Rubrik: Nephrologie

  • Highlight-Themen der ÖGH-Jahrestagung 2018

    Aktualisierte Richtlinien der Europäischen Gesellschaft für Hypertensiologie (ESC, September 2018): Arterielle Hypertonie besteht weiterhin erst ab 140/90 mmHg. Zielblutdruck: unter 130/80, aber über 120/80 mmHg.

    Adhärenz als eines der wichtigsten Themen in der Zukunft der Behandlung der arteriellen Hypertonie gewertet – Verwendung von Kombinationspräparaten, optimierte Therapiebetreuung und Telemonitoring als erfolgversprechende Möglichkeiten.

    Weiterhin als letzte Möglichkeit invasive Maßnahmen (renale Denervierung und Barorezeptorstimulation) zur Blutdrucksenkung empfohlen (unter Studienbedingungen).

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  • Highlights der ÖGN-Jahrestagung 2018

    Einzug neuer Therapien auch in der Nephrologie: CAR-T-Zell-Therapie, C5a-Rezeptor-Inhibitor Avacopan, IgG-degradierendes Enzym von S. pyogenes (IdeS).

    Rückblick auf heurige Forschungshöhepunkte: Quantität und Qualität der intravenösen Flüssigkeitssubstitution, Typ-2-Diabetiker profitieren aus renaler Sicht von Canagliflozin, Rituximab als immunsuppressive Therapiealternative bei membranöser Nephropathie.

    Wissenschafts- und ForschungspreisträgerInnen 2018: Foteini Moschovaki Filippidou (ERA-EDTA National Society Grant), Markus Pirklbauer (Posterpreis), Farsad Eskandary (ÖGN-Förderungspreis), Rebecca Herzog (Hans-Krister-Stummvoll-Preis).

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  • Weiterentwicklung des Österreichischen Dialyse- und Transplantationsregister

    Das ÖDTR befindet sich derzeit in der Umstellungsphase von einer stationären Datenbank hin zu einer webbasierten Eingabe der Daten in eine relationale, für große Datenmengen besser nutzbare Datenbank.

    Primäres Ziel des Registers bleibt weiterhin die Registrierung der Patienten-population mit chronischer Nierenersatztherapie und die Erhebung von demografischen Basisdaten sowie Erfassung von Qualitätsparametern.

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  • Personalisierte Medizin und diabetische Nierenerkrankung

    Die diabetische Nierenerkrankung ist – bei anscheinend homogenem Phänotyp – auf pathophysiologischer Basis ein höchst heterogenes Geschehen.

    Dementsprechend ist eine inter-, aber auch intraindividuelle zielgerichtete Therapie indiziert.

    Wie bei allen komplexen Erkrankungen bei multimorbiden Patienten ist dabei auch das individuelle Nebenwirkungsprofil in Betracht zu ziehen.

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  • Hoffnungsgebiete für eine bessere Therapiestratifizierung

    Unter personalisierter Medizin versteht man eine maßgeschneiderte Pharmakotherapie, welche zusätzlich zum speziellen Krankheitsbild die individuelle physiologische Konstitution und geschlechtsspezifische Wirkeigenschaften von Medikamenten, molekularbiologische Konstellationen anhand von Biomarkern und genetische Besonderheiten eines Individuums berücksichtigt (Wikipedia). Der Begriff wurde insofern kritisiert, als…

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  • Nierenbeteiligung bei Systemerkrankungen

    Bei ANCA-assoziierter Vaskulitis stehen Steroid-sparende Strategien wie mit ­Rituximab sowie ein völlig neuer Therapieansatz mit Avacopan im Focus des ­aktuellen Interesses.

    Für die Patientenbetreuung im Alltag gewinnt unter Beibehaltung des Standard of Care die individuelle Risikoeinschätzung mit ihrer therapeutischen Implikation immer mehr an Bedeutung.

