Rubrik: Kardiologie

  • Transatlantischer „Sunshine“ am Ende des Tunnels

    Um eine unangemessene Beeinflussung medizinischer Leitlinien zu vermeiden, sollte den Interessenkonflikten der mitwirkenden Experten und einem verantwortlichen Umgang mit ihnen mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden.

    Vorbild USA: Im Jahr 2016 haben das American College of Cardiology gemeinsam mit der American Heart Association die Regeln über das Verfassen von Leitlinien entsprechend geändert.

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  • Die neuen ESC- und ACC/AHA-Guidelines: Das Management arterieller Hypertonie

    In Österreich erreichen 41 % aller behandelten und therapietreuen Patienten das Blutdruckziel von 140/90 mmHg.

    Der Trend zu noch niedrigeren Blutdruckzielwerten ist sowohl in den amerikanischen als auch in den europäischen Leitlinien evident.

    Aus ärztlicher Sicht kann durch Verwendung simpler Therapiestrategien (Vermeidung 2-mal täglicher Dosierung, Kombinationspräparate) effizient zur Verbesserung der Blutdruckkontrolle beigetragen werden.

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  • Leadless Pacing – Status quo und Zukunft

    Konventionelle Herzschrittmacher-Systeme weisen Schwachstellen auf, die zu Komplikationen führen können.

    Sondenlose Herzschrittmacher (Leadless Pacemakers) wurden während der letzten Jahre in die klinische Praxis eingeführt. Sie haben großes Potenzial, die Probleme herkömmlicher Schrittmacher zu überwinden.

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  • Neues vom TCT 2018 − Interventionellen Kardiologie

    In der COAPT-Studie erwies sich der MitraClip als erste Therapie, die die Prognose von Herzinsuffizienz-Patienten mit sekundärer Mitralinsuffizienz verbessern kann.

    In einer Auswertung der PARTNER-II-Studie blieb die frühe Verbesserung des funktionellen Status und der Lebensqualität sowie die Klappenperformance nach Valve-in-Valve-TAVI über zumindest 3 Jahre hinweg erhalten.

    In der SYNTAXES-Studie war das Überleben von KHK-Patienten 10 Jahre nach Bypass oder PCI vergleichbar. In der Subgruppe der Patienten mit De-novo-Dreigefäßerkrankung war die PCI mit einer höheren Mortalität assoziiert.

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  • Strategien zur Prävention kardiovaskulärer Erkrankungen

    Mehrere negative Studien sprechen gegen den Einsatz von Aspirin in der Primär­prophylaxe bei kardiovaskulären Risikopatienten und Diabetikern.

    Der Einsatz des Koronar-CT kann zu einer gezielten Anwendung präventiver Therapien mit konsekutiver Reduktion des kardiovaskulären Risikos führen.

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  • Neue ESH/ESC-Guidelines zur arteriellen Hypertonie

    Erstes systolisches Blutdruckziel (Office-Blutdruck) für alle Patienten: < 140/90 mmHg.

    Bei guter Verträglichkeit: Ziel 130/80 mmHg oder niedriger (bei Patienten bis zum 65. Lebensjahr).

    Therapiebeginn bei den meisten Patienten mit einer Zweifach-Kombinationstherapie in einer einzelnen Tablette.

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  • Pulmonale Zirkulation und Rechtsventrikelfunktion

    Ausgewählte Facts & Neuigkeiten vom ESC-Kongress zu:

    Pulmonalembolie

    • Bei Patienten mit Pulmonalembolie (PE), die lysiert wurden, war die In-Hospital- Mortalität durch zwei von drei Risikofaktoren bestimmt: weibliches Geschlecht, Anämie, und/oder Synkope.
    • MARINER: Bei hospitalisierten Patienten reduzierte Rivaroxaban den sekundären Endpunkt symptomatischer venöser Thromboembolismus (VTE) und nichttödliche PE, nicht aber VTE-assoziierten Tod – ohne dabei das Blutungsrisiko zu erhöhen.

    Lungenhochdruck

    • In einem Großtiermodell chronischer, postkapillärer Lungenhochdruckerkrankung war pulmonal arterielle Denervation mit bipolaren Radiofrequenz-Klemmen nicht effektiv.
    • Phenomapping resultierte in einer Klassifikation von Lungenhochdruck, die von jener der ESC/ERS-Guidelines abweicht.
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  • Das Wichtigste zur Herzinsuffizienz vom ESC 2018

    Mit Tafamidis steht für eine erste Subgruppe von Herzinsuffizienz-Patienten mit erhaltener Pumpfunktion (HFpEF) und kardialer Amyloidose eine prognoseverbessernde Therapie zur Verfügung.

    Die perkutane kathetergestützte Reparatur (MitraClip) der sekundären Mitralinsuffizienz ist bei optimal behandelten Herzinsuffizienzpatienten eine sinnvolle additive Option.

    Telemedizin könnte besonders in Regionen mit geringer Ärztepräsenz Unterstützung bringen.

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  • Wrap-up ESC: Koronare Herzkrankheit

    Die 4. Universelle Definition des Myokardinfarktes (MI) mit Aufnahme des Typ-2-MI in den ICD-Code schafft eine wichtige Grundalge für klinische Entscheidungen und hat das Potenzial, die Forschung in diesem Bereich zu stimulieren.

    Wichtige interventionelle Arbeiten und Studien zur Sekundärprävention verdichten die Evidenz bei vielen praktischen Szenarien. Der Bogen spannt sich dabei vom Einsatz des Koronar-CT, über Stent-Strategie und -Timing bis zum Einsatz von NOAK und DAPT.

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  • Erwachsene mit angeborenen Herzkrankheiten − EMAH

    Die Patientengruppe der Erwachsenen mit angeborenen Herzfehlern (EMAH) ist bereits größer als die der Kinder mit angeborenen Herzfehlern.

    Auch nach Korrekturoperationen weisen EMAH häufig komplexe patho-physiologische und anatomische Verhältnisse auf, die spezielles Wissen für die richtige Behandlung erfordern.

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  • Registerdaten in der Kardiologie

    Aktuelle Registerdaten zu den Themen Myokardinfarkt, KHK, Vorhofflimmern, Devicetherapie, Bildgebung, Prävention und Klappenerkrankungen wurden am ESC-Kongress 2018 vorgestellt.

    Diese wichtigen „Real world‟-Daten bestimmen – in der Kombination mit randomisierten Studien – Wertigkeit und Einsatz diagnostischer undtherapeutischer Tools in der Kardiologie.

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  • E-Cardiology und Digital Health

    Digitalisierung wird die Patientenbetreuung und Forschung grundlegend verändern. Die Vorteile überwiegen, Gefahren wie Datenmissbrauch und weitere Entpersonalisierung sind jedoch ernst zu nehmen.

    Proaktives Handeln ist erforderlich, um die Macht der großen IT-Konzerne zu kontrollieren und medizinisches Wissen weiterhin zu demokratisieren, also allen Menschen möglichst ohne Beschränkung zu Gute kommen zu lassen.

    Zukünftige Ärztinnen und Ärzte müssen optimal auf die Anforderungen der Digitalisierung vorbereitet werden.

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  • Neues vom ESC zur kardialen Bildgebung

    Die Zukunft der Computertomografie liegt in einer exakten Darstellung der Koronar­sklerose und in der nichtinvasiven FFR-CT.

    Für die Stress-Bildgebung wurden sehr gute und stabile prognostische Daten präsentiert.

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  • Herzchirurgische Highlights vom ESC 2018

    Neue ESC/EACTS-Guidelines zur myokardialen Revaskularisation: Bypass oder Katheter? Wenn Letzteres: über welchen Zugang?

    ART Trial: Die 10-Jahres-Daten zeigen keinen eindeutigen Benefit der Verwendung der zweiten A. mammaria als Bypassgraft anstelle von Venengrafts.

    MITRA-FR Trial: Bei Patienten mit Herzinsuffizienz und sekundärer Mitralklappen-insuffizienz verbesserte der perkutane Mitralklappen-Repair das primäre Outcome nicht (Kontrollgruppe: optimale medikamentöse Therapie).

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  • Kardiovaskuläre Grundlagenforschung beim ESC 2018

    Mikrobiom: Salzreiche Ernährung bestimmt das intestinale Mikrobiom mit und kann so die intestinale Inflammation und damit die Entwicklung von Bluthochdruck begünstigen.

    Autophagie und deren gezielte pharmakologische Beeinflussung stellt einen interessanten zukünftigen Therapieansatz bei kardiovaskulären Erkrankungen dar.

    Pluripotente Stammzellen als Krankheitsmodell: Patientengewonnene Modell-Herzmuskelzellen können diversen experimentellen Methoden zugeführt werden, um die Pathophysiologie bestimmter Erkrankungen detailliert zu untersuchen oder Medikamententestungen durchzuführen.

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  • ESC Young Community: Welche Möglichkeiten bieten sich für junge Kardiologen?

    ESC Young Community bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten und Angeboten speziell für junge Kardiologen:

    unzählige Training Grants, Research Grants, Fellowships und Awards

    Zugang zu Special Young Community Events am ESC-Congress

    Professional Membership um nur 30 Euro und damit verbunden

    • Zugang zur ESC eLearning Plattform
    • freier Zugang zur Serie ESC General Cardiology Webinar
    • gratis Pocket Guidelines
    • Zugang zur Professional Members’ Lounge am Kongress
    • Zugang zu den Fachzeitschriften European Heart Journal oder Cardiovascular Research
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  • Apixaban (Eliquis®): Schlaganfallprophylaxe bei VHF

    Im Rahmen des ESC 2018 widmeten sich zwei von BMS/Pfizer unterstützte Symposien und mehrere fallbasierte Workshops praktischen Fragestellungen zur Schlaganfallprophylaxe bei nichtvalvulärem Vorhofflimmern (nvVHF). Ebenfalls thematisiert wurden das Bewusstsein für die Erkrankung, die Möglichkeiten und Grenzen eines Screenings sowie die integrierte Versorgung von nvVHF-Patienten.

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  • Personalisierte Medizin in der Kardiologie

    Medizinischer Wissenszuwachs und Patientenbetreuung generieren eine Vielfalt an inhomogenen Daten.

    Eine automatisierte Datenverarbeitung ist nur dann für die Patientenbetreuung sinnvoll, wenn Daten nach Relevanz gefiltert werden.

    Kognitive Assistenzsysteme können in Zukunft eine wertvolle Unterstützung für effizientere Diagnostik, Therapie und Risikostratifizierung darstellen.

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  • Personalisierte Medizin nach Koronarstentimplantation

    Die aktuellen Empfehlungen bezüglich Dauer und Art der dualen Plättchenhemmung nach Koronarstentimplantation erlauben eine zunehmende Individualisierung.

    Diese sollte in Abhängigkeit von Ischämie- und Blutungs­risiko erfolgen.

    Die Entscheidung sollte dynamisch sein und im Verlauf reevaluiert werden.

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  • Neben Biomarkern nicht auf Psycho- und Soziomarker vergessen

    Was bedeutet „personalisierte Medizin“? Laut Definition soll in der personalisierten Medizin jeder Patient unter weitgehender Einbeziehung individueller Gegebenheiten, über die funktionale Krankheitsdiagnose hinaus, behandelt werden. Verwendet wird der Begriff vor allem für eine maßgeschneiderte Pharmakotherapie, welche zusätzlich zum speziellen Krankheitsbild…

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  • Höhepunkte der ÖKG-Jahrestagung 2018

    Zu den thematischen Highlights der Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Kardiologie zählten u. a.:

    • die Diskussion über chirurgischen versus transfemoralen Aortenklappenersatz (TAVI)
    • der Einfluss sozialer Faktoren (z. B. Flucht, Arbeitslosigkeit) auf die Herzgesundheit
    • die antithrombotische Therapie nach Myokardinfarkt
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  • Kardiale Sarkoidose

    Die kardiale Sarkoidose ist mit dem erhöhten Risiko eines plötzlichen Herztodes assoziiert und sollte differenzialdiagnostisch in Erwägung gezogen werden bei

    • Patienten mit bekannter extrakardialer Sarkoidose und neu aufgetretenen Herzbeschwerden in Form von Palpitationen, Synkopen oder Präsynkopen
    • ätiologisch unklaren Herzrhythmusstörungen (AV-Blockierungen, ventrikuläre Tachykardien) oder einer progredienten Herzinsuffizienz im jüngeren Lebensalter.
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  • Die Lamin-A/C-bedingte dilatative Kardiomyopathie

    Bei familiärer Häufung einer dilatativen Kardiomyopathie (DCM) mit Reizleitungsstörungen sollte an eine LMNA-DCM gedacht werden.

    Die Prognose ist schlechter als bei anderen Formen einer idiopathischen DCM (maligne Arrhythmien, SCD, Herzinsuffizienz).

    Patienten mit LMNA-DCM, die eine primäre Schrittmacherindikation haben, sollten auch bei erhaltener LVEF einen implantierbaren Kardioverter-Defibrillator erhalten.

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  • Angeborene kardiale Ionenkanalerkrankungen

    Angeborene Ionenkanalerkrankungen (z. B. Long-QT-, Short-QT- und Brugada-Syndrom) sind eine Gruppe seltener Herzrhythmusstörungen, verursacht durch genetisch bedingte Veränderungen bestimmter Ionenkanäle im Herzmuskel.

    Leitsymptome der Erkrankungen sind Synkopen oder ein überlebter plötzlicher Herztod, welche durch polymorphe ventrikuläre Tachykardien bzw. Kammerflimmern provoziert werden.

    Die Diagnose erfolgt mittels Anamnese, EKG und genetischer Testung.

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  • Grenzwerte bei Hypertonie

    „Amerika 1st – die neuen US-amerikanischen Hypertonie-Leitlinien“

    In den neuen US-Leitlinien zur Diagnose und Therapie der Hypertonie bei Erwachsenen wurde die Grenze für die Definition von Bluthochdruck nach unten korrigiert – von 140 auf 130 mmHg systolisch.

    Die Konsequenzen: ein Heer neuer Hypertoniker sowie die Notwendigkeit zur Intensivierung der Therapie bei vielen bisher Behandelten.

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  • Grenzwerte bei Cholesterin in der Primär- und Sekundärprophylaxe

    Das Auftreten bzw. Fortschreiten einer kardiovaskulären Erkrankung ist durch konsequente Lipidtherapie zu vermeiden. Internationale Lipidleitlinien geben teils etwas unterschiedliche Schwellenwerte vor.

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  • Neues in der Antikoagulation bei koronarer Herzkrankheit

    Sowohl Vitamin-K-Antagonisten als auch NOAK werden in den jeweils getesteten Dosierungen im Rahmen der Triple-Therapie eingesetzt.

    Die duale antithrombotische Therapie (DAT; Kombination aus einem NOAK und in der Regel aus dem P2Y12-Hemmer Clopidogrel) hat sich als Alternative zur Triple-Therapie bei Patienten mit erhöhtem Blutungsrisiko nach Stentimplantation und Indikation zur oralen Antikoagulation etabliert.

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  • TAVI bei schwerer symptomatischer Aortenstenose

    Die Transkatheter-Aortenklappen-Implantation (TAVI) ist die Behandlungsmethode der Wahl bei älteren Patienten (> 75 a) mit symptomatischer Aortenstenose und erhöhtem operativen Risiko.

    Studien im Bereich von Niedrigrisiko-Patienten laufen derzeit. Bis deren Ergebnisse feststehen, muss vor einer unkritischen Indikationserweiterung insbesondere auf jüngere Patienten gewarnt werden.

    Die Heart-Team-Konferenz nimmt einen zentralen Stellenwert in der Festlegung der geeigneten Behandlungsform ein.

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  • Defibrillatorweste zum Schutz vor plötzlichem Herztod

    Eine verlängerte Tragezeit der Defibrillatorweste zum Schutz vor plötzlichen Herztod.

    Patienten mit nichtischämischer Kardiomyopathie und neu diagnostizierter Herzinsuffizienz profitieren besonders.

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  • Kardiale Magnetresonanztomografiebei dilatativer Kardiomyopathie

    Die kardiale MRT bei dilatativer Kardiomyopathie erlaubt eine präzisere Bestimmung von Größe, Funktion und Wanddicke beider Ventrikel als die Echokardiografie, was vor allem bei suboptimalen Schallbedingungen von Bedeutung ist.

    Mittels MRT ist eine nichtinvasive Charakterisierung des Myokards und damit eine Abklärung wichtiger Differenzialdiagnosen möglich.

    Das Ausmaß der mit kardialer MRT gemessenen myokardialen Fibrose ist prognostisch relevant.

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  • Lebensretter − Die Smartphone-App für schnelle Helfer

    Durch Einsatz der LEBENSRETTER-App werden geeignete Ersthelfer, die sich im Umkreis von 400 m vom Patienten befinden, alarmiert, um innerhalb kürzester Zeit mit qualifizierten Wiederbelebungsmaßnahmen zu beginnen – bis die Rettung eintrifft.

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  • Neue Outcome-Daten zu Alirocumab

    Reduktion kardiovaskulärer Ereignisse mit Alirocumab belegt und – ebenso wie das gute Sicherheitsprofil – rezent bestätigt.

    Größter Nutzen bei Ausgangs-LDL von > 100 mg/dl.

    Es kann von einem Klasseneffekt der PCSK9-Hemmer ausgegangen werden.

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  • Myokardinfarkt nach Influenza – ein signifikanter Zusammenhang

    Zwischen respiratorischen Infektionen – allen voran Influenza – und akutem Myokardinfarkt besteht eine signifikante Assoziation.

    Eine neue Studie zeigt: Direkt nach einer Influenza-Infektion (innerhalb von 7 Tagen nach positivem Influenza-Befund) war das Risiko für einen Myokardinfarkt 6-fach erhöht.

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  • Impfungen bei Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen

    Als besondere Risikogruppe benötigen Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen neben adäquater Therapie auch eine optimale Impfprophylaxe.

    Dazu gehören insbesondere die Influenza- und Pneumokokkenimpfung, da diese Infektionen für Personen mit kardiovaskulärer Vorerkrankung verheerende Folgen haben können.

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  • Interdisziplinäres Herzinsuffizienz-Zentrum Tirol

    Die akute Herzinsuffizienz ist eine häufige, teure und mit einer hohen Mortalität behaftete Erkrankung.

    Eine Verbesserung der Versorgung ist durch die Einrichtung von strukturierten Versorgungseinheiten und Behandlungsabläufen möglich, ähnlich wie für das akute Koronarsyndrom.

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  • Das rechte Herz – die große Herausforderung

    Eine rechtsventrikuläre Dysfunktion wird am besten echokardiografisch diagnostiziert, bestimmt wesentlich die Prognose einer Herzinsuffizienz und beeinflusst Sekundärorganschäden der Niere und Leber.

    Eine konsequente Behandlung von Risikofaktoren und eine leitliniengerechte Herzinsuffizienztherapie vermindern die Progression.

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  • Stabile KHK: welche präinvasive Diagnostik wann?

    Als präinvasive Diagnostik bei stabiler koronarer Herzkrankheit (KHK) werden sämtliche diagnostische Schritte vor der Koronarangiografie („Herzkatheter‟) bezeichnet.

    Vor Durchführung eines Herzkatheters sollte genau überlegt werden, ob und welche nicht- invasive Untersuchung für die weitere Planung der Therapiestrategie des individuellen Patienten hilfreich ist.

    Dazu sind sowohl die genaue Anamnese, die Befunde und die Konstitution des Patienten in Betracht zu ziehen wie auch die Kenntnis der Vor- und Nachteile der einzelnen Methoden erforderlich.

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  • Patienten mit Bradykardie

    Bei Verdacht auf Bradykardie ist eine passende Form der EKG-Dokumentation zu wählen. Reversible Ursachen sind auszuschließen bzw. zu behandeln.

    Indikation zur Schrittmacher-(SM-)Therapie: Bei einem Sinusknotensyndrom ist eine eindeutige Symptom-Bradykardie-Korrelation oder eine Pause > 6 Sekunden für eine SM-Implantation gefordert. Infrahisäre AV-Blockierungen sind – egal ob symptomatisch oder asymptomatisch – eine klare SM-Indikation.

    Die Antikoagulation betreffend ist zu beachten: orale Antikoagulation und SM-Implantation → kein Heparinbridging.

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  • Perkutane Koronarintervention vs. Placebo bei stabiler Angina Pectoris

    Die Verringerung der Symptomlast bei Patienten mit stabiler Angina Pectoris ist das erklärte Ziel der perkutanen Koronarintervention (PCI). Zahlreiche Beobachtungen aus der Praxis zeigten, dass dieses Ziel mit dem Eingriff scheinbar auch erreicht wird.

    Anders die aktuelle ORBITA-Studie: Hinsichtlich der symptomatischen Wirkung – gemessen an der Verbesserung der körperlichen Belastungsfähigkeit – konnte kein signifikanter Unterschied zwischen echter PCI und PCI-Simulation nachgewiesen werden.

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  • Indikation zur Koronarangiografie nach Reanimation

    Herz-Kreislauf-Stillstände sind auch ohne Nachweis von ST-Strecken-Hebungen im EKG häufig auf eine koronare Perfusionsstörung zurückzuführen.

    Die Indikation zur invasiven Koronarangiografie reanimierter Patienten sollte deshalb bei Fehlen signifikanter Komorbiditäten und offensichtlich nichtkardialer Ursachen sehr großzügig gestellt werden.

    Die akute Durchführung einer Koronarangiografie ist mit einer Verbesserung der Mortalität und des neurologischen Outcomes assoziiert.

