskopischer Ultraschall bei Pankreasläsionen

    Der endoskopische Ultraschall (EUS) mit Biopsie ist heute die Untersuchung der Wahl zur Definition der Behandlungskonsequenz einer zufällig entdeckten Raumforderung im Pankreas.

    EUS ermöglicht die verlässliche Zuordnung verschiedener zystischer Veränderungen oder Neoplasien. Ausnahme: Situation einer auf Basis der Schnittbildgebung klar gegebenen Indikation zur chirurgischen Resektion eines Pankreaskarzinoms.

    Die Erfahrung des Untersuchers, die Aktualität der technischen Ausrüstung und der mangelhafte Kostenersatz beschränken die Untersuchung auf Schwerpunktzentren.

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  • Aktuelle Therapie des metastasierten Adenokarzinoms des Pankreas

    Erstlinientherapie: Welches Therapieregime infrage kommt, hängt vom Allgemeinzustand des Patienten ab. Derzeit gibt es vier Möglichkeiten: Gem-citabin als Monotherapie, Gemcitabin in Kombination mit Erlotinib oder an Nanopartikel gebundenes Paclitaxel (nab-Paclitaxel) sowie Folfirinox (Folinsäure, 5-Fluorouracil, Irinotecan und Oxaliplatin).

    Neue Option in der Zweitlinie: in Liposomen verkapseltes Irinotecan (nal-Iri). Es wurde kürzlich zur Behandlung des metastasierten Adenokarzinoms des Pankreas in Kombination mit 5-Fluorouracil und Leucovorin bei Patienten, deren Erkrankung unter einer Gemcitabin-basierten Therapie fortgeschritten ist, zugelassen.

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  • Chronische Hepatitis C – EASL-Empfehlungen 2016

    Neue EASL-Guidelines aufgrund der evidenzbasierten Einführung neuer Wirkstoffkombinationen

    Auszugweise:

    Vor Therapie wird eine Bestimmung der Subgenotypen 1a und 1b gefordert.

    Infektionen mit dem Genotyp 1b sollen bei niedriger Virämie im frühen Fibrosestadium über 8 Wochen behandelt werden.

    Klare Therapieempfehlungen im fortgeschrittenen Stadium der Niereninsuffizienz

    Auch bei neuen Substanzen wird trotz der damit verbundenen Kontroverse z. T. eine zusätzliche Gabe von Ribavirin empfohlen.

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  • MRT/Elastografie kommt in die Routine

    Diffuse Lebererkrankungen, wie eben die Fibrose, stellen die moderne Medizin vor eine große Herausforderung.

    Die MR-Elastografie und die transiente Sonoelastografie bieten neue Möglichkeiten der nichtinvasiven Diagnose der Fibrose, beide Methoden haben dabei Vor- und Nachteile (MR-E z. B. hohe Anschaffungskosten).

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  • Nachwuchsförderung und Gender-Aspekte in der Medizin: Wo befindet sich heute die gläserne Decke?

    Kind und Karriere: Mentoring durch Frauen mit dieser Erfahrung wäre sinnvoll.

    Gastroenterologischer Nachwuchs: Wertschätzung („gehört werden‟) und Flexibilität sind wichtigste Schlagwörter.

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  • Zukünftige Therapiekonzepte für CED-Patienten

    Mögliche zukünftige Behandlungsalternativen für Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) mit neuen Wirkprinzipien sind unter anderem Interleukin-12/23-Antikörper, Antisense-Oligonukleotide gegen SMAD7, Januskinase-Inhibitoren und die fäkale Mikrobiota-Transplantation.

    Die Frage, welcher Wirkstoff für welchen Patienten am besten geeignet ist, wird in Zukunft bei vielen verfügbaren Substanzen zur Therapie dieser Erkrankungen zu klären sein.

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  • DFP-Literaturstudium der Fortbildungsreihe „Innere Medizin Compact“: Thema Darm

    Im Rahmen der ÖGIM-Fortbildungsreihe „Innere Medizin Compact“ bieten wir ergänzend auch ein DFP-Literaturstudium an. Der zweite DFP-Beitrag ist dem Thema „Darm“ gewidmet und gliedert sich in 4 Kapitel: Akute und chronische Diarrhö, Clostridium-difficile-Infektion, gastrointestinale Blutung und chronisch entzündliche Darmerkrankungen. Sie können 3 Punkte erwerben.

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  • „Neues Arbeitszeitgesetz überfordert die Mitarbeiter“

    UIM: Junge Mediziner beklagen oft die schlechten Ausbildungsbedingungen. Ist das Ihrer Meinung nach auch in der Gastroenterologie und Hepatologie ein Problem? Schöfl: Die Gastroenterologie und Hepatologie ist durch die Kombination intellektueller und manueller Herausforderungen ein recht attraktives Fach. Natürlich könnte…

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  • „Alles überragender Fortschritt bei Hepatitis C“

    UIM: Was waren Ihrer Meinung nach die wichtigsten medizinischen Entwicklungen der vergangenen Jahre im Bereich der Gastroenterologie und Hepatologie? Vogel: Der aus meiner Sicht alles überragende Fortschritt sind die revolutionären Entdeckungen und Entwicklungen in der Therapie der Hepatitis C. Zum…

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  • Highlights der ÖGGH-Tagung 2016

    Treat-to-Target gewinnt als Therapiekonzept bei CED an Bedeutung, Ziel ist die mukosale Integrität.

    Sowohl bei Barrett-Metaplasie wie auch bei CED wird zur Überwachung anstatt ungezielter Protokollbiopsien die Biopsie aus potenziell dysplastischen Arealen in der Chromoendoskopie empfohlen.

    Mit norUrsodeoxycholsäure wird in absehbarer Zeit erstmals voraussichtlich eine Therapie für die primär sklerosierende Cholangitis verfügbar sein.

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  • Europäischer Leberkongress (EASL) 2016: Hepatitis C – the beginning of the end

    Hepatitis C: Das Armamentarium direkter antiviraler Substanzen (DAA) ist konsolidiert. Noch in diesem Jahr werden die Kombinationspräparate aus Sofosbuvir und Velpatasvir für alle Genotypen sowie die Combo Grazoprevir mit Elbasvir für Genotyp 1 und 4 zugelassen werden.

    Sklerosierende Cholangitis: Die von Wien ausgehende Therapiestudie mit norURSO-Deoxycholsäure hat sehr erfolgreich die Phase-II-Testung bestanden und läuft bereits in der Phase III. norURSO wird zur Verbesserung der Therapie der PSC dringend erwartet.

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  • Mikroskopische Kolitis: „Darf’s ein bisschen mehr sein …?“

    Die mikroskopische Kolitis umfasst 2 Subtypen: kollagene und lymphozytäre Kolitis.

    Klinisch findet sich eine chronische wässrige Diarrhö mit endoskopisch unauffällig imponierender Kolonschleimhaut.

    Medikamenten wird eine große Rolle in der Pathogenese der kollagenen Kolitis zugeschrieben.

    In der Behandlung der beiden Subtypen liegen derzeit die meisten Daten für Budesonid vor.

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  • Highlights vom ECCO 2016

    Die hämatopoetische Stammzelltransplantation stellt eine therapeutische Alternative beim schweren therapierefraktären Morbus Crohn dar.

    Vielversprechende Phase-III-Daten zu Ustekinumab bei anti-TNF-α-refraktärem Morbus Crohn.

    Neuer Therapieansatz bei Colitis ulcerosa: JAK-Inhibitoren und ein topisch applizierbarer Toll-like-Rezeptor-(TLR-)9-Agonist.

    Gute Wirksamkeit und hohe Sicherheit der multidonor-fäkalen Mikrobiota-Transplantation bei Colitis ulcerosa.

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  • Helicobacter-pylori-Infektion und Magenkarzinom

    Der Nachweis der gastralen Infektion durch Helicobacter pylori als Ursache von Ulkuskrankheit und Adenokarzinom des Magens vom intestinalen Typ gilt als eine der epochalsten Entdeckungen in der Gastroenterologie.

    Absolute Therapieindikation: peptische Ulkus-Krankheit des Magens und Duodenums und MALT-Lymphom.

    Therapiesäulen sind Kombinationen aus zwei bis drei Antibiotika mit zweimal täglich Protonenpumpeninhibitoren.

    Eradikation der HP-Infektion und endoskopische Überwachung von präkanzerösen Läsionen in der Magenschleimhaut gelten als Eckpfeiler in der Prävention des Magenkarzinoms.

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  • Eisensubstitution und Darm-Mikrobiom

    Orale und intravenöse Eisentherapie beeinflussen das Mikrobiom und die Metaboliten im Stuhl in unterschiedlicher Weise.

    Hohe Eisenkonzentrationen im Darm beeinflussen dessen Mikrobiom und die Aktivität von chronisch entzündlichen Darmerkrankungenu Das Mikrobiom im Darm von Patienten mit Morbus Crohn reagiert am sensibelsten auf eine Eisenersatztherapie.

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  • Stellenwert der Pankreaschirurgie im 21. Jahrhundert

    Pankreaskarzinom: Die Entwicklung multimodaler, neoadjuvanter Therapiekonzepte gibt Hoffnung, dass zukünftig bei einer wachsenden Zahl von Patienten mit zunächst nicht resektablen Tumoren sekundär eine radikale Tumorentfernung möglich wird.

    Akute Pankreatitis: In der Behandlung gilt der Step-up-Approach: delay – drain – debride.

    Chronische Pankreatitis: Etablierter Step-up-Approach: konservativ – endoskopisch – chirurgisch.

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  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten: Nahrhafte Quälgeister

    Laktose-, Histaminintoleranz sowie Fruktose-/Sorbitmalabsorption kommen in unseren Breiten am häufigsten vor.

    Viele Menschen stellen selbst Verdachtsdiagnosen, in vielen Fällen fehlt eine korrekte und reproduzierbare Diagnostik.

    Eine Erklärung für die starke subjektive Zunahme von „Intoleranzen‟ liegt unter anderem in der modernen Ernährung (z. B. Fertigprodukte) begründet.

    IgG4-Bluttests beweisen keine Unverträglichkeit.

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  • Hohe Wissenschaft am amerikanischen Leberkongress: 65 Jahre AASLD und kein bisschen leise

    Immense Fülle an Highlights, exemplarisch:

    Die faszinierendsten Entwicklungen auf dem Gebiet der Molekularbiologie des Gallensäurekosmos.