    Eine besondere Bedeutung hat das Vorkommen von ANCA im Rahmen einer Lupus-Nephritis oder bei Anti-GBM-Disease, da sich diese „doppelt positiven‟ Patienten im Phänotyp und in der Prognose unterscheiden und die Therapie entsprechend adaptiert werden muss.

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  • Hypertonie 2018: What’s new?

    Die neue Hypertonie-Einteilung der ACC/AHA – ab 120/80 mmHg „erhöhter Blutdruck‟, Therapieziel für alle: < 130/< 80 mmHg – führt dazu, dass mehr Menschen zu Hypertonikern erklärt werden.

    In Ordination und Spital sollte verstärkt die automatisierte Officemessung erfolgen.

    An die seltene Nebenwirkung AT1-Rezeptorantagonisten-assoziierte Enteropathie muss gedacht werden!

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  • Hämodialyse und Peritonealdialyse

    Studie zur intensivierten Blutdruckkontrolle bei HD-Patienten mit klarem ­Sicherheitssignal.

    In einer Studie zum Auftreten intradialytischer Symptome bei HD vs. Hämodiafiltration kein Unterschied.

    Studie zur endovaskuläre Shuntanlage bei HD-Patienten: prinzipiell praxistauglich, jedoch noch viele offene Fragen.

    Exekutive kognitive Funktion sowohl bei HD- als auch bei PD-Patienten: im Studienverlauf eines Jahres tendenziell besser.

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  • Update 2018 zur CKD-MBD

    Eingetretene Gefäßverkalkung bei CKD-MBD als unabhängiger Prädiktor ­kardiovaskulärer Events scheint irreversibel, deshalb ist Prävention anzustreben.

    Interessante neue Daten zu positiven Effekten von Magnesium bei CKD-BMD.

    Pathophysiologie: dramatische Änderung zu einem phosphozentrischen CKD-MBD-Weltbild.

    Update der KDIGO-Leitlinien zur CKD-BMD: Knochendichtemessung nun empfohlen, ­aggressive Phosphatsenker-Therapie in nichtdialysepflichtigen CKD-Stadien nicht empfohlen.

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  • Neues in der Nierentransplantation

    Maximierung von Donor-Pools durch Rekrutierung marginaler Organe, Kidney Paired Donation und in Zukunft vielleicht Kryokonservierung von Nieren.

    Optimierung klinischer Ergebnisse durch innovative immunologische Risikostrati­fizierung.

    Langzeit-Immunsuppression: erhöhtes Abstoßungsrisiko durch reduzierte CNI-Dosis und verlängertes Belatacept-Intervall.

    Innovative Therapieansätze: Empfängerdesensibilisierung durch i. v. Verabreichung des rekombinanten Immunglobulinspaltenden Enzyms IdeS und Toleranzinduktion mittels genetisch modifizierter regulatorischer T-Zellen (CAR-Tregs).

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  • Diuretika und Hypertonie

    Diuretika werden häufig für die Therapie der arteriellen Hypertonie eingesetzt, senken effektiv den Blutdruck und können so das kardiovaskuläre Risiko reduzieren.

    Für Diuretika vom Typ der Thiazide, Chlorthalidon und Indapamid, gilt laut ESC-Leitlinien 2013 eine Klasse-IA-Empfehlung für die Mono- und Kombinationstherapie.

    Bei schwer einstellbaren Patienten sollte man an kaliumsparende Diuretika als Alternative denken.

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  • Chronische Nierenerkrankungen und Ernährung

    Bei nephrologischen Patienten steht die Erhaltung der Eiweiß- und Energiespeicher durch eine gezielte Eiweiß- und Kalorienzufuhr im Vordergrund.

    Ernährungsmaßnahmen behandeln bestimmte Komorbiditäten, den Hydrations-zustand, Elektrolytstörungen, den Hyperparathyreoidismus, die metabolische Azidose sowie Harnsteine.

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  • Tolvaptan bei ADPKD: Update 2018

    Tolvaptan führt zu einem verglichen mit Placebo langsameren Abfall der eGFR bei Patienten mit ADPKD mit einer eGFR von 25 bis > 60 ml/min/1,73 m2.

