Rubrik: Infektiologie

  • Antibiotikatherapie in Schwangerschaft und Stillzeit

    Die Datenlage zur Sicherheit von Antibiotika in der Schwangerschaft ist dürftig. Beta-Laktame, v. a. Penicilline, haben die beste Evidenz.

    Spätschäden durch Einsatz von Antibiotika pränatal und perinatal werden diskutiert.

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  • Individualisierte HIV-Therapie

    Eine individualisierte HIV-Therapie ist notwendig, um langfristig den optimalen Therapieerfolg zu erreichen.

    Die antiretrovirale Therapie ist hoch wirksam, das therapeutische Management der HIV-Infektion ist und bleibt aber komplex.

    Der HIV-Spezialist nimmt Rücksicht auf Toxizität, Vorliegen von Begleiterkrankungen, Einnahmemodalitäten sowie Resistenzsituation und Wechselwirkungen.

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  • Optimierung des Therapieerfolgs bei maximaler Verträglichkeit

    Unter dem Begriff „personalisierte Medizin“ versteht man die Möglichkeit, bei manchen Diagnosen – im Wesentlichen heute noch Malignome – durch Gendiagnostik das für den individuellen Patienten optimale Medikament auszuwählen. Das Ziel ist die Optimierung des Therapieerfolgs bei maximaler Verträglichkeit. Davon…

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  • Kein Ende des Masernproblems in Europa

    Österreich 2017: Trotz zahlreicher Maßnahmen und kostenfreier MMR-Impfung für alle Altersgruppen kam es zu einem Anstieg der Masernfälle, davon sind auch viele im Gesundheitsdienst tätige Personen betroffen.

    Europa 2017: Gegenüber dem Vorjahr verdreifachte sich die Anzahl der Maserninfektionen auf 14.600 Fälle. Die höchsten Erkrankungszahlen wurden aus Rumänien (n = 5.608) und Italien (n = 5.098) gemeldet.

    Das Eliminationsziel, nämlich eine Inzidenz ≤ 1 Masernfall/1 Million Einwohner, ist damit wieder weiter weggerückt.

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  • Medikamentöse und biologische Therapie der Clostridium-difficile-Infektion

    Abhängig vom Schweregrad der Clostridium-difficile-Infektion (CDI) erfolgt die Therapie primär mit Metronidazol, Vancomycin oder Fidaxomicin.

    Eine fäkale Mikrobiotatransplantation wird als Therapieoption ab dem zweiten CDI-Rezidiv empfohlen.

    Seit Kurzem ist der humane monoklonale Anti-Toxin-B-Antikörper Bezlotoxumab zur Rezidivprophylaxe von CDI zugelassen.

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  • Neue Wege für neue Antibiotika

    Weltweit steigt die Häufigkeit der Antibiotikaresistenzen – laut WHO das größte Risiko für die globale Gesundheit.

    Antibiotic-Stewardship-Programme sollen helfen, die Wirkung der verfügbaren Antibiotika so lange wie möglich zu erhalten. Wichtig in diesem Sinne: die systematische Verbrauchserfassung – in Österreich durch das 2011 gestartete Projekt „Antibiotikaverbrauch Surveillance Austria‟.

    Die Entwicklung neuer Antibiotika bedarf innovativer Methoden undStrategien, z. B. die Nutzung (bislang) nichtkultivierbarer Bakterien als Quelle für neue Substanzen.

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  • Management bei Norovirus-Ausbruch

    Noroviren sind weltweit die häufigsten viralen Gastroenteritis-Erreger, Einzelfälle im Krankenhaus sind nicht vermeidbar.

    Durch strikte Patientenisolierung und gezielte Hygienemaßnahmen können Norovirus-Ausbrüche weitgehend verhindert werden.

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  • Diphtherie-Update

    Eine rasche Diagnostik der meldepflichtigen Erkrankung Diphtherie ist essenziell für die Therapie-Einleitung und Unterbrechung der Infektionskette.

    Eine gute Kommunikation zwischen Kliniker und diagnostischem Labor bildet die Basis für eine schnelle Diagnostik.

    Antibiotika gelten als Standardtherapie bei jeder Form von Diphtherie. Diphtherie-Antitoxin ist indiziert bei respiratorischer Diphtherie und schweren Verlaufsformen der kutanen Diphtherie.

    Die Grundimmunisierung und Aufrechterhaltung des Impfschutzes nimmt einen bedeutenden Stellenwert ein.

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  • Update – Helicobacter pylori

    Helicobacter pylori ist für etwa 2 % aller Todesfälle in der westlichen Welt verantwortlich und verursacht mit einer Prävalenz von 50 % die weltweit häufigste bakterielle Infektion.

    Paradigmenwechsel: Eine Eradikation ist nun – unabhängig vom Vorhandensein von Symptomen – immer empfohlen.

    Resistenzen – insbesondere gegen Clarithromycin und Levofloxacin – erfordern eine Anpassung bisheriger Eradikationsschemata.

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  • (Alte) neue Antibiotika für Harnwegsinfekte

    Angesichts der „trockenen Pipeline‟ an Neuentwicklungen sowie der Resistenzproblematik sollte das therapeutische Potenzial alter Antibiotika voll ausgeschöpft werden.

    Rezente Studiendaten und aktuelle Leitlinien ermöglichen die richtige Positionierung dieser Substanzen in der klinischen Praxis.

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  • Reptilien als Quelle von Salmonelleninfektionen

    Reptilien sind eine unterschätzte Quelle für Salmonelleninfektionen.

    Besonders gefährdet sind Säuglinge, da die Infektionsdosis vergleichs-weise gering ist. Außerdem besteht bei Säuglingen eine erhöhte Gefahr für extraintestinale Infektionen (u. a. Sepsis, Meningitis).

    Zur Vorbeugung ist es wichtig, Reptilienhalter über die von Reptilien ausgehenden Gefahren aufzuklären.

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  • Influenzasaisonen und -impfstoffe 2016/17 und 2017/18

    Die rechtzeitige aktive Immunisierung noch vor Beginn der Influenzasaison (Ende Oktober/Anfang November) ist die einzige verfügbare spezifische Prophylaxe gegen eine Influenzavirus-Infektion.

    Inaktivierte tetravalente Influenzaimpfstoffe, die alle 4 humanpathogenen Influenza­virusstämme (A[H1N1]pdm09, A[H3N2]) und beide Influenza-B-Linien enthalten, stehen heuer erstmalig zur Verfügung.

    Auch in Saisonen mit reduzierter Schutzwirkung des Impfstoffes aufgrund von Antigenmutation, schützt die Impfung vor schweren Krankheitsverläufen und Hospitalisierung.

    Für die Therapie einer Influenzavirusinfektion stehen spezifisch wirksame antivirale Medikamente zur Verfügung.

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  • Update Tetracycline

    Tetracycline wirken bakteriostatisch durch Hemmung der Proteinsynthese an der 30S-Untereinheit des Ribosoms.

    Tigecyclin, ein Tetracyclin der 3. Generation, umgeht wichtige bakterielle Resistenz­mechanismen und spielt heute eine große Rolle in der Therapie multiresistenter, gramnegativer Erreger wie ESBL-Bildner, MDR-Klebsiellen oder Acinetobacter.

    Eine vollsynthetische, noch wirksamere Weiterentwicklung von Tigecyclin – Eravacyclin – befindet sich derzeit in klinischer Erprobung.

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  • Stuhldiagnostik mit PCR

    Kommerzielle Multiplex-PCR-Systeme erlauben es heute, syndrombasiert auf alle relevanten Darmpathogene zu testen und ermöglichen Pathogennachweise meist noch am Tag der Probeneinsendung.

    Im niedergelassenen Bereich haben Refundierungsregeln der Krankenkassen-träger einen wesentlichen Einfluss auf die Qualität mikrobiologischer Stuhluntersuchungen.

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  • Clostridium-difficile-Infektionen – ein Update

    Clostridium-difficile-Infektionen (CDI) befinden sich in einem endemischen Dauerhoch, ohne große Einzelausbrüche in den Spitälern. Auch im niedergelassenen Bereich wächst das Bewusstsein für die Problematik.

    Für Surveillance, inklusive molekular-epidemiologischer Abklärung, besteht österreichweit immer noch Handlungsbedarf.

    Das CDI-Management wurde deutlich verbessert durch neue Erkenntnisse zur Prävention und zu Behandlungsstrategien.

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  • Salmonellen in der Landwirtschaft

    Die Übertragung der Salmonellen auf den Menschen erfolgt hauptsächlich durch den Verzehr roher oder ungenügend erhitzter Lebensmittel tierischer Herkunft – in erster Linie von Eiern und Geflügelfleisch.

    Die Prävalenz von Salmonella spp. konnte in den letzten Jahren bei allen Geflügelarten vermindert werden.