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  • Behandlung von Aortenklappen-Erkrankungen

    Die Behandlung der Aortenstenose soll nur in Herzklappenzentren mit Chirurgie, interventioneller Kardiologie und ausreichender Bildgebungskompetenz durchgeführt werden.

    Chirurgische oder katheterbasierte Behandlung?
    – niedriges Risiko → chirurgischer Klappenersatz
    – hohes Risiko→ Chirurgie oder TAVI
    – inoperable Patienten mit nachweislichem Benefit→ TAVI

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  • Mitralklappe: Neues aus den ESC/EACTS-Guidelines 2017

    Das „Heart Team‟ wird erstmals in den ESC/EACTS-Guidelines eingeführt und definiert sowie ein „Heart Valve Center‟ als Referenzzentrum gefordert.

    Die Operationsempfehlung bei asymptomatischer Mitralinsuffizienz wird auf Klasse IIa („should be considered‟) hochgestuft.

    Eine interventionelle Edge-to-Edge-Plastik für inoperable Patienten und solche mit Höchstrisiko wird bedingt empfohlen (Klasse IIb; „may be considered‟).

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  • Die lange vergessene Trikuspidalklappe

    Die Beurteilung der Trikuspidalklappeninsuffizienz (TI) beschränkt sich nicht ausschließlich auf das Ausmaß der Insuffizienz, sondern zieht Ringdilatation und Koaptationsstörung der Segel mit ein.

    Was den Zeitpunkt der Operation betrifft, gilt: je früher, desto besser.

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  • Die Pulmonalklappe im Blickpunkt

    Primäre hämodynamisch relevante Pulmonalklappenvitien bei Erwachsenen sind sehr selten. Meist sind sie angeboren und manifestierensich klinisch schon im Kindesalter.

    Die Therapie der Wahl bei Pulmonalklappenstenosen ist die Ballondilatation, bei Pulmonalklappeninsuffizienz oder kombinierten Vitien die perkutane Klappenimplantation. Dies gilt auch für degenerierte Homografts in Pulmonal-klappenposition bei Zustand nach Ross-Operation wegen Aortenklappenstenose.

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  • Venöse Thromboembolie

    Die venöse Thromboembolie (VTE) ist die dritthäufigste kardiovaskuläre Todesursache.u Für die Behandlung der VTE sollten heutzutage bevorzugt direkte orale Antikoagulanzien (DOAK) verwendet werden.

    HOKUSAI VTE Cancer zeigt erstmals die Nichtunterlegenheit eines DOAK gegenüber der Standardtherapie mit niedermolekularem Heparin in der Behandlung der tumorassoziierten VTE.

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  • Lysetherapie – Indikationen bei Pulmonalembolie

    Bei einer Pulmonalembolie mit Schock oder Hypotonie (= Hochrisikogruppe) sollte unmittelbar eine Reperfusion, in den meisten Fällen mittels systemischer Lysetherapie, durchgeführt werden.

    Für Patienten mit intermediär hohem Risiko stehen heute systemische und kathetergesteuerte Lysetherapien mit reduzierter Dosis zur Verfügung, deren zu erwartender Benefit sorgfältig gegen das Blutungsrisiko abgewogen werden muss.

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  • KHK – eine „Vaskulitis“-Erkrankung

    Atherosklerose ist eine inflammatorische Erkrankung.

    Canakinumab ist der erste antiinflammatorische Antikörper, der eine Reduktion kardiovaskulärer Ereignisse bei Patienten nach Myokardinfarkt bewirken konnte.

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  • Management von septischen kardiologischen Patienten

    Die Sepsis ist eine lebensbedrohliche Organdysfunktion, hervorgerufen durch eine fehlregulierte Wirtsantwort auf eine Infektion.

    Das Herz zeigt häufig eine reversible septische myokardiale Dysfunktion. Vorbeste­hende Herzerkrankungen verstärken die Folgen dieser Funktionsstörung.

    Eine koronare Herzerkrankung kann z. B. zu einem regionalen Sauerstoffdefizit beitragen, eine Herzinsuffizienz oder Klappenerkrankungen können raschzu einem Mischbild eines kardiogenen und septischen Schocks führen.

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  • Apixaban (Eliquis®) – Orale Antikoagulation: Alter, Multimorbidität und Polymedikation

    Viele Patienten mit nichtvalvulärem Vorhofflimmern, die eine orale Antikoagulation benötigen, sind älter, polymorbid und/oder stehen unter Polymedikation. Dennoch können sie von einer Therapie mit Apixaban im Vergleich zu Warfarin profitieren.

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  • Device-Infektionen

    Cardiac-implantable-electronic-Device-(CIED-)Infektionen sind potenziell lebens­bedrohliche Komplikationen, die den Patienten lange hospitalisieren und sehr hohe Kosten verursachen.

    Die Beachtung relevanter Risikofaktoren und die Umsetzung scheinbar einfacher Maßnahmen senkt das perioperative Risiko für Infektionen nach Herzschrittmacher- oder Defibrillator-Implantationen deutlich.

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  • Chirurgischer Herzohrverschluss im Rahmen von Operationen

    PRO

    Das linke Herzohr bei Patienten mit Vorhofflimmern steht in direktem Zusammenhang mit der Entstehung von Thromben. Eliminiert man das Herzohr, entfernt man zugleich die Quelle für thrombembolische Ereignisse.

    CONTRA

    Das Herzohr ist mehr als nur ein Anhängsel des linken Vorhofes, es hat eine endokrine und hämodynamische Bedeutung, z. B. als wichtiger Ort für die Ausschüttung natriuretischer Peptide.

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  • Der tragbare Kardioverter-Defibrillator

    Der tragbare Kardioverter-Defibrillator (WCD) gilt als potenzieller temporärer Schutz vor plötzlichem Herztod bei Patienten, bei denen die Indikation zur ICD-Implantation noch nicht endgültig gesichert ist oder eine temporäre Kontraindikation zur ICD-Implantation vorliegt.

    Das österreichische WCD-Register hat bisher 720 Patienten erfasst und konnte u. a. eine adäquate WCD-Schockrate von 3,5 % bei einer medianen Tragedauer von 55 Tagen zeigen.

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  • Update: renale Denervation

    Nach positiven Ergebnissen im Tiermodell und in nichtkontrollierten klinischen Studien galt die katheterbasierte renale Sympathikus-Denervation als Hoffnungsträger, um therapeutische Hürden (Polypharmazie, Inadhärenz) zu überwinden.

    Die SPYRAL-HTN-OFF-MED-Studie konnte erstmals einen methodisch validen Nachweis der Effektivität dieser Prozedur erbringen, die klinische Anwendbarkeit wird dennoch kontrovers diskutiert.

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  • Kardiologie-Facharztausbildung in 6 Jahren

    Mit der neuen Ärzte-Ausbildungsordnung (ÄAO2015) verkürzt sich die Ausbildung zum Kardiologen von 8–9 Jahren auf 6 Jahre.

    Erste Erfahrungen zeigen sowohl Vorteile als auch Herausforderungen der neuen Ausbildungsordnung.

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  • Aus der Sicht der Assistenzärztin

    Ausbildungsordnung „Innere Medizin und Kardiologie“ Nach der neuen Ausbildungsordnung soll der junge Arzt nach einer „Basisausbildung“, die sich aus 6 Monaten Interne und 3 Monaten Allgemeinchirurgie zusammensetzt, seine weitere Spezialisierung auswählen. In der Rudolfstiftung ist im Rahmen der „Sonderfach-Grundausbildung“ für…

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  • Disease-Management-Programme bei Patienten mit Herzinsuffizienz in Österreich

    Disease-Management-Programme (DMP) für Herzinsuffizienz sind multidisziplinäre Versorgungssysteme, die international empfohlen werden.

    Tirol, Salzburg, Linz und Krems nützen derartige DMP, um die Betreuung von Patienten mit Herzinsuffizienz zu optimieren.

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  • Scientific Session of the American Heart Association 2017

    Die neuen ACC/AHA-Richtlinien zur Diagnose und Behandlung von Hypertonie legen die Grenze für erhöhten Blutdruck mit 120 mmHg (systolisch) bei einem diastolischen Wert bis 80 mmHg fest, während die neue Definition für Hypertonie ab 130 mmHg (systolisch) bzw. ≥ 80 mmHg (diastolisch) gilt.

    Die Verwendung von neuen oralen Antikoagulanzien wächst stetig und erlaubt eine kurze Unterbrechung antikoagulierender Behandlung für perioperative Eingriffe bei Patienten, die kein erhöhtes Risiko für Schlaganfall aufweisen.

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  • Die intestinale Mikrobiota und kardiovaskuläre Erkrankungen

    In die Pathogenese und Progression kardiovaskulärer Erkrankungen sind zahlreiche Faktoren wie Atherosklerose, Dyslipidämie, Übergewicht, Hypertonie und Rauchen involviert.

    Zunehmend wird auch der potenzielle Einfluss der intestinalen Mikrobiota auf das kardiovaskuläre Risiko erkannt.

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  • 2. Science Summit Kardiologie – 27. Jänner 2018, Wien: garantiert „keine alten Bärte“

    Neue Erkenntnisse aus der klinischen Forschung im Bereich der Kardiologie sowie deren Konsequenzen für Diagnose und Therapie werden beim 2. Science Summit Kardiologie präsentiert. Details zur Veranstaltung verrät der wissenschaftliche Leiter Prim. Priv.-Doz. Dr. Georg Delle Karth im Gespräch mit UNIVERSUM INNERE MEDIZIN.

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  • Vorhofflimmern – Frequenz oder Rhythmus?

    Soll Vorhofflimmern (VHF) frequenzkontrolliert oder eine Konversion und Aufrecht­erhaltung des Sinusrhythmus angestrebt werden? Diese Entscheidung ist für jeden Patienten individuell zu treffen.

    Für den Kampf um den Sinusrhythmus mittels Kardioversion, Antiarrhythmika und Ablationsbehandlung spricht eine ausgeprägte Symptomatik im VHF, eine unauffällige Echokardiografie und eine hohe Erfolgswahrscheinlichkeit der Therapie.

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  • Arterielle Hypertonie im Alter

    Der Blutdruck ist im Alter starken Schwankungen unterworfen. Bis zu einem Drittel der alten Patienten haben eine Weißkittelhypertonie, aber auch maskierte Hypertonie ist nicht selten.

    Das Therapieziel für den Altersbereich 65 bis 80 Jahre sowie für fitte über 80-Jährige (mit systolischem Ausgangsblutdruck ≥ 160 mmHg) liegt bei einem Ordinationsdruck von 140 bis 150 mmHg.

    Medikamentenwahl: Grundsätzlich kann im Alter – unter Berücksichtigung von Komorbiditäten – jedes Antihypertensivum eingesetzt werden.

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  • Kardiovaskuläre Prävention bei Typ-2-Diabetes und metabolischem Syndrom

    Antihyperglykämische Therapie: Empagliflozin, Canagliflozin, Liraglutid und Semaglutid verbessern das kardiovaskuläre Outcome.

    Lipidmanagement: Der CETP-Inhibitor Anacetrapib senkt schwere koronare Ereignisse signifikant (9 %). Der siRNA-basierte Lipidsenker Inclisiran bewirkt eine LDL-Senkung um 46,8 %.

    Lebensstilmodifikation: höhere Fettzufuhr ist mit geringerem Mortalitätsrisiko assoziiert.

    Antikoagulation: Die Kombination von Aspirin und Rivaroxaban führt zu einer Verbesserung des kardiovaskulären Outcomes.

    Antiinflammatorische Therapie: Canakinumab senkt kardiovaskuläre Ereignisse (MACE) signifikant um 15 %.

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  • Radikale Cholesterinsenkung zur Prävention kardiovaskulärer Ereignisse

    Sehr niedrige LDL-C-Werte (< 20 mg/dl) erweisen sich als vorteilhaft und frei von Nebenwirkungen.

    Auch Schlaganfallpatienten profitieren von einer zusätzlichen PCSK9-Hemmer-Therapie.

    Erstmals wurde eine Cholesterinester-Transferprotein-Inhibitor-Studie mit positivem Ausgang präsentiert.

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  • Arrhythmien im Fokus

    CASTLE-AF: Die Katheterablation verbessert die Prognose von Patienten mit Vorhofflimmern (VHF) und Herzinsuffizienz (HI).

    EMANATE: Auch Apixaban kann sicher und effektiv in der Kardioversion von Patienten mit VHF eingesetzt werden.

    IMPACT-AF: Ein intensives Schulungsprogramm kann die Adhärenz zur Antikoagulation verbessern.

    CAPTAF: Die Katheterablation verbessert die Symptomatik von VHF-Patienten auch dann, wenn die VHF-Dauer nicht signifikant beeinflusst ist.

    REHEARSE-AF: Regelmäßige Übermittlung kurzer EKG-Streifen ist eine effektive Maßnahme im Screening für asymptomatisches VHF.

    RACE 3: Eine konsequente Therapie von Risikofaktoren („upstream therapy‟) kann bei HI-Patienten VHF verhindern.

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  • Highlights aus der Hypertensiologie

    Renale Denervierung senkt den Blutdruck.

    Resistente Hypertonie ist häufig durch inadäquat hohes Aldosteron mit Volumenüberladung bedingt und kann dementsprechend gut mit einem kaliumsparenden Diuretikum behandelt werden.

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  • Neues zur pulmonalen Hypertension

    Neue medikamentöse Therapieoptionen bei PAH sind Ralinepag und inhalatives Stickstoffmonoxid (iNO).

    Bei nichtoperabler chronisch thromboembolischer pulmonaler Hypertension (CTEPH) führte subkutanes Treprostinil nach 6 Monaten zu einer Verbesserung der Gehstrecke um 45 Meter.

    Die prognostische Relevanz rascher klinischer Verschlechterung wurde in einer neuen Analyse der zwei größten Medikamentenstudien bestätigt.

    Die perkutane interventionelle Revaskularisierung der Pulmonalarterien bei akuter und chronischer Pulmonalembolie wird in Zukunft eine wichtige Rolle spielen.

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  • Neuigkeiten zur Herzchirurgie

    Stationäre Wiederaufnahmen sind in der Koronarchirurgie nicht selten, wobei die Inzidenz von vorbestehenden Komorbiditäten und perioperativ aufgetretenen Komplikationen abhängt.

    Revaskularisation bei Typ-1-Diabetes: Das Outcome nach Bypassoperation ist deutlich besser im Vergleich zur PCI.

    Neurologische Komplikationen: Der prophylaktische Verschluss des linken Herzohres kann zu einer Verminderung der zerebralen Ereignisse nach elektiver Herzoperation führen.

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  • Die neuen STEMI-Guidelines der ESC

    Die 2017 erschienene ESC-Leitlinie zum Myokardinfarkt mit ST-Hebung (STEMI) enthält ein klares und vereinfachtes Behandlungskonzept für STEMI-Patienten.

    „Alte‟ interventionelle Techniken wurden weitgehend abgelöst (BMS, femoraler Zugang) und sind lediglich speziellen Situationen vorbehalten.

    „The lower the better‟: LDL-Cholesterin ist ein wesentlicher kardiovaskulärer Risikofaktor und sollte im Rahmen der Sekundärprävention so weit wie möglich gesenkt werden (Kombinationstherapie bei Hochrisikopatienten).

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  • Angeborene Herzkrankheiten

    Erwachsene mit angeborenem Herzfehler (EMAH) können auch nach Korrektur­operationen oft komplexe pathophysiologische und anatomische Verhältnisse aufweisen, die spezielles Wissen für die richtige Behandlung erfordern.

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  • Serie: Kardiologische Register – Tako-Tsubo-Register Österreich

    Extremer emotionaler und physischer Stress können eine Tako-Tsubo-Kardiomyopathie – auch als „Broken-Heart-Syndrom‟ bekannt – auslösen.

    Die Symptome sind ähnlich jenen eines Herzinfarktes, allerdings erweist sich die Darstellung der Koronarien in der Angiografie als unauffällig.

    Ein nationales Tako-Tsubo-Register befindet sich im Aufbau.

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  • Polypharmakologie – ist mehr immer besser?
  • Duale Antiplättchentherapie nach Koronarstentimplantation

    Die aktuellen Leitlinien erlauben eine Flexibilisierung der Verschreibungsdauer einer dualen Antiplättchentherapie nach Koronarstentimplantation.

    Eine Verlängerung oder Verkürzung kann im Einzelfall individuell in Abhängigkeit von Ischämie- und Blutungsrisiko erfolgen.

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  • Psychopharmaka bei kardial kranken Patienten

    Antidepressiva, Antipsychotika und Antidementiva sind nur nach ausführlicher Anamnese und Indikationsstellung zu verschreiben.

    Die Gefahr für Torsade de Pointes (TdP) und plötzlichen Herztod ist am ehesten bei der Einnahme von trizyklischen Antidepressiva und Antipsychotika der älteren Generation gegeben; bei den übrigen Medikamenten spielen die Dosis und zusätzliche Risikofaktoren eine Rolle.

    Empfohlen sind regelmäßige EKG-Kontrollen (QTc > 500 ms = Risikofaktor für TdP), Laborkontrollen von Elektrolyten und Stoffwechselparametern.

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  • Kardiologie – Hot Topics 2017

    Personalisierte Kardiologie: Biomarker leisten schon heute einen wichtigen Beitrag zur individualisierten Diagnostik und Therapie, Gentests gewinnen an Bedeutung.

    Vorhofflimmern ist die häufigste Schlaganfall-Ursache, ein gezieltes Screening-Programm würde Leben retten und Kosten sparen.

    Vor 40 Jahren wurde zum ersten Mal ein Herzkatheter-Eingriff durchgeführt.

    LDL-Cholesterin ist mehr als ein Biomarker und ist ursächlich an der Entstehung der Arteriosklerose beteiligt.

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  • Neue Daten zum Loop-Rekorder

    Der implantierbare Loop-Rekorder (ILR) hat einen festen Platz in der Synkopen-Abklärung.

    Zur Detektion von Vorhofflimmern kann der ILR nach einer Katheter-Ablation eingesetzt werden.

    Laut Richtlinien kann der ILR nun auch bei Patienten nach TIA/Insult eingesetzt werden.

    Der ILR ist ein wertvolles Werkzeug bei der zunehmend interdisziplinären Beurteilung des Risikos für ventrikuläre Arrhythmien bei Kardiomyopathien.

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  • Das österreichische Ablationsregister

    Die Katheterablation von tachykarden Herzrhythmusstörungen ist eine wichtige kurative Therapieform für Patienten mit diesen Erkrankungen.

    Die Daten des österreichischen Ablationsregisters spiegeln letztlich die zunehmende Prävalenz dieser Erkrankungen (v. a. des Vorhofflimmerns), die zunehmende Bedeutung der Ablation als Therapieform, aber auch die spezifischen Probleme in Österreich (geringe Katheterplatzkapazitäten mit konsekutiv verlängerten Wartezeiten für Patienten sowie geringe Zahl an Elektrophysiologen) wider.

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  • Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie 2017

    Take-Home-Messages von der heurigen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie:

    Europaweit werden in Deutschland die meisten Vorhofflimmerablationen durchgeführt. Diese tragen nicht zur Schlaganfallverhütung bei, weshalb die orale Antikoagulation nach Ablation beibehalten werden sollte.

    Der interventionelle Herzohrverschluss ist eine Option für Vorhofflimmer-Patienten, bei denen eine orale Antikoagulation kontraindiziert ist. In Zusammenhang mit dieser Technologie gibt es noch viele offene Fragen.

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  • Highlights vom Heart Failure Congress 2017

    Beim Heart Failure Congress 2017 wurde das Neueste zur akuten und chronischen Herz­insuffizienz (HI) präsentiert.

    Akute HI:
    – negative Studienergebnisse der Vasodilatatoren Serelaxin und Ularitid
    – Die Wirksamkeit von Bromocriptin bei der Peripartum-Kardiomyopathie wurde neuerlich unter Beweis gestellt.

    Chronische HI:
    – Reine Herzfrequenzsenkung durch Ivabradin bei HFpEF blieb ohne Effekt auf klinische Endpunkte.
    – Eine Metaanalyse zur i. v. Eisentherapie bei HI und Eisenmangel resultierte in ein signifikanten Reduktion von HI-bedingten und kardiovaskulären Hospitalisierungen.
    – Patienten mit der Diagnose HFmrEF zeigen ähnliche Charakteristika wie HFrEF-Patienten.
    – SGLT-2-Hemmer reduzieren HI-bedingte Hospitalisierungen.

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  • Herzinsuffizienz-Register Österreich (HIR Austria)

    Das Herzinsuffizienz-Register Österreich (HIR Austria) liefert Informationen zur Versorgungsrealität der Herzinsuffizienz in Österreich und dient der Qualitätskontrolle.

    Registerdaten und davon abgeleitete Erkenntnisse haben bereits praktisch relevante Konsequenzen (z. B. Einrichtung von DMP, Ausbildung von „HI-Schwestern‟ und umfangreiche Schulungsprogramme) nach sich gezogen.

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  • PCSK9-Inhibitoren – Cholesterinsenkung über derzeitige Zielwerte hinaus

    PCSK9-Inhibitoren ermöglichen eine zusätzliche LDL-C-Senkung um ca. 60 % und stellen damit eine wesentliche Erweiterung der Therapieoptionen dar.

    Mit der FOURIER-Studie liegen nun kardiovaskuläre Sicherheitsdaten für diese Substanzklasse vor.

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  • Versorgungsprogramme bei Herzinsuffizienz

    Disease-Management-Programme (DMP) haben sich in der Versorgung chronischer Erkrankungen wie der Herzinsuffizienz (HI) als äußerst effektiv erwiesen.