    Klinisch relevant bei Hepatitis C: Die Regression der Fibrose/Zirrhose nach Heilung der chronischen Hepatitis C kann bis zu 2 Jahre dauern. Neue direkt antivirale Medikamente der zweiten Generation wie Elbasvir/Grazoprevir stehen kurz vor der Markteinführung.

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  • Das Mikrobiom – ein unsichtbares Organ

    Viele Erkrankungen wie Diabetes, Autoimmunerkrankungen, entzündliche Darm­erkrankungen, aber auch Depression, Autismus und Parkinson gehen mit einer Reduktion der Diversität unseres Mikrobioms einher.

    Die Ernährung ist der Schlüsselfaktor für die Zusammensetzung unseres Mikrobioms.

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  • United European Gastroenterology Week 2015: Quo vadis?

    Neues Format „Hot Spots‟ zur Diskussion aktueller Therapiestudien.

    Ungebrochenes Interesse an Life-Endoskopie.

    Entwicklung hin zu einer Veranstaltung der „Sekundärliteratur‟.

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  • Prävention und Therapie – Probiotika bei antibiotikaassoziierter Diarrhö

    Im Wissen um die Wirkmechanismen und in Zusammenschau der ausgewählt dargestellten klinischen Daten besteht die Annahme, dass bei intelligent zusammengesetzten probiotischen Präparaten in entsprechender Dosierung und in entsprechend verabreichter Frequenz positive Effekte in Prävention und (adjuvanter) Therapie zu erwarten sind – Ausbleiben von antibiotikaassoziierter Diarrhö und Verkürzung der Durchfalldauer.

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  • Die Psychosomatik hinter funktionellen gastrointestinalen Störungen (FGIS) – wenn organpathologische Befunde fehlen

    FGIS-Patienten, die (wiederholt) gastroenterologische Spezialisten/Institu­tionen aufsuchen, zeigen häufig psychische Auffälligkeiten.

    Die am häufigsten wissenschaftlich untersuchte FGIS ist das Reizdarmsyndrom (RDS).

    Therapieoptionen: Probiotika, Phytopharmaka, Linaclotid bei Reizdarmsyndrom mit Obstipation, Psychotherapie.

    Eine speziell auf den Bauch gerichtete medizinische Hypnose („gut-directed hypnotherapy‟) ist gemäß rezenten Daten eine der erfolgversprechendsten Methoden zur RDS-Behandlung.

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  • Die Evolution des humanen Mikrobioms

    Als ein wichtiger Umweltfaktor in der Pathogenese chronischer Erkrankungen ist das humane Mikrobiom selbst vielen äußeren Einflüssen wie Lebensstil und Medikation ausgesetzt.

    Die Art der Entbindung spielt bei der frühkindlichen Besiedelung durch mütterliche Keime in der Entwicklung des humanen Mikrobioms eine große Rolle.

    Aktuelle Studien: Langfristige faserreiche Ernährung reduziert das Risiko, an Arteriosklerose zu erkranken; PPI beeinflussen das intestinale Mikrobiom und erhöhen das Risiko einer C.-diff.-Infektion.

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  • Das Mikrobiom: Hype or Hope? Forschungsfelder heute – Praxisrelevanz in vielen Jahren

    Viele immunologisch bedingte Erkrankungen (z. B. Typ-1-DM, CED) werden mit Störungen in der Zusammensetzung des intestinalen Mikrobioms („Dysbiose‟) in Verbindung gebracht.

    Relativ neue Forschungsfelder sind metabolische (z. B. Adipositas), neurologische und psychiatrische Erkrankungen.

    Durch die Komplexität der Veränderungen im Mikrobiom und die erst junge Forschungs­richtung werden Erkenntnisse aus diesem Bereich noch viele Jahre benötigen, um in der klinischen Praxis Anwendung zu finden.

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  • Darm-Hirn- und Hirn-Darm-Achse: Eine bidirektionale Kommunikation

    Multiple Informationsträger (sensible Neurone, Darmhormone, Zytokine und mikrobielle Metaboliten) schließen den Darm mit dem Gehirn kurz.

    Diese Darm-Hirn-Achse ist nicht nur für Appetit, Stuhldrang, Übelkeit und Schmerz, sondern auch für emotionale und kognitive Prozesse relevant.

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  • Probiotische Medizin im Zeitalter des Mikrobioms

    Der große Fortschritt bei der gentechnischen Analyse der Darm-Mikrobiota hat deren Veränderung bei einer Reihe von Erkrankungen gezeigt.

    Statt vorteilhafter großer bakterielle Diversität zeigt sich bei Erkrankungen oft eine ungünstige Verminderung der Vielfalt der Bakterien (Dysbiose).

    Probiotika haben grundsätzlich das Potenzial einer positiven Wirkung; der Nachweis der Wirkung hat wie bei Medikamentenzulassung durch randomisiertekontrollierte klinische Studien zu erfolgen.

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  • Einsatz von Probiotika in Therapie und Prophylaxe

    PRO

    Probiotika sind prinzipiell sicher.

    Wirknachweis für bestimmte Stämme in bestimmten Indikationen.

    Durch die Weiterentwicklung der Methoden in der Mikrobiomforschung Hoffnung auf weitere positive Ergebnisse.

    CONTRA

    Die Einnahme der verschiedenen zur Verfügung stehenden Probiotika ist bei Gesunden sicher, aber von schwer fassbarem „therapeutischen‟ Wert.

    Die Frage einer möglichen nachteiligen Wirkung ist noch nicht schlüssigbeantwortet.

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  • Management der akuten Pankreatitis

    u Die akute Pankreatitis ist eine häufige gastroenterologische Erkrankung mit individuell unterschiedlich ausgeprägter systemischer Beteiligung. Daher: Entscheidende Rolle der frühzeitigen Diagnose und der nachfolgenden Risikostratifikation im klinischen Management.u Therapeutisch steht in der Akutphase die adäquate Flüssigkeitssubstitution im Vordergrund. Im Hinblick auf den Einsatz von Antibiotika und die Anpassung der Ernährung hat sich in den letzten Jahren ein Paradigmenwechsel vollzogen. Je nach Schwere der Erkrankung und möglichen Komplikationen können auch endoskopisch-/radiologisch-interventionelle Maßnahmen oder eine operative Versorgung notwendig werden.

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  • Ansatzpunkt für Therapien von hepatologischen Erkrankungen − vielversprechendes Konzept: die Darm-Leber-Achse

    Positive Beeinflussung der Darm-Leber-Achse mit Probiotika.

    Hepatologische Erkrankungsbilder, bei denen Probiotika intensiv beforscht werden: nichtalkoholische Steatose bzw. Steatohepatitis, Leberzirrhose, hepatische Enzephalopathie und Infektionsprophylaxe.

    Vielversprechende Studienergebnisse, aber noch keine Empfehlungen der Fachgesellschaften.u Essenziell: Durchführung qualitativ hochwertiger Studien.

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  • EASL-Empfehlungen 2015 zur Behandlung der chronischen Hepatitis C

    Die Empfehlungen 2015 bieten in fast allen klinischen Situationen eine sehr gute Anleitung zur Therapieplanung.

    2015 stehen zusätzlich die Kombination aus Sofosbuvir/Ledipasvir sowie Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir + Dasabuvir (3-D-Kombinationstherapie) zur Verfügung.

    Weiters enthalten ist eine ausführliche Darstellung der Medikamenten-interaktionen.

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  • Vorsorgekoloskopie senkt Morbidität, Mortalität und Kosten

    Das Vorsorgekoloskopie-Programm in Vorarlberg zeigt einen beträchtlichen Anstieg entdeckter Frühkarzinomfälle.

    Ein qualitätsgesichertes Vorsorgekoloskopie-Programm birgt ein enormes Einsparungspotenzial. Für Vorarlberg wird eine Kostenersparnis durch das Koloskopieprogramm im Vollausbau von 5,71 Mio. Euro jährlich berechnet.

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  • Heißes Thema Mikrobiom

    Mikrobiomforschung und -Dysbiose sind von zentraler Bedeutung für diverse Darmerkrankungen (z. B. CED) und Lebererkrankungen (z. B. NAFLD).

    Hepatitis C: Die Zulassung der direkt antiviral wirksamen Medikamente (DAA) ermöglicht eine hocheffektive, nebenwirkungsarme interferonfreie Kombinationstherapie mit relativ kurzer Therapiedauer für nahezu alle Patienten.

    Primär biliäre Zirrhose: Bei Ursodesoxycholsäure-Non-Respondern steht Obeticholsäure (OCA) vor der Zulassung.

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  • Probiotika für Ausdauersportler

    Durch intensives körperliches Training kommt es infolge einer erhöhten Immunaktivierung zu einer gesteigerten Infektanfälligkeit.

    Zusätzlich leiden etwa 50 % der extremen Ausdauersportler aufgrund einer Minderdurchblutung des intestinalen Traktes unter Magen-Darm-Beschwerden.

    Trotz begrenzter Datenlage gibt es erfolgversprechende Hinweise für eine Wirksamkeit von Probiotika, insbesondere auf die Infekt-Prophylaxe.

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  • Welche Evidenz gibt es für Probiotika?

    Kontrollierte klinische Studien sind für den Beweis der Effektivität von Probiotika obligat.

    Durch Studien gesicherte positive Wirkung bei Pouchitis, antibiotikaassoziierter Diarrhö, Clostridium-difficile-Infektion, infektiöser Diarrhö, irritablem Darmsyndrom und Helicobacter-Eradikation.

    Die gegenwärtig laufende intensive Forschung auf dem Gebiet der Mikrobiota fördert auch die Probiotika-Forschung beträchtlich.

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  • Aktuelles Management der Hepatitis B und C

    Prominent besetzte Symposien am „International Liver Congress“ 2015 waren den Virushepatitiden gewidmet. Während bei Hepatitis C die Viruselimination bereits möglich ist, bleibt dies bei Hepatitis B vorerst noch eine Hoffnung für die Zukunft.

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  • Lebertransplantation aus chirurgischer Sicht

    Komplexe Operation an schwerstkranken Patienten, deren Überlebenswahrscheinlichkeit ohne Transplantation sehr eingeschränkt ist.

    Bedingung für eine erfolgreiche Lebertransplantation ist ein gut eingespieltes interdisziplinäres Team.

    Größte Einschränkung der Lebertransplantation stellt der Mangel an geeigneten Spenderorganen dar.

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  • Therapie der Hepatitis C: Drängeln am Substanzen-Highway

    Interferonfreie Kombinationstherapien sind hocheffektiv, praktisch jede Patientengruppe kann geheilt werden.