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  • Parasiten als Durchfallerreger

    Nicht nur unter Viren und Bakterien, sondern auch unter Parasiten (sensu stricto) gibt es Durchfallerreger.

    Durchfallerregende Protozoen und Helminthen kommen weltweit vor, der geografische Schwerpunkt liegt vornehmlich in wärmeren Zonen.

    Der in Mitteleuropa tätige Arzt sollte bei Patienten mit Durchfall auch Parasiten als Ursache in die Differenzialdiagnose einbeziehen.

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  • Protheseninfektionen

    Protheseninfektionen erfordern ein gut abgestimmtes interdisziplinäres Management.

    Im Rahmen der Fortbildungsserie GIFTIGER DONNERSTAG hospital wurde die aktuelle Datenlage dazu aus drei Disziplinen – Mikrobiologie, Infektiologie und Orthopädie –zusammengefasst.

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  • Prophylaxe von Durchfallerkrankungen in der Reisemedizin

    Die Vielfalt der Erreger des Reisedurchfalls macht einheitliche Maßnahmen zur Vorbeugung schwierig.

    Prophylaktische Antibiotikaeinnahme, obwohl erwiesenermaßen wirksam, eignet sich aufgrund von Nebenwirkungen und Resistenzproblemen nur bedingt; ein breit wirksamer Impfstoff ist nicht zu erwarten.

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  • Herausforderung: HIV Late Presentation

    Late Presentation bleibt eine Herausforderung in der optimalen Versorgung von HIV-Infizierten und ein limitierender Faktor hinsichtlich Gesundheit und Lebenserwartung.

    Strategien, die auf eine frühere Diagnose hinzielen, müssen entwickelt, angewandt und weiter evaluiert werden.

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  • Helminthen und Helminthosen in Mitteleuropa

    Weltweit und auch in Mitteleuropa sehr weit verbreitete Helminthenspezies sind Toxocara canis (Hundespulwurm), T. cati (Katzenspulwurm) und Ascaris suum (Schweinespulwurm).

    Beim Menschen verursachen sie meist klinisch unauffällige Verläufe, in einigen Fällen aber doch Krankheitssymptome (Stichwort: Toxokarose bzw. Askariose).

    In Österreich muss jährlich jeweils mit mehreren Hundert Toxocara canis bzw. Ascaris-suum-Krankheitsfällen gerechnet werden.

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  • Akanthamöben-Keratitis bei Linsenträgern

    Akanthamöben sind neben Pseudomonaden und Staphylokokken die häufigsten Erreger von kontaktlinsenassoziierter Keratitis.

    Entscheidend für die Prognose sind eine rasche Diagnose und eine möglichst sofort einsetzende Therapie.

    Die Akanthamöben-Keratitis kann durch strikte Kontaktlinsenhygiene weitgehend vermieden werden.

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  • Staphylococcus-aureus-Bakteriämie – SAB

    Die Staphylococcus-aureus-Bakteriämie ist eine schwere Erkrankung, die nach wie vor mit relativ hoher Mortalität einhergeht.

    Für das Überleben essenziell sind eine genaue Abklärung, rasche antibiotische Therapie und Fokussanierung.

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  • Abklärung bei Verdacht auf Immunmangelsyndrom

    Die zeitgerechte Therapie eines Immunmangelsyndroms bedarf einer frühzeitigen Diagnose; dafür sind die klinische Selektion der betroffenen Patienten und Zuweisung an eine spezialisierte Institution notwendig.

    Die Mehrzahl der behandlungsbedürftigen Patienten mit primärem Immunmangelsyndrom leidet an einer Störung der IgG-Antikörperbildung.

    Die Notwendigkeit zur Einleitung einer Immunglobulinersatztherapie bei diesen Patienten erkennt man am nachgewiesenen Fehlen der IgG-Antikörper gegen eine Vielzahl von Antigenen.

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  • Opportunistische Infekte bei Biologika-Therapie | 2 DFP-Punkte
  • Impfungen bei immunsupprimierten Patienten

    Immunsupprimierte Patienten haben ein erhöhtes Infektionsrisiko, daher ist die Prophylaxe von impfpräventablen Erkrankungen besonders wichtig.

    Die Wirkung von inaktivierten Impfungen oder die Applikation von Lebendimpfungen ist unter Immunsuppression (je nach Grad der Suppression) eingeschränkt.

    Prinzipiell sollen alle Impfungen entsprechend dem Österreichischen Impfplan vor Beginn einer immunsuppressiven Therapie (bzw. frühzeitig im Verlauf einer chronischen Erkrankung) durchgeführt werden.

    Neue österreichische Empfehlungen zum Impfvorgehen während Immun-suppression geben erstmals einen umfassenden Überblick.

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  • Antibiotika im Focus: Ceftarolinfosamil (Zinforo®)

    Ceftarolin ist eines der ersten MRSA-wirksamen Cephalosporine.

    Anwendungsgebiete: komplizierte Haut- und Weichgewebeinfektionen, ambulant erworbene Pneumonie.

    Mit Erweiterungen der Indikationen ist zu rechnen, wenn Ceftarolin mit Beta-Laktamase-Hemmern, wie etwa Tazobactam oder Avibactam, kombiniert wird und damit eine deutlich bessere Wirkung im gramnegativen Bereich erzielt werden kann.

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  • Antibiotika im Focus: Ceftolozan/Tazobactam (Zerbaxa®)

    Die Fixkombination aus Ceftolozan (bakterizides Antibiotikum) und Tazobactam (Beta-Lactamase-Hemmer) ist eine neue Therapieoption zur gezielten Behandlung von Infektionen mit gramnegativen Erregern, wie z. B. Pseudomonas aeruginosa.

    Ceftolozan/Tazobactam ist zur Behandlung komplizierter Harnwegsinfektionen und intraabdomineller Infektionen angezeigt und wird als intravenöse Infusion verabreicht.

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  • Antibiotika im Focus: Dalbavancin (Xydalba®)

    Mit Dalbavancin beginnt die Ära der langwirksamen Lipopeptide.

    Die Möglichkeit, ein Antibiotikum nur 1-mal pro Woche oder gar nur 1-mal für 2 Wochen zu verabreichen, ist ein Novum und eröffnet Therapieoptionen bei Infektionen, die typischerweise sehr lange therapiert werden müssen.

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  • „Flaschenhals ist die geringe Zahl an Ausbildungsplätzen“

    UIM: Was sind die wichtigsten Ziele und Anliegen der Österreichischen Gesellschaft für Infektionskrankheiten und Tropenmedizin? Welche Aufgaben übernimmt die Gesellschaft? Thalhammer: Die Österreichische Gesellschaft für Infektionskrankheiten und Tropenmedizin hat aufgrund der Breite des Fachspektrums und der Tatsache, dass Infektionen in…

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  • „Immunität gegen jede Form der Influenzainfektion“

    UIM: Was waren Ihrer Meinung nach die wichtigsten Entwicklungen der vergangenen Jahre im Bereich der Infektiologie? Janata: Die Fortschritte waren weniger im therapeutischen Bereich als im Bereich der Diagnostik zu verzeichnen. Zu erwähnen sind zwei diagnostische Richtungen: zum einen die…

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  • ECCMID 2016 – die Highlights

    TAVI-Endokarditis: eine Erkrankung mit zunehmender Häufigkeit und hoher Letalität.

    Weltweit zunehmendes Auftreten von multiresistenten gramnegativen Bakterien mit plasmidvermittelter Resistenz gegen Reserveantibiotikum Colistin vermutlich durch Colistin-Einsatz in der Veterinärmedizin.

    Zika-Virus-Epidemie in Südamerika: Präventionsmaßnahmen vor allem zur Vermeidung fetaler Missbildungen notwendig.

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  • Differenzialdiagnose: Sarkoidose – Tuberkulose

    Sarkoidose und Tuberkulose sind granulomatöse Erkrankungen mit vordergründigem Befall der Lunge.

    Zur Differenzialdiagnose ist einerseits das epidemiologische Risiko zu bedenken, andererseits sind Bildgebung, Histologie und Erregerdiagnostik von besonderer Bedeutung.

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  • Update Hirnabszess

    Hirnabszesse werden meist durch Mischinfektionen aus anaeroben und aeroben Erregern hervorgerufen.

    Die zerebrale Bilddiagnostik erlaubt eine Lokalisation und meist auch eine differen­zialdiagnostische Zuordnung; bei jedem Hirnabszess muss eine Fokussuche erfolgen.

    Die Behandlung besteht prinzipiell in der chirurgischen Abszessreduktion mit gleichzeitiger Materialgewinnung für die mikrobiologische Untersuchung, die operativen Maßnahmen müssen durch eine entsprechende antibiotische Therapie ergänzt werden.