    Stärkung der Eigenkompetenz und multidisziplinäre Netzwerkversorgung tragen zu einer Verbesserung der Lebensqualität und Senkung der Krankenhausaufnahmen sowie der damit assoziierten Kosten bei.

    HerzMobil Tirol ist das erste DMP für HI, das in Österreich in die Regelversorgung übernommen wurde.

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  • Ein klassischer Fall für ARNI: Der multimorbide Patient mit Herzinsuffizienz

    Angiotensin-Rezeptor-Neprilysin-Inhibitoren (ARNI) verbessern das kardiovaskuläre Outcome bei Patienten mit Herzinsuffizienz.

    Die Wirksamkeit ist unabhängig von Nierenfunktion, Diabetes, Hypertonie und davon, welche Begleittherapie verwendet wird.

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  • Subkutan implantierbarer Kardioverter-Defibrillator

    Transvenöse ICD (implantierbare Kardioverter-Defibrillatoren) sind technisch ausgereift und als Ein- bis Dreikammersysteme mit differenzierter Rhythmustherapie verfügbar; ihre Schwachstelle ist die endovenöse Elektrode.

    Subkutane ICD verschonen das venöse Gefäßsystem, sind jedoch nur reine „Schocker‟, relativ groß und sehr teuer.

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  • Weniger Langzeitkomplikationen durch Leadless Pacing

    Leadless pacemakers wurden entwickelt, um die Probleme konventioneller Herzschrittmacher (z. B. Infektionen, Dislokationen) zu überwinden.

    Die Langzeitkomplikationsraten wurden signifikant gesenkt, so die ermutigenden Ergebnisse der ersten großen Studien mit leadless pacemakers.

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  • Katheterablation bei ventrikulären Tachykardien

    Neben supraventrikulären Rhythmusstörungen können mittlerweile auch ventrikuläre Tachyarrhythmien (VT) suffizient mittels Katheterablation behandelt werden – spezielle technische Hilfsmittel und eine umfassende Expertise des Untersuchers vorausgesetzt.

    Trotz großer Fortschritte auf dem Gebiet der VT-Ablation ist die Rezidivwahrscheinlichkeit aber noch immer höher als bei der Ablation supraventrikulärer Tachykardien.

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  • Nichtinvasive koronare Diagnostik

    Über die bestmögliche Nutzung nichtinvasiver Bildgebung entscheiden Risikostratifizierung, Patientenselektion sowie lokale Verfügbarkeit und Expertise.

    Technische Neuerungen zeigen einen Trend zur anatomischen Abklärung, die mittels Hämodynamiksimulation einen entscheidenden Vorteil bringen könnte.

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  • Perkutane Koronarintervention als Alternative zum Bypass

    Für die Mehrheit der Patienten mit einer nichtgeschützten Hauptstammintervention und einem SYNTAX-Score von ≤ 32 ist die perkutane Koronarintervention (PCI) einer Bypassoperation gleichwertig, so die aktuelle Studienlage.

    Vorteile der PCI: kürzerer Krankenhausaufenthalt und schnellere Genesung. Nachteil: höhere Wahrscheinlichkeit einer ischämiegetriebenen neuerlich notwendigen Revaskularisation.

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  • Bioresorbierbare Vascular Scaffolds

    Das Konzept der bioresorbierbaren Koronargefäßstützen (BVS) erscheint hochinteressant und attraktiv. Laut rezenten Studiendaten wurden die ersten Erwartungen in randomisierten Studien jedoch nicht erfüllt.

    Strenge Implantationsprotokolle sind der Schlüssel zur geforderten Langzeitsicherheit.

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  • Konservatives Management der PAVK

    Für PAVK-Patienten besteht ein deutlich erhöhtes kardiovaskuläres Risiko.

    Das konservative Management umfasst:

    • die medikamentöse Sekundärprophylaxe mit Statinen, ACE-Hemmern/AT-Blockern sowie Thrombozytenaggregationshemmern;
    • ein angeleitetes, strukturiertes Gehtraining (bei Patienten mit aorto-iliakaler PAVK und Claudicatio intermittens ist die Effektivität gut belegt);
    • Nikotinkarenz als eine der wichtigsten Maßnahmen.
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  • Häufige Notfälle bei Erwachsenen mit angeborenen Herzfehlern

    Die Zahl der Erwachsenen mit angeborenen Herzfehlern und somit Notaufnahmen dieser Patienten nehmen ständig zu.

    Für etwa zwei Drittel aller Notfälle sind Rhythmusstörungen und Herzinsuffizienz verantwortlich.

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  • Endokarditisprophylaxe bei Vitien und nach Klappenersatz

    Eine Endokarditisprophylaxe mit Antibiotika sollte nur bei Patienten mit dem höchsten Risiko sowie bei zahnärztlichen Eingriffen mit dem höchsten Risiko erwogen werden.

    Neben der eventuellen Gabe von Antibiotika kommt der Mundhygiene und anderen Basismaßnahmen bei der Verhinderung von Bakteriämien eine wichtige Rolle zu.

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  • TAVI: Welche Bildgebung brauchen wir?

    Die Bildgebung vor Transkatheter-Aortenklappenimplantation (TAVI) spielt eine wesentliche Rolle in der Erhöhung der Vorhersehbarkeit der Implantation und der Verbesserung des klinischen Outcomes.

    Drei wichtige Bildgebungsmodalitäten kommen, meist kombiniert, zum Einsatz:
    – CT-Angiografie
    – Echokardiografie (inklusive 3-D-TEE)
    – herkömmliche Angiografie (in Akutsituationen).

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  • Echokardiografie beim MitraClip®-Verfahren

    Die Echokardiografie mit ihren verschiedenen Modalitäten wird periprozedural eingesetzt zur:
    – Patientenselektion
    – Evaluierung des Resultats

    Zur Führung des MitraClip®-Verfahren ist die 2D- und 3D-TEE unerlässlich.

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  • Kardiale Magnetresonanztomografie

    Die kardiale Magnetresonanztomografie (CMR) hat sich als wichtiges nichtinvasives Verfahren zur Abklärung und Diagnose zahlreicher kardialer Erkrankungen (z. B. Myokarditis und Kardiomyopathien) etabliert.

    Darüber hinaus hat die CMR auch wertvolle prognostische Aussagekraft.

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  • 3-D-Printing in der Kardiologie

    3-D-Printing in der Kardiologie geht weit über eine bessere Visualisierung kardialer Strukturen hinaus.

    Die Technik hilft,
    – komplexe Eingriffe individuell zu planen,
    – Risiken zu minimieren,
    – die Qualität zu kontrollieren,
    – Aus- und Weiterbildung in der kardiovaskulären Spitzenversorgung zu unterstützen.

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  • Serie: Kardiologische Register – Das österreichische Akut-PCI-Register

    Das Um und Auf in der Versorgung von Myokardinfarkten sind eine standardisierte antithrombotische Begleittherapie und eine möglichst geringe Zeitverzögerung von Schmerzbeginn bis zur Reperfusion im Herzkatheterlabor.

    Sogenannte Real-World-Daten aus großen Registern helfen uns dabei, diese Prozesse für unsere Patienten zu optimieren.

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  • Tiefere Blutdruckziele – SPRINT widerlegt sich selbst

    Die SPRINT-Studie untersuchte zwei verschiedene systolische Blutdruckzielwerte bei Patienten mit erhöhtem kardiovaskulären Risiko: < 120 mmHg (intensivierte Therapie) und < 140 mmHg (Standardtherapie).

    Die Studie wurde vorzeitig gestoppt, weil der primäre Endpunkt (kardiovaskulärer Tod, Myokardinfarkt, akutes Koronarsyndrom, Schlaganfall, Herzinsuffizienz) in der intensivierten Gruppe signifikant seltener auftrat.

    In der Folge wurden weltweit Überlegungen angestellt, die Empfehlungen zu Blutdruckzielwerten abzusenken. Was in der Originalpublikation allerdings diskret verschwiegen wurde: Die Art der Blutdruckmessung entsprach nicht der in solchen Studien bisher üblichen.

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  • Neue Guidelines zur Herzinsuffizienz

    Basierend auf einer Evaluation der individuellen Wahrscheinlichkeit einer Herzinsuffizienz (HI) wurde ein neuer diagnostischer Algorithmus vorgeschlagen.

    Zusätzlich zur HI mit reduzierter bzw. erhaltener Auswurffraktion gibt es nun eine weitere Kategorie: HI mit mittlerer Auswurffraktion (HFmrEF).

    Von unmittelbar praktischer Bedeutung ist die Aufnahme von Sacubitril-Valsartan in die Therapieempfehlungen.

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  • Was ist neu in den Vorhofflimmer-Guidelines 2016?

    Die neuen ESC-Leitlinien zum Management von Patienten mit Vorhofflimmernwurden erstmals interdisziplinär von Kardiologen, Elektrophysiologen, Herzchirurgen, Neurologen und spezialisierten Pflegepersonen verfasst.

    Ein integriertes Management bestehend aus der Akuttherapie, Behandlung von zugrundeliegenden Risikofaktoren, Antikoagulation, Frequenzkontrolle und Rhythmuskontrolle ist entscheidend, um Prognose und Lebensqualität zu verbessern.

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  • Klimawandel und kardiovaskuläre Krankheiten

    Die Thermoregulation und das Durstgefühl können durch verschiedene Medikamente beeinträchtigt werden.

    Besonders gefährdet sind Patienten mit neurologischen, psychiatrischen und kardiovaskulären Erkrankungen.

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  • Ablation ventrikulärer Arrhythmien

    Die VT-Ablation ist erwiesen effizient und sicher und sollte bei hochsymptomatischen Patienten mit rezidivierenden ventrikulären Arrhythmien frühzeitig zum Einsatz kommen.

    Die Genese der ventrikulären Arrhythmie entscheidet über die Komplexität des Eingriffes.

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  • Highlights aus der Hypertensiologie

    Bis zu 90 % aller kardiovaskulären Ereignisse könnten durch Blutdruck- und Lipidkontrolle vermeidbar sein.

    Die Debatte um niedrigere Blutdruckzielwerte aufgrund der SPRINT-Studie war kontroversiell.

    Interventionelle Verfahren zur Blutdrucksenkung setzen auf zahlreiche verschiedene Mechanismen. Zur Bestätigung erster positiver Resultate sind randomisierte Studien mit Scheineingriffen erforderlich.

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  • Aktuelle Leitlinien, Daten zu NOAK und neue Devices: Arrhythmien – neue Entwicklungen im Überblick

    DANISH-Studie: Die Implantation eines ICD reduzierte die Gesamtmortalität von Patienten mit nichtischämischer Kardiomyopathie nur unter 68 Jahre.

    Neue Leitlinien: Analog zu den sogenannten „Heart Teams‟ wird ein Vorhofflimmer-Team empfohlen, um komplexe Fragestellungen multidisziplinär zu besprechen.

    Wichtige Änderungen der Vorhofflimmer-Guidelines betreffen die Antikoagulation und den Stellenwert der Ablation.

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  • EMPA-REG-OUTCOME-Studie – was haben wir gelernt?

    Die EMPA-REG-Studie zeigte, dass eine Therapie mit Empagliflozin bei PatientInnen mit Typ-2-Diabetes und hohem kardiovaskulären Risiko die kardiovaskuläre Mortalität, die Gesamtmortalität und die Hospitalisierungsrate wegen Herzinsuffizienz senkt.

    Die verantwortlichen Mechanismen sind derzeit noch unklar. Als mögliche Kandidaten kommen osmotische Diurese, alternative RAAS-Aktivierung und gesteigerter myokardialer Ketonkörpermetabolismus in Frage.

    Derzeit laufende Studien werden zeigen, ob es sich um einen Substanzklasseneffekt oder eine selektive Empagliflozin-Wirkung in einer Hochrisikokohorte handelt.

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  • Neues bei Herzinsuffizienz

    DANISH und REM-HF: Nutzen von primärprophylaktischem ICD bei nichtischämischer Herzinsuffizienz mit reduzierter Auswurffraktion (HFrEF) und intensives Telemonitoring bei Device-Trägern fraglich.

    Neuerungen in den Herzinsuffizienz-Guidelines: Sacubitril/Valsartan für chronische HFrEF, neuer Algorithmus für akute Herzinsuffizienz, neue Empfehlungen bei Komorbiditäten.

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  • Ergebnisse der DANISH-Studie: Nichtischämische Herzinsuffizienz und Implantation von Defibrillatoren

    Die DANISH-Studie untersuchte den Nutzen einer prophylaktischen ICD-Implantation bei Patienten mit nichtischämisch bedingter Herzinsuffizienz.

    Das Ergebnis: Eine ICD-Therapie brachte keine signifikante Reduktion der Gesamtmortalität, nur in der Subgruppe der jüngeren Patienten (< 59 Jahre) zeigte sich ein Überlebensvorteil.

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  • Zentrales Thema: Sicherheit der DOAK-Therapie

    Registerdaten zeigen, dass Blutungen unter DOAK durchaus auftreten, speziell gastrointestinale.u Verschreibungspraxis in Österreich: Zahl der über 90-Jährigen unter DOAK stark gestiegen.

    Klare Empfehlungen zum Vorgehen bei Blutungen sind sinnvoll und existieren; Diskussion um Notwendigkeit eines Antidots unter Experten.

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  • Beschichtete oder unbeschichtete Stents bei akutem Koronarsyndrom?

    NORSTENT-Studie: Beschichtete Stents haben gegenüber reinen Metallstents auf lange Sicht zwar keinen Einfluss auf die Sterblichkeit der Patienten – die Mortalitätsrate ist zwischen den beiden Stenttypen vergleichbar –, Patienten mit beschichteten Stents müssen aber weniger oft einer Angiografie mit Revaskularisation unterzogen werden.

    ANTARCTIC-Studie: Nach GRAVITAS, TRIGGER PCI, ASCET und ARCTIC liegt mit ANTARCTIC die 5. negative Studie zur Plättchenfunktionsmessung vor, diesmal bei einem ACS-Kollektiv mit Blutungsrisiko, bei dem man sich bessere Ergebnisse einer Individualisierung der Antiplättchentherapie erwartet hätte.

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  • „ESC YOUNG COMMUNITY“ — Welche Möglichkeiten bieten sich für junge Kardiologen?

    Die „ESC Young Community‟ bietet Vernetzung, Interessenvertretung und vor allem Aus- und Fortbildung.

    Förderungen für klinische und wissenschaftliche Auslandsaufenthalte sowie ESC-Zertifizierungen bieten neue Möglichkeiten in einer vernetzten Welt.

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  • Neue ESC-Leitlinien: Prävention kardiovaskulärer Erkrankungen

    Prävention sowohl bei individuellen Risikopersonen als auch in der Gesamtbevölkerung.u Strikte Beachtung empfohlener Risiko-Grenzwerte, konsequente Intervention bei deren Überschreitung.

    Miteinbeziehung der Primärversorgung in das Gesamtkonzept der Prävention.

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  • Neue ESC-Leitlinien: Vorhofflimmern

    Fünf essenzielle Schritte im Management von Vorhofflimmern.u Neu: Screening nach „stummem‟ Vorhofflimmern und Gender-Aspekt.u Auslösende Faktoren und kardiale Erkrankungen (Echo) diagnostizieren.

    Einheitliche Klassifikation der Symptomatik durch EHRA-Score.

    Antikoagulation – primär mit NOAK, ASS hat keinen Stellenwert. Blutungsrisiken minimieren.

    Frequenzkontrolle – Medikamentenwahl je nach LV-EF (über oder unter 40 %).

    Rhythmuskontrolle – Antiarrhythmika (safety first), Katheterablation (patient choice).

    Bei komplexen Fällen Diskussion der Optionen im „AF-Heart-Team‟.

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  • Neue ESC-Leitlinien: Kardio-Onkologie

    Das Ziel der Zusammenarbeit von Kardiologen und Onkologen ist stets darin zu sehen, die lebensrettende Krebstherapie bei Tumoren zu ermöglichen.

    Der Einsatz von Echokardiografie während und nach Chemotherapien sowie der frühzeitige Beginn der Herzinsuffizienzmedikation kann dauerhafte Kardiotoxizität vermeiden und die Ventrikelfunktion im Verlauf verbessern.

    Überlebende von Krebserkrankungen müssen regelmäßig kardial nach-kontrolliert werden.

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  • „Optimierung der Primär- und Sekundärprävention mit PCSK-9-Inhibitoren“

    UIM: Was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten Entwicklungen der letzten Jahre auf dem Gebiet der Kardiologie? Roithinger: Zu den wichtigsten medizinischen Entwicklungen der jüngeren Zeit im Bereich der Kardiologie zählt die Etablierung von Angiotensin-Rezeptor-Neprilysin-Inhibitoren, wie Sacubitril-Valsartan in der Therapie…

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  • „Bessere Zusammenarbeit zwischen niedergelassenen Ärzten und Krankenhäusern“

    UIM: Was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten Entwicklungen im Bereich der Kardiologie? Stöllberger: Zu den wichtigsten medizinischen Entwicklungen der vergangenen Jahre zählen für mich die Anwendung der LifeVest, die Verbesserung der implantierbaren Loop-Recorder, die Darlegung der Nachteile und Limitierungen…

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  • Jahrestagung der Europäischen Gesellschaft für Hypertensiologie: Beiträge aus Österreich

    Die SPRINT-Studie wird nach wie vor kontrovers diskutiert. Österreichische Experten interpretieren die Ergebnisse positiv und empfehlen eine Senkung des systolischen Blutdrucks unter 130 mmHg.

    Österreichische Forschungsgruppen fanden klinisch bedeutsame Änderungen der Nierenarterienmorphologie nach renaler Denervation und etablierten ein Risikoscreening in Apotheken mittels Bestimmung des Gefäßalters.

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  • Herzinsuffizienz-Guidelines 2016: Was bleibt, was kommt …

    Mit dem Neprilysin-Inhibitor Sacubitril in Kombination mit Valsartan wurde ein neues Medikament in den Therapiealgorithmus der chronischen Herzinsuffizienz aufgenommen. Die kombinierte Angiotensin-Rezeptor-Neprilysin-Inhibition (ARNI) sollen symptomatische Patienten mit einer EF von unter 35 % erhalten (Klasse-Ib-Indikation).

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  • Kongress der Heart Failure Association 2016: Top-Highlight – die neuen Diagnose- und Behandlungsrichtlinien

    Das Top-Highlight des Herzinsuffizienz-Kongresses 2016 sind die neuen Empfehlungen zur Diagnose und Therapie der Herzinsuffizienz unter Inklusion von Angiotensin-Rezeptor-Neprilysin-Inihibitoren. Deren Einsatz ist allerdings an bestimmte Voraussetzungen geknüpft: Diese betreffen die Vortherapie, die Verträglichkeit von ACE-Hemmern/ARB und die NT-proBNP-Spiegel.

    Weitere Neuerungen beinhalten die initiale Kombinationstherapie mit Beta-Blocker und ACE-Inhibitor und eine stufenweise Evaluierung des Therapieerfolgs.

    In den neuen Diagnoseleitlinien wurde zur klareren Abgrenzung der Herzinsuffizienz mit eingeschränkter Pumpfunktion von jener mit erhaltener Pumpfunktion die Kategorie der Herzinsuffizienz mit mäßig reduzierter Pumpfunktion eingeführt (HFmrEF, Auswurffraktion 40–50 %).

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  • ESC-Guidelines 2016: Medikamentöse Therapie der systolischen Herzinsuffizienz

    Alle symptomatischen PatientInnen mit Herzinsuffizienz und reduzierter LVEF benötigen als Basistherapie einen ACE-Hemmer (bei Unverträglichkeit AT1-Rezeptorblocker) und Beta-Blocker, die in niedriger Dosierung langsam auf die empfohlene Maximaldosis gesteigert werden sollten.

    Weiterhin symptomatische PatientInnen profitieren von der additiven Gabe eines Mineralokortikoidrezeptor-Antagonisten. Diuretika sollten begleitend in der niedrigst erforderlichen Dosierung angepasst werden, um Euvolämie zu erhalten.

    Verbleiben PatientInnen unter dieser Basistherapie symptomatisch bzw. treten im Krankheitsverlauf neuerlich Symptome der Herzinsuffizienz auf, sind in Abhängigkeit von Grundrhythmus, der Breite der QRS-Komplexe bzw. der ACE-Hemmer-Verträglichkeit Behandlungen (auch in Kombination) mit Angiotensin-Rezeptor-Neprilysin-Inhibitoren, Ivabradin oder einem Device zur Resynchronisation indiziert.

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  • Pulmonale Hypertension – neue Guidelines: Wie hoch ist die Evidenz, dass SSRI Lungenhochdruck erzeugen?

    Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer: SSRI-Exposition in später Schwangerschaft – ab der 20. Schwangerschaftswoche, am besten untersucht für die letzten 90 Tage der Schwangerschaft – ist mit einem erhöhten Risiko für eine persistierende pulmonale Hypertension des Neugeborenen (PPHN) assoziiert.

    Das Risiko ist aber – anders, als frühere Studien vermuten ließen – gering: adjustierte Odds Ratio 1,28 (95%-KI 1,01–1,64).

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  • Migration und Hypertonie

    Aufgrund sprachlicher Barrieren und daraus resultierender mangelnder Kommunikation kann oft keine tragfähige Arzt-Patienten-Beziehung aufgebaut werden. Die verschriebene antihypertensive Therapie wird nicht oder nur unregelmäßig eingenommen.

    Migranten nutzen die Angebote des Gesundheitssystems anders, niedergelassene Hausärzte sind den meisten unbekannt.