    Gesteigerte Aquarese führt bei 7–15 % der Patienten zum Abbruch der Therapie.

    Erfolgreiche Früherkennung hepatischer Nebenwirkungen durch monatliche Kontrollen.

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  • Highlights der ASN Kidney Week 2017, New Orleans

    Widersprüchliche Ergebnisse zum Einfluss einer intensiven Blutdrucksenkung auf die Nierenfunktion.

    Ernährung und Nierenfunktion: phosphat- und säurereiche Diät nachteilig, Kaffeekonsum neutral bis vorteilhaft.

    Hinweise auf ein erhöhtes Niereninsuffizienzrisiko unter PPI-Therapie.

    REPRISE-Studie: bei Zystennierenpatienten signifikante Benefits durch Tolvaptan auch bei bereits fortgeschrittener Niereninsuffizienz.

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  • Nierenlebendspende – wann Zurückhaltung angebracht ist

    Die Lebendspende ist eine ausgezeichnete Möglichkeit, Patienten mit terminalem Nierenversagen die Dialyse zu ersparen und stattdessen sofort zu transplantieren.

    Zurückhaltung geboten ist jedoch bei Konstellationen, in denen das Risiko der Organspende im Missverhältnis zur erwartenden Erfolgsaussicht steht, bei erhöhtem Kurz- oder Langzeitrisiko für den Spender, bei Zweifeln an der Entscheidungsfähigkeit oder an der Freiwilligkeit der Entscheidung und bei Verdacht auf gesetzwidriges Verhalten.

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  • Auf dem Weg zu einer strukturierten CKD-Versorgung in Österreich

    Die in den letzten 2 Jahren eingeführten Awareness-Programme „niere.schützen‟ in der Steiermark oder „Gesunde Niere Vorarlberg‟ sind erfreuliche erste Schritte in Richtung einer strukturierten Früherkennung und Versorgung österreichischer Patienten mit chronischen Nierenerkrankungen (CKD).

    Um eine breitere Akzeptanz im niedergelassenen Bereich zu erreichen, erscheint die Einbindung von CKD gemeinsam mit Diabetes und Hypertonie in ein breit gefasstes, modulares Disease-Management-Programm (DMP) für kardiovaskuläre Risiko-patienten inklusive angemessener Honorierung der logische und notwendige nächste Schritt.

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  • Medium-Cut-off-Dialysatoren bei chronischen Dialysepatienten

    Größere Urämietoxine werden mit herkömmlichen Dialyseverfahren nicht entfernt.u Medium-Cut-off-Dialysatoren clearen diese großen Urämietoxine deutlich effizienter.

    Kein übermäßiger Albuminverlust.

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  • Highlights vom Europäischen Nephrologiekongress

    TRF-Budesonid bei IgA-Nephropathie hat das Potenzial, das Risiko für das Fortschreiten zur terminalen Nierenerkrankung zu reduzieren.

    Voclosporin bei Lupusnephritis: erzielt kombiniert mit MMF höhere Remissionsraten im Vergleich zur bisherigen Standardtherapie.

    IgG-Endopeptidase IdeS: Attraktives Therapieprinzip für zahlreiche Erkrankungen, bei denen IgG eine pathogenetische Rolle spielt.

    Neuer, nichtsteroidaler Mineralokortikoidrezeptorblocker Finerenon bei diabetischer Nephropathie als Zusatz zur RAS-Standardtherapie mit großem Potenzial zur Reduktion des kardiovaskulären und Progressionsrisikos.

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  • Heiß ersehnt: die neuen oralen Kaliumsenker

    Hyperkaliämie, ein häufiges klinisches Problem, korreliert mit der Mortalität und limitiert insbesondere in der Nephrologie und Kardiologie den Gebrauch von prognostisch wertvollen Medikamenten wie Hemmern des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems.