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  • Präventivmedizin: Kinderimpfungen – ein Überblick

    Im Österreichischen Impfplan 2016 werden folgende Kinderimpfungen empfohlen: u für Säuglinge und Kleinkinder: Rotaviren, 6-fach-Impfung (Diphtherie, Tetanus, Pertussis, Polio, Haemophilus influenzae B, Hepatitis B), Pneumokokken, Mumps/Masern/Röteln (MMR), Meningokokken (B, C), FSME, Varizellen, Hepatitis A und Influenza;u für Schulkinder: 4-fach-Impfung (Diphtherie, Tetanus, Pertussis, Polio), Hepatitis B, MMR Meningokokken (A/C/W135/Y), HPV, FSME und Influenza.

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  • Pertussis und Masern auf dem Vormarsch

    Pertussis muss frühzeitig vermutet, diagnostiziert und behandelt werden. Dies gilt besonders für Säuglinge und Kleinkinder, da Pertussis bei ihnen als vital bedrohliche Atemwegserkrankung verlaufen kann. Die Pertussis-Impfung ist aber nicht nur für Kinder wichtig. Auch Erwachsene, besonders werdende Eltern und speziell Schwangere, sollten einen ausreichenden Impfschutz haben.

    Masern sind weder harmlos noch eine Kinderkrankheit. Im Prodromalstadium sind die Erkrankten schon vor Auftreten des Exanthems infektiös. Die Lebendimpfung bietet einen lebenslangen Schutz. Mit einer ausreichend hohen Durchimpfungsrate (> 95 %) könnten die Masern eradiziert werden.

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  • Herpes genitalis

    HSV-2 wurde als klassischer Auslöser des Herpes genitalis von HSV-1 abgelöst.

    Primärinfektionen verlaufen oft als stille Feiung, seltener mit klinischen Symptomen; treten klinische Symptome bei Serokonversion auf, erfordern sie meist eine antivirale Behandlung.

    HSV-1 und HSV-2 können bei Neugeborenen und chronisch Kranken schwere, lebensbedrohliche Krankheiten mit ZNS-Beteiligung verursachen.

    Sehr gute Behandlungsmöglichkeiten mit Nukleosidanaloga.

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  • Update Hautmykosen

    Dermatomykosen sind weit verbreitet. Zur Vermeidung von Fehldiagnosen und für die Wahl des geeigneten Therapeutikums ist ein sorgfältiger Erregernachweis wesentlich.

    Dermatomykosen sind meist mittels Lokaltherapeutika behandelbar.

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  • Helicobacter pylori – ein Update

    Weltweit sind ca. 50 % aller Menschen mit Helicobacter pylori (H. p.) infiziert.

    H. p. ist verantwortlich für Gastritis, Ulkusleiden, MALT-Lymphom und Magenkrebs.

    Steigende Antibiotikaresistenzen erschweren die Keimeradikation.

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  • Diagnose und Therapie der Gonorrhö

    Gonorrhö kann zu Sterilität und systemischer Erkrankung führen.

    Das Potenzial zur Entwicklung resistenter Gonokokkenstämme ist beachtlich.

    Die Therapie sollte leitliniengerecht erfolgen.

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  • Update Erregerspektrum bei Harnwegsinfekten

    Multiresistente Erreger spielen auch bei Harnwegsinfektionen immer häufiger eine Rolle – lokale Resistenzdaten sind zu beachten.

    Insbesondere bei komplizierten bzw. chronisch rezidivierenden Infektionen ist eine exakte mikrobiologische Diagnostik unabdingbar.

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  • Management infektiöser Komplikationen des Katheterismus

    Der Harnwegsinfekt ist mit 40 % eine der häufigsten nosokomialen Infektionen, zu 90 % verursacht durch einen liegenden Verweilkatheter.

    Die Katheterliegedauer ist der Hauptrisikofaktor in der Entstehung einer katheterasso­ziierten Bakteriurie.

    Exakte Hygiene und geschlossene Kathetersysteme sind wichtige präventive Maßnahmen.

    Antibiotische Prophylaxe und antibiotische Therapie einer asymptomatischen Bakteriurie sind nicht zu empfehlen.

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  • Impfungen für Erwachsene

    Impfempfehlungen für Erwachsene:

    Auffrischungsimpfungen der in der Kindheit durchgeführten Impfungen (z. B. Diphtherie/Tetanus/Pertussis/Polio)

    aufgrund einer erhöhten Infektneigung für ältere Personen Impfungen gegen Influenza, Pneumokokkenerkrankungen oder Herpes Zoster.

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  • Alte Antibiotika – wieder modern?

    Ältere Antibiotika werden vor allem zur Therapie von Infektionen durch multiresistente Erreger wieder klinisch eingesetzt.

    Die Reevaluierung von Pharmakokinetik und -dynamik mit modernen Methoden führt zu neuen Erkenntnissen zur Optimierung der Wirkung und Reduktion von Nebenwirkungen.

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  • Mittel erster Wahl bei Harnwegsinfektionen: Mecillinam, Fosfomycin, Nitrofurantoin

    Die Zunahme der Resistenzen von typischen Erregern von Harnwegsinfekten gegen Chinolone und Beta-Laktame haben die Optionen für eine orale Therapie eingeschränkt.

    Daher finden sich in aktuellen Therapieempfehlungen bei akuter unkomplizierter Zystitis Mecillinam, Fosfomycin und Nitrofurantoin – Substanzen, die man früher „auch‟ gegeben hat – nun als Mittel der ersten Wahl.

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  • Österreichischer Hygiene-Preis 2015

    Zwei Forscherinnen aus Wien, Dr. Sílvia Cervero-Arago und Priv.-Doz. Dr. Judith Wenisch, wurden dieses Jahr mit dem renommierten Österreichischen Hygiene-Preis ausgezeichnet.

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  • HIV-Infektion als chronische Erkrankung – ein Update

    Die HIV-Infektion ist eine gut behandelbare chronische Erkrankung geworden. Die moderne antiretrovirale Therapie kann das Fortschreiten der Erkrankung verhindern und das Leben verlängern.

    Das zunehmende Alter der Patienten und die steigende Anzahl von Komorbiditäten, Koinfektionen sowie etwaige kumulierte Toxizitäten machen ein interdisziplinäres Management erforderlich.

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  • Clostridium-difficile-Infektion: Optimierungsbedarf bei Prävention, Diagnose und Erfassung

    Trotz Meldepflicht wird nur ein Bruchteil der Clostridium-difficile-Infektionen (CDI) in Österreich erfasst, neue Studienergebnisse deuten auf über 7.000 CDI-Fälle pro Jahr hin.

    Wirksam in der Infektionsprävention: gezielter Antibiotikaeinsatz, spezielle Handhygiene und Flächendesinfektion, räumliche Isolierung von Patienten.

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  • Bedrohungen während des Urlaubs – Leishmaniose, Tigermücke und Malaria

    Zu den 12 häufigsten Hautkrankheiten von Tropenrückkehrern gehören die kutane Larva migrans, die Leishmaniose und die Myiasis. Präventive Maßnahmen (bedeckende Kleidung, Repellents) und eine reisemedizinische Beratung sind effektiv zur Vermeidung verschiedenster Tropendermatosen.

    Tropendermatosen sind bei Reiserückkehrern eine differenzialdiagnostische Herausforderung; der Hautbefund samt Reiseanamnese ermöglicht aber oft eine Blickdiagnose.

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  • Echinokokkose aus radiologischer Sicht

    Bildgebende Verfahren, insbesondere Ultraschall, MRT und CT, bilden einen Grundpfeiler für Diagnostik und Therapieplanung der Echinokokkosen.

    Die Therapie der zystischen Echinokokkose erfolgt stadienadaptiert, wobei die Stadien vor allem durch radiologische Kriterien definiert sind.

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  • Malaria – Aktuelles aus Diagnostik und Therapie

    Malaria, die durch Plasmodium-Parasiten verursacht wird, ist nach wie vor die wichtigste Tropenkrankheit; mittlerweile sind 6 humanpathogene Plasmodium-Arten bekannt.

    Bei Personal mit wenig Malaria-Erfahrung stellen diagnostische Schnelltests eine empfehlenswerte Alternative dar.

    Artemisinine gelten weltweit für (fast) alle Formen der Malaria als Therapie der ersten Wahl, sind jedoch in Österreich nur über Umwege erhältlich.

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  • Leishmaniose – Expansion des Verbreitungsgebietes

    Ursprünglich nur von reisemedizinischer Bedeutung, mehren sich in den letzten Jahren Berichte über autochthone Infektionen mit Leishmanien auch in Zentraleuropa.

    Die häufigste Manifestation ist die kutane Leishmaniose, in den letzten 20 Jahren sind die Fallzahlen der potenziell tödlich verlaufenden viszeralen Leishmaniose (Kala-Azar) jedoch auch in Europa gestiegen.