    In Österreich gibt es bereits mehrere Gesundheitsprojekte, die das Gesundheits-bewusstsein der Migrantinnen und Migranten stärken wollen. Beispiele sind „Gesundheit kommt nach Hause‟, „Aktion Gesunde Seele‟ und „Gemeinsam fit in die Zukunft‟.

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  • Herzinsuffizienz mit erhaltener Linksventrikelfunktion

    Die Herzinsuffizienz mit erhaltener Linksventrikelfunktion (HFpEF) ist häufig und mit hoher Morbidität sowie Mortalität verbunden, dennoch steht nach wie vor keine anerkannte Therapiemöglichkeit zur Verfügung.

    Neben der Behandlung der Komorbiditäten sollte die Behandlung an spezialisierten Zentren mit Zugang zu neuesten Therapieansätzen im Rahmen klinischer Studien erfolgen.

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  • Editorial Kardiologie-Kongress Innsbruck 2016

    Der 18. Kardiologie-Kongress Innsbruck vom 3. bis 5. März mit mehr als 1.000 Besuchern stand ganz unter dem Eindruck der neuesten Erkenntnisse aus der Psychokardiologie zum Thema „Das Herz als Sitz der Seele“. Diesbezüglich konnten namhafte Experten gewonnen und folgende…

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  • Prä- und postoperatives Management zwischen Ordination und Spital: Was sagen die Leitlinien?

    Im Wesentlichen sind herzkranke Patienten vor nichtkardialen Operationen ähnlich den vorgegebenen Mustern und Leitlinien in Abklärung und Therapie Patienten ohne geplante Operation gleichzustellen.

    Besonderheiten gibt es in der individuellen Entscheidung bezüglich des Timings von Absetzen und Pausieren der (dualen) Plättchenhemmer- und Antikoagulan­zientherapie.

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  • Kardiovaskuläres Assessment nichtherzchirurgischer Patienten: Was ist bei den Anästhesieleitlinien anders?

    Das Weitergeben oder Absetzen perioperativer nichtanästhesiolgischer Medikamente muss im Vorfeld elektiver Operationen definiert werden.

    Für das Einschätzen des perioperativen Risikos müssen sowohl eingriffsspezifische als auch patientenspezifische Faktoren beachtet werden.

    Bei der Indikationsstellung von nichtinvasiven Testverfahren präoperativ müssen definitive Fragestellung, Machbarkeit, Konsequenz und das Problem einer etwaigen OP-Termin-Verschiebung beachtet werden.

    Für die invasive Testung vor elektiven Eingriffen gelten die gleichen Kriterien wie für nichtoperative Patienten.

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  • Postoperatives Management nach Gefäßoperationen

    Das komplexe gefäßchirurgische Patientengut bedarf aufgrund der multifokalen Manifestation der Arteriosklerose einer genauen präoperativen, insbesondere kardialen Abklärung.

    Die gerinnungshemmende Therapie sollte perioperativ möglichst nicht unterbrochen werden.

    Postoperativ sind neben einer optimalen Sekundärprophylaxe und Behandlung der Begleiterkrankungen bzw. Risikofaktoren kontinuierliche (meist jährliche) vaskuläre und kardiale Kontrolluntersuchungen erforderlich.

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  • Das Herz: „the most complex machine on earth“ Aktuelles aus der kardiovaskulären Intensivmedizin

    Die Fortschritte in der kardiovaskulären Intensivmedizin finden sich in der Summe kleiner Errungenschaften in der Therapie der akuten Herzinsuffizienz, die das dominierende Krankheitsbild in der kardiovaskulären Intensivmedizin darstellt.

    Die medikamentöse Therapie ist hocheffektiv und ließ die Mortalität der akuten Herzinsuffizienz in den letzten Jahrzehnten deutlich sinken.

    Extrakorporale Unterstützungssysteme werden diese hoffentlich weiter senken. Der feste Beweis dazu steht aber noch aus.

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  • Rhythmusstörungen auf der Intensivstation

    Die Rhythmusstörung der Intensivstation schlechthin ist das Vorhofflimmern, das sich anders verhält als bei ambulanten oder Notfallaufnahmepatienten.

    Gerade die kränksten der kritisch kranken Patienten sind oft nicht elektrisch kardiovertierbar.

    Sämtliche Fachgesellschaften empfehlen daher bei postoperativem Vorhofflimmern primär die Frequenzkontrolle mit β-Blockern und Kalziumantagonisten.

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  • Update: Diagnose und Therapie der akuten Herzinsuffizienz

    Prognostisch günstige Wirkung des Inodilatators Levosimendan bei myokardialem Pumpversagen.

    Extrakorporale Pumpensysteme können im therapierefraktären myokardialen Pumpversagen zum Ersatz des kardiorespiratorischen Systems eingesetzt werden.

    Endovaskuläre Pumpensysteme verbessern im kardiogenen Schock das Herzzeitvolumen und entlasten gleichzeitig das Myokard.

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  • Entresto® bei Herzinsuffizienz – Der Weg zum Paradigmenwechsel

    Entresto®, ein Angiotensin-Rezeptorblocker-Neprilysin-Inhibitor, könnte als erstes Präparat eine bestehende Therapie in der Herzinsuffizienz ersetzen. Wie umfangreich diese Veränderung sein wird, werden wir in den neuen Richtlinien erfahren.

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  • Infarktmanagement

    Die Mortalität bei Patienten mit akutem Koronarsyndrom ist nach wie vor sehr hoch. Ca. 30 % der Patienten mit ST-Hebungsinfarkt versterben prähospital, während die Letalität intrahospital in den letzten Jahren auf < 10 % gesenkt werden konnte.

    Demgegenüber ist die Mortalität bei NSTEMI-Patienten mit < 10 % niedriger, da sie meist das Krankenhaus lebend erreichen.

    Die hohen Sterbeziffern verdeutlichen, dass ein optimales Infarkt-management lebensrettend sein kann.

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  • KHK-Diagnostik 2016: Invasiv oder nichtinvasiv?

    Koronar-CT-Angiografie ist ein etablierter Gatekeeper zur invasiven Diagnostik.

    Plaque-Charakterisierung gewinnt neben der Stenosequantifizierung an Wert und kann vulnerable Läsionen vorhersagen.

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  • Ventrikuläre Arrhythmien und Prävention des plötzlichen Herztodes: Aktuelle Behandlungsrichtlinien

    Für die Mehrzahl der Patienten mit lebensbedrohlichen ventrikulären Arrhythmien stellt weiterhin der implantierbare Defibrillator (ICD) die wesentliche präventive Maßnahme dar. Das gilt auch für Patienten mit den insgesamt sehr seltenen Ionenkanalerkrankungen.

    Patienten mit ventrikulären Tachykardien ohne strukturelle Herzerkrankung können häufig kurativ mit Katheterablation behandelt werden. Auch bei Patienten mit Kardiomyopathien und ICD-Schocks kann wahrscheinlich die Prognose durch eine frühzeitige Katheterablation in spezialisierten Zentren verbessert werden. Zu hoffen ist, dass in Zukunft ausreichend Ressourcen für diese komplexe Therapie vorhanden sein werden.

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  • Pharmakologische Therapie bei ventrikulären Tachykardien

    Neben der Katheterablation und der Implantation eines Defibrillators ist die antiarrhythmische Therapie immer noch eine wichtige Säule in der Therapie von ventrikulären ­Tachykardien.

    Die Behandlung der Grunderkrankung und eine Langzeittherapie mit Beta-Blockern ist die Basis der medikamentösen Begleitmedikation bei ICD-Patienten.

    Bei häufigen adäquaten Tachykardien sollte in erster Linie auf eine Kombination aus Beta-Blocker und Amiodaron zurückgegriffen werden.

    Schließlich hat sich die Katheterablation von ventrikulären Tachykardien zu einer wichtigen therapeutischen Alternative bei Unwirksamkeit oder Nebenwirkungen des Antiarrhythmikums entwickelt.

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  • ICD-Therapie bei Kammertachykardien

    Implantierbare Defibrillatoren sind langjährig etabliert und haben eine gigantische technische Entwicklung durchgemacht.

    Mit den heutigen Möglichkeiten und einem gegenüber früheren Studien veränderten Patientenkollektiv bleiben Fragen offen. Das betrifft vor allem den Einsatz bei stabilen Kammertachykardien und/oder erhaltener Pumpfunktion sowie eine bessere Charakterisierung von Patienten in der Primärprophylaxe.

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  • Epikardiale Katheterablation von ventrikulären Tachykardien

    Die Katheterablation von ventrikulären Tachykardien (VT) ist ein hocheffektives Verfahren zur Reduktion ventrikulärer Tachykardien und bei ausgewählten Patienten erforderlich. Unterschiedliche diagnostische Möglichkeiten liefern hierzu Hinweise.

    Allerdings ist die epikardiale VT-Ablation ein anspruchsvolles Verfahren und sollte nur an erfahrenen elektrophysiologischen Zentren mit herzchirurgischem Back-up durchgeführt werden.

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  • Vaskulitis in der Kardiologie und Angiologie

    In der Kardiologie und Angiologie bei Erwachsenen sind v. a. die Takayasu-Vaskulitis, die Riesenzellarteriitis und die Panarteriitis nodosa von Bedeutung.

    Aufgrund des seltenen Auftretens besteht ein geringes Bewusstsein für diese Erkrankungen mit einer längeren Latenz bis zur richtigen Diagnose.

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  • Autoimmune Myokarditis/Kardiomyopathie

    Die Autoimmun-Myokarditis ist eine erregernegative myokardiale Entzündung mit oder ohne Nachweis kardialer Antikörper.

    Die Diagnostik beinhaltet neben der Klinik vor allem auch bildgebende Verfahren. Der nichtinvasive Goldstandard ist die Magnetresonanztomografie.

    Die Endomyokardbiopsie ist zwingende Voraussetzung zur Durchführung einer spezifischen Therapie.

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  • Highlight-Bericht: Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie

    3 Themen beinhaltet der Highlight-Bericht zur 82. DGK-Jahrestagung:

    Vorhofflimmern: Therapeutisch wird zunehmend die Katheterablation eingesetzt, die wichtigste Präventivmaßnahme ist die rechtzeitige Behandlung der Hypertonie. Körperliche Aktivität schützt vor der Entwicklung von Vorhofflimmern und verringert die Rezidiv­häufigkeit.

    Vorhofohrverschluss: 90 % der Thromben entstehen bei Vorhofflimmern im linken Herzohr, dessen Verschluss als Therapieoption diskutiert wird. Ein Problem im Langzeitverlauf sind mögliche Undichtigkeiten, „late leaks“.

    Tako-Tsubo-Kardiomyopathie: Ca. 2–3 % aller Patienten, die wegen eines akuten Koronarsyndroms koronarangiografiert werden, leiden an einer Tako-Tsubo-Kardiomyopathie. Symptome und EKG-Veränderungen sind ähnlich wie beim Myokardinfarkt, die Koronarangiografie zeigt jedoch keine relevanten Stenosen.

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  • Diastolische Herzinsuffizienz

    50 % aller HerzinsuffizienzpatientInnen haben eine noch erhaltene Linksventrikelfunktion.

    Die derzeitige Behandlung besteht aus der Therapie der Komorbiditäten in Kombination mit Gewichtsreduktion, körperlicher Aktivität und Diuretikagabe.

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  • Wie gefährlich ist die Hypertonie?

    Hypertonie ist gefährlich, auch als Risikofaktor für Herzinsuffizienz.

    Antihypertensive Therapien haben einen großen Effekt auf den Endpunkt Herzinsuffizienz: Hypertoniebehandlung heißt Herzinsuffizienz verhindern.

    Derzeit unterstützen neue Studiendaten ein Revival von altbekannten Medikamenten/Strategien: Amilorid + HCT sind in Kombination effektiv und stoffwechselneutral (Kalium, Glukose), Spironolacton evidenzbasiert eine gute Wahl bei unkontrollierter Hypertonie.

    „The lower the better …‟ könnte nicht nur für LDL-Cholesterin, sondern auch für den Blutdruck gelten, zumindest bis zu einem Zielwert von 120 mmHg (entsprechend den Ergebnissen der SPRINT-Studie).

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  • Tagung der AG Herzinsuffizienz 2016: Prävention kardialer Ereignisse bei Diabetespatienten

    Als Ansatz der personalisierten Medizin bei Diabetespatienten ist NT-proBNP ein guter Marker zur Charakterisierung jener Risikogruppen, die von einer kardiovaskulären Prävention profitieren können.

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  • Management von Vorhofflimmern beim hochbetagten Patienten

    Vorhofflimmern wird mit zunehmendem Alter häufiger, gleichzeitig steigen auch Embolie- und Blutungsrisiko.

    Der Einsatz neuer Antikoagulanzien erfolgt beim alten Menschen vermehrt, wobei in vielen Fällen Dosisadaptionen vorgenommen werden müssen oder die Verwendung noch gar nicht empfohlen wird.

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  • SPRINT-Studie: ein wichtiger neuer Puzzlestein in der Hypertonie-Therapie

    Intensive Blutdrucksenkung < 120 mmHg: relative Risikoreduktion um 25 % für Insult, Myokardinfarkt, Herzinsuffizienz, kardiovaskuläre Mortalität.

    Gesamtmortalität: relative Risikoreduktion um 27 %.

    Vertretbare Nebenwirkungsrate.

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  • Kardiologischer Fallbericht: Herz und Zahn und Haut und Haar

    Ein Syndrom, charakterisiert durch dilatative Kardiomyopathie, wolliges Haar und palmoplantare Keratose …

    Der Fallbericht von Univ.-Prof. Dr. Claudia Stöllberger wurde heuer bereits im International Journal of Cardiology publiziert.

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  • Auch gering ausgeprägte Herzschwäche kann zum plötzlichen Herztod führen

    Laut ESC/ACC/AHA-Richtlinien definiert eine LVEF ≤ 35 % die Grenze der ICD-Indikationsstellung zur Primärprävention des plötzlichen Herztodes.

    Eine hochgradig herabgesetzte LVEF ist ein guter Indikator für ein erhöhtes Gesamt­mortalitätsrisiko, jedoch nicht spezifisch prädiktiv für einen durch ventrikuläre Arrhythmien bedingten Tod.

    Folglich sollte die Empfehlung einer primär prophylaktischen ICD-Implantation bei allen Patienten mit LVEF < 50 % ausgesprochen werden.

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  • Eisenmangel bei Herzinsuffizienz: Behandelt wird nur jeder Zehnte

    Eisenmangel und Anämie können bei herzinsuffizienten Patienten zu erhöhter Sterblichkeit, reduzierter Leistungsfähigkeit und weiterer Verschlechterung der Lebensqualität führen.

    Empfohlen wird die regelmäßige Kontrolle der Eisenwerte und bei Bedarf die Substitution von Eisen – das geschieht im klinischen Alltag zu selten.

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  • Sondenlose Schrittmacher

    Sondenlose Schrittmacher vereinen Generator, Batterie und Interface zum Endokard in einem Gerät, das klein genug ist, um vollständig im rechten Ventrikel implantiert zu werden.

    Mit der klinischen Einführung wurde ein erster Schritt einer technologischen Entwicklung vollzogen, die die kardiale Gerätetherapie in Zukunft höchstwahrscheinlich revolutionieren wird.

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  • DOAK auf der Siegerstraße?

    Viele Probleme sind vermeidbar, wenn Patienten unter VKA-Therapie stabil im therapeutischen Bereich sind.

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  • Diagnostik der stabilen koronaren Herzkrankheit – Stellenwert der Ergometrie

    Eine ergometrische Belastungsuntersuchung gibt wertvolle Hinweise z. B. für das Blutdruck- und Herzfrequenzverhalten, belastungsinduzierte Rhythmusstörungen oder die Leistungsfähigkeit inklusive optimaler Trainingsbelastung.

    Zur Induktion von ischämieassoziierten Beschwerden mit entsprechenden transienten EKG-Veränderungen und somit Erhärtung der Verdachtsdiagnose „koronare Herzkrankheit‟ hat die Ergometrie bei einer mittleren Vortestwahrscheinlichkeit unverändert ihre Bedeutung und liefert prognostische Informationen.

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  • Abriss zu den wichtigsten Neuerungen: Pulmonal-arterielle Hypertension – die ESC-Richtlinien 2015

    Definition von pulmonal-arterieller Hypertension wurde überarbeitet (Lungengefäß­widerstand über 3 Wood-Einheiten aufgenommen), ebenfalls das Klassifikationsschema.

    Neuerungen finden sich auch zu den Diagnose- und Monitoring-Empfehlungen.

    Die Einstufung der Risikosubstanzen für eine PAH-Entwicklung wurde aktualisiert.

    Neue Substanzen mit Morbiditäts-/Mortalitätsdaten und Effektivität als Kombinationstherapien finden Eingang in den Behandlungsalgorithmus 2015.

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  • Ein altes, aber ungelöstes Problem: Neue Behandlungsstrategien bei Hypertonie

    Kaliumsparende Diuretika sind hervorragende Therapiealternativen bei arterieller Hypertonie.

    Die Kombination aus Amilorid und Hydrochlorothiazid hat bei Stoffwechselneutralität eine großartige antihypertensive Wirkung, auch als First-Line-Therapie.

    Spironolacton bringt 60 % der Patienten mit therapierefraktärer arterieller Hypertonie ins Ziel.

    Der Angiotensin-Rezeptor- und Neprilysin-Inhibitor LCZ-696 ist eine neue Therapiealternative in der Hypertonie.

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  • Medikamentöse Therapie und Therapiesteuerung: Neuerungen zur Herzinsuffizienz

    Neprilysin-Inhibitor LCZ696: in allen untersuchten Altersgruppen vergleichbar wirksam.

    In Metaanalyse belegter Benefit durch Therapie des Eisenmangels.

    Therapiesteuerung durch natriuretische Peptide verbessert harte Endpunkte.

    Bei Herzinsuffizienz und zentraler Schlafapnoe Servo-Ventilation nicht empfohlen.

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  • Arrhythmien – Neue Leitlinien und neue Entwicklungen

    Neue Leitlinien für die Therapie von Kammerrhythmusstörungen und zur Prävention des plötzlichen Herztodes: Wichtigkeit der Wartezeit vor ICD-Implantation nach Myokardinfarkt, der neu verfügbaren Devices (subkutaner ICD, Schockweste) in speziellen Situationen sowie der Autopsie und genetischen Testung nach plötzlichem Herztod.

    Erste, vielversprechende Ergebnisse für zweiten sondenlosen Schrittmacher (Nanostim®).

    5-Jahres-Daten der MANTRA-PAF-Studie: erwarteter Vorteil der Katheterablation vs. antiarrhythmische Therapie bei paroxysmalem Vorhofflimmern.

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  • Akutes Koronarsyndrom

    BACC-Studie mit hochsensitivem Troponin I: 0-1-Strategie verkürzt die Wartezeit in der Notaufnahme um 2 Stunden (von ca. 3 h auf 1 h).

    ALBATROSS-Studie mit Spironolacton: Insgesamt bringt der frühe Einsatz bei Infarktpatienten ohne Herzmuskelschwäche keinen Vorteil.

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  • London – Berlin – San Francisco: Neues zur Transkatheter- Aortenklappenimplantation (TAVI)

    TAVI nimmt zu: Derzeit werden 71.000 TAVI-Prozeduren pro Jahr gemacht, im Jahr 2025 könnten es schon 289.000 sein.

    Aktuelle deutsche Registerdaten: Vitale Komplikationen nach TAVI nahmen von 6,8 % (2011) auf 3,9 % (2013) ab.

    „Next generation‟-Klappen: Die selbstexpandierende CoreValve-Evolut-R-Klappe wird über das derzeit kleinste Zugangssystem implantiert und ist repositionierbar. Die ballonexpandierbare SAPIEN-3-Klappe verfügt über ein verbessertes Rahmendesign und optimierte hämodynamische Eigenschaften. Die 1-Jahres-Daten sind vielversprechend.

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  • Neu erschienene Empfehlungen der Europäischen Kardiologischen Gesellschaft (ESC): Überarbeitete Endokarditis-Richtlinien

    Früher chirurgischer Eingriff mit besseren Resultaten als konventionelle Therapie. Nuklearmedizinischer Nachweis von Vegetationen um eine Klappenprothese als zusätzliches „Hauptkriterium‟.

    Endokarditis-Teams senken die 1-Jahres-Mortalität.

    Dringender Bedarf an Studien zur Endokarditis implantierter elektronischer Geräte (CDRIE).

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  • Aktualisierte ESC-Guidelines: Diagnose und Management von Perikarderkrankungen

    Bei Patienten mit Perikarditis sollte ein Hauptaugenmerk auf die richtige Triage zwischen niedrigem, moderatem und hohem Risiko gelegt werden.

    Die Kombination von Aspirin bzw. NSAR mit Colchicin wird als First-Line-Therapie einer Perikarditis empfohlen und kann die Rezidivrate deutlich senken.

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  • Therapiesicherheit von DOAK im Forschungsfokus – Neue Daten zu Patientenadhärenz, Rezidivrisiko und Antagonisierbarkeit

    Gute Therapieadhärenz bei Apixaban durch Schulung nicht weiter steigerbar.

    VTE-Rezidivrisiko unter Rivaroxaban in Registerstudie vergleichbar mit Vitamin-K-Antagonisten.

    Keine Überkorrektur des Gerinnungssystems bei Antagonisierung von Dabigatran durch Idarucizumab bei experimentellem Polytrauma.

    Antagonisierbarkeit von Edoxaban mit unterschiedlichen Dosierungen der Substanz Ciraparantag.

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  • Entwicklung und Überblick: PCSK-9-Inhibitoren – Neue Substanzklassen am Horizont

    PCSK-9-Hemmer: seit Etablierung der Statine größte Revolution in der Behandlung der Hyperlipi­dämie, erste Präparate bereits zugelassen.