    Herausforderungen: Genotyp-3-Patienten und Patienten mit Leberzirrhose, hier ist aber zumindest eine kurzfristige Rekompensation einer bereits dekompensierten ­Leberzirrhose ein realistisches Ziel.

    Hürden: Verbesserung der Diagnose durch Screening und die Therapiemöglichkeit von Patienten in früheren Erkrankungsstadien (derzeit keine Übernahme der hohen Therapiekosten durch die Kassen).

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  • Hepatitis-C-Therapie mit/ohne Interferon

    IFN-basierte Tripletherapie bei limitiertem Zugang zu IFN-freier Therapie ist sinnvoll, besonders bei Patienten mit milder bis moderater Hepatitis C.

    IFN-freie Therapie wirkt abhängig von Patienten- (z. B. Fibrosestatus und Geschlecht) und Virusfaktoren (z. B. Geno- bzw. Subtyp und Viruslast); Real-World Registerdaten bestätigen weitgehend die Ergebnisse der Zulassungsstudien.

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  • Impfen: Hepatitis A und B

    Die HBV-Vakzination ist ein Meilenstein in der Hepatologie und gleichzeitig der erste Anti-Tumor-Impfstoff.

    Vom Ziel der globalen HBV-Eradikation trennen uns ökonomische und immunologische Hürden.

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  • Hepatitis E: Eine zu Unrecht vernachlässigte, verhinderbare Infektion?

    Die Infektion mit dem Hepatitis-E-Virus ist eine in unseren Breiten unterschätzte Gefahr für die Gesundheit.

    In Europa wird die Erkrankung vornehmlich durch kontaminierte Fleischprodukte übertragen.

    Chronische Verläufe kommen bei immunsupprimierten Patienten vor. Eine Infektion bei Zirrhotikern kann zu lebensbedrohlichem Leberversagen führen.

    Übertragungen durch Blutspenden sind belegt. Eine Diskussion zum Screenen von Blutspendern ist angezeigt.

    Der bisher einzig zugelassene, chinesische Impfstoff schützt anhaltend gegen Genotyp-4-Infektionen.

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  • Univ.-Prof. Dr. Heribert Thaler (1918–2010): Die Geschichte eines großen österreichischen Hepatologen

    Prof. Dr. Heribert Thaler hat durch seine Forschungstätigkeit den beeindruckenden wissenschaftlichen Aufstieg der Hepatologie in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts mitgestaltet.

    Thaler war 1966 Gründungsmitglied der EASL und übernahm im selben Jahr als Primararzt die 4. Medizinische Abteilung des Wilhelminenspitals in Wien.

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  • Wissenschaftliche Hepatologie – wo stehen wir heute? [1] Attraktive Forschungsfelder, keimende Spannungsfelder

    Hot Topics: Big Data, Mikrobiomforschung – Leber-Darm-Achse, antivirale Therapie der chronischen Hepatitis C versus Finanzierbarkeit, funktionelle MRI-Techniken, Spannungsfeld leitlinienkonforme versus individualisierte Therapie beim hepatozellulären Karzinom, Förderung akademischer Jungforscher.

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  • Wissenschaftliche Hepatologie – wo stehen wir heute? [2] Hämochromatose – der ältere Bruder der Hepatitis C?

    Diagnose Hämochromatose: Erhöhte Transferrinsättigung und Homozygotie für die C282Y-Mutation im HFE-Gen.

    Bei jedem Patienten mit erhöhten Transaminasen sollte auch eine Bestimmung der Serum-Eisenparameter erfolgen, um eine Hämochromatose zu diagnostizieren oder auszuschließen.

    Therapie mittels Aderlass: Ziel ist der Erhalt der Ferritinkonzentration < 100 µg/l. Lebenslange „Erhaltungsphlebotomie‟ alle 3–6 Monate.

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  • Das menschliche Mikrobiom – Unterstützung durch Probiotika?

    Die Darmflora setzt sich vor allem aus Bakterien zusammen, die nach heutigem ­Wissensstand ab der Geburt mit der Besiedlung beginnen und bei metabolischen und ­immunologischen Erkrankungen eine wichtige Rolle spielen.

    Es wird intensiv nach Möglichkeiten geforscht, die Funktion des Mikrobioms zielgerichtet mit Probiotika zu unterstützen.

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  • Leistungen österreichischer Hepatologen aus Sicht des Auslandsösterreichers

    Im Übersichtsartikel wird auf 5 Personen eingegangen, welche die Hepatologie in Österreich in den letzten 100 Jahren wesentlich geprägt haben: Hans Eppinger, Hans Popper, Heribert Thaler, Helmut Denk und Peter Ferenci.

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  • Highlights vom ECCO 2015: Konsolidierung – neue Therapien – neue Behandlungsprinzipien

    Chronisch entzündliche Darmkerkrankungen (CED)

    • Die TAXIT-Studie liefert einen evidenzbasierten Hinweis, dass ein Infliximab-Talspiegel von 3–7 ug/ml die beste Voraussetzung ist, um nach einem Jahr eine Remission zu erreichen.
    • Westeuropa-Osteuropa-Vergleich: 3 Jahre Nachbeobachtung der ECCO-EpiCom-Kohorte zeigen unveränderte Operations- und Hospitalisierungsraten in West- vs. Osteuropa trotz größerem Biologikaeinsatz im Westen.

    Colitis ulcerosa

    • Neuer Medikamentenkandidat Ozanimod.
    • Studie zur Transplantation von fäkalem Mikrobiom: Ergebnis negativ.
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  • Biomarker für Fettleber und den weiteren Krankheitsverlauf in Entwicklung

    In der EU sind etwa 40 % der Bevölkerung von der nichtalkoholischen Fettleber betroffen. Die Erkrankung ist stark verbunden mit Diabetes, Übergewicht oder dem metabolischen Syndrom, aber auch mit genetischen Veränderungen des Darmmikrobioms. Die nichtalkoholische Fettleber birgt auch ein erhöhtes…

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  • Prävention, Diagnose und Management opportunistischer Infektionen bei CED-Patienten: Zweiter evidenzbasierter ECCO-Konsensus

    Die Behandlung von CED-Patienten mit immunmodulierenden Medikamenten erhöht das Risiko für opportunistische Infektionen (OI) um etwa das Zweifache.

    Die Kombinationstherapie mit mehreren immunmodulierenden Medikamenten und auch das Alter > 65 Jahre erhöhen zusätzlich das Risiko für opportunistische Infekte.

    Die Prävention von OI durch die obligatorische Screening-Untersuchung auf latente Infektionen (latente Tuberkulose, Hepatitis B und C, HIV) und die Impfung vor Beginn der geplanten Anti-TNF-alpha-Therapie (Hepatitis A + B, Influenza bzw. Varicella-Zoster-Virus) ist relevant.

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  • Gallensäurenrezeptor FXR bei Lebererkrankungen

    Ihre wichtige Rolle im Gallensäure-, Lipid- und Glukosemetabolismus macht Gallensäuren-Rezeptoren, wie den Farnesoid-X-Rezeptor (FXR), zu potenziellen pharmakologischen Targets.

    FXR-Agonisten, allen voran Obeticholsäure, bieten neue vielversprechende Therapie­ansätze bei NASH und Cholangiopathien.

    Wichtige Daten zur Langzeitsicherheit fehlen und müssen speziell in Bezug auf ein nicht auszuschließendes erhöhtes Arterioskleroserisiko abgewartet werden.

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  • Neuer Therapiestandard für Hepatitis C … für alle

    Erste Real-Life-Daten zeigen: Außerhalb von Studien liegt die Hepatitis-C-Heilungsrate mit neuen interferonfreien Kombinationen bei 90 %.

    Eine interferonbasierte Behandlung ist heute aufgrund der überlegenen Wirksamkeit und der ausgezeichneten subjektiven und objektiven Verträglichkeit der direkten antiviralen Substanzen nicht mehr zu rechtfertigen.

    Problematisch sind die derzeit von den Sozialversicherungen vorgegebenen Ver­schreibungslimitationen nur für Patienten mit F3-Fibrose und mehr. Limitation dieser Medikamente auf Patienten mit schlechter Prognose.

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  • Junge Patientin mit M. Crohn: Woher kommt das Fieber?

    Fall eines steroidrefraktären mit Azathioprin behandelten Morbus Crohn.

    Septische Fieberschübe lassen Komplikation des Morbus Crohn vermuten.

    Bei der Echokardiografie findet sich ein überraschender Befund an der Aortenklappe.

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  • Hält die Molekularbiologie beim Pankreaskarzinom, was sie verspricht?

    Aufgrund ausgeprägter chromosomaler Instabilität und genetischer Heterogenität mit zahlreichen Mutationen, Amplifikationen, Genverlusten und chromosomalen Rearrangements ist das Karzinom eine genetisch komplexe Erkrankung.

    Chromosomale Instabilität und genetische Heterogenität sind mögliche Ursachen für die ausgeprägte Therapieresistenz dieser Tumorentität.

    Zunehmende molekularbiologische Erkenntnisse sind Grundlage für mögliche zukünftige Therapieverbesserungen.

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  • Highlights der UEG Week 2014

    u Neue Biopharmaka kündigen eine spannende Ära für die Behandlung von chronischen entzündlichen Darmerkrankungen (CED) an.u Paneuropäische UEG-Studie stellt Details zu den sich verändernden Trendsbei vielen Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes und der Leber dar, einschließlich der Vorsorgeleistungen.

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  • Therapie der chronischen Hepatitis C ohne Interferon/Ribavirin

    Peginterferon-alfa2/-Ribavirin-(PEG/RBV-)freie Kombinationstherapien stehen im Zentrum des Interesses, da: hoch effektiv, kaum Nebenwirkungen und relativ kurze Therapiedauer.

    Sofosbuvir + Ledipasvir: Die interferonfreie Kombinations­therapie wurde vor Kurzem zugelassen.u

    Vielversprechende Phase-III-Ergebnisse der Kombination: Paritaprevir (ABT-450) + Ritonavir + Ombitasvir + Dasabuvir.

    Phase-III-Studien der Kombination Sofosbuvir + Simeprevir sind im Laufen.

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  • ESGE-Guidelines: Koloskopische Nachsorge nach Polypektomie

    In den ESGE-Guidelines wird in der Festlegung des Nachsorgeintervalls zwischen Hochrisikogruppe: ja/nein unterschieden.

    Die Hochrisikogruppe umfasst Patienten mit Adenomen > 10 mm, mit hochgradiger Dysplasie, mit einer villösen Komponente, mit ≥ 3 Adenomen, mit serratierten Polypen ≥ 10 mm oder mit Dysplasie.