    Zwei neue Kaliumbinder (Patiromer und ZS-9) werden in absehbarer Zeit das therapeutische Arsenal in der Behandlung des chronischen Kaliumüberschusses erweitern. Sie scheinen sicher, gut verträglich und effektiv und durchlaufen derzeit Prüfungen in verschiedenen Indikationen bzw. klinischen Szenarien.

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  • Nierenerkrankung und Übergewicht (Weltnierentag 2017)

    Adipositas ist ein potenter Risikofaktor für die Entwicklung einer chronischen Nierenerkrankung bis hin zur dialysepflichtigen Niereninsuffizienz und ist auch mit einem erhöhten Nierenstein- und Nierenkarzinomrisiko assoziiert.

    Empfehlungen zur Gewichtsreduktion bei Adipösen mit moderater Niereninsuffizienz insbesondere zur Kontrolle von Diabetes mellitus und arterieller Hypertonie sind gerechtfertigt.

    Internationale gesundheitspolitische Strategien zur Eindämmung der Adipositas sind eine Chance, der steigenden Prävalenz der chronischen Nieren-erkrankung entgegenzuwirken.

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  • Erstlinientherapie bei ANCA-assoziierter Vaskulitis

    Mit der Zulassung von Rituximab gibt es eine echte Alternative zu Cyclophosphamid mit Vorteilen in gewissen Indikationen.

    Eine ausgewogene Aufklärung über den zu erwartenden Nutzen und mögliche Risiken ist bei der Wahl der Erstlinientherapie essenziell.

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  • Neues zur Pathogenese der membranösen Glomerulonephritis

    Bei 80–85 % der Patienten mit primärer membranöser Glomerulonephritis lassen sich Autoantikörper gegen die Podozytenantigene M-Typ-Phospholipase-A2-Rezeptor (PLA2R) oder Thrombospondin type-1 domain-containing 7A (THSD7A) nachweisen.

    Autoantikörpernachweis ermöglicht Diagnose, Prognoseabschätzung, Krankheitsaktivitätsbeurteilung, Abschätzen des Therapieansprechens, Remissionskontrolle und Differenzialdiagnose nach Transplantation.

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  • Fallberichte: ARNI im kardiorenalen Kontinuum

    Die gleichzeitige Angiotensin- und Neprilysin-Inhibition bringt Benefits für Herz­insuffizienz-Patienten auch bei eingeschränkter Nierenfunktion.

    Sofern ohne relevante Nebenwirkungen erreichbar, ist die Sacubitril/Valsartan-Zieldosis (97 mg/103 mg 1-0-1) anzustreben; denn hiermit sind entsprechend PARADIGM-HF-Daten prognostische Vorteile nachgewiesen.

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  • Vorhofflimmern und antithrombotische Therapien bei Dialysepatienten

    In der VIVALDI-Studie (Vienna InVestigation of AtriaL fibrillation and thromboembolism in hemoDIalysis) wurden klinisch-epidemiologische Eigenschaften von 626 Patienten mit Nieren­versagen und Hämodialysebehandlung (73 % der Wiener Hämodialysebevölkerung) erhoben.

    Prävalenz des Vorhofflimmerns bei HD-Patienten in Wien bei 26,5 %.

    HD-Patienten mit Vorhofflimmern: Nur die Hälfte erhält Antikoagulationstherapie.

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  • Fibroblast Growth Factor 23: Wohl- und Übeltäter

    FGF23 verhindert eine Phosphatüberladung des Organismus durch Stimulation der renalen Elimination (direkt) und Einschränkung der intestinalen Resorption (über Vitamin D).

    Deutlich erhöhte FGF23-Spiegel bei Nierenerkrankungen führen zu Linksherz­-hypertrophie, Inflammation und Immundefizienz.

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  • Eigene Daten zu Ursachen, prädisponierenden Faktoren und Outcome: sind akute Nierenversagen verhinderbar?

    Steigende Inzidenz des akuten Nierenversagens (AKI).

    AKI ist mit Morbidität und Mortalität assoziiert.