    Unabhängig von der vorangegangenen Lipidtherapie „On-Top-LDL-C-Reduktionen‟ bis zu 70 % erreichbar, Nebenwirkungsraten auf Placebo-Niveau.

    Zielgruppen: Hochrisiko-Patienten ohne Zielwert-er­reichung unter Standardtherapie, Patienten mit familiärer Hypercholesterinämie sowie Patienten mit Statinintoleranz.

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  • Was bringt die Herz-Kreislauf-Rehabilitation?

    Heute ist allgemein akzeptiert, dass „exercise-based rehabilitation‟

    die körperliche Leistungsfähigkeit und Lebensqualität steigert.

    eine Verlängerung der Lebenserwartung bei geringerer Morbidität und Hospitalisierung bewirken kann.

    Ein Nutzen ist auch für Patienten mit Herzschwäche gegeben, sodass praktisch jeder Patient mit Herzerkrankung von einem regelmäßigen Ausdauertraining profitiert.

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  • Herzinsuffizienz bei multimorbiden alten Patienten: Was macht der Geriater anders?

    Bei Erstdiagnose umfassend abklären. Behandelbare oder reversible sekundäre Ursachen der Herzinsuffizienz ausschließen.

    Diagnostik und Behandlung bei Älteren in Kooperation mit Kardiologen und Geriater stellen – geriatrische Syndrome beachten, die psychosoziale Versorgung anpassen.

    Bei jedem Arztkontakt die gesamte Medikation überprüfen (Wechselwirkung, Nebenwirkung, Polypharmazie).

    Die konsequente Behandlung älterer Patienten mit Herzinsuffizienz senkt tatsächlich die Mortalität und Morbidität.

    Entscheidend für die Prognose ist die konsequente Nachkontrolle und Therapieanpassung.

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  • Herausforderungen an koronare Interventionen bei multimorbiden alten Patienten

    Die älter werdende Bevölkerung bedarf dringend eines weiteren Fokus zur Optimierung der PCI.

    Das höhere periprozedurale Risiko dieser Altersgruppe ist andererseits auch durch einen größeren Nutzen einer PCI-Strategie gekennzeichnet.

    Die Berücksichtigung der Komorbiditäten des betagten Patienten und eine dann folgende Guideline-basierte individuelle Therapie mit klinischem Augenmaß scheint die beste Strategie.

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  • Zu krank und gebrechlich für eine Operation? Der Stellenwert der TAVI bei multimorbiden alten Menschen

    Die transvaskuläre Transkatheter-Aortenklappenimplantation (TAVI) kommt bei inoperablen Aortenstenose-Patienten bzw. solchen mit hohem operativen Risiko zum Einsatz. 2012 wurden in Deutschland bereits 35 % aller Aortenklappeneingriffe mit TAVI durchgeführt.

    Die Entscheidung zwischen chirurgischem Eingriff und TAVI fällt das Herzteam. Ein MGA-(multidimensionales-geriatrisches-Assessment-)basierter Frailty-Score eignet sich als Prädiktor für Mortalität und Komplikation bei älteren Patienten nach TAVI.

    TAVI verbessert Überleben und Lebensqualität von Hochrisikopatienten. Ein positiver Effekt auf das funktionelle Outcome zeigte sich bei der Mehrheit der Patienten: 6 Monate nach TAVI leben 89,6 % der Patienten immer noch unabhängig zu Hause.

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  • Pulmonale Hypertonie

    Relativ viele Patienten leiden an einer pulmonalen Hypertonie, aber nur wenige an einer pulmonal arteriellen Hypertonie (PAH) oder einer nichtoperablen chronisch thrombo­embolischen pulmonalen Hypertonie (non-op CTEPH).

    Für diese Krankheitsentitäten wurden gezielte Medikamente zugelassen, die individuell als Mono- oder Kombinationstherapie eingesetzt werden.

    Die wichtigste Therapieoption für die meisten CTEPH-Patienten ist die Pulmonalis-Endarterektomie.

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  • Pulswellengeschwindigkeit – bei welchen Patienten ist die Messung sinnvoll?

    Pulswellengeschwindigkeit (PWV) ist ein gut etabliertes Werkzeug zur Bestimmung des subklinischen Endorganschadens der arteriellen Gefäße.

    PWV-Messung wird als Teil einer Kalkulation des kardiovaskulären Risikos empfohlen.

    Messung der PWV erbringt nach kardiovaskulärem Ereignis keine zusätzliche Information zur Bestimmung des kardiovaskulären Risikos.

    In den Europäischen Richtlinien für Hypertonie 2013 ist die PWV gleichgestellt mit Mikroalbuminurie, Linksventrikelhypertrophie sowie der sonografischen Bewertung der Carotiden zur Beurteilung des subklinischen Endorganschadens.

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  • ÖKG-Jahrestagung 2015: Brennende Themen in der Herz-Kreislauf-Medizin

    Die Jahrestagung der Österreichischen Kardiologischen Gesellschaft stand unter dem Motto „Symptom versus Prognose – Nutzen versus Risiko‟.

    Themen der Pressekonferenz waren:

    • der drohende Fachärztemangel, 60 % der heute tätigen Kardiologen gehen bis 2030 in Pension
    • die Senkung des LDL-Cholesterins mit Statinen plus Ezetimib und mit der neuen Substanzklasse der PCSK9-Inhibitoren unter dem Motto „je niedriger, desto besser‟
    • sowie die Vorstellung eines neuen Herzklappenregisters.
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  • Highlights vom 2. Weltkongress für Herzinsuffizienz

    LCZ696: Erfolg weiterhin unangetastet.

    Betablocker: Vorteile bei Vorhofflimmern hinterfragt.

    Cardioband: Katheterinterventionelle Mitralringimplantation als neue Option.

    ACE-Hemmer: Benefit auch bei hochgradig eingeschränkter Nierenfunktion.

    Depression bei Herzinsuffizienz: 5-fach erhöhtes Sterberisiko, Therapieoptionen unklar.

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  • Telemedizinisches Monitoring – Vorteile & Vorbehalte

    Telemedizinisches Monitoring:

    ermöglicht eine kontinuierliche Funktionsüberprüfung des implantierten Aggregats.

    ist vor allem bei Patienten mit CRT- bzw. ICD-Systemen sinnvoll durch zeitnahe Erfassung klinischer Ereignisse.

    hat positive Auswirkung hinsichtlich kardialer Dekompensationen und Mortalität.

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  • LifeVest – die „Defi-Weste“ oder der tragbare Kardioverter-Defibrillator

    Die LifeVest ist ein tragbarer Kardioverter-Defibrillator für Patienten

    • mit vorübergehendem plötzlichen Herztod-Risiko (SCD-Risiko) bis zur definitiven Entscheidung, ob ein implantierbarer Kardioverter-Defibrillator (ICD) implantiert werden soll;
    • wenn der ICD nach Myokardinfarkt und/oder Revaskularisation (bei reduzierter LVEF ≤ 35 %) nicht sofort implantiert werden soll;
    • falls ein ICD-System wegen Infektion explantiert werden muss.

    Lebensbedrohliche Arrhythmien werden automatisch diagnostiziert und effektiv therapiert.

    Die Compliance ist sehr hoch, die Rate an inappropriaten Schocks beträgt lediglich 0,5 % und ist damit niedriger als beim ICD.

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  • Rhythmusmonitoring – aktueller Entwicklungsstand

    Jedes Rhythmusmonitoring sollte individualisiert erfolgen und bedarf daher einer ausführlichen Anamnese.

    Je kontinuierlicher eine Überwachung ist, desto höher liegt die Detektionsrate.

    Die Grenzen zwischen konventionellem und invasivem Monitoring verblassen durch neue Innovationen zusehends.

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  • Kosteneinsparungen im Abklärungsprozess von Synkopenpatienten

    Die Einführung eines strukturierten Behandlungspfades zur Synkopenabklärung auf Basis der geltenden Leitlinien der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie führt zu einer Steigerung der diagnostischen Erfolgsquote sowie zu einer Reduktion teils sehr kostenintensiver Untersuchungen, der Belagsdauer und der Behandlungskosten.

    Die Kosten des im Gegenzug vermehrten frühen Einsatzes implantierbarer Loop Recorder werden durch die Gesamteinsparungen mehr als wettgemacht.

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  • Qualität des Blutdruckmanagements in Österreich

    Was das flächendeckende Erreichen der Blutdruckzielwerte betrifft, ist Österreich Europa-Schlusslicht.

    Nach kanadischem Vorbild sollte mithilfe nationaler Projekte die Wahrnehmung für Hypertonie als bedeutendster kardiovaskulärer Risikofaktor bei Patienten und Ärzten gleichermaßen gestärkt werden.

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  • Echokardiografische Beurteilung der Diastole

    Die Beurteilung der diastolischen Funktion ist eine vordringliche Aufgabedes modernen kardiovaskulären Imaging und setzt Kenntnisse der Abläufe dieser Herzphase voraus.

    Der standardisierte Befund sollte neben der graduierten Beschreibung des Mitralflusssignales zumindest die Angabe von E:E‘ und die volumetrisch bestimmte Größe des linken Vorhofes enthalten.

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  • Therapietreue bei kardiovaskulären Erkrankungen

    Die langfristige Therapietreue bei kardiovaskulären Erkrankungen beträgt nur rund 60 %.

    Neben steigender Prävalenz und Mortalität entstehen dadurch für das Gesundheitssystem auch Mehrkosten in Millionenhöhe.

    Eine Schlüsselrolle in der Therapietreue nimmt die optimierte Arzt-Patient-Beziehung ein. Definierte Maßnahmen können diese verbessern.

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  • Fallbericht: Späte Perforation einer Schrittmachersonde

    Späte Sondenperforationen nach Schrittmacherimplantation sind selten, können aber auch nach Monaten und Jahren noch auftreten und sollten daher bei entsprechender Symptomatik (z. B. Thoraxschmerzen, Dyspnoe, Zwerchfellstimulation, Schrittmacher­-fehlfunktion) in Betracht gezogen werden.

    Thoraxröntgen, Schrittmacherabfrage, Echokardiografie und CT helfen bei der Diagnose.

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  • Palliative Care bei Herzinsuffizienz

    Medikation am Lebensende: Nicht absetzen bei positiver Wirkung auf die Symptomatik der Herzinsuffizienz (HI).

    Eine kardiale Resynchronisationstherapie (CRT) sollte in der palliativen Versorgung beibehalten werden. Hingegen ist eine Deaktivierung des implantierbaren Kardioverter-Defibrillators (ICD) wünschenswert.

    In einer Phase-III-Studie reduzierte der Angiotensin-Rezeptor-Neprilysin-Inhibitor LCZ696 die kardiovaskuläre Mortalität und die Hospitalisierung aufgrund von HI.

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  • Hat das EKG überhaupt noch einen Stellenwert in der Kardiologie?

    EKG nach wie vor unverzichtbar, teilweise sind Domänen allerdings zum Echo gewechselt.

    Das Wissen „was wofür?‟ ist im Sinne einer rationellen Diagnostik auch hier besonders wichtig.

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  • Migration und koronare Herzerkrankung

    Soziodemografische Faktoren, die an der 2. Medizinischen Abteilung der Krankenanstalt Rudolfstiftung bei kardialen Patienten mit Migrationshinter-grund erfasst wurden, untermauern den Bedarf für differenzierte Präventions­maßnahmen.

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  • Schwangerschaft bei kardiovaskulären Erkrankungen

    Auch wenn kardiovaskuläre Komplikationen selten auftreten, sind Herz-Kreislauf-Erkrankun- gen bei Schwangeren immer eine Herausforderung und sollten in einem spezialisierten Zentrum abgeklärt werden.

    Entsprechend den WHO-Risikokategorien wird u. a. die pulmonale Hypertonie oder eine hochgradige Aortenstenose als Kontraindikation gegen eine Schwangerschaft definiert.

    Bei fortgeschrittener Herzinsuffizienz (NYHA III und IV), Marfan-Syndrom, Aortendissektion und bei schwerer Aortenklappenstenose sollte primär eine Sectio angestrebt werden.

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  • Highlight vom Kongress der American Heart Association: IMPROVE-IT

    Die IMPROVE-IT-Studie mit Simvastatin und dem intestinalen Cholesterin-Absorptionshemmer Ezetimib hat an über 18.000 Patienten nach akutem Koronarsyndrom zeigen können, dass eine Senkung des LDL-C von im Mittel 69,5 mg/dl (Simvastatin-Monotherapie) auf 53,7 mg/dl (Simvastatin + Ezetimib) mit einer signifikanten Reduktion eines kombinierten ischämischen Endpunkts einhergeht (minimale Beobachtungsdauer: 2,5 Jahre).

    Inwieweit sich diese positiven Resultate auf zukünftige Richtlinien auswirken könnten, ist mit Spannung abzuwarten.

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  • LOW-BP-VIENNA: Blutdrucksenkung in der Primärversorgung Wiens

    Zur Optimierung der Blutdrucktherapie im niedergelassenen Bereich wurde die Studie LOW-BP-VIENNA initiiert, an der Allgemeinmediziner sowie Internisten mit Kassen­vertrag immer noch teilnehmen können.

    Neben der finanziellen Vergütung gibt es Anreize wie die Bereitstellung eines 24-Stunden-Blutdruckmessgeräts mit uneingeschränkter Nutzung und attraktiver Kaufoption nach Studienende.

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  • Kardiologie und Psychosomatik – Eine komplizierte Beziehung: Angst, Panik und Hypertonie

    Kardiologische Sicht: Mit Angstzuständen einhergehende Hypertonie kann Folgeschäden wie Myokardinfarkte und Schlaganfälle auslösen. Nach Ausschluss einer sekundären Hypertonie können Entspannungsverfahren und körperliches Training hilfreich sein.

    Psychosomatische Sicht: Zur Behandlung des komplexen Krankheitsbildes sollte ein multimodales und patientenzentriertes Behandlungskonzept mit psychiatrisch-medikamen­tösen, psychotherapeutischen und übenden Verfahren gewählt werden. Das Vertrauen in der Arzt-Patienten-Beziehung spielt eine zentrale Rolle.

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  • Intravenöses Eisen bei Herzinsuffizienz

    Eisenmangel (Serumferritin < 100 μg/l bzw. Serumferritin 100 bis 299 μg/l und Transferrinsättigung < 20 %) ist eine häufige Begleiterkrankung bei Patienten mit chronischer systolischer Herzinsuffizienz.

    Zur Verbesserung der Symptomatik kann die intravenöse Gabe vonEisencarboxymaltose in Erwägung gezogen werden.

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  • Optimale Diagnostik und Therapie der stabilen Angina pectoris

    Eine diagnostische Herzkatheteruntersuchung ist besonders bei Patienten mit einer hohen KHK-Vortestwahrscheinlichkeit indiziert.

    Die PCI sollte in den meisten Fällen als wertvolle Ergänzung und nicht als alternative Behandlung der stabilen Angina pectoris betrachtet werden.

    Da das periprozedurale Risiko einer PCI gering ist, ist sie sowohl für die Symptom- als auch für die Prognoseverbesserung eine wichtige und wertvolle Therapie; dies umso mehr, je größer das Ischämieareal ist.

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  • Managementstrategien beim Vorhofflimmern: Rasche Kardioversion und Ablation

    Rasche Kardioversion und Ablation verhindert atriales Remodeling und Chronifizierung von Vorhofflimmern.

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  • Highlightbericht von der ÖKG-Jahrestagung: Der Patient zwischen Guidelines und Praxis

    Traditionell ist der nationale Kardiologenkongress eine Satellitenveranstaltung des Europäischen Kongresses und nimmt die Aufgabe wahr, Guidelines-Diskussion, Guidelines-Implementation und Guidelines-Übersetzung an ein Herz-Kreislauf-Medizin-interessiertes Publikum zu vermitteln.

    Kongresstitel war in diesem Jahr „Der Patient zwischen Guidelines und Praxis‟, was die Patientenzuwendung unserer Aufmerksamkeit als Kardiologinnen und Kardiologen hervorheben soll.

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  • Therapieresistente Hypertonie: die renale Denervation nach SYMPLICITY HTN-3

    Registerdaten und klinische Studien mit Ausnahme des SYMPLICITY-HTN-3-Trials zeigen den therapeutischen Nutzen der renalen Denervation zur Senkung des Blutdrucks bei Patienten mit therapieresistenter Hypertonie.

    Plausibelste Ursache für den negativen Ausgang des SYMPLICITY-HTN-3-Trials ist die nicht korrekt durchgeführte renale Ablation an Zentren mit wenig Erfahrung.

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  • Herzinsuffizienz – eine Herausforderung für jeden Arzt

    Die Prognose der Herzinsuffizienz ist mit der eines malignen Tumors vergleichbar, nach einer Acute-on-chronic-Herzinsuffizienz sterben ca. 25 % der Patienten innerhalb eines Jahres.

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  • Diagnostischer Beitrag der kardialen Magnetresonanztomografie: Kardiale Sarkoidose

    Kardiale Beteiligung bei Sarkoidose häufiger als bislang angenommen: Diagnose ist oft eine Sache des „Daran-Denkens‟.

    Zunehmende Bedeutung der Magnetresonanztomografie des Herzens in der Diagnostik.

    Chronische Sarkoidose mit Herzbeteiligung mündet unbehandelt in eine Herzinsuffizienz oder in lebensbedrohliche Rhythmusstörungen.

    Perkutane Katheterablation bei anhaltenden ventrikulären Tachykardien im Rahmen einer Sarkoidose gewinnt zunehmend an Bedeutung.

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  • SIMPLICITY-3: Ende einer Illusion

    Die RSD erfüllt nicht die in sie gesetzten Erwartungen einer wirksamen Blutdrucksenkung.

    Kontrollierte Studien mit neuen Kathetersystemen sind notwendig, um einen allfälligen Nutzen für definierte Patienten herauszufinden.

    Patienten mit TRH bedürfen bis auf Weiteres einer engagierten medikamentösen Therapie mit engmaschigen Kontrollen.

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  • Dauer der dualen Antiplättchentherapie

    Die Dauer der dualen Antiplättchentherapie nach perkutaner Koronarintervention, die heute überwiegend mit einem Drug-Eluting-Stent durchgeführt wird, ist angesichts der Entwicklungen auf dem Stentsektor einem stetigen Wandel unterzogen.

    Obgleich die Richtlinien nach wie vor eine DAPT im Regelfall für 12 Monate nach einem DES vorsehen, gibt es Hinweise dafür, dass eine Verkürzung im Einzelfall durchaus möglich ist.

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  • WOEST-Studie zur Tripletherapie: Wie viel Antikoagulation ist genug – wie viel ist zu viel?

    WOEST-Studie: Bei Patienten, die unter Antikoagulation mit einem Vitamin-K-Antagonisten stehen und bei denen gleichzeitig eine PCI mit Koronarstentimplantation erforderlich ist, verursacht die duale Therapie mit Vitamin-K-Antagonist und Clopidogrel weniger Blutungsereignisse als die Tripletherapie (Vitamin-K-Antagonist, Clopidogrel und zusätzlich Aspirin) und scheint nicht zu einer höheren Rate an Stentthrombosen zu führen.

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  • Koronarpatienten unter antikoagulatorischer Tripletherapie: akute Blutung – was tun?

    Optimierung der Voraussetzungen (pH, Ca, Normothermie), Prothrombinkomplexkonzentrate, Fibrinogenkonzentrate und Thrombozytenkonzentrate stellen die Grundpfeiler bei der akuten Blutung dar.

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  • KG-Jahrestagung: „Hot topics“ in der Kardiologie

    „Hot topics‟ am DGK-Jahreskongress: Bestmögliche Erfassung der hämodynamischen Relevanz von Koronarstenosen; die SIMPLICITY-Studie zur renalen Denervations­therapie; die Therapie von Klappenerkrankungen, nicht zuletzt auf Basis der aktuellen CoreValve-Publikation im NEJM, oder auch neue Theorien zur Entstehung von Vorhofflimmern.

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  • PRO und CONTRA: Direkte orale Antikoagulanzien bei venöser Thromboembolie und Vorhofflimmern

    „Pro‟ und „Contra‟ zu direkten neuen Antikoagulanzien (DOAK) in spezifischen Indikationen:

    Vorteile der DOAK: Nachteile der Vitamin-K-Antagonisten fallen weg; d. h. größere therapeutische Breite, fixe Dosis, einfachere Handhabung, zumindest vergleichbare Wirkung, weniger Blutungen – insbesondere Hirnblutungen; perioperatives Bridging nicht notwendig.

    Nachteile der DOAK: Überprüfung der Therapieadhärenz schwierig, fehlende Antidote, etliche Ausschlusskriterien in großen Studien, Konsequenzen einer Langzeithemmung der Thrombinsynthese unbekannt, gastrointestinale Nebenwirkungen, prinzipielle Fragen zum Bias durch „conflicts of interests‟ in Zulassungsstudien mit globaler Auswirkung.

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  • Überlegungen aus kardiologischer Perspektive: Guidelines und Interessenkonflikte

    Die Etablierung neuer Substanzen in zulassungsrelevanten Studien kann eine Änderung der Therapie-Richtlinien erfordern.

    Sollen maßgebliche Mitglieder eines Komitees zur Erstellung therapeutischer Richtlinien frei vom Sponsor der jeweiligen Studien sein – in der Regel dem Arzneimittelhersteller –, wie es das Institute of Medicine in Washington in seinen Richtlinien empfiehlt?