    Wird in der ersten Nachsorgekoloskopie eines Hochrisikopatienten ein Hochrisikoadenom entdeckt, soll der Patient nach 3 Jahren wiederbestellt werden, ist das nicht der Fall, dann nach 5 Jahren.

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  • Das Magenkarzinom: Standortbestimmung der Histo- und Molekularpathologie

    Magenkarzinome stellen eine histopathologisch und molekularpathologisch äußerst heterogene Gruppe von Tumoren dar.

    Die Tumorzellen können eine intestinale, gastrale oder auch gemischte Differenzierung aufweisen.

    Das Magenkarzinom vom intestinalen Typ entsteht über die Vorstufen einer atrophen Gastritis, intestinalen Metaplasie und Dysplasie.

    Tumoren mit Her2-Protein-Überexpression oder HER2-Genamplifikation können mit zielgerichteten Antikörpern behandelt werden.

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  • Chronische Virushepatitis: die Frage nach der rechtzeitigen Identifizierung aller Infizierten

    Hepatitis-C-Test bei ungeklärter Transaminasenerhöhung und bei Risikogruppen (z. B. bei medizinischem Personal).

    Diagnose einer chronischen Hepatitis C erfordert den zweimaligen positiven Nachweis einer HCV-RNA in Serum oder Plasma innerhalb von 6 Monaten.

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  • Nichtinvasive Evaluierung von Lebererkrankungen

    Die in der klinischen Praxis am häufigsten verwendeten Methoden für die nichtinvasive Beurteilung der Leberfibrose sind die ultraschallbasierten Methoden, besonders die transiente Elastografie (TE).

    TE ist derzeit die einzige validierte elastografische Methode mit guter Vorhersagekraft für die hochgradige Fibrose und die Leberzirrhose.

    Acoustic Radiation Force Impulse-(ARFI-)Elastografie hat eine vergleichbare Vorhersagekraft, ist nicht so gut validiert, aber in manchen Fällen leichter durchführbar.

    International am häufigsten verwendeter serologischer Test mit geringer Bedeutung in Österreich: FibroTest-ActiTest.

    Es gibt bisher keinen Konsensus darüber, welche Methode sich am ehesten als „Ersatz‟ für die Leberbiopsie eignet; Biopsie bleibt weiterhin der Goldstandard.

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  • Gretchenfragen bei portaler Hypertension: Konservatives Management – TIPS oder doch Transplantation?

    Artikel zu Komplikationen der portalen Hypertension als Folge der Leberzirrhose.

    Diskutiert werden die schwierigen und teils unklaren Entscheidungsprozesse zwischen konservativ-medikamentösen Therapiemaßnahmen, der Implantation eines transjugularen intrahepatischen portosystemischen Shunts (TIPS) oder einer Lebertransplantation bei therapierefraktärem Aszites, beim hepatorenalen Syndrom (HRS) und bei der akut portal-hypertensiv-bedingten gastrointestinalen Blutung.

    Neben einer genauen klinischen Klassifizierung des Patienten spielen die zeitliche Dynamik des Krankheitsverlaufes und Begleiterkrankungen, aber auch die lokale und zeitliche Verfügbarkeit verschiedener Therapieformen eine wichtige Rolle in der Entscheidungsfindung.

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  • Die Epidemie der nichtalkoholischen Steatohepatitis (NASH): Ist Lifestyle-Modifikation die alleinige Lösung?

    Zum aktuellen Zeitpunkt existiert keine spezifische medikamentöse Therapie für die nichtalkoholische Fettlebererkrankung (NAFLD) bzw. nichtalkoholische Steatohepatitis (NASH).

    Der wesentliche Aspekt in der Behandlung der NAFLD ist die Lebensstilmodifizierung im Sinne einer Ernährungsmodifikation verbunden mit gesteigerter körperlicher Aktivität. Diese Maßnahmen sollten idealerweise zu einer Gewichtsabnahme von 7–10 % führen. Bis zur Entwicklung adäquater medikamentöser Therapien sollte dies als erster und wichtigster Schritt gesehen werden.

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  • Leberkrebs: langsamer, aber stetiger Fortschritt auf (fast) allen Fronten

    Eine antivirale Therapie, die Einstellung des metabolischen Syndroms und reichlich Kaffeekonsum können das HCC-Risiko eines zirrhotischen Patienten reduzieren.

    Beim frühen hepatozellulären Karzinom (HCC) sollte die Radiofrequenzablation als Alternative zur Resektion überlegt werden.

    Nicht alle HCC-Patienten profitieren von einer transarteriellen Chemoembolisation.

    Sorafenib bleibt bis auf Weiteres der Standard of care für das fortgeschrittene HCC.

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  • Direkt antivirale Substanzen in der Therapie der chronischen Hepatitis C – Atemberaubend: Therapie und Kosten

    Therapie der Hepatitis C

    Atemberaubende Wirkung: Viele Patienten mit chronischer Hepatitis C können heute mit der Einnahme einer Tablette täglich über 12 Wochen geheilt werden.

    Die Kosten fallen in verschiedenen Ländern unterschiedlich aus und sind derzeit in den USA mit umgerechnet 1.000 Dollar pro Tablette am höchsten.

    Die Therapie kann Langzeitkonsequenzen der chronischen Lebererkrankung verhindern: Zirrhose, Krankenhausaufenthalte, Organtransplantation, Leberkrebs – „und nimmt Patienten den nicht in Kosten beschreibbaren jahrzehntelangen Leidensdruck‟ (Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Vogel).

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  • 47. ÖGGH-Jahrestagung: Hot Topics: Von Gerinnungsproblemen bis H.-pylori-Eradikation

    Schwerpunkt des Fortbildungskurses waren Gerinnungsprobleme in der Gastroenterologie: Bei Leberfunktionsstörungen, manifester Tumorerkrankung und aktiver CED besteht ein erhöhtes Risiko für thromboembolische Komplikationen.

    Zentrale Themen der wissenschaftlichen Sitzung waren die gastroösophageale Refluxerkrankung und ihre Folgen sowie die neuen Substanzen bei Hepatitis C (Sofosbuvir, Simeprevir, Daclatasvir) und bei CED (z. B. Vedolizumab).

    Relevant: Stellenwert der Hp-Eradikationstherapie mit Wismut.

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  • Therapeutisches Drug-Monitoring bei CED

    Ein regelmäßiges Drug-Monitoring stellt einen wesentlichen Baustein in der effizienten Behandlung der CED mit Thiopurinen und Anti-TNF-Antikörpern dar.

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  • Highlights der Digestive Disease Week: gefährliche winzige Polypen und böse Fruktose?

    Take-Home-Messages der diesjährigen DDW sind:

    Ein Anstieg der Adenomentdeckungrate (ADR) um 1 % senkt das Risiko für das Auftreten eines Intervallkarzinoms um 3 %,

    bei der Polypektomie sollte öfter zur Schlinge gegriffen werden,

    die zugelassenen Anti-TNF-AK Infliximab und Adalimumab sind gemäß einer großen multizentrischen Studie als Ersttherapie bei M. Crohn in ihrer Wirkung vergleichbar,

    Zurückhaltung bei Fruktose, diabetische Patienten auf NASH screenen.

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  • Serie Darmkrebsvorsorge: optimale Koloskopievorbereitung

    Eine optimale Darmvorbereitung ist Voraussetzung für eine qualitativ hochwertige Vorsorgekoloskopie.

    Der Mythos der unangenehmen Darmvorbereitung ist dank wohlschmeckender, niedervolumiger Substanzen und einer „Split dose‟-Vorbereitung als überholt zu bewerten.

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  • Obstipation als therapeutische Herausforderung: Ein instruktiver Fall aus der Praxis

    Bei Obstipation leiden Patienten oft jahre- bis jahrzehntelang an ihren Be­schwerden und an inkonsequenten oder mangelhaft wirksamen Behandlungen.

    Die Ärzteschaft muss die Verantwortung für die Abklärung und die Behandlung dieses Symptoms übernehmen, um nicht überholten Mythen und Missverständnissen das Feld zu überlassen und um den Patienten den indikationsgerechten Zugang zu den neuesten Therapieformen, wie z. B. Prucaloprid, zu ermöglichen.

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  • Darmkrebsvorsorge – Früherkennung oder Prävention?

    Im Rahmen der Darmkrebsvorsorge wird in Österreich

    ein Beratungsgespräch zur Evaluierung persönlicher Risikofaktoren und ein

    Test auf okkultes Blut im Stuhl ab dem 40. Lebensjahr sowie

    eine Vorsorgekoloskopie ab dem 50. Lebensjahr empfohlen.

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  • Chronische Pankreatitis bedeutet adäquate Schmerztherapie – Häufigste Ursache: Alkohol; Rauchen beschleunigt Progression

    Durch rezidivierende Entzündungsschübe erfolgt ein bindegewebiger Umbau mit konsekutivem Verlust der exokrinen und endokrinen Pankreasfunktion.

    Zusätzlich können Komplikationen wie Pseudozysten, Pankreasgang-, Duodenal- und Gallengangstenosen, Gefäßkomplikationen, Mangelernährung sowie Schmerzen als Hauptsymptom auftreten.

    Die chronische Pankreatitis stellt einen Risikofaktor für ein Pankreaskarzinom dar.

    Schmerzbehandlung (medikamentös, interventionell endoskopisch, operativ) steht im Vordergrund.

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  • 49. Jahrestagung des EASL: atemberaubende Fortschritte bei Hepatitis C

    Hepatitis C: Phase-III-Studien zeigen, dass durch die Kombination verschiedenster Substanzen über 95 % der Patienten mit CHC innerhalb von Studien geheilt werden können.

    Mit der Zulassung verschiedener Kombinationen ist zu rechnen: z. B. „3-D-Therapie­schema‟ (Viererkombination aus Ombitasvir, Dasabuvir und dem Proteaseinhibitor ABT450, geboostet mit Ritonavir plus Ribavirin).

    Bereits in der klinischen Praxis angekommen ist Sofosbuvir.

    Der entscheidende Fortschritt ist die erstmalig mögliche interferonfreie Therapie durch die Kombination von Sofosbuvir mit Ribavirin.

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  • Schnittstellenmanagement: Stellenwert der interdisziplinären Behandlung bei CED-Patienten

    Die organübergreifende Symptomatik und variable Verlaufsmuster erfordern Interdisziplinarität bei Diagnostik und Therapie chronischer entzündlicher Darmerkrankungen (CED).