    Die Diagnose einer Leishmaniose beruht auf dem Nachweis von Erreger-DNA mittels molekularbiologischer Methoden (PCR). Die PCR ermöglicht eine Differenzierung der Leishmanien auf Speziesebene, was für die Therapieentscheidung von wesentlicher Bedeutung ist.

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  • Häufige und wichtige Parasitosen in Mitteleuropa

    Die meisten Parasiten sind heute durch Trink- und Abwasserhygiene und konsequente Therapie der Erkrankten in Mitteleuropa selten.

    Häufige Parasiten sind z. B. Toxoplasma gondii, Toxocara canis und Toxocara cati mit Infektionsraten von ca. 35 % bzw. 10 % der Bevölkerung. Diese Infektionen verlaufen oft asymptomatisch, bei Menschen mit inkompetentem Immunsystem bzw. je nach Lokalisation kann es aber zu schweren und auch tödlichen Verläufen kommen.

    Andere Parasiten wie die Akanthamöben oder die Echinokokken verursachen zwar sehr selten Infektionen beim Menschen, diese verlaufen dafür in der Regel schwer.

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  • Toxoplasmose-Screening und Infektionsrate

    Als Erfolg des Screenings und der Therapie an Mutter und Kind ist die konnatale Toxoplasmose in Österreich eine seltene Erkrankung, und schwere klinische Verläufe sind Einzelfallbeschreibungen.

    Das Screening in der Schwangerschaft ist aus medizinischer und gesundheitsökonomischer Sicht ein sinnvolles Präventionsprogramm und weltweit sowohl einzigartig als auch beispielhaft.

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  • HIV-assoziierte neurokognitive Störungen – Frühzeitige Diagnose und Behandlung verhindert Progression

    Neurokognitive Störungen sind keine Seltenheit bei HIV- und AIDS-Patienten.

    Seit der Einführung der kombinierten antiretroviralen Therapie (cART) sind schwere demenzielle Verläufe seltener, milde Formen der kognitiven Beeinträchtigung sind häufig anzutreffen.

    Eine frühzeitige retrovirale Behandlung kann dazu beitragen, das Voranschreiten kognitiver Defizite zu verlangsamen, aufzuhalten oder sogar zu verbessern.

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  • Ebola: Was wissen wir? Was wissen wir nicht?

    Der Erreger der derzeitigen Epidemie ist das Zaire-Ebola-Virus. Die Letalität wird in betroffenen Ländern mit bis zu 90 % angegeben.

    Körpersekrete und Exkremente sind hochinfektiös, die Übertragung erfolgt durch direkten Kontakt, eine aerogene Übertragung kann aber nicht ausgeschlossen werden.

    Die Inkubationszeit liegt nach heutigen Wissensstand bei 2–21 Tagen, im Schnitt bricht die Erkrankung 8–10 Tage nach der Infektion aus.

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  • Listerien und Listeriose

    Das ubiquitär vorkommende Bakterium Listeria monocytogenes verursacht die Listeriose, eine seltene, aber potenziell lebensbedrohliche Erkrankung. Sie ist fast immer lebensmittelassoziiert und tritt meist bei immungeschwächten oder älteren Personen sowie bei schwangeren Frauen und Neugeborenen auf1.

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  • Highlights vom ICAAC 2014

    Angesichts der steigenden Resistenzen besteht ein enormer Bedarf an neuen Antiinfektiva. Klinische Studien zu Substanzen mit gramnegativer Wirksamkeit sind im Laufen, drei Substanzen mit grampositver Wirksamkeit wurden in den USA zugelassen. Für den niedergelassenen Bereich sind keine neuen oral verabreichbaren Substanzen zu erwarten.

    Da die dringend benötigte Entwicklung von so genannten Reserveantibiotika für Firmen aufgrund der geringen Absatzmengen offenbar nicht attraktiv ist, werden Anreizsysteme überlegt.

    AIDS ist zu einer chronischen Erkrankung geworden. Immer mehr ältere Menschen leben mit dieser Erkrankung.

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  • Hygieneaspekte bei Clostridium-difficile-Infektionen – Raumdesinfektion

    Die Sporen von Clostridium difficile sind sehr umweltresistent. Durch Isolierung, Handschuhpflege mit nachfolgender Händedesinfektion und Händewaschung und sporozide Flächendesinfektion kann die Verbreitung von C.-difficile-Sporen minimiert werden. Die Kaltvernebelung von H2O2 stellt eine effektive Methode zur Raumdesinfektion dar.

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  • Akupunktur bei Infektionskrankheit

    Der TCM-Zugang zu Infektionskrankheiten unterscheidet sich von dem der modernen Medizin. TCM erfasst das äußere und innere Symptom und legt Diagnose und Therapie intuitiv fest. Die TCM-Konzepte basieren auf Erfahrungen und Philosophien.

    Akupunktur zeigt gute Wirksamkeit gegen Schmerzen und beeinflusst die psychovegetativen Störungen und das Immunsystem positiv.

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  • Highlights vom European Congress of Clinical Microbiology and Infectious Diseases 2014

    In Anbetracht hoher Resistenzen gegenüber den Hauptantibiotikagruppen und den immer älteren und multimorbiden Patienten hat die Berücksichtigung pharmakokinetischer und -dynamischer Eigenschaften der eingesetzten Medikamente eine große Bedeutung.

    Invasive Candida-Infektionen werden häufiger diagnostiziert – nicht nur bei Intensivpatienten; der Anteil der Non-albicans-Spezies steigt an.

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  • Das Tierreich als Quelle für multiresistente humanpathogene Erreger

    Ein gehäuftes Auftreten multiresistenter Bakterien ist eine Herausforderung für Human- und Veterinärmedizin.

    Die Übertragung zwischen Mensch und Tier durch Mensch-Tier-Kontakte wird vermehrt beobachtet und erfolgt über Nutztiere, Lebensmittel tierischer Herkunft und Begleittiere.

    Vermeidung zwischenartlicher Übertragung erfordert intersektorale Überwachungs-, strikte Hygiene- und adäquate Bekämpfungsmaßnahmen.

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  • Highlights des 8. Österreichischen Infektionskongresses

    Anfang April fand in Saalfelden der Österreichische Infektions­kongress statt, der heuer unter dem Generalthema „Organbezogene Infektionen‟ stand.

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  • Instrumenten- und Endoskopaufbereitung im niedergelassenen Bereich

    RDG – Reinigungs- und Desinfektionsgeräte – und RDG-E für Endoskope sind im Ordinationsalltag nicht mehr wegzudenken. Vorteile wie Zeitersparnis, Schonung der Instrumente, Rechtssicherheit, Umweltschutz, Qualitätssicherung bei der Instrumentenaufbereitung und Schutz der Patienten und des Praxisteams sind ausschlaggebend.

    Bei Neuanschaffung eines RDG und RDG-E muss darauf geachtet werden, dass die Geräte der ÖNORM EN ISO 15883 entsprechen. In dieser Norm sind die allgemeinen Anforderungen, Definitionen und Prüfungen festgehalten.

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  • Modernes Wundmanagement – ein Überblick

    Diagnostik und Therapie chronischer, therapierefraktärer Wunden erfordern einen interdisziplinären Dialog.

    Eine phasengerechte Wundbettkonditionierung berücksichtigt alle die Wundheilung hemmenden Faktoren inklusive der zellulären und biochemischen Störungen und unterstützt die Wiederherstellung eines physiologischen Gleichgewichts.

    Das TIME-Modell bietet eine praxisorientierte Behandlungsleitline zur optimierten Wundbettkonditionierung.

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  • Port-a-Cath-Infektionen – Diagnose, Therapie und Prävention

    Zur Diagnosestellung einer Port-a-Cath-assoziierten Bakteriämie eignen sich besonders Verfahren, die ohne die Entfernung des Port-a-Caths durchführbar sind, wie z. B. die Differential-Time-to-Positivity-(DTP-)Methode oder die AOLC-Färbung.

    Die bevorzugte Therapiestrategie bei jeder Port-a-Cath-assoziierten Bakteriämie ist die Einleitung einer adäquaten intravenösen antimikrobiellen Therapie und die operative Entfernung des Port-a-Caths.

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  • Pilztherapie – was ist neu?

    Invasive Pilzinfektionen (IPI) stellen weiterhin eine ernsthafte Bedrohung für immunkompromittierte Patienten dar.

    Der Beginn der antimykotischen Therapie sollte rasch erfolgen.

    Bei den Schimmelpilzinfektionen bleibt Voriconazol weiterhin der Goldstandard in der gezielten Therapie. Da die Epidemiologie aktuell einen Shift hin zu bisher selteneren Pilzen zeigt, ist die Kenntnis der lokalen Epidemiologie für den Kliniker essenziell.