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  • Kardiologie Innsbruck 2014: Herzinsuffizienz als zentrale Herausforderung

    Die Herzinsuffizienz als die Herausforderung in den nächsten Jahren war zentrales Thema beim Innsbrucker Kardiologie-Kongress 2014. Gerade ältere Patienten profitieren von den modernen Therapiemöglichkeiten, weshalb ihnen diese alleine aufgrund des Alters nicht vorenthalten werden sollten.

    Disease-Management-Programme wie HerzMobil Tirol, schonende Eingriffe wie TAVI und MitraClip-Implantation tragen den demografischen Entwicklungen und den zunehmenden Komorbiditäten kardiologischer Patienten Rechnung und werden die Kardiologie zukünftig prägen.

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  • Angina pectoris mit normalen Koronargefäßen

    Normale Koronargefäße finden sich in bis zu 40 % aller Koronarangiografien von Patienten mit Angina pectoris, bei weiblichen mehr als bei männlichen Patienten.1

    Minimale Koronarsklerose‟ oder „kein Hinweis auf Stenose der Koronargefäße‟ sind Koronarangiografiebefunde, die mit einem lachenden und einem weinenden Auge übermittelt und aufgenommen werden. Einerseits führt es zur Erleichterung, dass keine relevanten Stenosen der Koronargefäße vorliegen. Andererseits bleiben die Fragen offen, woher die Beschwerden kommen und wie sie zu behandeln sind.

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  • „Komisches“ EKG bei Thoraxschmerz: gesund oder krank?

    Ein 32-jähriger Patient verspürt nach einem Besuch im Fitness-Studio einen anhaltenden ziehenden Schmerz in der linken Thoraxhälfte. Bei der klinischen Untersuchung ist diese Stelle deutlich druckempfindlich, ansonsten ergibt sich kein krankhafter Befund. Das EKG zeigt folgendes Bild:

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  • Kardiovaskuläre Erkrankungen bei Diabetes mellitus

    Diabetes zählt zu den häufigsten Ursachen kardialer Erkrankungen.

    Von außerordentlicher Bedeutung ist daher eine Studie aus Österreich, PONTIAC, die als erste ihrer Art zeigen konnte, dass eine NT-proBNP-selektierte neurohumorale Therapie als Primärprävention kardiale Ereignisse bei Diabetikern verhindert.

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  • Atypische und „typische“ Angina pectoris

    Die „typische‟ Angina pectoris wird belastungsabhängig als Engegefühl im Brustkorb mit Ausstrahlung in den linken Arm beschrieben. Die Symptome bessern sich (sofern kein akutes Koronarsyndrom vorliegt) spontan in Ruhe oder innerhalb von 2 Minuten nach Nitroglyzeringabe.

    Diese Ausdrucksform der Angina pectoris wird überwiegend von Männern angegeben, von vielen Frauen jedoch unterschiedlich beschrieben und kann bei bestimmten Erkrankungen gänzlich fehlen.

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  • Vorstellung des HFPEF-Programms an der MedUni Wien − Herzinsuffizienz mit erhaltener Linksventrikelfunktion

    Herzinsuffizienz mit erhaltener Linksventrikelfunktion (HFPEF) ist in breiten MedizinerInnenkreisen kaum als eigenständiges Krankheitsbild anerkannt.

    An der medizinischen Universität Wien (Allgemeines Krankenhaus) befindet sich die europaweit erste klinisch-akademische Anlaufstelle für PatientInnen mit HFPEF.

    Das Ziel besteht darin, therapeutische Interventionen im Rahmen von klinischen Studien anzubieten und pathobiologische sowie pathophysiologische Zusammenhänge besser zu verstehen.

    PatientInnen kann der Zugang zu vielversprechenden Substanzen und Medizinprodukten noch vor möglicher Marktzulassung eröffnet werden.

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  • Soziodemografische Aspekte in der Hypertonie

    Soziodemografische Variablen wie Bildung, Einkommen, Erwerbstätigkeit und berufliche Position sowie Migrationshintergrund prädizieren das Risiko, eine Hypertonie zu entwickeln, sowie eine schlechtere Kontrolle bei vorhandener Hypertonie.

    Gründe dafür sind Unterschiede im Gesundheitsverhalten, das einem sozialen Gradienten folgt, arbeitsbezogene Faktoren wie Gratifikationskrisen und Arbeitsstress, Unterschiede in der Blutdruck-Awareness und bei der Inanspruchnahme von Versorgungs-, Präventions- und Gesundheitsförderungssystemen sowie Unterschiede in der Therapieadhärenz.

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  • Überbrückung oder Alternative – Behandlung der terminalen Herzinsuffizienz mit Assist Devices

    Die Implantation von mechanischen Herzunterstützungssystemen (VAD) ist eine standar­-d­isierte und etablierte Therapieoption für Patienten mit terminaler Herzinsuffizienz.

    Unterschiedliche Devices stehen zur Verfügung, welche größtenteils bereits minimalinvasiv implantiert werden können.

    Mit Überlebensraten zwischen 85 und 90 Prozent nach einem und 75 bis 80 Prozent nach zwei Jahren stellen VAD eine effektive Alternative zur Transplantation dar.

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  • Letzte Option zur Behandlung der terminalen Herzinsuffizienz – die Herztransplantation

    Die Herztransplantation ist eine exzellente Therapie, die ein Langzeitüberleben mit guter Lebensqualität ermöglicht.

    Die durchschnittliche Wartezeit auf ein Spenderherz beträgt in Österreich 6–9 Monate, für „High urgency‟-Patienten 11 Tage.

    Die Operation dauert 6–8 Stunden, der anschließende Spitalsaufenthalt durchschnittlich 21 Tage.

    Mit dem Immunsuppressionsprotokoll wird z. T. bereits intraoperativ begonnen.

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  • NOAK: einfach zum Nachdenken

    In dieser Ausgabe finden Sie Expertenmeinungen über Vor- und Nachteile der direkten oralen Antikoagulanzien (DOAK) vor allem bei der Behandlung von Patienten mit Vorhofflimmern zur primären und sekundäen Prävention von Schlaganfällen und Embolien. „Einfach zum Nachdenken“ möchte ich Ihnen einige…

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  • Woher kommt die Atemnot?

    Als eine jüngere Patientin über Belastungsdyspnoe klagt, wird zunächst an eine kardiale bzw. pulmonale Erkrankung gedacht. Doch bei den entsprechenden Untersuchungen ergeben sich dafür keinerlei Hinweise. Erst die Röntgen-Thorax-Untersuchung ergibt einen überraschenden Befund, nämlich eine ausgedehnte mediastinale Raumforderung, die sich computertomografisch der Schilddrüse zuordnen lässt.

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  • Differenzialdiagnose Dyspnoe: Herz, Lunge oder was?

    Die wichtigsten primären Differenzialdiagnosen bei akuter Dyspnoe sind kardiale Ursachen, pulmonale Ursachen und Störungen der oberen Atemwege.

    Die differenzialdiagnostische Basisdiagnostik umfasst Anamnese, klinisch-physikalische Untersuchung, Bildgebung und funktionelle Tests.

    Die Untersuchung bei Verdacht auf Herzinsuffizienz beinhaltet EKG, Thoraxröntgen, Echokardiografie und Bestimmung von NT-proBNP.

    Bei Verdacht auf Pulmonalembolie: bei Notfallpatienten unverzüglich Computertomografie/Echokardiografie veranlassen; bei Nichtnotfallpatienten Wahrscheinlichkeit mittels Klinik und D-Dimer-Test einschätzen.

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  • Stabile und instabile KHK

    Atherosklerose kann sich als langsames und als fulminant verlaufendes Krankheitsgeschehen manifestieren.

    Patienten mit stabiler KHK haben höhere HDL-Cholesterin-Werte als jene mit instabiler koronarer Herzkrankheit (KHK).

    Atherosklerose ist durch Lipideinlagerung und Intimaentzündung charakterisiert; entscheidender Faktor bei instabiler KHK ist die Aktivierung der Thrombozyten und der Gerinnungskaskade.

    Präventiv wirksam sind lipid- und entzündungshemmende Statine und Thrombozytenaggregationshemmer.

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  • Systolische Linksventrikelfunktion, Befunderstellung und Archivierung

    Von der Arbeitsgruppe Echokardiografie der ÖKG wurden Standards zur echokardiografischen Abklärung der Linksventrikelfunktion erarbeitet.

    Bei allen Untersuchungen ist ein Standarddatenset zu erheben (Größenverhältnisse der vier Herzhöhlen und der großen Gefäße, systolische und diastolische Linksventrikelfunktion, Klappenfunktion, systolischer Pulmonalarteriendruck, Beurteilung des Perikards).

    Zur Quantifizierung der Linksventrikelfunktion haben sich lineare Messungen der linksventrikulären Diameter aus dem M-Mode oder dem 2-D-Bild bewährt.

    Die Beurteilung der regionalen Linksventrikelfunktion erfolgt anhand des 16- oder 17-Segmente-Modells.

    Der echokardiografische Befund sollte in Basisinformationen, Epikrise (Beschreibung der echokardiografischen Befunde) und Zusammenfassung gegliedert werden.

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  • Echokardiografische Evaluierung von Klappenstenosen

    Dieser Beitrag enthält Empfehlungen für die echokardiografische Beurteilung von Klappenstenosen auf Basis der Leitlinie der European Association of Cardiovascular Imaging.

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  • Aktueller Standard der echokardiografischen Evaluierung von Klappeninsuffizienzen

    Die Empfehlungen der Europäischen Gesellschaft für kardiovaskuläre Bildgebung für die echokardiografische Evaluierung der Klappeninsuffizienzen sind ein wichtiger Schritt zu einer Standardisierung der echokardiografischen Befundung.

    Jedes echokardiografische Labor sollte die empfohlenen Messmethoden, Parameter und Definitionen verwenden.

    Ungenauigkeiten bestehen bei den Kriterien für die Rekonstruierbarkeit bei funktioneller oder primärer Mitralinsuffizienz. Eine Neuauflage der Empfehlungen sollte diese Kritikpunkte eliminieren.

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  • Synkope bei Schrittmacherträgerin: Warum versagte der Schrittmacher?

    Eine 55-jährige Patientin mit einem VVI-Schrittmacher bei absoluter Bradyarrhythmie erleidet eine Synkope.

    Die weiterführende Diagnostik zeigt eine Schrittmacherdysfunktion im Sinne eines Exit-Blocks.

    Mittels Röntgenbild lässt sich die Ursache rasch klären: Es zeigte sich ein Twiddler-Syndrom.

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  • ÖKG-Jahrestagung 2013 – Nachlese Teil II

    Die heurige Jahrestagung der Österreichischen Kardiologischen Gesellschaft fand von 5. bis 8. Juni 2013 in Salzburg statt. Schlüsselthema der Tagung war die Herzinsuffizienz, insbesondere im Kontext mit unterschiedlichen Komorbiditäten. Darüber wurde – ebenso wie über aktuelle Forschungsthemen in der Kardiologie…

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  • ÖKG-Jahrestagung 2013: Herzinsuffizienz – von der Prävention zur Intervention

    Leitthema der ÖKG-Jahrestagung war die Herzinsuffizienz.

    • Zu den gefährlichen Liaisonen der an sich schon malignen Erkrankung zählt die Vergesellschaftung mit Diabetes und Vorhofflimmern.
    • Herz-MRT ermöglicht gezieltere Therapiestrategien.
    • Personalisierte Medizin könnte die Herzinsuffizienz-Behandlung revolutionieren.
    • Beispiele für aktuell beforschte Biomarker sind Copeptin (Prognose nach Herzinfarkt) und Galectin-3 (Diagnose der diastolischen Herzinsuffizienz).
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  • ÖKG-Jahrestagung 2013: Aktuelle Herausforderungen in der Kardiologie

    Die Diagnose und Therapie der diastolischen Herzinsuffizienz ist nach wie vor eine Herausforderung, es gibt aber vielversprechende Ansätze.

    Telemedizinische Betreuung könnte die Compliance stark verbessern.

    Strukturierte körperliche Aktivität verbessert zahlreiche Vitalparameter signifikant.

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  • Circulus vitiosus – Anämie bei Herzinsuffizienz

    Die Ursache der Anämie ist wahrscheinlich multifaktoriell. Reduzierte Sensitivität der EPO-Rezeptoren, Hämodilution und verminderte Eisenbereitstellung sind mögliche Erklärungen.

    Nach derzeitiger Studienlage ist die Gabe von Erythrozytenkonzentraten oder erythropoesestimulierenden Substanzen bei CHF-Patienten nicht gesichert bzw. wird nicht empfohlen.

    Die intravenöse Gabe von Eisencarboxymaltose bewirkt bei Patienten mit mittelschwerer Herzinsuffizienz und gesichertem Eisenmangel mit oder ohne Anämie eine verbesserte ­Leistungsfähigkeit und Lebensqualität.

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  • Schlafapnoe und Herzinsuffizienz – Bei welchen kardialen Patienten ist ein Schlafapnoescreening sinnvoll?

    Bei der – häufig symptomarmen und deshalb unerkannten – obstruktiven Schlafapnoe (OSA) kommt es während des Schlafes zu einem wiederholten Verschluss (Apnoe) oder Verengung (Hypopnoe) der oberen Atemwege. Dies bedingt eine erhöhte Atemanstrengung, repetitive ­Hypoxien und einen durch Arousals gestörten Schlaf.

    Sowohl für akute kardiovaskuläre Ereignisse (Myokardinfarkt, Insult, plötzlicher Herztod) als auch für chronische Erkrankungen (Hyper­tonie, KHK, Herzinsuffizienz) ist eine signifikante Assoziation mit OSA belegt.

    Der Diagnose und Behandlung der OSA sollte deshalb im ­Rahmen der Primär- und Sekundärprävention ein erheblich höherer Stellenwert eingeräumt werden.

    Das ambulante Schlafscreening ermöglicht eine kostengünstige Einschätzung, welcher Patient eine genaue Abklärung und Therapie­einleitung in einem Schlaflabor benötigt.

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  • Nachlese – Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie

    Im Mittelpunkt der heurigen Jahrestagung stand der Themenkomplex Kardiomyopathien; zu den weiteren diskutierten Themen zählten u. a.

    • Entscheidungen für die Indikationsstellung für Interventionen bzw. offene Chirurgie bei Hauptstammstenose, Aortenstenose und Mitralklappeninsuffizienz
    • miniaturisierte mechanische Kreislaufunterstützung
    • Antikoagulationsstrategien bei Vorhofflimmern und akutem Koronarsyndrom
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  • Flüssigkeitsüberwachung bei chronischer Herzinsuffizienz

    Anhand der klinischen Untersuchung sind drohende kardiale Dekompensationen bei chronischer Herzinsuffizienz nicht ausreichend beurteilbar.

    OptiVol® bietet durch die intrathorakale Impedanzmessung wertvolle Daten zur Abschätzung einer möglichen pulmonalen Stauung, die Aussagekraft der automatischen Herzinsuffizienzdiagnostik steigt durch Nutzung der weiteren verfügbaren Parameter.

    Gerätediagnostik wird im klinischen Alltag besonders nach akuter kardialer Dekompensation zu wenig genutzt.

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  • Implantierbarer Loop-Rekorder

    Indikationen: Synkopen, Palpitationen, VHF, Risiko­abschätzung und Therapiemonitoring

    Funktion: Monitoring; keine Therapieabgabe

    Laufzeit: etwa 3 Jahre

    Aufzeichnung: kontinuierlich; vollautomatisch anhand RR-Intervall-Analyse und patientengetriggert

    hohe Sensitivität, mittlere Spezifität

    MRT-geeignet

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  • Einsatz implantierter Loop-Rekorder bei Patienten mit myotoner Dystrophie Typ I

    Mit Hilfe von implantierten Loop-Rekordern (ILR) können auch klinisch stumme Arrhythmien erkannt werden.

    Dadurch können ILR zur Entscheidungsfindung hinsichtlich Indikation für Schrittmacher/ICD-Implantation beitragen.

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  • LifeVest – die „Defi-Weste“ oder der tragbare Kardioverter-Defibrillator

    Die LifeVest ist ein tragbarer Kardioverter-Defibrillator für Patienten

    • mit vorübergehendem Risiko für einen plötzlichen Herztod bis zur definitiven Entscheidung, ob ein Kardioverter-Defibrillator (ICD) implantiert werden soll.
    • wenn der ICD nach Myokardinfarkt und/oder Revaskularisation (bei red. LVEF ≤ 35 %) nicht sofort implantiert werden soll.
    • falls ein ICD-System wegen Infektion explantiert werden muss.

    Lebensbedrohliche Arrhythmien werden automatisch diagnostiziert und effektiv therapiert.

    Die Compliance ist sehr hoch, die Rate an inappropriaten Schocks beträgt (ähnlich wie beim ICD) lediglich
    1,9 %.

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  • Neue Entwicklungen in der ICD- und CRT-Technologie

    Für folgende Fragestellungen konnten bereits Lösungsansätze entwickelt werden:

    • Reduktion unnötiger Schockabgaben
    • MRT-Tauglichkeit (ausgenommen eine Exklusionszone)
    • Belastbarkeit von ICD-Elektroden
    • Vermeidung der Stimulation des linken N. phrenicus bei linksventrikulären Elektroden

    Wichtige Forschungsziele bleiben sondenfreie Schrittmacher und das Beseitigen der Exklusionszone.

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  • Wie weit ist der kabellose Schrittmacher noch entfernt?

    Wegen ihrer potenziell lebensbedrohlichen Wechselwirkungen gilt die MRT allgemein für Patienten mit „konventionellen” Herzschrittmachersystemen als kontraindiziert.

    „MR-taugliche” Systeme erleichtern den Zugang zu MR-Untersuchungen.

    Der kabellose Schrittmacher könnte die Implantation vereinfachen und Elektrodenkomplikationen beseitigen.

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  • P-Glykoprotein und Medikamenteninteraktionen Pharmakologische Aspekte

    Medikamenteninteraktionen am P-Glykoprotein lassen sich funktionell meist nicht von den Interaktionen am Cytochrom-P450-Enzym CYP3A4 trennen.

    Es sind typische kinetische Interaktionen, d. h., Inhibitoren steigern den Blutspiegel des Substrats, Induktoren senken ihn.

    Generell sollte daher schon am Beginn der Einstellung von Kombinationstherapien das Interaktionspotenzial der Arzneistoffe berücksichtigt werden.

    Auch der Einfluss von alternativen Arzneien und Nahrungsmitteln ist zu berücksichtigen; Vorsicht bei neuen oralen Antikoagulanzien!

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  • Guidelines 2012 – Therapieempfehlungen bei signifikanter Mitralinsuffizienz

    Herzklappenfehlern und deren Sanierung kommt wegen der aktuellen und zukünftigen Entwicklung der Altersstruktur eine besondere Bedeutung zu.

    Besonders wenn der Klappenfehler dekompensiert und Symptome der Herzinsuffizienz oder relevante Pumpleistungsstörungen resultieren, ist rasches Handeln nach exakter Diagnosestellung angezeigt.

    Verfeinerte chirurgische Techniken ermöglichen Operationen bis ins hohe Alter bei akzeptabler perioperativer Mortalität.

    Andererseits kann mit katheterbasierten Methoden einem Teil jener Patienten geholfen werden, die wegen ihrer Komorbidität ein zu hohes Operationsrisiko haben.

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  • Neurologische Symptome im Rahmen internistischer Krankheitsbilder – Kardiovaskuläre Erkrankungen

    Kreislaufphysiologisch kann das Gehirn als kardiovaskuläres Endorgan gesehen werden. Die normale Funktionstüchtigkeit des ZNS ist eng an die intakte Pumpfunktion des Herzens sowie Transportfähigkeit des suprakardialen makro- und mikrovaskulären Gefäßsystems gebunden. Durch diese enge funktionelle Anbindung wirken sich Erkrankungen des Herzens und des suprakardialen Kreislaufsystems nahezu obligat in Form neuro­lo­gischer Symptome aus.

    Die folgende Besprechung neurologischer Symptome orientiert sich an häufigen kardiovaskulären Erkrankungen bzw. Phänomenen: arterielle Hypertonie, Synkope, Schwindel und kardiogene Ischämie.

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  • Warum ist es so schwer, die Thrombozytenaggregationshemmung zu messen?

    Goldstandard ist die klassische Thrombozytenfunktionsmessung auf Basis der Lichttransmissionsaggregometrie.

    Messwerte aus Testungen nach „zentrumsspezifischen‟ Methoden sind kaum miteinander vergleichbar.

    Die derzeit erhältlichen Testsysteme unterscheiden sich in Arbeits- und Zeitaufwand sowie Kosten; dies ist bei der Auswahl zu berücksichtigen.

    Ein korrektes präanalytisches Procedere ist unerlässlich, um relevante Ergebnisse zu erhalten.

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  • Koronarsyndrom – Systematisch nach unerkanntem Diabetes suchen

    Jeder dritte Patient mit akutem Myokardinfarkt hat einen gestörten Glukosestoffwechsel. Hohe Blutzuckerwerte sind im Akutfall mit höherer Mortalität assoziiert.

    Eine Evaluierung sollte bei bekannter koronarer Herzkrankheit sowie in der Akutsituation erfolgen. Generell sollte bei allen stationären Patienten eine HbA1c-Bestimmung durchgeführt werden. Ein HbA1c ≥ 6,5 % sichert die Diabetesdiagnose, bei HbA1c zwischen 5,7 % bis 6,4 % sollte ein OGTT durchgeführt werden.

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  • FREEDOM-Studie – Bypassoperation übertrifft PCI bei koronarer Mehrgefäßerkrankung und Diabetes

    FREEDOM-Studie: Diabetische Patienten mit komplexer koronarer Mehrgefäßerkrankung haben nach Bypassoperation ein deutlich besseres Outcome als nach interventioneller Therapie mit „drug-eluting‟ Stents – ausgenommen Endpunkt Schlaganfall.