    AKI ist häufig ambulant erworben und multifaktoriell verursacht.

    AKI ist durch Präventivmaßnahmen teilweise verhinderbar.

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  • Neues in der Nierentransplantation

    In den letzten Jahren konnten kontinuierliche Fortschritte in den verschiedenen Teilgebieten der Transplantationsmedizin, wie Spendermanagement, Basisimmunsuppression, immunologische Risikotransplantation und Abstoßungstherapie, erzielt werden.

    Die Zukunft wird weisen, ob eines der aktuell intensiv beforschten innovativen Konzepte wie z. B. Toleranzinduktion oder Organ-Bioengineering Eingang in die Routine finden wird.

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  • „Wünsche mir EU-weite Outcomes-Reports“

    UIM: Was waren Ihrer Meinung nach die wichtigsten Entwicklungen in der Nephrologie in den vergangenen Jahren? Oberbauer: Es hat in einigen Bereichen interessante Fortschritte gegeben. In der Transplantationsmedizin etwa beim Management der HLA-Inkompatibilität: Man hat zunehmend die Bedeutung von so…

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  • „Neue Therapien schnell zur Verfügung stellen“

    UIM: Welche Aufgaben übernimmt die Österreichische Gesellschaft für Nephrologie? Lhotta: Die ÖGN ist laut ihren Statuten eine nicht auf Gewinn ausgerichtete Organisation, die den ausschließlichen und unmittelbaren Zweck der Förderung der Wissenschaft und der Gesundheitspflege auf dem medizinischen Fachgebiet der…

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  • Neues auf der kardiorenalen Achse – aus nephrologischer Sicht

    RAS als Therapietarget bei simultan renal und kardial erkrankten Patienten: Kombination Valsartan + Sacubitril (Angiotensinrezeptorblocker + Neprilysin-Inhibitor) als vielversprechende neue Option.

    Diabetestherapie mit dem SGLT-2-Hemmer Empagliflozin (Blockade der proximaltubulären Glukose-/Natrium-Reabsorption) zeigt sowohl hinsichtlich Renoprotektion als auch Kardioprotektion erstaunlich gute Effekte.

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  • Neue Substanzen in der Anämietherapie: Renale Anämie

    Große Zahl an verfügbaren ESA: aufgrund des immunogenen Risikopotenzials häufige ESA-Wechsel beim individuellen Patienten vermeiden.

    HIF-Stabilisatoren könnten bald eine orale Therapie der renalen Anämie ermöglichen.

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  • Bedeutung einer strikten Blutdruckkontrolle bei Nierenpatienten – Hypertonie und Niere

    Eine strikte Blutdruck- und Proteinurie-Kontrolle wirkt nephroprotektiv und reduziert kardiovaskuläre Ereignisse und Mortalität.

    Die Blutdruckzielwerte bei Patienten mit renalen Erkrankungen liegen bei unter 140/90 mmHg, bei Patienten mit einer Proteinurie werden Werte unter 130/80 mmHg angestrebt.

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  • Nach Zahlen des ÖDTR: Dialyse-PatientInnen in Österreich – ein Gruppenprofil

    In den vergangenen Jahrzehnten Zunahme bei allen drei PatientInnengruppen an der Nierenersatztherapie (NET): PatientInnen mit vaskulärer/hypertensiver Nephropathie, mit diabetischer Nierenerkrankung wie auch mit nichtdiabetischen, nichthypertensiven Nierenerkrankungen.

    Seit 2006 erfreuliche Abnahme der Inzidenz bei PatientInnen mit diabetischer Nephropathie zur NET, jedoch weiterhin Zunahme der Prävalenz (auch wegen Verbesserung beim Überleben von DiabetikerInnen an der Dialyse).

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  • Frühzeitige Zusammenarbeit gefordert: Kardiorenales Syndrom – wie sich der Nephrologe einbringen kann

    Optimierung des Flüssigkeitshaushaltes (Anpassung der Flüssigkeitszufuhr und Diuretika) ist von großer Bedeutung für das Management des kardiorenalen Syndroms.