    Der niedergelassene Bereich ist eine wichtige Säule in der Patienten-versorgung und sollte in ein integratives Versorgungskonzept eingebunden sein.

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  • Dysbiose und Reizdarmsyndrom: facts and fiction

    Veränderungen des Mikrobioms des Dünn- und Dickdarms haben eine wichtige Bedeutung in der Genese der Beschwerden des Reizdarmsyndroms. So zeigten z. B. neuere Untersuchungen, dass sich die Stuhlflora von Reizdarmpatienten eindeutig von gesunden Patienten unterscheidet (mehr Firmicutes, weniger Bacteroidetes und Fäkalbakterien).

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  • Rationale Diagnostik – welche Therapie nach H.-pylori-Eradikation im 21. Jahrhundert?

    Bei Magenbeschwerden ist in Österreich immer noch die Suche nach einer Infektion der Magenschleimhaut mit Helicobacter pylori angezeigt.

    Wegen der niedrigen Kosten und der relativen Komplikationslosigkeit wird in unserem Land die Indikation zur Gastroskopie großzügig gestellt.

    Bei Fortbestehen dyspeptischer Beschwerden nach einer erfolgreichen Helicobacter-Eradikation können pragmatisch verschiedene Therapieversuche unternommen werden, die von Protonenpumpenhemmern bis zu Probiotika reichen.

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  • Highlights von der ECCO 2014

    Aktualisierte ECCO-Guidelines wurden sowohl zum konservativen Management der Colitis ulcerosa als auch zur chirurgischen Therapie vorgestellt.

    Vedolizumab, das erste Anti-Integrin mit „Darm-Tropie‟ (ohne Risiko von ZNS-Neben­wirkungen) soll im Laufe des Jahres CED-Patienten in Österreich zur Verfügung stehen.

    POCER-Studie bestätigt den Wert der Calprotectin-Bestimmung zur Prädiktion des Rezidivs nach chirurgischer Therapie bei einer CED.

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  • Frühzeitige Eisensubstitution: die Vor- und Nachteile von oral und i. v.

    Eisenmangel ist ein Symptom und keine Diagnose.

    Oraler Therapie ist der Vorzug zu geben. Bei Unverträglichkeit oder Unwirksamkeit kann unter geeigneten Sicherheitsvorkehrungen auf neue i. v. Eisenpräparate zurückgegriffen werden.

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  • Reflux-Ösophagitis und Barrett-Karzinom: Screening – Surveillance – Therapie

    Reflux, Barrett-Ösophagus und insbesondere das Barrett-Karzinom zeigen eine steigende Inzidenz.

    Das Screening sollte sich unabhängig von der Symptomatik auf folgende Risikogruppe konzentrieren: männlich/> 50/übergewichtig.

    Die Zweitbegutachtung dysplastischer Befunde durch einen Referenzpathologen ist essenziell.

    Mukosaresektion/endoskopische Submukosadissektion (ESD) in Kombination mit thermischen Ablationsverfahren stellen eine sichere und effektive Therapieform für Dysplasie und Frühkarzinome dar.

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  • AASLD 2013: Weitere entscheidende Fortschritte zur Interferon-freien Therapie der Hepatitis C

    Polymeraseinhibitoren in Kombination mit Interferon oder anderen DAA kristallisieren sich eindeutig als kommender Standard der antiviralen Therapie heraus.

    In der ersten Phase der Neuzulassung steht die zweite Welle der deutlich nebenwirkungs­ärmeren Proteaseinhibitoren der ersten Generation wie Simeprevir und Faldaprevir.

    Der erste vor der Zulassung stehende Polymeraseinhibitor Sofosbuvir ist hoch wirksam und fast frei von Nebenwirkungen und Medikamenteninteraktionen.

    Neben Protease- und Polymeraseinhibitoren werden Inhibitoren der NS5A-Funktion des Virus zum Rückgrat einer PEG-freien Therapie werden (Stichworte: Ledipasvir, Daclatasvir).

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  • UEGW 2013: Hepatitis C – Bejubelte neue orale Virostatika

    Das intestinale Mikrobiom, das viele verschiedene Erkrankungen des Gastrointestinal­traktes und der Leber betrifft, war mit einer Vielzahl neuer Informationen ein Hauptthema.

    Ein Beitrag aus der Grazer Arbeitsgruppe um Prof. Christoph Högenauer mit dem Beweis, dass Tilivallin für die antibiotikaassoziierte Kolitis, hervorgerufen durch Klebsiella oxytoca, verantwortlich ist, eröffnet völlig neue Ansätze im Verständnis der Pathophysiologie und Therapie von antibiotikaassoziierten Diarrhöen.

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  • TAKO: Aktuelle Empfehlungen zum Magenkarzinom

    Die TAKO sieht eine wesentliche Aufgabe in der Erstellung von regionalen Therapie­empfehlungen, die in Anlehnung an internationale Guidelines auch regionale Gegebenheiten und Besonderheiten abbilden.

    Die Rohfassung der Empfehlungen zum oberen Gastrointestinaltrakt (z. B. Magenkarzinom) bzw. die definitiven Empfehlungen zum Kolorektal- und Analkarzinom sind, wie auch die anderen Publikationen, auf www.TAKO.or.at abrufbar.

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  • Biopsie bei der endosonografischen Pankreasdiagnostik

    Die Biopsie ist den Aufwand wert, je nachdem, wovon man sich leiten lässt:

    Ja, wenn ein zytologischer Malignombeweis oder -ausschluss eine Resektion oder deren Unterlassung zur Folge haben kann.

    Ja, wenn für eine systemische Therapie (Chemo-, Strahlentherapie) ein Malignombeweis gefordert wird. u Ja, wenn man der Analyse von Zystenflüssigkeit die Vorhersage späterer Entartung zutraut.

    Nein, wenn jede Pankreasraumforderung ohne Metastasen operiert wird.

    Nein, wenn alle Zysten aus Prinzip oder nach Vermutung reseziert oder nur beobachtet werden

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  • Leberzirrhose: Erkrankungskomplikationen sind beherrschbar

    Die wesentlichen Komplikationen der Leberzirrhose ergeben sich durch die Komplikationen der portalen Hypertension wie Varizenblutung, Aszites, spontan bakterielle Peritonitis, hepatorenales Syndrom oder hepatische Enzephalopathie.

    TIPS, nichtkardioselektive Beta-Blocker, Ligatur/Histoacyrl®-Klebung und hämodynamisches Monitoring haben die Risiken durch Varizenblutungen deutlich gesenkt.

    Vor allem bei hepatischer Enzephalopathie können eine wirksame Therapie und Prophylaxe durch medikamentöse und in einigen Fällen auch durch interventionelle Maßnahmen erreicht werden.

    Die Lebertransplantation ist eine in Österreich gut etablierte und weit entwickelte Technik, um Patienten mit fortgeschrittener Leberzirrhose zu behandeln.

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  • Geschichte des Magenulkus

    Der Beitrag beschäftigt sich mit der Therapie und dem pathophysiologischen Verständnis der Ulkuskrankheit vom 19. bis ins 21. Jahrhundert.

    2012 wurden in Österreich 210 Millionen Dosen eines PPI verbraucht.

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  • Zunahme der Reflux-Erkrankung: Beleuchtung der pathophysiologischen Hintergründe

    Neuere pathophysiologische Erkenntnisse, allen voran zu transienten Relaxationen und zur aktivierten Entzündungskaskade, haben das Potenzial, sich in der Entwicklung neuer GERD-spezifischer Therapiestrategien niederzuschlagen.

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  • PPI: Einsatz nur bei belegtem Nutzen sinnvoll

    Das Einsatzgebiet von PPI reicht von der probatorischen Therapie bei Oberbauchbe­schwerden, gastroösophagealen Refluxkrankheit, gastroduodenalen Ulkuskrankheit, Magenschutz bei NSAR/ASS-Therapie, blutendem Ulcus ventriculi/duodeni, Helicobacter-pylori-Eradikationstherapie, Stressulkusprophylaxe bis zur funktionellen Dyspepsie.

    Unter PPI-Therapie ist das Risiko für bakterielles Überwucherungssyndrom und auch ­Darminfektionen mit Salmonella und Campylobacterstämmen erhöht. Die Evidenz für ­Clostridium-difficile-Infektionen unter PPI-Therapie ist etwas schwächer belegt.

    Ein Zusammenhang zwischen PPI-Therapie und dem Risiko für Pneumonie sowie Knochen- und Wirbelkörperfrakturen wird weiterhin kontrovers ­diskutiert.

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  • Aus nephrologischer Sicht – Nebenwirkungen der PPI

    Auch als Nichtnephrologe ist an die Möglichkeit der Induktion eines akuten Nierenversagens (akute interstitielle Nephritis) bei Nierenfunktionsverschlechterung in Anwesenheit eines PPI zu denken.

    In nephrologischen Zentren werden bei unklarer Ursache eines akuten Nierenversagens PPI abgesetzt (= Therapie).

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  • Indikation zur Leberbiopsie bei diffusen Hepatopathien

    Die Indikation zur Leberbiopsie hat sich gewandelt und besteht derzeit bei speziellen Fragestellungen vorwiegend im Bereich der (nicht-)alkoholischen Fettlebererkrankung, der autoimmunen und toxischen Hepatopathien sowie zur Klärung der Ätiologie bei biochemisch/serologisch untypischer Befundkonstellation.

    Für das Staging einer chronischen Virushepatitis stehen derzeit nichtinvasive Methoden im Vordergrund.

    Neben Sicherung der Diagnose und Staging wird künftig die prognostische Information der Leberhistologie eine wichtige Rolle spielen.

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  • Neue Leitlinie „Chronische Obstipation“

    Chronische Obstipation ist eine Erkrankung, die grundsätzlich einem gewissen Maß an diagnostischer Abklärung sowie in der Mehrzahl der Fälle einer langfristigen medikamentösen Therapie zugeführt werden muss.

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  • NSAR – wir brauchen sie!

    Analgetika und entzündungshemmende nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) sind wirksam und unverzichtbar.

    Bei schmerzhaften entzündlichen Prozessen sind NSAR zentral wirkenden Analgetika überlegen.

    Nicht alle Arthrosepatienten sprechen auf NSAR an, eine Prognose des Responses ist unmöglich.

    Sind Herz, Nieren und Magen gesund, gibt es keine Einwände gegen eine Schmerztherapie mit NSAR.