    Auch die Kosteneffizienzanalyse spricht für die Bypassoperation.

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  • FALLBERICHT: Pulmonalembolie mit paraneoplastischer Ursache

    Venöse Thromboembolien (VTE) können bei Patienten ohne Risikofaktor das erste Zeichen einer malignen Erkrankung sein.

    Fallbericht: Ein D-Dimer von 10,05 ng/ml erhöhte den klinisch begründeten Verdacht auf eine Pulmonalembolie. Der Verdacht wurde mittels CT bestätigt.

    Die weiterführende Diagnostik ergab einen 6 cm großen Nierentumor und eine Thrombose der Nierenvene.

    Die Operation wurde aufgrund der eingeleiteten Antikoagulation mit niedermolekularem Heparin für 3 Wochen nach der Lungenembolie festgelegt.

    Die NMH-Dosis wurde 2 Tage vor der Operation reduziert und am Abend des Operationstages wieder erhöht.

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  • Prasugrel und Ticagrelor – Was bei Therapie mit den neuen Antithrombotika zu beachten ist

    Prasugrel und Ticagrelor sind in den Guidelines für die antithrombotische Therapie nach Myokardinfarkt in Kombination mit Acetylsalicylsäure empfohlen.

    Kontraindikationen und Nebenwirkungen sind zu beachten.

    Vorsicht bei Medikamenten, die die Aktivität von P-Glykoprotein oder Cytochrom-P450-Isoenzymen beeinflussen.

    Zur Tripletherapie soll die konventionelle Kombination bevorzugt werden.

    Patienten mit chronischen Schmerzen sollten eine Liste der „erlaubten Medikamente‟ bekommen.

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  • Koronar-CT und kardiale MRT – Zwei Modalitäten mit rasch wachsendem Potenzial

    Prasugrel und Ticagrelor sind in den Guidelines für die antithrombotische Therapie nach Myokardinfarkt in Kombination mit Acetylsalicylsäure empfohlen.

    Kontraindikationen und Nebenwirkungen sind zu beachten.

    Vorsicht bei Medikamenten, die die Aktivität von P-Glykoprotein oder Cytochrom-P450-Isoenzymen beeinflussen.

    Zur Tripletherapie soll die konventionelle Kombination bevorzugt werden.

    Patienten mit chronischen Schmerzen sollten eine Liste der „erlaubten Medikamente‟ bekommen.

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  • Herzinsuffizienz: Vorbildliche Betreuungsprogramme in Österreich

    Die Europäische Gesellschaft für Kardiologie empfiehlt in den rezenten Guidelines zur Therapie der Herzinsuffizienz die Etablierung von inderdisziplinären Herzinsuffizienz-Betreuungsprogrammen.

    Dabei unterscheidet man grundsätzlich drei verschiedene Modelle zur intensivierten Betreuung:

    • Schwestern-basiertes Nursing
    • Telefon-basiertes Nursing
    • Telemonitoring-Projekte

    Die jeweils individuelle Wahl richtet sich nach verschiedenen Faktoren wie z. B. den lokalen Gegebenheiten.

    Alle genannten Modelle bzw. auch Kombinationen der einzelnen Modelle sind in Österreich repräsentiert. Erste Untersuchungen zeigen signifikante Vorteile hinsichtlich Herzinsuffizienz-Parametern, Hospitalisierung, Mortalität und Kosten.

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  • Schmerztherapie bei Patienten mit Hypertonie und Herzinsuffizienz


    NSAI erhöhen generell das kardiovaskuläre Risiko, wirken blutdrucksteigernd und scheinen das Risiko für Vorhofflimmern oder -flattern deutlich zu erhöhen, das Risiko für Vorhofflimmern ist jedoch unter Coxiben deutlich höher.

    Entscheidend für das Ausmaß der Risikoerhöhung der Substanzen sind die Ausgewogenheit der Hemmwirkung auf endotheliale bzw. thrombozytäre COX-1 und die Halbwertszeit.

    Lediglich Naproxen hat gegenüber Coxiben eindeutige Vorteile bezüglich unerwünschter kardiovaskulärer Ereignisse.

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  • Antidepressiva und kardiovaskuläre Erkrankungen


    Eine unbehandelte Depression erhöht das Risiko für Herzerkrankungen. Umgekehrt entwickeln Patienten nach einem kardiovaskulären Ereignis häufig depressive Episoden.

    Antidepressiva können die Mortalität und das Auftreten kardialer Ereignisse verringern, es sind aber nicht alle Substanzen gleich geeignet.

    SSRI hemmen die Thrombozytenaggregation und entfalten den stärksten protektiven Effekt.

    Trizyklische Antidepressiva sind potenziell kardiotoxisch und sollten vermieden werden.

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  • Orale Antikoagulation – Ist das Patientenselbstmanagement noch „State of the Art“?


    Patientenselbstmanagement der OAK mit einem Vitamin-K-Antagonisten führt zu besserer Therapiequalität sowie deutlicher Reduktion von Thromboembolien im Vergleich zum herkömmlichen Therapiemonitoring.

    Aktuelle Leitlinien empfehlen, das Selbstmanagement allen Patienten, die dazu in der Lage sind, anzubieten.

    Neue orale Antikoagulantien sind sicher und effektiv in der Vermeidung von thromboembolischen Ereignissen und mittlerweile auch für eine Vielzahl von Indikationen zugelassen.

    Patienten, die mit einem Vitamin-K-Antagonisten gut eingestellt sind, sollen nicht auf eines der neuen oralen Antikoagulantien umgestellt werden.

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  • Erste österreichische Registerdaten zur renalen Sympathikus-Denervierung


    Die Renale Sympathikus-Denervierung (RSD) ist eine innovative Therapieform bei Therapie resistenter Hypertonie. Sie wird derzeit nur in einigen österreichischen Zentren angewendet.

    Die meisten dieser Zentren nehmen am web basierten TREND-Register teil, das zur Qualitätssicherung beitragen soll.

    Erste Daten weisen auf Therapieerfolge hin, die mit denen in den bisher publizierten Studien vergleichbar sind.

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  • Renale Denervierung – Option für Patienten mit therapieresistenter Hypertonie


    Studiendaten (SYMPLICITY HTN-1) zeigen für die renale Denervierung eine blutdruck senkende Wirkung über 3 Jahre und gute Sicherheit.

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  • Impfung gegen Hypertonie – Zukunft oder falsche Hoffnung?

    Die Entwicklung einer Impfung gegen Hypertonie wird seit langem angestrebt, Publikationen dazu gehen auf das Jahr 1951 zurück. Der wichtigste Ansatz ist die Immunisierung gegen Renin. Zu den Problemen zählen die Identifizierung von Targetgenen und das Auftreten von Nebenwirkungen und Langzeiteffekten von viralen und retroviralen Vektoren.

    Die Studienergebnisse sind insgesamt enttäuschend, ein erfolgreiches Konzept ist nicht in Sicht. Limitierend erscheint vor allem die Komplexität der Blutdruckregelkreise. Die praxisrelevanten Erwartungen gehen stärker in Richtung Pharmakogenomics zur Optimierung der medikamentösen antihypertensiven Therapie.

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  • Jahrestagung der American Heart Association*

    Diskussionen, Leitlinien und neue Studien werden im Folgenden kurz dargestellt. Interessant war u. a. ein Late-breaking Abstract zu Colchizin, das ursprünglich als entzündungshemmendes Medikament zur Gichtbehandlung eingesetzt wurde, zuletzt als Sekundärprävention der Perikarditis Wirkung zeigte und aktuell auch bei der häufigsten Komplikation nach herzchirurgischen Eingriffen, dem postoperativen Vorhofflimmern, einen günstigen Effekt erzielte.

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  • Antihypertensive Kombinationstherapie

    Warum, für wen und welche Substanzen?

    Schon früh in der Entwicklung der Antihypertensiva – etwa ab 1955 – wurden (Fix-) Kombinationen therapeutisch eingesetzt, wobei es sich ursprünglich um Kombinationen mit Rauwolfia-Derivaten, später mit Diuretika als Basiskomponente handelte. In Folge wurden vorwiegend Betablocker, Kalziumantagonisten und RAAS-Hemmer als Hauptkomponenten oft in Kombination mit Diuretika eingesetzt.

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  • PRO & CONTRA: Einsatz neuer Antikoagulantien

    Kontext: In einem rezent publizierten Editorial des „New England Journal of Medicine“ wurden die neuen Antikoagulantien als neue Ära für Patienten mit Vorhofflimmern beschrieben (Jessica L. Mega, NEJM 2011). Mit den neuen Substanzklassen wurden erstmals Nachteile der Vitamin- K-Antagonisten –…

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  • THEMENBLOCK Management der Herzinsuffizienz beim älteren Patienten

    Unterschiede zu jüngeren Patienten, diastolische Herzinsuffizienz

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  • THEMENBLOCK Herzklappenerkrankungen im Alter – Aortenklappe, Mitralklappe

    Die Aortenklappenstenose ist die dominierende Klappenerkrankung des höheren Alters. Je nach Einschätzung des Operationsrisikos können stenosierte Aortenklappen auch minimal invasiv ersetzt werden. Die erste Fallbeschreibung einer perkutanen Transkatheter-Implantation erfolgte im Jahr 2002 durch Cribier et al., mittlerweile sind erste Daten der prospektiv-randomisierten Studie PARTNER verfügbar. Über eigene Erfahrungen aus Linz berichtet an dieser Stelle Primarius Peter Siostrzonek. Fortschritte im Bereich der Chirurgie ergeben sich vor allem durch den Einsatz neuer, gerüstfreier („stentless“) Bioprothesen mit geringerem Druckgradienten und durch einfachere Operationstechniken mit kürzerer Verweildauer an der Herz-Lungen-Maschine, wie Dr. Stephane Mahr aus Sicht des Chirurgen darstellt.


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  • THEMENBLOCK Koronare Herzkrankheit im Alter – Pharmakologische und interventionelle sowie chirurgische Therapie

    Unter Berücksichtigung bestimmter Komorbiditäten unterscheidet sich die pharmakologische und die interventionelle Therapie der koronaren Herzkrankheit beim alten Patienten nicht grundsätzlich von der beim jungen Patienten, wie im ersten Beitrag betont wird, in dem wesentliche Substanzklassen und spezielle Voraussetzungen der Intervention besprochen werden. In Hinsicht auf Stent vs. Bypass zeigt sich, dass die Langzeitergebnisse der Koronarchirurgie mit der Entwicklung neuer Bypass-Techniken substanziell verbessert wurden. Mit den gleichzeitig weiterentwickelten Stent-Technologien ist ein interdisziplinärer Austausch darüber, welche Patienten von welchen Maßnahmen am besten profitieren, aktueller denn je, gerade auch bei Patienten über 80 Jahre.

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  • Diastolische Herzinsuffizienz

    Die exakte Diagnosestellung der diastolischen Herzinsuffizienz umfasst invasive Messungen und/oder Echokardiografie, ist sehr aufwändig und erfordert entsprechende kardiologische Expertise.

    Die Therapieoptionen beinhalten Diurese, Blutdruckkontrolle und Ischämie-Behandlung, bisherige Studienergebnisse zur Wirksamkeit sind jedoch enttäuschend.

    Intensiver Forschungsaufwand erscheint erforderlich, um ähnlich wie bei Patienten mit systolischer Herzinsuffizienz entsprechend wirksame Therapieoptionen zu entwickeln.

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  • Blutdrucksenkung: Je tiefer, desto besser – oder Risiko J-Kurve?

    Bei kardiovaskulär gesunden Hypertonikern im jüngeren oder mittleren Alter ist eine Blutdrucksenkung auf etwa 130/80 mmHg anzustreben. Für tiefere Werte konnte bisher kein überzeugender Nutzen, aber auch kein erhöhtes Risiko festgestellt werden.

    Für Hypertoniker im mittleren und höheren Alter mit zusätzlichem Risikofaktor (KHK, Linkshypertrophie, Diabetes) ist eine Drucksenkung auf etwa 130–140/80 mmHg sinnvoll. Eine Senkung unter 120 mmHg systolisch oder unter 65–70 mmHg diastolisch birgt das Risiko einer erhöhten Mortalität und häufigerer Herzinfarkte.

    Im hohen Alter (über 80 bis 85 Jahre) ist ein Blutdruck < 140 mmHg systolisch oder < 65 mmHg diastolisch mit einer erhöhten kardiovaskulären Morbidität und Mortalität assoziiert, ein erhöhter Blutdruck muss besonders vorsichtig und unter engmaschiger Kontrolle gesenkt werden.

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  • Langzeitfolgen des Bluthochdrucks – Antihypertensiva für die Demenztherapie?

    Hypertonie ist ein gravierender Risikofaktor kognitiver Funktionsstörungen, die Korrelation von Hypertonie und kognitiven Funktionsstörungen bis zur Demenz scheint gesichert.

    Aufgrund der steigenden Prävalenz der Hypertonie im Rahmen der Veränderungen der Altersstruktur ist ein rapider Anstieg neurodegenerativer wie auch vaskulärer Demenzformen nicht aufzuhalten.

    Kurative Behandlungsmethoden für Demenz fehlen derzeit. Ob allerdings durch eine antihypertensive Therapie diese Achse unterbrochen werden kann, muss im Rahmen weiterer Studien noch abgeklärt werden; bisherige Ergebnisse sind uneinheitlich.

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  • ÖKG-Jahrestagung 2012 – Kardiologische Notfälle und Interdisziplinarität

    Die zwei großen Themen der Jahrestagung der Österreichischen Kardiologischen Gesellschaft waren Interdisziplinarität und kardiologische Notfälle. Wird ein Notfall in unmittelbarer Umgebung beobachtet, z. B. ein plötzlicher Herzstillstand mit Aussetzung der Atmung, stehen die Menschen oft hilflos daneben. Entscheidend wäre die Herzdruckmassage, die in weniger als 50 % der Fälle tatsächlich gemacht wird.

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  • ESC-Guidelines 2012 – Was ist neu in der Diagnostik und Therapie der Herzinsuffizienz?

    Die wichtigsten Änderungen gegenüber den letzten, 2008 publizierten Guidelines betreffen:

    veränderte Grenzwerte für BNP bzw. NT-proBNP

    eine geringere Bedeutung für das Thoraxröntgen

    eine Indikationserweiterung für Aldosteronrezeptor-Antagonisten (ARA) bereits ab NYHA II

    die neu gelistete Indikation für den Sinusknoten-Inhibitor Ivabradin für therapierefraktäre Patienten mit erhöhter Pulsfrequenz

    eine Indikationserweiterung für die Resynchronisierungstherapie

    neue Rolle der koronaren Revaskularisierung auch bei Herzinsuffizienz

    die Anerkennung des zunehmenden Einsatzes von ventrikulären Unterstützungssystemen

    Option katheterunterstützter Klappeninterventionen

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  • Bioresorbierbare Koronarstents – Österreichweit erste Implantation

    Am 17. Februar 2012 wurde an der I. Internen Abteilung des AKH Linz im Rahmen der ABSORB-EXTEND-Studie der österreichweit erste bioresorbierbare Stent in ein Herzkranzgefäß implantiert. Bioresorbierbare Stents lösen sich im Lauf von etwa zwei Jahren nach der Implantation völlig auf und könnten ein weiterer Meilenstein in der Fortentwicklung der interventionellen Kardiologie sein.

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  • Keine Macht der Ohnmacht – Synkopen richtig diagnostizieren

    Nahezu jeder Arzt ist irgendwann mit Patienten mit vorübergehendem Bewusstseinsverlust (T-LOC = „transient loss of consciousness“) konfrontiert. Die Synkope ist eine Form des vorübergehenden Bewusstseinsverlustes. Internationale Richtlinien empfehlen den Einsatz eines implantierbaren Loop Rekorders (ILR) bei wiederholten Synkopen unklarer Genese mit höchster Evidenz. Dennoch werden in Österreich immer noch wenige ILRs implantiert und zu viele diagnostische Untersuchungen durchgeführt, die nicht den aktuellen Guidelines entsprechen.

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  • Diabetes-Komplikationen: Herzinsuffizienz und Diabetes

    Herzinsuffizienz und Diabetes sind häufige und über den Mediator der koronaren Herzkrankheit häufig gemeinsam auftretende Erkrankungen. Gerade im Bereich der Therapie der Herzinsuffizienz bei Diabetes gibt es noch eine Reihe offener Fragen.

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  • Editorial zum Focus Kardiologie

    Herz und Niere … … haben wir als Focus für diese Ausgabe DES UNIVERSUMS INNERE MEDIZIN gewählt. „Vorbeugen ist besser als Heilen“ – unter diesem Gesichtspunkt möchte ich Ihnen vor allem den Beitrag von Prof. Slany ans Herz legen, aus…

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  • 61st Annual Scientific Sessions – Amerikanischer Kardiologenkongress ACC 2012 im Rückblick

    Beim amerikanischen Kardiologenkongress in Chicago/USA in der Zeit vom 24.–27. März 2012 wurden etliche für die Praxis relevante Studien präsentiert und viele Highlights aus der Forschung mit interessanten Perspektiven vorgestellt.

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  • ESC-Guidelines – Welche Antiplättchentherapie für welchen NSTEMI-Patienten?

    In den aktuellen ESC-Guidelines für das Management des NSTEMI haben die P2Y12-Rezeptorantagonisten Prasugrel und Ticagrelor dem etablierten Clopidogrel den Rang abgelaufen.

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  • Neues Grazer Forschungszentrum für Herzinsuffizienz

    Ziel des LBI.HF ist es, durch ein besseres Verständnis der Pathomechanismen der Herzinsuffizienz neue diagnostische und therapeutische Ansätze zu entwickeln und im Endeffekt zu einer verbesserten Früh – erkennung, Therapie und Prävention der Herzinsuffizienz zu gelangen. Hierfür haben sich ein Forscher-Team um Herrn Prof. Dr. Pieske, Direktor des neuen LBI.HF und Leiter der Klinischen Abteilung für Kardiologie am LKH/Uniklinikum Graz, sowie mehrere Forschungspartner des LBI.HF zusammengeschlossen.

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  • Consensus-Meeting der AG Herzinsuffizienz 2012 – Diabetes und koronare Herzerkrankungen

    Kontext: Ein Thema der diesjährigen Tagung der AG Herzinsuffizienz war kardiovaskulären Erkrankungen von Diabetikern gewidmet und wurde im Vortrag von Univ.-Prof. Dr. Martin Clodi diskutiert.* Ein Hintergrund besteht darin, dass zwei Drittel aller Todesfälle von Typ-2-Diabetikern auf kardiovaskuläre Erkrankungen wie KHK, Insult und PAVK zurückgehen, dass beide Erkrankungen zusammenhängen und mehr als die Hälfte der Patienten, die einer elektiven oder akuten Koronarangiographie unterzogen werden, Störungen im Glukosestoffwechsel aufweisen oder bereits Diabetiker sind. Der Vortrag beinhaltete Fragen zur medikamentösen Therapie, zu Zielwerten und zu besseren Risikomarkern, mit denen Diabetespatienten bereits im Frühstadium, noch vor der Manifestation einer koronaren Herzerkrankung, einer adäquaten Therapie zugeführt werden können.

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  • FALLBERICHT Leriche-Syndrom als Differenzialdiagnose „wandernder“ Schmerzen

    Der akute Verschluss der Aorta, Leriche-Syndrom genannt, ist eine lebensbedrohliche Situation, die eine unverzügliche chirurgische Therapie erfordert. Weil die Erkrankung selten ist, kommt es vor, dass sie als Differenzialdiagnose nicht in Erwägung gezogen wird, wie es in folgendem tragischen Fall geschehen ist. Wir berichten diesen Fall, um die Erkrankung bekannter zu machen und Lehren zu präsentieren, die aus den diagnostischen Irrwegen gezogen werden können.

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  • Tachykarde und bradykarde Rhythmusstörungen im Alter

    Neben pektanginösen Beschwerden und belastungsabhängiger Dyspnoeproblematik zählen Herzrhythmusstörungen bei älteren Patienten zu den häufigsten Aufnahmediagnosen an kardiologischen Abteilungen. An Symptomen werden bei Aufnahme meist „Palpitationen“, „Herzstolpern“ und „Herzrasen“ für tachykarde Rhythmusstörungen bzw. gehäufte ventrikuläre Extrasystolie (VES), „Schwindel“ sowie „Schwarzwerden vor Augen“ und Synkopen für Bradykardien und belastungsabhängige „Luftnot“ und „Abgeschlagenheit“ bei chronotroper Inkompetenz geäußert.

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  • Die Rolle der Betablocker in der Hypertoniebehandlung

    Für die 4. Hauptsitzung des Kardiologiekongresses 2012 konnte mit Professor J. M. Cruickshank ein prominenter Gastredner gewonnen werden, der auf moderne Aspekte der Betablockertherapie eingegangen ist und dabei feststellte, dass die bei Herzinsuffizienz bewährte Therapieoption auch bei Hypertonikern etliche Vorteile zur Wirkung bringt.

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  • Kongresshighlights – "Kardiologie 2012"

    Am 9. und 10. 3.2012 fand zum 15. Mal die von Univ.-Prof. Dr. Otmar Pachinger organisierte und mittlerweile zu einer der wichtigsten kardiologischen Veranstaltungen angewachsene Fortbildungsveranstaltung „Kardiologie 2012“ im Kongress Innsbruck statt. Heuer wurden erstmals mehr als 1.000 Teilnehmer gezählt.