    Ebenfalls wichtig ist die Optimierung der renalen Perfusion durch Erhöhung des zirkulatorischen Volumens (vor allem via RAS-Hemmung).

    Adaptierung der medikamentösen Therapie in Abhängigkeit von der Nierenfunktion: bei manchen Herzinsuffizienz-Subgruppen höheres Risiko für GFR-Verschlechterung.

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  • Kardiovaskuläre Hochrisikopatienten: Der Kardiologe sagt: Harnsäure runter, was sagt der Nephrologe?

    Hyperurikämie mit hohem renalen und kardiovasulären Risiko assoziiert – kausaler Zusammenhang aber noch nicht bewiesen.

    Zur Harnsäuresenkung ist ein therapeutischer Nutzen noch nicht belegt, daher Vorsicht und Zurückhaltung mit spezieller harnsäuresenkender Therapie.

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  • Behandlung therapierefraktärer Hypertonie: Ist die renale Sympathikus-Ablation gestorben?

    Eine renale Denervation sollte nach den österreichischen Richtlinien nur bei therapie­refraktärer Hypertonie (Ziel-Blutdruck unter 5 Antihypertensiva nicht erreicht) erwogen werden; idealerweise im Rahmen einer Studie.

    In weiteren Studien nach der HTN-3 konnte die Sicherheit der renalen Denervation (Komplikationsrate < 1 %), jedoch weiterhin keine Überlegenheit gegenüber einer optimalen medikamentösen Therapie aufgezeigt werden.

    Aldosteronantagonisten sollten bei fehlender Kontraindikation sowohl bei Hypertonikern mit Therapieresistenz und Therapierefraktärität eingesetzt werden.

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  • Was ist das bzw. was könnte das sein? Geriatrische Nephrologie

    Die komplexe geriatrische Nephrologie erfordert einen umfassenden Ansatz mit dem obersten Gebot: größtmögliche Lebensqualität und Selbstständigkeit trotz Krankheit und Behinderung.

    Einer exakten Problemanalyse des geriatrischen Assessments folgt eine individuelle ganzheitliche Therapie, die eine umfassende Gesundheits- und Lebensplanung beinhalten soll.

    Allein wegen des Alters darf keinem Patienten eine bestimmte Behandlung vorenthalten werden.

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  • Autoimmunerkrankungen in der Nephrologie: Therapie-Update zur ANCA-Vaskulitis und Lupusnephritis

    ANCA-positive Vaskulitis: CD20-Antikörper Rituximab sowohl in der Induktionstherapie als auch in der Erhaltungstherapie Alternative zur Standardmedikation mit Cyclophosphamid/Azathioprin.

    Lupusnephritis: Cyclophosphamid und Mycophenolat-Mofetil als Therapieoptionen. Neue Biologika wie IL-17- oder IL-6-Antikörper als Hoffnungsträger für die Zukunft.

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  • Screening auf chronische Nierenerkrankungen

    Eine chronische Nierenerkrankung (CKD) ist einfach zu diagnostizieren, entsprechende Therapien haben nachgewiesenermaßen einen positiven Einfluss auf ihren Verlauf.

    CKD-Screeningprogramme werden daher vermehrt etabliert, sollten aber auf Grund noch fehlender klarer Evidenz wissenschaftlich bezüglich Kosten und Nutzen evaluiert werden.

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  • Details zur Bedeutung des Fibroblast Growth Factor bei Niereninsuffizienz: FGF-23: ein Big Player im Phosphatstoffwechsel

    Der FGF-(Fibroblast-Growth-Factor-)23-Spiegel

    steigt bereits in sehr frühen Stadien der Niereninsuffizienz an,

    führt im späteren Stadium zur rascheren Progression des Nierenversagens und

    trägt unabhängig von anderen Faktoren zur Entwicklung der Linksherzhypertrophie sowie zur kardiovaskulären und Gesamtmortalität von Nierenpatienten bei.