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  • NSAR – von Gastroenterologen gefürchtet

    Nur Patienten ohne Risikofaktoren brauchen keine begleitende Therapie mit einem Protonenpumpenhemmer (PPI).

    NSAR-Nebenwirkungen auf Dünn- und Dickdarm sind weder durch PPI-Therapie noch durch COX-2-Hemmer vermeidbar.

    Helicobacter pylori ist ein unabhängiger Risikofaktor für die Entwicklung eines komplizierten Ulkus unter NSAR-Therapie.

    NSAR gelten als klassische Auslöser für nicht vorhersehbare Arzneimittel­-reaktionen der Leber.

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  • ÖGGH-Tagung – Präkanzerosen im Fokus der Fortbildung

    Themenfelder des Fortbildungskurses waren u. a. H. pylori als größter Risikofaktor für Magenkarzinome, bariatrische chirurgische Eingriffe als neue Herausforderung für die gastroenterologische Betreuung und die häufiger als bislang angenommen auftretenden Pankreaszysten.

    Jahrestagung: Themen waren u. a. Endoskopie/Antikoagulation (Kooperation mit Kardiologen/Angiologen), aktuelle Behandlung und Ausblick der Hepatitis-C-Behandlung und CED (in Kürze steht Golimumab bei Colitis ulcerosa zur Verfügung).

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  • Geriatrische Aspekte in der Gastroenterologie – Achtung, Akutkomplikationen

    Altersassoziierte Veränderungen im Gastrointestinaltrakt betreffen vor allem eine Verlangsamung der Motilität und Störungen in der Mukosazellproliferation.

    Häufige Erkrankungen sind: Gastritis, Divertikulose, infektiöse Gastroenteritis, ischämische Kolitis, entzündliche Darmerkrankungen, Obstipation, Kolorektalkarzinom.

    Zu berücksichtigen: gesteigertes Risiko für Arzneimittelnebenwirkungen und -interaktionen.

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  • Nahrungsassoziierte Symptome am Beispiel Zöliakie und Reizdarmsyndrom

    Das Vorliegen einer Nahrungsmittelintoleranz macht häufig eine intensive diagnostische Abklärung notwendig, um die kausale Beziehung zwischen Nahrungs­mittelintoleranz und normalen oder abnormalen gastrointestinalen Strukturen oder Funktionen zu klären. Bei funktionellen Magen-Darm-Erkrankungen ist die Auswahl verträglicher Nahrungsmittel, ohne dabei die nutritiv notwendige Nahrungsvielfalt nachteilig einzuschränken, eine Herausforderung.

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  • Fertilität und Schwangerschaft unter Anti-TNF-Therapie – stimmen unsere Empfehlungen?

    Es gibt bisher keinen Hinweis auf ein erhöhtes Risiko für Aborte, Missbildungen, neonatale Infektionen oder kindliche Entwicklungsstörungen unter Anti-TNF-Therapie in der Schwangerschaft.

    Von einer Anti-TNF-Therapie nach der 22 SSW ist Abstand zu nehmen.

    Vermeiden von Lebendimpfungen bei exponierten Kindern innerhalb der ersten 6 Lebensmonate (cave: Rotaviren-Impfung).

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  • Fallbericht: rezidivierende Hämatemesis – Lippen verraten die Diagnose

    Bei einem 32-jährigen Patienten wird wegen einer Hämatemesis eine Gastroskopie durchgeführt.

    Als Ursache finden sich multiple Teleangiektasien nicht nur im Magen, sondern auch an den Lippen und in der Mundschleimhaut.

    Dieser Befund beweist die Diagnose einer hereditären Erkrankung.

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  • Interaktiver Darm – von der Barrierefunktion bis zum Stimulans des körpereigenen Immunsystems

    Störungen der Interaktion zwischen Darmflora und Immunsystem spielen eine wesentliche Rolle in der Entstehung verschiedener Erkrankungen, wie z. B. chronisch entzündliche Darmerkrankungen oder das Reizdarm­syndrom.

    Probiotika oder Antibiotika wie Rifaximin werden in der Therapie eingesetzt.

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  • Die Highlights von der EASL 2013 – Hepatitis C: IFN-freie Therapie wird klinischer Alltag

    Hepatitis C:

    In Amsterdam präsentierte Ergebnisse interferonfreier „All oral”-Kombinations­therapien geben bei Leberzirrhotikern und Patienten mit einem Hepatitis-C-Rezidiv nach Lebertransplantation unabhängig von Genotyp, IL28B-Polymorphismus sowie Therapiestatus berechtigte Hoffnungen auf Heilung.

    Hepatozelluläres Karzinom, transarterielle Chemoembolisation (TACE): Eine österreichische Studie zeigt, dass mit Hilfe eines Punktescores (inkludierte Parameter: GOT-Anstieg > 25 %, Verschlechterung des Child-Pugh-Scores um einen oder zwei Punkte, radiologisches Ansprechen auf erste TACE) eine exakte Unterscheidung zwischen Patienten, die von weiteren TACE-Behandlungen profitieren oder nicht, getroffen werden kann.

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  • SERIE (interventionelle) Diagnostik: Routine-Biopsiediagnostik – wann indiziert?

    Die Verbesserung der Detailgenauigkeit endoskopischer Bilder führt zu einem teilweisen Umdenken bei der Entnahme von Biopsien.

    Der Trend geht weg vom „blinden” Biopsieren hin zur gezielten Probenentnahme nach genauem Schauen und dem Versuch, Areale, die zur gewünschten Diagnose führen, zu erkennen.

    Eine Änderung der „Biopsiestrategie” ergibt sich vor allem bei ­prämalignen oder malignen Läsionen.

    In der Abklärung chronischer Durchfälle, der Differenzialdiagnose einer eosinophilen Ösophagitis, chronisch entzündlicher Darmerkrankungen, Zöliakie etc. sind Routinebiopsien obligat.

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  • SERIE (interventionelle) Diagnostik: Bei Beschwerden im Bauch zuerst sonografieren

    Die abdominelle Sonografie ist ein erprobtes, kostengünstiges, nichtinvasives Untersuchungsverfahren, das kein Strahlenrisiko birgt und eine hohe Detailauflösung ermöglicht. Für verschiedene Fragestellungen wird Ultraschall als erstes bildgebendes Verfahren in S3-Leitlinien empfohlen.

    In der Notfalldiagnostik, bei diagnostischen und therapeutischen Punktionen bzw. Interventionen ist Ultraschall aus der Routine nicht mehr wegzudenken.

    Technische Innovationen wie Ultraschallkontrastmittel, Elastografie und die Verbesserung des B-Bildes haben die diagnostische Genauigkeit wesentlich verbessert.

    Voraussetzung für qualitativ hochwertigen Ultraschall ist eine strukturierte, flächendeckende Ausbildung der jüngeren Kollegen/Kolleginnen mit einem Ausbildungskonzept. Die Österreichische Ultraschallgesellschaft (ÖGUM) hat ein solches erarbeitet.

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  • Neue Therapiemöglichkeiten mit Everolimus

    Die Therapieoptionen bei neuroendokrinen Tumoren des Pankreas (pNET) umfassen u. a.:

    • Operation
    • Somatostatinanaloga
    • Radioligandentherapie und den
    • oralen mTOR-Inhibitor Everolimus (Afinitor®)
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  • Hepatitis B – Das A und O: differenzierte Diagnostik

    Differenzierte diagnostische Tests unterstützen die Entscheidung in behandlungsbedürftige Hepatitis B oder nicht therapiebedürftigen HBV-Trägerstatus.

    Polymeraseinhibitoren wie Tenofovir oder Entecavir können einen Virusreplikationdauerhaft unterdrücken.

    Pegyliertes Interferon induziert eine Immunmodulation, die in ausgewählten Patienten durch eine zeitlich limitierte Therapie die Virusinfektion zur Ausheilung bringen kann.

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  • Unverzichtbar: molekularbiologische Diagnostik bei Hepatitis D und E

    Die molekulare Diagnostik ist für den Nachweis von Hepatitis-D- und Hepatitis-E-Infektionen ein wertvolles Tool.

    Da vor allem bei der HEV-Serologie die Sensitivität und Spezifität noch nicht als optimal anzusehen ist, ist hier für die Beurteilung eine PCR angeraten.

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  • Hepatitis A–E – Aktuelles und Epidemiologisches

    Aus epidemiologischer Sicht ist …
    … die Hepatitis-E-Infektion wahrscheinlich deutlich unterdiagnostiziert.
    … bei den Hepatitis-B-Neudiagnosen eine undulierende Charakteristik mit quantitativ größeren Ausschlägen in weiteren Zeiträumen als bei den HCV-Fällen auffällig.
    … bei Hepatitis D das Wiederauftreten auffallend und besorgniserregend – es gibt keine effektive Therapie (Option: flächendeckende Hepatitis-B-Immunisierung).

    Hepatitis C: Es zeichnet sich eine hochpotente interferonfreie orale antivirale Therapie ab.

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  • Hepatitis C – Erste „Real-Life-Daten“

    Nach mehr als einem Jahr Erfahrungen mit Telaprevir und Boceprevir in Kombination mit pegyliertem Interferon und Ribavirin im Rahmen der Zulassungsstudien liegen erste „Real-Life-Daten‟ vor:

    Bestätigung der hohen Wirksamkeit dieser Substanzen beim Hepatitis-C-Genotyp-1-Patienten bei

    gesteigerter Toxizität im Vergleich zur bisherigen Standard­therapie, pegyliertes Interferon und Ribavirin, gerade bei Patienten mit fortgeschrittener Lebererkrankung

    Regelmäßige (monatliche) Kontrollen sind daher während der Tripeltherapie, die erfahrenen Zentren vorbehalten sein sollte, unerlässlich.

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  • 20 Jahre UEGW – Im Zentrum das intestinale Mikrobiom

    Highlight der UEGW 2012 war die tägliche Serie „Today’s Science: Tomorrow’s Medicine”, gewidmet der Problematik der Adipositasassoziierten Karzinogenese mit allen Aspekten – Stichwort intestinales Mikrobiom.

    Klinisch dominierte der Themenkreis der chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. Neu im therapeutischen Armamentarium Golimumab und Vedolizumab.

    Endoskopie: NOTES-Verfahren sind zugunsten minimal invasiver chirurgischer Methoden in den Hintergrund getreten, haben aber die Entwicklung der für interventionelle Endoskopien notwendigen Hilfssysteme nachhaltig beschleunigt.