    Bei der gezielten Behandlung der Candidämie wird eine rasche Behandlung mit einem Echinocandin oder liposomalem Amphotericin B oder allenfalls mit Voriconazol empfohlen; Therapiedauer mindestens 14 Tage nach Erhalt der ersten positiven Blutkultur.

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  • Impfempfehlungen für Gesundheitspersonal

    Trotz günstiger Nutzen-Risiko-Ratio bestehen große Lücken in der Durchimpfungsrate der gesamten Bevölkerung und auch des Gesundheitspersonals (Health Care Workers, HCW).

    Impfempfehlungen für HCW sind: routinemäßiger Schutz gegen Diphtherie, Pertussis, Polio, Tetanus, Masern, Mumps, Röteln, Varizellen, Influenza sowie Hepatitis A und B; für Pädiater, Infektionsabteilungen, ICU und Labor zusätzlich Meningokokken und Pneumokokken.

    Impfungen für HCW können gesetzlich nicht vorgeschrieben werden, aus ethischer Sicht sollte diese Gruppe aber darauf achten, ausreichend geschützt zu sein, um auch die Patienten keinem vermeidbaren Risiko auszusetzen.

    Der Arbeitgeber hat die Möglichkeit, Personen, die keinen ausreichenden Schutz aufweisen, die Durchführung bestimmter Impfungen aber ablehnen, in entsprechenden Risikobereichen nicht einzusetzen bzw. von dort zu versetzen.

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  • Impfen bei Auslandseinsatz

    Spezielle Schutzimpfungen bei beruflicher Entsendung sind Teil des Arbeitnehmerschutzes und daher vom Arbeitgeber zu bezahlen.u Standardimpfungen und deren Auffrischungen sind im österreichischen Impfplan gelistet.

    Die erweiterte Basisimmunisierung umfasst die Impfungen gegen Hepatitis A und Typhus.

    Indikationsimpfungen werden durch ein spezifisches Expositionsrisiko oder durch ein individuelles Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs bestimmt. Zu den möglichen Indikationen zählen seltene, aber schwere Krankheiten und häufige, bei Gesunden unproblematische Krankheiten.

    Pflichtimpfungen sind durch nationale oder internationale Behörden festgelegt und bei der Einreise obligatorisch.

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  • Masern, Pertussis, Pneumokokken, HPV: Patientenkontakte zur Aufklärung nutzen

    Masern sind in Europa nach wie vor eine Bedrohung, da die Durchimpfungsrate, die zur Elimination der Viren notwendig wäre (> 95 %), noch nicht erreicht ist. In Gesundheitseinrichtungen wird die Masernimpfung kostenfrei bis 45 Jahre angeboten.

    Seit 2010 steigt die Zahl der Pertussisinfektionen wieder an. Betroffen sind nicht nur Kinder, sondern auch Jugendliche und junge Erwachsene, die keine Auffrischungsimpfung mehr erhalten haben.

    Um die Wirksamkeit der Pneumokokkenimpfung zu überwachen, läuft ein Surveillance-Programm, das in den nächsten Jahren zeigen wird, ob die beiden empfohlenen Impfstoffe alle Stämme abdecken.

    Seit 2014 ist die 4-fach-Impfung gegen HPV im kostenlosen Kinderimpfprogramm enthalten. Europaweit ist Österreich das einzige Land, in dem sowohl Mädchen als auch Buben kostenlos geimpft werden.

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  • Die Pipeline bei Impfungen gegen Viruserkrankungen

    Zahlreiche neue Impfungen befinden sich in Entwicklung oder bereits in klinischer Evaluierung.

    Medizinisch und ökonomisch besonders relevante Virusinfektionen wie CMV, RSV, HPV oder Noroviren könnten in absehbarer Zeit erstmals mit einer Impfung zu verhindern sein.

    Die Entwicklung weiterer Impfstoffe wird zusätzlich von den Erfahrungen aus erfolgreichen Grundlagen- und klinischen Studien profitieren.

    Es ist zu hoffen, dass diese effektiven und verträglichen Optionen zur Prävention von Virusinfektionen besser angenommen werden als etwa die jährliche Grippeimpfung.

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  • Kindliche Morbidität und Mortalität durch Infektionen in der Schwangerschaft

    Erstinfektionen mit dem Zytomegalievirus (CMV) und dem Varizella-Zoster-Virus (VZV) während der Schwangerschaft stellen ein relevantes Risiko für das Ungeborene dar.u Die Risiken für das Ungeborene können durch die Gabe eines jeweils spezifischen Hyperimmunglobulins reduziert werden; die Wirksamkeit bei CMV-Infektion muss noch weiter evaluiert werden.

    Andere, früher gefürchtete Erreger spielen heute dank Durchimpfung eine unerhebliche Rolle.

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  • Respiratorische Infekte beim Kleinkind

    Das rationale Management von akuten Atemwegsinfektionen erfordert eine gewissenhafte Diagnostik, Routine und gute Logistik.

    Bakterien sind wesentlich seltener als vielleicht allgemein erwartet an der Genese von respiratorischen Infekten bei Kleinkindern beteiligt. Daraus resultiert ein – klinisch gut begründbarer – zurückhaltender Umgang mit Antibiotika.

    Die symptomatische Behandlung mit dem Ziel einer verbesserten Atemfunktion steht klar im Vordergrund, da diese Erkrankungen unter symptomatischer Therapie eine hohe Selbstheilungstendenz aufweisen.

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  • Therapie der Helicobacter-pylori-Infektion

    Grundsätzlich sollte eine antimikrobielle Therapie nur bei Erregernachweis verschrieben werden.

    Die klassischen Dreifachtherapien (PPI + Clarithromycin + Amoxicillin oder Metronidazol, 7–14 d)  sollten nur mehr bei nachgewiesener Empfindlichkeit von HP – vor allem gegenüber Clarithromycin – angewandt werden.

    Wenn die Erregerempfindlichkeit unbekannt ist, werden Clarithromycin- oder Levofloxacin-basierte Sequenz- oder Vierfachtherapien sowie auch Wismut enthaltende Vierfachtherapien bereits zur Initialbehandlung empfohlen.

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  • Update Antibiotika bei COPD

    Eine antibiotische Therapie bei COPD-Exazerbation (AECOPD) erscheint bei Patienten mit purulentem Sputum oder bestehender hochgradiger COPD sowie bei „Häufigexazerbierern” sinnvoll.

    Entsprechend dem zu erwartenden Keimspektrum (Haemophilus influenzae, Pneumo­kokken, Moraxella catarrhalis) ist eine bevorzugt orale Antibiose mit Aminopenicillinen (ggf. plus Betalaktamaseinhibitoren), Makroliden, Tetrazyklinen oder pneumokokken­wirksamen Fluorchinolonen über 5 bzw. 7 Tage ratsam.

    Lediglich bei erhöhtem Risiko für eine zugrunde liegende Pseudomonasinfektion oder auf multiresistente Erreger muss die antibiotische Therapie entsprechend modifiziert werden.

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  • Die dunkle Seite der Darmflora: Stuhltransplantation (Biotherapie)

    Infektionen mit Clostridium difficile stellen aufgrund von gehäuftem Vorkommen auch bei nicht hospitalisierten Patienten und dem Aufkommen hypervirulenter Stämme eine zunehmende klinische Herausforderung dar.

    Die fäkale Mikrobiota-Transplantation (FMT) führt bei 92–98 % der rezidivierenden Clostridium-difficile-Infektionen zur Ausheilung.

    Unterschiedliche Techniken sind möglich, die endoskopische Applikation in das Kolon scheint die sicherste Form zu sein.

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  • Wundantiseptik – Indikationen und Wirkstoffe

    Derzeit sind Polihexanid, Octenidin und zum Teil PVP-Iod als ausgewogenste antiseptische Wirkstoffe im Rahmen der Wundantiseptik anzusehen.

    Polihexanid und Octenidin sind Mittel der 1. Wahl für chronische und akut infizierte Wunden, PVP-Iod (breites Wirkspektrum, schneller antimikrobieller Effekt) ist Mittel der 1. Wahl bei Stich- und Bissverletzungen.

    Medizinischer Honig gewinnt zunehmende Bedeutung. Die große Anzahl unterschiedlicher Hersteller und Rezepturen erfordert eine detaillierte Betrachtung der Produkte.

    Silberionen in Kombination mit entsprechenden antimikrobiellen Wundauflagen können in speziellen Indikationen sinnvoll sein; eine überlegte Nutzen-Risiko-Analyse ist durchzuführen.

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  • Legionella – Auslöser der Legionärskrankheit

    Gesundheitsgefährdende Keimzahlen werden v. a. in wasserführenden technischen Einrichtungen erreicht. Optimale Wassertemperatur für Vermehrung 35–46 °C.