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  • DOAK aus nephrologischer Perspektive

    Die intrakranielle Blutung als meistgefürchtete Nebenwirkung einer Antikoagulanzientherapie tritt unter DOAK um das 2- bis 3-Fache seltener auf als unter Warfarin. Gastrointestinale Blutungen traten in den Zulassungsstudien etwas häufiger bei den mit NOAK behandelten Patienten auf.

    Bei entsprechender Anamnese oder Komedikation mit Wirkstoffen, welche die Blutgerinnung ebenfalls beeinflussen bzw. mit dem Metabolismus der DOAK interferieren, muss die Verordnung und Dosierung mit entsprechender Vorsicht geschehen.

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  • Therapie der autosomal dominanten polyzystischen Nierenerkrankung (ADPKD): Wunsch und Wirklichkeit

    Die autosomal dominante polyzystische Nierenerkrankung (ADPKD) ist die häufigste vererbbare Nierenerkrankung, die zur terminalen Niereninsuffizienz führt.

    Neue Behandlungsstrategien zeigen erstmalig positive Behandlungserfolge in einer Progressionsverzögerung des Zystenwachstums und einer Verlangsamung des eGFR-Abfalls. Tolvaptan steht kurz vor der klinischen Zulassung. Weitere vielversprechende Substanzen befinden sich noch im Entwicklungsstadium.

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  • Weltnierentag am 12. 3. 2015 − „Nierengesundheit für alle“

    Der Weltnierentag soll das Bewusstsein schärfen für die Bedeutung unserer Nieren und unserer allgemeinen Gesundheit.

    Auch bei Medizinern ist oft weniger bekannt, dass Nierenerkrankungen bereits im frühen Stadium mit einem erheblichen Morbiditäts- und Mortalitätsrisiko verbunden sind.

    Die Häufigkeit und die Auswirkungen von Nierenerkrankungen und die damit verbundenen gesundheitlichen Probleme sollen weltweit reduziert werden.

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  • Membranöse Nephropathie: Fortschritte in Diagnostik und Therapie

    Nierenbiopsie ist der Goldstandard der Diagnostik.

    PLA2R-Antikörper sind hinweisend auf eine primäre Ursache. Sekundäre Ursachen müssen ausgeschlossen werden.

    Hohes thromboembolisches Risiko bei nephrotischem Syndrom.

    Immunsuppressive Therapie: Cyclophosphamid, Cyclosporin A, Rituximab.

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  • Neue Empfehlungen: Post-Transplant-Diabetes nach Nierentransplantation

    Ein im Anschluss an die Wiener ESOT-Konferenz 2013 von 24 internationalen Experten auf dem Gebiet des Post-Transplant-Diabetes mellitus (PTDM) erstelltes interdisziplinäres Konsensus-Papier schlägt ein überfälliges Guideline-Update in Form von 7 Empfehlungen zum Management des PTDM vor.

    Neuerungen betreffen die Terminologie, die Differenzierung einer transienten Hyper­glykämie von einem echten PTDM, den Stellenwert diagnostischer Tests, die Identifikation von Risikopatienten, den Vorrang einer suffizienten Immunsuppression sowie Präventions- und Therapiestrategien abseits der Modifikation des immunsuppressiven Regimes.

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  • Highlights der Jahrestagung 2014 der Österreichischen Gesellschaft für Nephrologie und Hypertensiologie

    Kardiorenale Syndrome sind eine neu definierte Entität, für die Nephrologie ist besonders das kardiorenale Syndrom Typ 4 von entscheidender Bedeutung.

    Vielversprechende Daten zum Angiotensinrezeptor-Neprilysin-Inhibitor LCZ696 bei Patienten mit diastolischer Herzinsuffizienz sind vermutlich auch für die chronische Niereninsuf­fizienz wegweisend.

    In den „neuen‟ Hypertonierichtlinien wurden die Zielblutdruckwerte insgesamt gelockert.