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  • AASLD 2012 – Rosige Zukunft für die Hepatitis-C-Therapie

    Jahrestagung der AALSD stand im Zeichen eines Studien-Updates zu den direkt antivirale Therapien gegen Hepatitis-C-Virusinfektion.

    Real-Life-Daten der ersten Protease-Inhibitoren-Generation: Bestätigung der hohen Wirksamkeit der Kombination mit Telaprevir bzw. Boceprevir. Kontraindikation bei dekompensierter Zirrhose (Grund: additive Toxizität in Kombination mit Peg-Interferon [IFN]/Ribavirin [RBV]).

    Nächste Generation der Hepatitis-C-Therapeutika wird wahrscheinlich die ersten IFN-freien Optionen enthalten:

    • Kombination aus einem NS5B-Polymeraseinhibitor wie Sofosbuvir mit einem Hemmer des NS5A-Replikations-Komplexes (z. B. Daclatasvir) oder auch mit Ribavirin kann in bis zu 100 % Heilung erzielen.
    • MATTERHORN-Studie mit Null-Respondern: die Kombination von Danoprevir (PI)/Ritonavir, Mericitabine (PI) und PEG-RBV erzielt bei Genotyp 1b eine 100%ige Heilung und bei Genotyp 1a eine 73%ige Heilung.
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  • Zystische Pankreastumoren als Nebenbefund 


    Bei zystischen Pankreastumoren handelt es sich um gutartige bis hin zu hochmalignen Läsionen.

    Die exakte Diagnose ist für das Management essenziell, aber nicht selten schwierig und unsicher.

    Bei der intraduktalen papillär-muzinösen Seitenast-Neoplasie (bd-IPMN) stehen die Empfehlungen zur Diskussion. Die Sendai-Kriterien sind nicht verlässlich.

    Nicht nur die Läsion, sondern auch die Operation birgt Gefahren.

    Erkenntnisse über den natürlichen Verlauf der potenziell malignen Läsionen sowie eine bessere präoperative Diagnostik werden dringend benötigt.

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  • Das intestinale Mikrobiom – Limitationen und Zukunft


    Als Mikrobiom wird die Gesamtheit aller den Menschen besiedelnden Mikroorganismen, früher auch als bakterielle Flora, z. B. Darmflora (intestinales Mikrobiom), bezeichnet.

    Metagenom: Gesamtheit der genomischen Information (Erbgut) der Mikroorganismen.

    Das intestinale Mikrobiom umfasst circa 4.000 verschiedene Taxa und 800.000 unterschiedliche bakterielle Gene.

    Das gastrointestinale Mikrobiom wird in Zusammenhang mit der Entstehung von Autoimmunerkrankungen, Entzündungen, Infektionen, Karzinomen, metabolischen und neurologischen/psychiatrischen Erkrankungen beforscht.

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  • Allergieprävention über eine Beeinflussung der Mikrobiota


    Allergieprävention: Bei Hochrisiko-Babys kann der Shift des Immunsystems von einer anfänglichen Th2-Dominanz zu einer nötigen Th1-/Th2-Homöostase durch die Zufuhr speziell ausgewählter Bakterien induziert werden.

    PandA-Studie: diese Art einer Allergieprävention bewirkt eine signifikante persistierende Risikoreduktion.

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  • Bildgebung des Gastrointestinaltrakts – CT und MRT führten zum Paradigmenwechsel

    CT und MRT haben die bildgebende Diagnostik des Gastrointestinaltrakts dramatisch beeinflusst.

    Durch den Paradigmenwechsel änderte sich nicht nur die Indikationsstellung, sondern auch der Algorithmus in der Abklärung vieler intestinaler Fragestellungen, was zu einem Abbau der Stufendiagnostik und einem frühzeitigen therapeutischen Management führt.

    Durch Anwendung beider Verfahren ist häufig ein therapeutischer Kurswechsel notwendig: Kostenreduktion, bessere und komplikationsärmere therapeutische Ergebnisse.

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  • Chronische Obstipation und chirurgische Therapie – Bei richtiger Indikationsstellung erfolgversprechend

    Die operative Behandlung der chronischen Obstipation ist keine Routine und nur im Ausnahmefall vorzunehmen.

    Bei richtiger Indikationsstellung sind aber chirurgische Therapieformen äußerst erfolgreich.

    Ein „zu langer Darm” (Dolichocolon) per se stellt niemals eine Indikation zur chirurgischen Therapie dar.

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  • Eosinophile Ösophagitis: ein unspezifisches Erkrankungsbild


    Die eosinophile Ösophagitis nimmt an Häufigkeit zu.

    Weder Klinik noch endoskopisches Bild oder Histologie sind spezifisch.

    Eine korrekte Diagnose kann nur in Zusammenschau von Symptomen, Makro- und Mikroskopie und durch Ausschluss anderer Erkrankungen mit eosinophilen Infiltraten gelingen.

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  • M Crohn: Die genetische Grundkonstellation als größter Trigger

    Morbus Crohn (MC) wird heutzutage als eine komplexe multifaktorielle Erkrankung angesehen, die bei genetisch prädisponierten Personen mit fehlerhaftem angeborenen und überschießendem erworbenen Immunsystem, defekter Magen-Darm-Barriere und zusätzlicher Suszeptibilität auf spezielle Umweltfaktoren auftritt. In den letzten Jahren fand vor allem in Hinblick auf genetische Risikofaktoren, aber auch Umweltfaktoren ein enormer Wissenszuwachs statt. Ziel dieses Artikels ist es, einen kurzen Überblick über prädisponierende, MC-spezifische Risikofaktoren zu geben.

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  • Es schreibt der Präsident …

    Ein Highlight der 45. Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie (ÖGGH), verbunden mit dem 23. Fortbildungskurs, war ein Round Table zu den wissenschaftlichen und praktischen Aspekten der Vorsorgekoloskopie in Österreich. Der Erfolg des Langzeit-Projekts der ÖGGH: Der Trend einer sinkenden Dickdarmkrebs-Mortalität wird weiterhin bestätigt.

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  • DDW 2012 – Heißes Thema Vorsorgekoloskopie

    Ein Schwerpunkt der diesjährigen Digestive Disease Week, insbesondere der American Gastroenterological Association (AGA), war die Vorsorgekoloskopie. Diese senkt die Mortalität kolorektaler Karzinome auch im Vergleich zur Sigmoidoskopie. Die Durchführung mehrerer Koloskopien – im richtigen Intervall – ist im Vergleich zur einmaligen Koloskopie vorteilhaft.

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  • Auf das Mikrobiom Einfluss nehmen

    Das intestinale Mikrobiom, früher auch als Darmflora bezeichnet, ist ein „Superorgan“, das mehr als 10-mal so viele Zellen und mehr als 100-mal so viele Gene wie der menschliche Körper umfasst. Veränderungen in der Zusammensetzung des Mikrobioms werden als „Dysbiose“ bezeichnet und scheinen in der Genese von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen eine wichtige Rolle zu spielen. Therapeutische Ansätze, um das Mikrobiom bei CED zu beeinflussen, sind zumindest teilweise effektiv. Zu diesen zählen Probiotika, Antibiotika sowie die fäkale Bakterientransplantation.

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  • Reflux als mögliche Hustenursache

    Chronischer Husten (Husten > 8 Wochen) kann durch verschiedene Erkrankungen wie Atemwegs-, kardiale, neurologische, gastroösophageale Erkrankungen und Medikamente verursacht werden. Reflux ist mit Husten assoziiert, die genauen Mechanismen und demzufolge erforderlichen Therapiekonzepte sind noch wenig verstanden und Gegenstand laufender Studien.

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  • EASL 2012 – Hochpotente Substanz versus „superindividualisiert“ – Therapie der Hepatitis C als Kongress-Highlight

    Auch in diesem Jahr wurden gerade bei der Hepatitis C viele neue Daten erwartet. Das besondere Interesse gilt hier, neben den ersten Daten aus einer breiten Anwendung von Boceprevir und Telaprevir, der Interferon-freien Therapie sowie den HCV-Proteasehemmern der zweiten Generation, die voraussichtlich schon in wenigen Jahren zur Verfügung stehen werden.

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  • Operative Behandlung des Morbus Crohn – Minimal invasiv und konventionell im Vergleich

    Beim Morbus Crohn handelt es sich um eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung bei ungeklärter Ätiologie.  Familiäre Häufungen, Infekte im Kindesalter, Ernährung und auch eine psychische Komponente sollen dabei eine  Rolle spielen. Die Erstdiagnose wird zumeist in den 3. Dekade gestellt, ein 2. Peak findet sich zwischen dem  60. und 70. Lebensjahr.

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  • AASLD-Jahrestagung – Aktuelle Daten zu neuen antiviralen Substanzen

    Bei der Jahrestagung 2011 der AASLD (American Association for the Study of Liver Diseases) wurden ca. 2.300 Abstracts präsentiert. Dabei standen neue Entwicklungen auf dem Gebiet der chronischen Hepatitis C im Vordergrund. Thema des Postgraduate Course war die Leberzirrhose. Die im folgenden dargestellten „Highlights“ erheben keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit und spiegeln die persönliche Meinung des Autors wider.

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  • Vorzug für die intravenöse Eisensubstitution bei CED

    Eisen ist im menschlichen Organismus für den Sauerstoff-Transport zu und innerhalb der Zellen notwendig. Enzyme des Elektronentransfers in den Mitochondrien, des intermediären Metabolismus, des Nukleinsäurenstoffwechsels, der DNA-Replikation bzw. -Reparatur sowie diverse Signaltransduktionswege sind ebenfalls von Eisen abhängig. De facto benötigt jede Zelle Eisen.

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  • Möglichkeiten und Grenzen der Therapie von Leberschäden

    CHB, CHC, NAFLD, NASH, Cholestase, hepatozelluläres Karzinom

    In den letzten Jahren wurden zur Behandlung verschiedener Lebererkrankungen neue Medikamente und Therapieregime entwickelt. Diese Fortschritte betreffen insbesondere die Therapie der chronischen Hepatitis B und C und die des hepatozellulären Karzinoms.

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  • Echinokokkosen – Leber mit Parasiten

    Weltweit gibt es drei Echinokokkose-Formen: die alveoläre (AE), zystische (ZE) und polyzystische Echinokokkose (PE), in Österreich kommen nur die ersten zwei Echinokokkosen (AE, ZE) vor. Hervorgerufen werden diese von den Larvenstadien (Finnen) der zu den gefährlichsten Parasiten des Menschen zählenden Bandwurm-Arten Echinococcus multilocularis („Fuchsbandwurm“) und E. granulosus sensu lato („Hundebandwurm“).