    Die Übertragung erfolgt aerogen, die Vermehrung intrazellulär in Alveolarmakrophagen.

    Diagnostische Referenzmethode ist der direkte Erregernachweis mittels Kultur, neuer Goldstandard für die Typisierung ist die sequenzbasierte Typisierung.

    Therapeutisch wirksam sind Antibiotika mit hoher intrazellulärer Anreicherung, v. a. Makrolide (Azithromycin) und Chinolone (Levofloxacin).

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  • Nichttuberkulöse Mykobakterien – fakultativ pathogene Umweltkeime

    Die Gruppe der nichttuberkulösen Mykobakterien (NTM) hat mehr als 140 Vertreter und ist sehr heterogen.

    Diagnostischer Standard ist die Kultur, die aber bis zu Monaten dauern kann.

    Eine Isolierung ohne Symptome weist auf Kolonisation oder Kontamination hin; zu behandeln sind nur tatsächliche Erkrankungen.

    Die Therapie ist je nach Spezies unterschiedlich; es ist in jedem Fall eine Kombination aus mehreren aktiven Substanzen anzuwenden.

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  • ECCMID – Borreliose-Update 2013

    Klinische Hinweise auf eine Infektion mit Borrelien sind Erythema migrans und andere Hautmanifestationen, Gelenkschwellung und Symptome der Augen- oder Neuroborreliose.

    Serologie: nicht indiziert bei Erythema migrans und zur Therapiekontrolle; PCR ist bei speziellen Fragestellungen wie Neuroborreliose oder Lyme-Arthritis sinnvoll.

    Chronische Borreliose und „post-Lyme disease‟ sind umstrittene Krankheitsbilder.

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  • ECCMID – der Resistenzentwicklung begegnen

    Immer mehr Erreger sind resistent gegen alle verfügbaren Antibiotika; diesem Trend stehen kaum neue Substanzen gegenüber.

    Neue Modelle für die Entwicklung wirksamer Antiinfektiva sind gefordert.

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  • Impfnebenwirkungen – Echte und geglaubte Schäden und Krankheitsbilder

    Impfstoffe werden (meist durch Injektion) einer bisher gesunden Person verabreicht und können als Impfreaktion vorübergehend Krankheitssymptome verursachen (meist lokal als Schmerz und Schwellung, allgemein als Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen).

    Einzelne Impfungen haben spezifische und der zu vermeidenden Krankheit ähnliche, aber nur leichte Nebenwirkungen (z. B. Mini-Masern).

    Ganz selten können schwerwiegende Nebenwirkungen (z. B. Enzephalitis nach Pockenimpfung, Krampfanfall nach Pertussisimpfung, BCG-Generalisation, Guillain-Barré-Syndrom) beobachtet werden.

    Immer wieder werden aber auch nicht ursächlich geklärte Krankheitsbilder fälschlicherweise als Impffolge angeschuldigt, wie z. B. Autismus. Die Darstellung in Medien (inkl. Internet) führt dabei vielfach zu einer erheblichen Verunsicherung unter Impfkandidaten und Ärzten.

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  • Die Physiologie der humanen Darmflora

    Die humane Darmflora spielt vor allem bei metabolischen und immunologischen Erkrankungen eine wichtige Rolle.

    Die Erforschung der Physiologie der Mikrobiota ist Voraussetzung, dieses komplexe Ökosystem mit seinen „Players“ zu verstehen (Gorkiewicz G et al., PLoS ONE 2013).

    Die Analyse der Darmmikroben, die sich in einem Prozess der Koevolution optimal an uns angepasst haben, beherbergt großes Potenzial, neue therapeutische Konzepte oder Therapeutika zu finden.

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  • Neue Guidelines (ESCMID) – Diagnose und Management von Pilzerkrankungen

    Die wichtigsten Empfehlungen der neuen Leitlinie:

    Differenzierung nach Patientenzielgruppen.

    Mittel der Wahl in der Diagnostik ist die Blutkultur.

    Amphotericin-B-Desoxycholat gilt für die Behandlung der invasiven Candida-Infektion als nicht mehr geeignet, wird aber von Kindern besser vertragen.

    Echinocandine sind Therapie der ersten Wahl zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit Candidämien bei gleicher Beurteilung aller 3 Präparate.

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  • Impfungen in der Reisemedizin

    Die Gruppe der (Fern-)Reisenden ist deutlich heterogener geworden; dies führt zu einer veränderten Wertigkeit einzelner Impfungen.

    Manche Impfungen, die nicht als typische Reiseimpfung gelten, werden in bestimmten Reisesituationen vernachlässigt.

    Beispiele dafür sind die Impfungen gegen Cholera, FSME, Influenza, Masern, Meningokokken, Pneumokokken und Tollwut.

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  • Erstellung einer individualisierten Reiseapotheke

    Folgende Aspekte sind u. a. zu berücksichtigen:

    Je abgelegener und ärmlicher die Destination, desto umfangreicher die Möglichkeiten zur Selbstmedikation planen.

    Basispaket inklusive Dauermedikation sowie reisespezifische Medikamente vorbereiten.

    Medikamente nach Symptomgruppen einteilen und beschriften.

    Die Reisenden gut instruieren.

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  • Beratung von Risikoreisenden

    Chronische Erkrankungen sind keinesfalls Kontraindikationen gegen Urlaubs- und Fernreisen.

    Mit sorgfältiger Auswahl des Urlaubslandes und einer etwas umfangreicheren Planung lässt sich für jeden die richtige Destination finden.

    Zu planende Aspekte sind v. a. Impfungen, benötigte Medikamente und Urlaubsaktivitäten.

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  • Was Reisende ab 50 beachten sollten

    15–30 % der Personen im internationalen Reiseverkehr sind über 65 Jahre.

    Ältere Personen haben aufgrund mehrerer Faktoren ein erhöhtes Risiko für reise­assoziierte Erkrankungen; die Art der Erkrankungen unterscheidet sich aber von der bei jüngeren Personen.

    Speziell zu berücksichtigen sind u. a. bestehende Grunderkrankungen, Flug- und Höhentauglichkeit, Thromboembolierisiko und gastroenterologische Aspekte.

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  • Malariaprophylaxe – Das individuelle Risiko eruieren

    70 % aller Malariapatienten werden in Afrika südlich der Sahara infiziert.

    Expositionsprophylaxe verringert das Risiko einer Malariaerkrankung vor allem in Gebieten mit niedrigem Risiko um bis zu 90 %.

    In Regionen mit hohem Malariarisiko wird zusätzlich eine medikamentöse Chemoprophylaxe empfohlen.

    Weitere Optionen sind das Standby Emergency Treatment bzw. die Presumptive Anti-relapse Therapy.

    Die individuelle Empfehlung muss sich an den spezifischen Risikofaktoren der jeweiligen Reise orientieren.

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  • Klimawandel und „emerging infections“

    Die Klimaerwärmung kann dazu führen, dass bereits in Mitteleuropa vorhandene Infektionskrankheiten an Bedeutung zunehmen.

    Es können dadurch auch Erkrankungen in Mitteleuropa heimisch werden, die bisher als typisch für mediterrane oder tropische Gebiete gelten; das Auftreten von Epidemien ist aber derzeit weniger wahrscheinlich.

    Neben der Klimaveränderung spielen auch sozioökonomische Faktoren eine erhebliche Rolle.

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  • Antibiotikatherapie beim Patienten mit anaphylaktischen Reaktionen auf Penicilline

    Anaphylaktische Reaktionen auf Betalaktame sind sehr selten (Schätzung: 0,05 % der Verordnungen), bedeuten aber im Einzelfall eine erhebliche Einschränkung der therapeutischen Optionen.

    Hinweise auf Anaphylaxie ergeben sich aus der Anamnese; der positive Prädiktivwert von Hauttests liegt bei nur 50 %.

    Therapeutische Alternativen sind Substanzen, die chemisch nicht mit Betalaktamen verwandt sind (Wahl nach Wirkspektrum, Kreuzreaktivitäten beachten!).

    Desensibilisierung als Ultima Ratio.

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  • Spontane bakterielle Peritonitis 


    Die spontane bakterielle Peritonitis (> 250 neutrophile Granulozyten/mm3 im Aszites) ist die häufigste Infektion bei einer Leberzirrhose mit Aszites.

    Sie kann asymptomatisch verlaufen, muss rasch diagnostiziert und sofort behandelt werden.

    Multiresistente Erreger führen zunehmend zu Therapieversagen der gängigen Therapie (Cephalosporin der 3. Generation).

    Die Unterscheidung zwischen ambulant erworbener und nosokomialer SBP ist wegen der höheren Sterblichkeitsrate bei nosokomialen Infektionen von Bedeutung.