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  • Diabetische Nephropathie – Duale RAAS-Hemmung nach ALTITUDE

    Nach der Zwischenauswertung von Phase-III-Studiendaten steht der Blutdrucksenker Aliskiren im Verdacht, bei Diabetikern mit eingeschränkter Nierenfunktion das Risiko für Herz-Kreislauf- und Nierenkomplikationen zu steigern. Die Substanzspezifität dieser Effekte ist nicht erwiesen, Raliskiren sollte bei Diabetespatienten vorerst aber nicht in Kombination mit einem ACE-Hemmer oder Angiotensinrezeptorblocker verschrieben werden.

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  • THEMENBLOCK Der alte Patient in der Kardiologie

    Welche Medikamente sinnvoll sind, wie Polypharmazie vermieden werden kann und der Wert eines pharmazeutischen Checks in der klinischen Praxis.

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  • THEMENBLOCK Die "kardiorenale" Achse – Wechselseitige Beziehungen zwischen Niere und Herz

    Mit den Worten von Univ.-Prof. Dr. Jorg Slany weisen Herz- und Nierenerkrankungen in ihrer Entwicklung bemerkenswerte Parallelen auf: Am Beginn beider Erkrankungen stehen die gleichen Risikofaktoren wie Hochdruck, Typ-2-Diabetes oder Hyperlipidamie. Endotheliale Dysfunktion, Linkshypertrophie und diastolische Funktionsstorung des linken Ventrikels…

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  • PRO & CONTRA: Metabolisches Syndrom – Sinnvolles oder redundantes Konzept?

    „Das metabolische Syndrom ist ein redundantes Konzept – man braucht es nicht“, argumentierte Prof. Dr. R. H. Fagard (Leuven, Belgien) im Rahmen einer „Pro & Contra“-Session. Prof. Dr. J. Redon (Valencia, Spanien) hielt dagegen.

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  • THEMENBLOCK: Diabetes und Herzinsuffizienz

    Diabetes ist ein unabhängiger Risikofaktor für die Herzinsuffizienz, umgekehrt ist die Herzinsuffizienz ein unabhängiger Risikofaktor für den Diabetes. Entsprechend leiden mehr als 10% der Diabetiker an einer Herzinsuffizienz und mehr als 30% der Patienten mit Herzinsuffizienz an Diabetes. Auf der…

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  • Sinnvolle Bewegungsformen für herzkranke Patienten

    Kontext: Entsprechend der aktuellen Empfehlungen nationaler und internationaler kardiologischer Fachgesellschaften ist körperliches Training fester Bestandteil der Sekundärprävention. Somit ist die Sekundärprävention ohne körperliches Training genauso wenig Leitlinien-konform wie eine medikamentöse Therapie, bei der trotz bestehender Indikation auf Betablocker, ACE-Hemmer, ASS oder Statin verzichtet wird. Dabei kommt dem körperlichen Training im Rahmen der Sekundärprävention vor allem deshalb eine so große Bedeutung zu, weil es bei adäquater Dosierung, also bei ausreichendem Umfang und Intensität, sowohl zu einer Reduktion der Morbidität und Letalität als auch zu einer Verbesserung der Lebensqualität kommt.

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  • Projekt herz.leben – Strukturiertes Schulungsprogramm für Hypertoniker

    Das herz.leben-Programm wurde in der Steiermark für Hypertoniker entwickelt und konnte rezent die  1-Jahres-Daten der ersten 744 von mittlerweile über 2.000 Patienten im „Journal of Hypertension“ publizieren.1  Es handelt sich um ein strukturiertes Schulungsprogramm für Hypertoniker mit der Intention, Teile des  Programms als Standard der Hochdrucktherapie in die Regelversorgung zu implementieren.

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  • Vitamin D und Herz – (Noch?) wenig Evidenz für Intervention

    Die Ergebnisse zahlreicher experimenteller und klinischer Studien deuten darauf hin, dass Vitamin D neben seinen klassischen Effekten auf den Kalziumstoffwechsel und das muskuloskelettale System auch bei einigen extraskelettalen Erkrankungen wie z. B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen eine Rolle spielen könnte. 

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  • Protonenpumpenhemmer 2011 – Gut für den Magen, schlecht für das Herz?

    Protonenpumpeninhibitoren (PPI) werden häufig in Kombination mit Clopidogrel als Magenschutz verschrieben. Dadurch kann die thrombozytenfunktionshemmende Wirkung von Clopidogrel herabgesetzt werden.

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  • Aldosteron und Herz – Pathophysiologische und klinische Bedeutung

    Aldosteron hat als Haupt-Mineralokortikoid des Menschen eine wichtige Bedeutung für die kardiovaskuläre Gesundheit. In den letzten Jahren konnte gezeigt werden, dass Aldosteron neben diesen renalen Effekten eine zentrale Bedeutung für die kardiovaskuläre Gesundheit hat. 

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  • Medikamente bei kardiovaskulären Erkrankungen – Gut oder schlecht für den Knochen?

    Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen werden häufig mit einer Vielzahl von Medikamenten behandelt, allen voran Diuretika, ACE-Hemmer, Betablocker, Statine, orale Antikoagulantien, aber auch Nitrate, Digitalisglykoside, Kalziumkanalblocker, AT1-Blocker, Aldosteronantagonisten und Thrombozytenaggregationshemmer. Nicht unwesentlich gerade bei älteren Patienten ist die Frage, inwieweit diese Medikamente den Knochenstoffwechsel bzw. das Frakturrisiko beeinflussen.

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  • Hypertonie-Management – die häufigsten Fehler

    „The greatest of faults is to be conscious of none“ (Thomas Carlyle)

    Wenn man davon ausgeht, dass in den meisten europäischen Ländern trotz eines großen Angebots von gut wirksamen und verträglichen Medikamente der Anteil von Hypertonikern mit kontrolliertem Blutdruck zwischen 10 und 30 % liegt (für Österreich existieren keine zuverlässigen Zahlen) und Herzinfarkt und Schlaganfall weiterhin zu den führenden Todesursachen zählen, kann etwas in der Behandlung des Hochdrucks nicht stimmen.

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  • Vorhofflimmern – Risikoevaluierung für Embolien und Antikoagulation

    Die bis zu zweifach höhere Mortalität der Patienten mit Vorhofflimmern gegenüber Sinusrhythmus ist überwiegend Resultat des häufigeren Auftretens eines Schlaganfalls. Im Folgenden sollen Risikofaktoren für das Auftreten eines embolischen Insultes diskutiert und konventionelle sowie neue medikamentöse Strategien zur Embolieprophylaxe dargestellt werden. 

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  • Interventionelle Kardiologie bei chronischer Nierenerkrankung

    CKD als Risikofaktor für ein schlechtes PCI-Ergebnis

    Chronische Nierenerkrankung (Chronic Kidney Disease – CKD) bezeichnet einen fortschreitenden Verlust der Nierenfunktion über Monate und Jahre. Symptome sind unspezifisch und beinhalten allgemeines Unwohlsein, Appetitlosigkeit, Depression. Oft wird CKD zufällig bei Blutabnahmen festgestellt, bei Patienten mit hohem Blutdruck oder Diabetes oder wenn kardiovaskuläre Erkrankungen festgestellt werden. 

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  • Akute Koronarsyndrome bei Migranten: Fakten und Fragen

    Eine retrospektive Analyse der demographischen und klinischen Daten akut koronarangiographierter Patienten weist auf ein erhöhtes KHK-Risiko besonders von jungen Migranten hin.

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  • Infektiöse Endokarditis – Diagnose, antibiotische und chirurgische Therapie

    Bereits im Jahr 1542 wurden Veränderungen der inneren Membran des Herzens und der Klappen bei der Autopsie beschrieben, nach 1800 wurden die klinischen Symptome und die Befunde der Endokarditis auch bei der klinischen Krankenuntersuchung dokumentiert. Vor Entdeckung der Antibiotika lag…

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  • Therapieupdate stabile Angina pectoris

    Ziel der Therapie der stabilen Angina pectoris ist einerseits eine Prognoseverbesserung, andererseits aber auch eine möglichst weitgehende Reduktion der Symptomatik. Die im Folgenden beschriebene medikamentöse Therapie ist unabhängig von einer möglicherweise ebenfalls notwendigen oder durchgeführten revaskularisierenden Therapie. 

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  • Hirnprotektion, Nephroprotektion Organprotektion jenseits der Drucksenkung – gibt es sie?

    Aus Studien werden immer wieder organprotektive Effekte unterschiedlicher Antihypertensiva abgeleitet, die über das aufgrund der Blutdrucksenkung zu erwartende Maß hinausgehen. Aber gibt es ihn wirklich, den spezifischen protektiven Effekt bestimmter Antihypertensivaklassen auf das Hirn, das Herz und die Nieren? Oder genügt es, den Blutdruck tief, aber nicht zu tief zu senken?

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  • Herz und Hypertonie Beeinflussung früher hypertensiver Endorganschäden

    Der arterielle Hypertonus stellt einen der Hauptrisikofaktoren für die Entstehung der Herzinsuffizienz, der Koronarerkrankung sowie der kardialen Mortalität der westlichen Bevölkerung dar. Pathophysiologisch kommt es aufgrund der arteriellen Blutdruckerhöhung zum Endorganschaden durch eine vermehrte Volumen- bzw. Druckbelastung des Herzens. Die gemeinsame Endstrecke des Endorganschadens durch die verschiedenen Risikofaktoren ist eine gestörte Gefäß- und Endothelfunktion.

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  • Wichtige Differenzialdiagnose bei akutem Brustschmerz -Das Tako-Tsubo-Syndrom

    An einem gebrochenen Herzen sterben. Eigentlich ist das nur eine Redewendung. Doch sie hat offensichtlich ihre Berechtigung. Denn es gibt ein akutes kardiales Geschehen, das durch Stresssituationen ausgelöst zu einer schweren Funktionsstörung des Herzens führt. Der Fachbegriff dafür lautet Tako-Tsubo-Syndrom, Stress- Kardiomyopathie, Apical-Ballooning-Syndrom – oder eben Broken-Heart-Syndrom.

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  • Tako-Tsubo-Stresskardiomyopathie -Therapiestandards fehlen – symptomatische Behandlung im Vordergrund

    Die plötzlich einsetzenden Symptome, die einem akuten Myokardinfarkt gleichen, treten meist in Zusammenhang mit einer emotionalen oder körperlichen Belastung auf. Die Pathogenese des in den 1990er-Jahren in Japan erstmals beschriebenen Krankheitsbildes ist bisher noch unklar.

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  • Studien ATHENA und PALLAS – Durchbruch und Havarie mit Dronedaron? -Therapie des Vorhofflimmerns

    Multaq® (Dronedaron) ist seit dem Jahr 2009 zur Therapie von klinisch stabilen Patienten mit nicht-permanentem Vorhofflimmern (aktuell oder in der Vorgeschichte) zugelassen, um ein Wiederauftreten des Vorhofflimmerns zu verhindern oder die ventrikuläre Herzfrequenz zu senken. Bei diesem Patientengut bewirkte Dronedaron…

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  • PALLAS: Durchbruch und Havarie

    Havarie Nummer 1 Die „Pallas“ war ein Frachtschiff unter der Flagge der Bahamas, das nach einem Brand an Bord am 25. Oktober 1998 vor der schleswig- holsteinischen Nordseeküste auf Grund lief. Es verlor 90 Tonnen Öl, die ins Meer und…

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  • Neue Implikationen für ein altes Konzept -Selektive renale Denervation bei therapieresistenter Hypertonie

    Mit den noch vor der Ära der medikamentösen Hochdrucktherapie gewonnenen Erkenntnissen zur chirurgischen lumbalen Sympathektomie, der Trennung der Niere von der Innervation des Sympathikus, ist es zuletzt gelungen, eine minimal invasive selektive Form der renalen Denervationstherapie mit einem kathetergestützen System (Symplicity) zu entwickeln. Das neue Verfahren wird derzeit in ersten Fallserien bei therapieresistenten Hypertonikern in Österreich etabliert.

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  • KOMMENTARE

    Die Methode wird derzeit noch relativ neu in Österreich etabliert, wobei sich als erster Erfolg festhalten lässt, dass der Blutdruck der Patienten bereits im Laufe des stationären Aufenthalts um 10–20 mmHg absinkt und auch weiterhin niedrig bleibt, hier müssen aber…

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  • KOMMENTARE

    Therapieresistente Hypertonie: Per definitionem bedeutet therapieresistente Hypertonie, dass der Blutdruck trotz Einnahme dreier unterschiedlicher blutdrucksenkender Medikamente unter Einbeziehung eines Diuretikums (alle Medikamente in voller Dosierung) nicht zum Erreichen des Zielblutdrucks geführt hat. Ausgereizt ist die medikamentöse Therapie damit allerdings nicht,…

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  • KOMMENTARE

    Indikation: Die allgemein anerkannte Definition der therapieresistenten Hypertonie umfasst Patienten, die einen wiederholt in der Praxis oder ambulant gemessenen Blutdruck von ≥ 160/90 mmHg bei Einnahme von 3 oder mehr verschiedenen Antihypertensiva aufweisen, von denen eines ein Diuretikum sein sollte. Damit…

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  • Highlights der ÖKG-Jahrestagung*

    Myokardiale Regeneration, transkutaner Klappenersatz, neue interventionelle Methoden, Fallbesprechungen in Fokus-Sitzungen

    Es wurden heuer 186 Abstracts eingereicht und 27 publizierte Arbeiten, die für den Kardiologenpreis und den Preis für Herz-Kreislauf-Forschung aus der „Hans und Blanca Moser“-Stiftung zum Wettkampf antraten.

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  • Arterial stiffness – Endorganschaden mit Konsequenzen?

    In den rezenten Empfehlungen der Europäischen Kardiologischen Gesellschaft und der Europäischen Hypertoniegesellschaft zum Management der arteriellen Hypertonie wird die Bestimmung der Carotis-Femoralis- Pulswellengeschwindigkeit (cfPWV) zur Abschätzung der arteriellen (inbesonders der aortalen) Gefäßsteifigkeit („arterial stiffness“) empfohlen. Eine erhöhte cfPWV als Ausdruck einer erhöhten Gefäßsteifigkeit ist ein direktes Maß eines Endorganschadens des primär betroffenen Organsystems bei arterieller Hypertonie, nämlich des arteriellen Gefäßbaumes, und als solches mit einer schlechteren Prognose vergesellschaftet, woraus sich die dringende Notwendigkeit einer konsequenten Modifikation aller kardiovaskulären Risikofaktoren ableitet.

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  • "Herzinsuffizienz und Regeneration"

    Vom 27. bis 30. April 2011 fand in Mannheim die 77. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie statt. In experimentellen und grundlagenwissenschaftlichen sowie klinisch orientierten Referaten wurde der gegenwärtige Stand des Wissens zusammengefasst.

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  • Absetzen von Clopidogrel und Bridging-Optionen – Perioperatives Management von Stent-Trägern

    Die Indikation zur Revaskularisation mit Stentimplantation muss streng gestellt werden. Ist eine präoperative Stentimplantation klar indiziert, kann eventuell durch die Wahl eines Bare-Metal-Stents der mögliche Operations termin vorgezogen und das perioperative Risiko reduziert werden. Große Studien zu dieser Thematik fehlen allerdings.

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  • Koronare Herzerkrankung, Herzinsuffizienz Herzfrequenzsenkung als therapeutisches Ziel

    Eine erhöhte Herzruhefrequenz ist bei Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen ein unabhängiger Marker für eine schlechtere Prognose. Daher ist die Reduktion des Ruhepulses bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit, entweder durch Ausdauertraining und/oder durch Betablockergabe, eine etablierte Therapieoption; mehr dazu im Beitrag…

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  • Bisoprolol, Carvedilol, Metoprolol, Nebivolol -Die wichtigsten Betablocker im Vergleich

    Konext: Betablocker sind unverzichtbare Komponenten der evidenzbasierten Behandlung der systolischen Herzinsuffizienz und haben ihren unumstrittenen Platz in der Behandlung akuter Koronarsyndrome sowie des Herzinfarkts im 1. Jahr danach. Weniger etabliert ist ihr Einsatz bei diastolischer Herzinsuffizienz, tachykarden Rhythmusstörungen, chronischer KHK,…

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  • Verschluss des linken Herzohrs zur Embolieprophylaxe bei Patienten mit chronischem Vorhofflimmern

    Chronisches Vorhofflimmern ist die häufigste kardiale Rhythmusstörung und das linke Herzohr die häufigste Thrombuslokalisation bei Patienten mit Vorhofflimmern. Orale Antikoagulantien führen zu einer markanten Reduktion des Schlaganfallrisikos, es kommen aber nicht alle Patienten für eine Langzeittherapie in Frage. Bei diesen…

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  • Pro & Contra zum Thema Aortenklappen -Perkutane Transkatheter-Intervention vs. konventionelle Operation

    Die degenerative Aortenklappenstenose ist der häufigste erworbene Herzklappenfehler. Sobald nach einer langen Latenzperiode Beschwerden auftreten (Belastungsdyspnoe, Synkopen oder Angina pectoris), verläuft die Erkrankung rasch progredient und nimmt unbehandelt einen tödlichen Ausgang. Ähnlich wie es zuletzt in den ESC-Guidelines zur myokardialen Revaskularisation (Stent vs. Bypass) angeregt wurde, sollen auch in dieser Indikation „Herzteams“ aus Chirurgen und interventionellen Kardiologen das jeweils beste Vorgehen für den einzelnen Patienten erarbeiten. So wurde im letzten Jahr ein gemeinsames Statement der Österreichischen Kardiologischen Gesellschaft (ÖKG) und der Österreichischen Gesellschaft für Thorax- und Herzchirurgie (ÖGTHC) erarbeitet, dass der zunehmenden Etablierung der katheterunterstützten Herzklappenintervention Rechnung trägt (abrufbar unter http://www.atcardio.at). Mit einem Register aller in Österreich durchgeführten Aortenklappenoperationen und -interventionen sollen Langzeitergebnisse zu den verschiedenen Verfahren gewonnen werden. Im Folgenden werden die Vorzüge der jeweiligen Methode aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet.

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  • PRO & CONTRA AUS DER SICHT DES KARDIOLOGEN

    Die Aortenklappenstenose ist die häufigste strukturelle Herzerkrankung in Europa, sie tritt zumeist bei älteren Erwachsenen auf.1–3 Die Prognose der Patienten mit unbehandelter signifikanter Aortenklappenstenose ist schlecht: insbesondere bei symptomatischen Patienten tritt der plötzliche Herztod bei ca. 1 % der Patienten…

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  • Highlights vom Kardiologie-Kongress 2011 in Innsbruck -Brisante Themen mit Nachwirkung auf den klinischen Alltag

    Der traditionelle Kardiologenkongress fand heuer in Innsbruck vom 4. bis 5. März 2011 statt und war wieder mit spannenden Themen gefüllt, die fallorientiert und praxisgerecht vorgestellt wurden.

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  • Neueste Technologien für die mechanische Herzunterstützung

    Kontext: Aufgrund der zunehmenden Überalterung unserer Gesellschaft und der spezifischen Lebensweise in der westlichen Hemisphäre findet sich eine ständig steigende Anzahl von Patienten mit den Symptomen der fortgeschrittenen Herzinsuffizienz. Während die Frühformen der Herzinsuffizienz mit immer besseren konservativen Behandlungsmethoden therapiert werden können, stellt oft nur mehr die orthotope Herztransplantation für Patienten mit terminaler Herzinsuffizienz die einzige Therapieoption dar. In zunehmenden Maße stellt jedoch heute auch die Unterstützung des therapierefraktär versagenden Herzens mit mechanischen Blutpumpen eine weltweit etablierte und weitere, effiziente Therapieoption dar.

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  • 11. Consensus-Meeting der Arbeitsgemeinschaft für Herzinsuffizienz Vision und Realität im Jahr 2011

    Thema der diesjährigen Tagung: „Patienten-orientiertes Langzeitmanagement – Das therapeutische und diagnostische Kontinuum vom Risikopatienten bis zur symptomatischen Herzinsuffizienz“.

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  • 11. Consensus-Meeting der AG für Herzinsuffizienz – Vision und Realität im Jahr 2011

    Thema der diesjährigen Tagung: „Patienten-orientiertes Langzeitmanagement – Das therapeutische und diagnostische Kontinuum vom Risikopatienten bis zur symptomatischen Herzinsuffizienz“.

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  • Gemeinsame Guidelines der ESC und der EACTS – Myokardiale Revaskularisation

    Gab es bislang einzelne fachspezifische Guidelines für Patienten mit akutem Koronarsyndrom, also Guidelines zur Bybass-Chirurgie oder zur interventionellen Kardiologie (Stents), so finden sich diese Einzelpublikationen nunmehr unter dem gemeinsamen Titel „Myokardiale Revaskularisation“ zusammenfassend dargestellt.1

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  • Promotion Apixaban (Eliquis®) – NOAK versus Phenprocoumon im Therapiealltag: geringeres Blutungsrisiko unter Apixaban
  • Promotion Sacubitril-Valsartan (Entresto®): Therapie bei symptomatischer Progredienz einer chronischen Herzinsuffizienz
  • Promotion Apixaban (Eliquis®) – neue unabhängige Daten aus der Praxis: Effectiveness und Sicherheit von Dabigatran, Rivaroxaban und Apixaban vs. Warfarin bei nicht-valvulärem Vorhofflimmern
  • Promotion Faktor-Xa-Inhibitor Edoxaban: Neue Dimension der Antikoagulation?
  • Promotion Ivabradin (Procoralan®) – Wenn die Beta-Blockade nicht ausreicht