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  • Laktobazillen bei Rotavirus-Diarrhö

    Folgt man den WHO-Statistikern, ist Durchfall weltweit die zweithäufigste Todesursache bei Kindern unter fünf Jahren. In westlichen Ländern ist die Gefahr nicht so dramatisch, doch jede zehnte Hospitalisierung in der Pädiatrie erfolgt auch bei uns wegen Durchfall.

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  • Die neue Ära der Therapie der chronischen Hepatitis C

    Erstaunliche Fortschritte, aber noch keine Heilung aller Patienten

    Die Therapie der chronischen Hepatitis C hat in den letzten 25 Jahren erstaunliche Fortschritte gemacht. Die Zulassung zweier direkt antiviraler Substanzen (DAA) hat eine weitere Verbesserung der Heilungsraten bei Patienten mit Genotyp 1 gebracht. Allerdings bleibt der Stellenwert dieser neuen Medikamente unklar. Sie haben viele Nebenwirkungen, sind teuer und bieten nur bei klar definierten Patientengruppen einen klaren Vorteil zur Therapie mit Peginterferon/Ribavirin.

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  • Darmkrebs durch Vorsorgekoloskopie verhindern?

     

    Kontext: „Eine selten durchgeführte, aber qualitativ hochwertige Vorsorgekoloskopie bringt für die Darmkrebsvorsorge mehr als eine häufige Koloskopie mit schlechten Qualitätsstandards“, sagt die aktuelle Richtlinie der EU-Kommission. Sicherheit über die Qualität der Vorsorgekoloskopie ist daher unumgänglich. Nur Ärztinnen und Ärzte, die den ganzen Dickdarm untersuchen, viele Polypen entdecken und sie richtig entfernen, können Dickdarmkrebs durch die Darmspiegelung verhindern. Dazu gehört auch, dass die Koloskopie mit vorschriftsmäßig gesäuberten Geräten durchgeführt wird. Am wichtigsten für die Patientinnen und Patienten ist jedoch die Gewissheit, dass die Untersuchung in ihrer gewählten Ordination oder im Krankenhaus schmerzlos und möglichst komplikationsfrei ist. Alle diese Aspekte werden im Rahmen des „Qualitätszertifikats Darmkrebsvorsorge“ überprüft, und die ÖGGH setzt regelmäßig Maßnahmen ein, um diese zu verbessern.

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  • Erste „Hans Popper Lecture“ und Wiedereröffnung des „Hans Popper Labors“

    Zu Ehren von Prof. Dr. Hans Popper (1903–1988) als dem Vater der modernen Hepatologie mit Wiener  Wurzeln und zur Stärkung der internationalen Sichtbarkeit der hepatologischen Forschung an der  Medizinischen Universität Wien wurde eine jährlich abgehaltene „Hans Popper Lecture“ ins Leben gerufen und  das „Hans Popper Labor für Molekulare Hepatologie“ an der Medizinischen Universität Wien wiedereröffnet.

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  • Erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen bei Morbus Crohn

    Der M. Crohn ist eine entzündliche Systemerkrankung, die neben verschiedenen extraintestinalen Manifestationen mit einer Reihe von Komorbiditäten assoziiert ist. Vaskuläre Komplikationen haben dabei in letzter Zeit zunehmende Aufmerksamkeit erfahren.

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  • Operationen bei Patienten mit Leberkrankung – Präoperative Risikoabschätzung und Management

    Patienten mit fortgeschrittener Lebererkrankung weisen im Vergleich zu Lebergesunden eine erhöhte Morbidität und Mortalität sowohl bei leberbezogenen als auch nicht-hepatischen chirurgischen Eingriffen auf. „Erhöhte Leberwerte“ stellen daher präoperativ ein nicht seltenes klinisches Problem unterschiedlicher Signifikanz dar. Erhöhte Leberwerte können einerseits prognostisch ohne wesentliche Bedeutung sein, andererseits Zeichen einer schwereren Lebererkrankung mit eingeschränkter Leberfunktion darstellen und folglich mit einer deutlich erhöhten peri- und postoperativen Morbidität und Mortalität assoziiert sein. 

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  • Das intestinale Mikrobiom – Schlüssel unseres Stoffwechsels?

    Die Prävalenz von Adipositas, metabolischem Syndrom und Diabetes mellitus Typ 2 hat in den letzten Jahren weltweit dramatisch zugenommen. Diese Erkrankungen sind wiederum hoch assoziiert mit Atherosklerose, nicht-alkoholischer Fettlebererkrankung, und verschiedensten malignen Erkrankungen. Jüngste Forschungserebnisse suggerieren eine mögliche pathogenetische Rolle unserer intestinalen Flora bei der Entstehung der Adipositas bzw. verschiedener metabolischer Erkrankungen.

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  • Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen IBD Ahead: Wie die Therapie überwachen, wann umstellen?

    Der dritte Teil der Serie IBD Ahead beantwortet die Fragen zur klinischen und biologischen Überwachung des Behandlungserfolgs und zum Vorgehen bei Therapieversagen.

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  • Das Reizdarmsyndrom – Klinisch tückisches Leid mit therapeutischen Besonderheiten

    Das Reizdarmsyndrom gehört zu den funktionellen gastrointestinalen Störungen, welche die beinahe größte Diagnosegruppe in der Gastroenterologie darstellen. Das Zusammenwirken somatischer, psychischer und sozialer Faktoren bei der Entstehung und Aufrechterhaltung des Beschwerdebildes ist bei diesem besonders zu beachten.

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  • Empfehlungen für die Praxis – Infektionsanfälligkeit und Colitis ulcerosa

    Es besteht eine Assoziation zwischen Infektionen und chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. Während die Colitis ulcerosa selbst in der Regel nicht zu einer gesteigerten Infektionsanfälligkeit führt, kann es durch die Therapie oder Begleiterkrankungen zu infektiösen Komplikationen kommen. Die Differenzierung zwischen akutem Schub und Infektion ist essenziell.

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  • Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen – IBD Ahead: wie Steroide dosieren, wann Immunmodulatoren einsetzen?

    Der zweite Teil der Serie IBD Ahead beantwortet die Fragen zum Einsatz von Kortikosteroiden, dem optimalen Zeitpunkt für den Therapiebeginn mit Immunmodulatoren und die entsprechende Dosisstrategie.

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  • Blickpunkt Barrett-Ösophagus und Mikrobiota

    Relevante Erkenntnisse, klinische Relevanz und Spekulationen

    Mit 15.000 Teilnehmern ist die DDW die größte gastroenterologische Veranstaltung der Welt, wenngleich der 1990 in Wien initiierte Counterpart, die United European Gastroenterology Week (UEGW), dabei ist, gleichzuziehen. Das Programm umfasste 2.098 Vorträge und 2.349 Posterpräsentationen, ebenso ein Learning Center mit hunderten Videos, in denen besondere endoskopische Eingriffe präsentiert wurden.

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  • E. coli: Behandlung ja/nein, Prophylaxe ja/nein, wenn ja, wie? – Souvenir Reisediarrhö

    Reisediarrhö wird definiert als mindestens drei ungeformte Stuhlentleerungen binnen 24 Stunden, welche von mindestens einem Begleitsymptom wie Übelkeit, Erbrechen, Bauchkrämpfen oder Fieber begleitet wird.1

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  • Assoziation vorhanden, therapeutische Konsequenzen (noch) nicht ableitbar -Aspirin und Antibiotika – neue Risikofaktoren für Morbus Crohn?

    Morbus Crohn (MC) ist eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung (CED) mit multifaktorieller Pathogenese und unbekannter Ätiologie. CED repräsentieren einen Status anhaltender Immunantwort, die zu intestinalen und extraintestinalen klinischen Symptomen führen.

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  • Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen -IBD Ahead: 10 Fragen – 10 Antworten

    Mit heutigen Therapiestrategien werden bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) immer bessere Behandlungserfolge bis hin zur endoskopischen Remission erzielt. Österreichische Gastroenterologen sind Teil einer Initiative internationaler Experten, die die 10 relevantesten Fragen zum Einsatz von Steroiden und Immunmodulatoren bei CED-Therapie definierten und auf Basis der Datenlage und der klinischen Erfahrung beantworteten.

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  • Adenokarzinom des Ösophagus

    In den letzten 10 Jahren kam es beim Adenokarzinom des Ösophagus im Gegensatz zum Plattenepithel – karzinom zu einer jährlichen Inzidenzsteigerung von ca. 10 %1. Da sich die Überlebensrate nach Resektion trotz adjuvanter Therapieschemata nicht signifikant verändert hat, wurde bei Tumorstadien >T2 (UICC 2010) bzw. bei ausgedehntem N1-Befall ohne Fernmetastasierung versucht, durch neoadjuvante Therapieansätze die Prognose zu verbessern.

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  • Fallbericht: Alkoholische Leberzirrhose -Ösophagusvarizenblutung und Sekundärprophylaxe bei Non-Response auf Betablocker

    Fallbericht über einen Patienten mit alkoholischer Leberzirrhose und erstmaliger Ösophagusvarizenblutung und Evaluation des Einsatzes von Betablockern bzw. Ligatur im Rahmen der Sekundärprophylaxe.

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  • M. Crohn und Colitis ulcerosa -Therapeutische Tops und Flops

    Die European Crohn’s and Colitis Organisation hat bereits ihr 10. Jubiläum und die rezente Aufnahme des eigenen „Journal of Crohn’s und Colitis“ (Impactfactor 2009: 1,7) in der Pubmed mit dem 6. ECCO-Kongress in Dublin gefeiert. Der Kongress zählte knapp 3.500 Teilnehmer und 360 wissenschaftliche Beiträge.

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  • Portopulmonale Hypertonie – Ohne Therapie schlechte Prognose

    Chronische Lebererkrankungen stellen einen bekannten Risikofaktor für die Entwicklung von pulmonalvaskulären Krankheiten wie das hepatopulmonale Syndrom (HPS) und die portopulmonale Hypertonie (PPH) dar. Die PPH ist als pulmonalarterielle Hypertonie (PAH) im Rahmen einer portalen Hypertonie definiert. Belastungsdyspnoe stellt das Kardinalsymptom dar, andere Symptome sind Müdigkeit, Benommenheit generalisierte Schwäche und Orthopnoe.

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  • Promotion Chronisch entzündliche Darmerkrankungen: Morbus Crohn auf allen Ebenen
  • Promotion NER1006 (Pleinvue®) Freie Sicht im Kolon