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  • Therapie der Tuberkulose


    Die Tuberkulose ist weltweit eine der wichtigsten Infektionskrankheiten. Bei konsequenter Therapie hat die Tuberkulose eine gute Prognose, selbst die multiresistenten Formen, die durch eine Resistenz gegenüber den zwei wichtigsten Medikamenten Rifampicin und Isoniazid definiert sind.

    Aus Gründen des Infektionsschutzes und wegen der komplexen Therapie sind für Tuberkulosepatienten spezialisierte Zentren erforderlich, multiresistente Patienten sollten ausschließlich in solchen behandelt werden.

    Nach Rifampicin (Zulassung 1964) könnte in naher Zukunft erstmals wieder ein neues Tuberkulosemedikament zugelassen werden.

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  • Antibiotikadosierungen in extremen pharmakokinetischen Situationen 


    Besondere klinische Situationen können die Pharmakokinetik (PK) eines Antibiotikums beeinflussen und erfordern u. U. eine Anpassung von Dosis, Dosierungsintervall, Dauer und Art/Frequenz der Applikation:

    Intensivpatient: wegen PK-bedingter Verringerung der Konzentration des Antiinfektivums (Beispiel: ungünstige PK von Piperacillin bei Sepsis) und hoher Erregerkonzentration am Infektionsort ist meist Dosiserhöhung gefordert, aber auch -verminderung (z. B. renale Einschränkung).

    Patient mit Übergewicht: kein Patentrezept, da PK-Faktoren die Konzentration des Antiinfektivums am Infektionsort je nach chemisch-physikalischen Eigenschaften (Lipo-/Hydrophilie) unterschiedlich beeinflussen (Aspekte zu Betalaktamen, Cefazolin perioperativ bei Übergewichtigen, Vancomycin, Chinolonen).

    Patient mit Untergewicht: Dosisanpassung bei Aminoglykosiden und Vancomycin erforderlich.

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  • Warum ist ambulant so schwierig?

    Der vorliegende Beitrag gibt einen Überblick, unter welchen Voraussetzungen und bei welchen Indikationen eine ambulante parenterale Antibiotikatherapie (APAT) möglich und sinnvoll ist.

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  • Harnweginfekt – Antibiose nach den Guidelines

    Diskutiert wird die empirische Antibiotikatherapie bei Harnweginfekten anhand des Vergleichs von 3 internationalen Guidelines: der IDSA/ESCMID (2011), der EAU (2010) und der S3-Leitlinie der Paul-Ehrlich-Gesellschaft (PEG).

    Teilweise beträchtlich geänderte Therapieempfehlungen bei akuter Zystitis und Pyelonephritis mit Rücksicht auf die neuen Resistenzverhältnisse von Leitkeimen wie E. coli.

    Aktuelle österreichische Resistenzdaten (AURES 2010) zu E. coli gegenüber bei HWI eingesetzten Antibiotika.

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  • Die individualisierte Reiseapotheke

    Die Basis-Reiseapotheke umfasst die wichtigsten Medikamente zur symptombezogenen Selbstmedikation. Eine erweiterte Auswahl erfolgt einerseits nach dem individuellen Medikamentenbedarf (Dauermedikation etc.), andererseits nach der Reisedestination (spezielle Krankheitsrisken vor Ort, medizinische Infrastruktur) und den spezifischen Reiserisiken (Touren-, Treckingapotheke). Essenziell: Beratung zu Warnsymptomen, wann die Selbstbehandlung abgebrochen und ärztliche Hilfe gesucht werden muss.

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  • Stellenwert der Echinocandine bei invasiven Mykosen – Aktuelle Leitlinien

    In der aktuellen Leitlinien der Europäischen Gesellschaft für Klinische Mikrobiologie und Infektionskrankheiten (ESCMID), die im Vorjahr vorgestellt, aber noch nicht publiziert wurden, erhalten Echinocandine den höchsten Empfehlungsgrad A-I in der First-Line-Therapie kritisch kranker Hochrisikopatienten mit Candidämie. Gründe dafür sind das ausgezeichnete Sicherheitsprofil und das breite Wirkungsspektrum.

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  • Colistin neu entdeckt – „Vergessenes“ Antibiotikum braucht Forschungs-Update

    Wer hätte vor 40 Jahren gedacht, dass ein als obsolet erklärtes Antibiotikum wiederbelebt werden würde? Colistin ist ein solches „vergessenes“ Antibiotikum. In Anbetracht steigender Multiresistanzraten und Mangel an neuen Substanzen nimmt der Einsatz von Colistin als letzte Reserve zu.

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  • ECCMID 2012 – Neues Problemfeld: multiresistente Gramnegative

    Zentrale Themenbereiche des größten europäischen Kongresses zum Thema mikrobiologische Diagnostik und antiinfektive Therapie (European Congress of Clinical Microbiology and Infectious Diseases, ECCMID) mit besonderem Interesse für den klinisch tätigen Infektiologen waren heuer wieder die neu aufgetretenen, vielfach resistenten gramnegativen Erreger.

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  • Editorial zum Focus Infektiologie

    Hygiene und C. difficile Seit 70 Jahren verfügen wir über Antiinfektiva, um bakterielle Infektionskrankheiten, da – runter „Killer-Diagnosen“ wie Endokarditis oder Pneumokokkensepsis, die in der präantibiotischen Ära mit 100 % Sterblichkeit einhergingen, zu in der Mehrzahl der Fälle „überlebbaren“ Erkrankungen…

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  • Österreichische ABSGROUP: Neues zur Antibiotic Stewardship

    Seit mehr als 10 Jahren werden Antibiotic-Stewardship-Aktivitäten (ABS) für Krankenhäuser in Österreich  durch die ABSGROUP, einen Zusammenschluss österreichischer ABS-ExpertInnen, durchgeführt. Auch  international sind Mitglieder der ABSGROUP in der Durchführung entsprechender Projekte und Erstellung  einschlägiger Leitlinien eingebunden.

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  • Prävention katheterassoziierter Infektionen – Stellenwert „beschichteter“ zentralvenöser Katheter im klinischen Alltag

    In Europa sind mehr als 60 % aller nosokomialen Infektionen durch zentrale Venenkatheter (ZVK) verursacht. Auf österreichischen Intensivstation ist nach der nosokomialen Pneumonie die Katheterinfektion die zweithäufigste Infektionsquelle, wobei die Auswertung von 34 Intensivstationen eine Rate von durchschnittlich 6,3 Infektionen pro 1.000 Kathetertagen aufzeigt.

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  • Magnet-Resonanz-Tomografie zur Infektionsdiagnostik: Methodenchcharakteristik und Einsatzgebiete

    Die Magnet-Resonanz-Tomografie (MRT) ist ein modernes bildgebendes Verfahren, welches pathologische Veränderungen und Vorgänge im Körper ohne Verwendung von Röntgenstrahlen darstellen kann. Die MRT ist ein Schnittbildverfahren, mit hoher örtlicher Auflösung (Submillimeterbereich) und der Möglichkeit der 3-D-Rekonstruktion, wodurch komplexe anatomische Gegebenheiten exzellent dargestellt werden können.

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  • Antibiotic Awareness Event der ABSGROUP

    Zum 4th European Antibiotic Awareness Day: Symposium mit Schwerpunkt Harnweginfekt

    Vor dem Hintergrund von steigenden Resistenzen auf Antibiotika und zunehmend
    fehlender therapeutischer Möglichkeiten hat das Europäische Centre for Disease
    Prevention and Control den 18. November zum jährlich wiederkehrenden Antibiotic Awareness Day (EAAD) deklariert. Aus diesem Anlass veranstaltete auch die österreichische ABSGROUP am 14. 11. 2012 ein Symposium in der Gesellschaft der Ärzte in Wien.

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  • Update Händehygiene – Wie kommt das Händedesinfektionsmittel auf die Hand?

    Die Händedesinfektion ist die wichtigste Maßnahme zur Prävention von Infektionen im Gesundheitswesen. Allerdings verhindern organisatorische und strukturelle Probleme oft eine adäquate Händedesinfektion. Ebenso wichtig wie die Frage, wann, wie und womit die Hände desinfiziert werden sollten, ist die Applikationsart des Händedesinfektionsmittels.

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  • Schutzkleidung – notwendig in der Praxis?

    Angesichts steigender Inzidenz nosokomialer Infektionen und Antibiotikaresistenzen sind Maßnahmen zur Unterbrechung der Infektionskette in medizinischen Versorgungseinrichtungen mehr denn je von elementarer Bedeutung. Schutzkleidung stellt in diesem Zusammenhang eine unumgängliche und meist gut etablierte Maßnahme zur Aufrechterhaltung hygienischer Standards dar. Doch es gibt auch Gefahren, die bei unüberlegtem Gebrauch zu gegenteiliger Wirkung führen und zu deren Vermeidung grundlegende exemplarische Betrachtung notwendig erscheinen.

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  • 1 Jahr Hygiene-Verordnung der Österreichischen Ärztekammer – Implikationen für den niedergelassenen Bereich

    Vor einem Jahr, am 1. Jänner 2011, trat die von der Vollversammlung der Österreichischen Ärztekammer beschlossene „Verordnung der Österreichischen Ärztekammer über die hygienischen Anforderungen von Ordinationsstätten und Gruppenpraxen (Hygiene-VO 2010)“ in Kraft.1 Ziel der Hygiene-VO ist der Schutz von Patientinnen und Patienten, Ärztinnen und Ärzten, Ordinationspersonal und beteiligten Dritten vor Ansteckung mit Infektionskrankheiten in Ordinationen.

     

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  • Clostridium-difficile-Infektion, antibiotikaassoziierte Diarrhö/Colitis – Nosokomiale Last

    Clostridium-difficile-assoziierte Erkrankungen (CDAD/CDI) haben seit 2005 weltweit ihr Erscheinungsbild durch aggressivere klinische Verläufe und durch ein epidemisches Übertragungsverhalten sowie dadurch bedingte Ausbruchssituationen anhaltend geändert. Es ist deshalb nicht untertrieben, von einer Clostridium-difficile-Pandemie zu sprechen. Dahinter stecken weltweit neue, besser als früher charakterisierbare Bakterienstämme, die sich ausbreiten und in Institutionen in Nordamerika und Europa Ausbrüche, aber auch Community-assoziierte Infektionen verursachen. Davon war und ist auch Österreich betroffen. Behandlungsstrategien, Hygiene- und andere Präventivmaßnahmen müssen weiter angepasst werden.

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  • Neue Routen für Influenza-Impfstoffe

    Alljährlich verursachen Influenzaviren in der kalten Jahreszeit eine Übersterblichkeit in der Bevölkerung, und eine Pandemie kann nicht ausgeschlossen werden. Darum arbeiten zahlreiche pharmazeutische Unternehmen an neuen Influenzaimpfstoffen. Diese sollen noch weniger Antigen pro Impfstoffdosis enthalten und trotzdem hoch immunogen sein. Nadelfreie Applikationsformen würden zusätzlich die Handhabung vereinfachen und Impfungen hinsichtlich eines eventuellen Infektionsrisikos sicherer machen.

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  • Medikamententoxizität – Antibiotika und Leber

    Antibiotika-induzierte Leberfunktionsstörungen können das gesamte Spektrum von Lebererkrankungen hervor –  rufen. Dies reicht von einem asymptomatischen, zufällig entdeckten Anstieg der Transaminasen und/oder  der Cholestaseparameter über eine symptomatische ikterische Hepatitis bis zum akuten Leberversagen.  Die Kausalität wird nicht selten durch das verzögerte Auftreten – manchmal erst Tage bis Wochen nach  Beendigung der Medikamenteneinnahme – verkannt.

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  • Österreichische Gesellschaft für Medizinische Mykologie (ÖGMM)

    Im Jahre 2001 wurde die Österreichische Gesellschaft für Medizinische Mykologie gegründet. Seither setzt sich die Gesellschaft dafür ein, dass die Medizinische Mykologie gut im ärztlichen Alltag verankert ist, bietet interdisziplinäre Fortbildungsveranstaltungen an und unterstützt die wissenschaftliche Entwicklung auf diesem Gebiet.

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  • Das Mittelohr als spezielles infektiologisches Terrain – Biofilm in der Otologie

    Der HNO-Bereich ist geprägt von Infektionen, die entweder einen akuten komplikationsträchtigen Verlauf nehmen, oder chronischen Entwicklungen, die von unberechenbarer Eigenwilligkeit geprägt sind. Beide Verlaufsformen haben die Entwicklung der Medizin und des Faches vorangetrieben.

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  • Die akute Bronchitis des Erwachsenen

    Die akute Bronchitis ist ein in der Praxis sehr häufiges Krankheitsbild und dabei eine der häufigsten Ursachen für die missbräuchliche Verordnung von Antibiotika. Es gibt Schätzungen, nach denen 60-70% der Patienten, die mit einer akuten Bronchitis einen Arzt aufsuchen, Antibiotika verordnet bekommen, die noch dazu in der überwiegenden Zahl der Fälle sog. Breitspektrum-Antibiotika darstellen.

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  • Europäisches Infektiologie-Update 2011

    Der jährlich von der Europäischen Gesellschaft für klinische Mikrobiologie und Infektionskrankheiten (ESCMID) veranstaltete Kongress ECCMID fand heuer von 7. bis 10. Mai in Mailand statt; beeindruckend die Teilnehmerzahlen, die heuer die große Konkurrenzveranstaltung der amerikanischen Infektionsgesellschaft (IDSA), den ICCAC, übertrafen. In organisatorischer Hinsicht ist sicher lobenswert, dass alle Abstracts und Poster erstmals „Papier-frei“ verfügbar gemacht wurden und jederzeit und für jedermann frei zugänglich im Internet über die Kongress-Homepage http://www.eccmid-icc2011.org/ (Link: Abstract and Poster Online Library) abrufbar sind

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  • Steckbrief: Streptococcus pyogenes

    Das einzige Erregerreservoir für Streptococcus pyogenes, der weltweit vorkommt, ist der Mensch. Die A-Streptokokken werden vor allem durch Schmier- oder Tröpfcheninfektion übertragen und können durch verletzte Haut und Schleimhaut in den Körper eintreten und nach einer Inkubationszeit von etwa 1 bis 3 Tagen eines der verschiedenen Krankheitsbilder hervorrufen. Eine anfangs lokale Infektion kann in eine generalisierte Infektion übergehen und zur Sepsis führen.

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  • „Last generations“ -Auffrischungsimpfungen bei Erwachsenen und älteren Menschen als hausärztliche Aufgabe

    Impfungen zählen zu den präventiven Maßnahmen, welche gezielt zur Verhinderung von Krankheiten eingesetzt werden. Sie weisen einen hohen Kosten-Nutzen-Effekt auf und tragen damit zu einer Senkung der Kosten im Gesundheitssystem bei. Laut Empfehlung der WHO soll jeder Arztkontakt genützt werden, Impflücken zu schließen.

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  • Hauptproblem: Ausschluss einer Infektion durch Gruppe-A-Streptokokken -Management der akuten Pharyngotonsillitis des Erwachsenen

    Die akute Pharyngotonsillitis ist eine der häufigsten Ursachen für Arztbesuche, in den gemäßigten Klimazonen eine wesentliche Diagnose während der so genannten „respiratory season“ und mitverantwortlich für den unnötigen Einsatz von Antiinfektiva, dessen Folgen – den Anstieg der Resistenzzahlen – wir jetzt zunehmend zu spüren bekommen. Es gibt Schätzungen, wonach 3 von 4 Erwachsenen, die über „Halsweh“ klagen, ein Antibiotikum verordnet bekommen, und dass 2 von 3 der verordneten Antibiotika ein unnötig breites Wirkprofil aufweisen.

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  • Wenig Neues in der Antibiotika-Pipeline

    Trotz weltweit steigender Resistenzraten und dringenden Bedarfs an neuen Antibiotika ist das Interesse der Pharmaindustrie an diesem Gebiet äußerst gering, da Antibiotika weniger Profit abwerfen als andere Medikamente. Immer kürzer werdende Therapiezeiten, aber auch rasant ansteigende Resistenzraten durch übermäßigen Gebrauch von Antibiotika beschränken die Gewinnmöglichkeiten der forschenden Pharmaindustrie.

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  • Wirkstoff-Schatz in still gelegten Laborpilz-Genen

    Schimmelpilze sind uns meistens eher als unangenehme Begleiter bekannt, ob an verdorbenen Lebensmitteln in unserem Kühlschrank nach der Urlaubsheimkehr oder als Mauerschimmel im feuchten Keller. Dass der Schimmel aber eine der wertvollsten Quellen von medizinischen Wirkstoffen mit antibiotischen, zytostatischen, cholesterinsenkenden und antiosteoporotischen Eigenschaften ist, bleibt meistens verborgen.

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  • Serologische Diagnostik in der Infektiologie

    Die Serologie ist schon seit langer Zeit eine wichtige Säule in der infektiologischen Diagnostik. Da meist ein indirekter Erregernachweis über spezifisch gebildete Antikörper erfolgt, müssen einige Grundlagen in der Interpretation serologischer Befunde beachtet werden, um Fehlinterpretationen zu vermeiden.

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  • Promotion Clostridium-difficile-Infektion: Effektiv vorbeugen und kontrollieren
  • Promotion Febrile Neutropenie: Rasches Handeln senkt die Mortalität