    Die arterielle Gefäßsteifigkeit ist heute als Parameter eines hypertensiven Endorgan­schadens im arteriellen Gefäßsystem gut etabliert.

    Ein Screeningprogramm zur chronischen Niereninsuffizienz, so wie von der ÖGN als „60/20-Konzept‟ gefordert, wurde durch ausländische Experten als sinnvolles Instrument zur Prävention bzw. Vorbereitung auf die bestmögliche individuelle NET demonstriert.

    Statine bei chronischer Niereninsuffizienz werden nach wie vor kontroversiell gesehen.

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  • Ergebnisse von SYMPLICITY HTN-3: Renale Sympathikusdenervierung – quo vadis?

    Die kürzlich präsentierten Ergebnisse von SYMPLICITY HTN-3 rechtfertigen den breiten, unüberlegten und vorschnellen Einsatz der renalen Sympathikus-denervierung bei unkomplizierten Hypertonikern nicht mehr.

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  • Nephrologie: von den Anfängen bis in die Zukunft

    Zum 60. Geburtstag der Dialyse Der „Fokus Nephrologie“ umspannt diesmal ein weites Themenfeld. Anlass ist nicht zuletzt das Jubiläum „60 Jahre Dialyse in Österreich“. Die Entwicklung vom experimentellen Überbrückungsverfahren für einzelne Betroffene mit akutem Nierenversagen hin zur Langzeittherapie für alle…

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  • 60 Jahre Dialyse in Österreich – 50 Jahre ÖDTR

    P. P. Figdor führte 1953 im Krankenhaus Lainz in Wien die erste Dialysebehandlung bei einem urämischen Patienten mit akutem Nierenversagen durch.

    Das ÖDTR (Österreichisches Dialyse- und Transplantationsregister) beruht auf einer zunächst gesamteuropäisch angelegten Datensammlung – die ersten chronischen Patienten aus Österreich wurden 1965 an das zentrale Register in London gemeldet –, die ab 1994 in Österreich national weitergeführt wurde.

    Heute dient das ÖDTR als Basis für gesundheitspolitische Strategien und Quelle für Endpunktuntersuchungen verschiedener Studiengruppen, wie z. B. den Start der Nierenersatztherapie oder für Berechnungen des Patientenüberlebens.

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  • Ein Konzept für die Zukunft: Nephrologie im Spannungsfeld zwischen Spital und Praxis

    Laut dem von der ÖGN vorgestellten Präventionsprogramm „Chronische Nierenerkrankung‟ soll bei Abfall der Nierenfunktion auf 60 % im niedergelassenen Bereich die Identifizierung von Risikopatienten für eine Progression erfolgen, die dann an ein nephrologisches Referenzzentrum überwiesen werden.

    Abfall der Nierenfunktion auf 20 %: Vorbereitung zur Nierenersatztherapie mit entsprechender Aufklärung, um individuell optimale Form der Nierenersatz-therapie zu finden.

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  • Das ESA-Positionspapier der ÖGN: ein richtiger Schritt zur rechten Zeit

    Die Pharmakovigilanz bei der Verordnung von erythropoesestimulierenden Agenzien (ESA) erbrachte 2 Fälle von „pure red cell anemia‟ in Österreich.

    Um das Risikopotenzial der Immunogenität zu minimieren, empfiehlt das Positionspapier der Österreichischen Gesellschaft für Nephrologie 2012 zur Behandlung mit ESA die Vermeidung eines intraindividuellen Wechsels von ESA-Präparationen.

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  • Palliativmedizinische Ansätze für terminal niereninsuffiziente Patienten

    Für dialysepflichtigen Patienten ist nicht nur die Urämie, sondern auch die Behandlung belastend, die einen hohen zeitlichen und logistischen Aufwand erfordert.

    Bei sehr schweren Begleiterkrankungen mit schlechter Prognose kann auch durch die Dialyse keine Lebensverlängerung erreicht werden. Bei solchen Patienten sollte daher die Verbesserung der Lebensqualität gegenüber lebensverlängernden Maßnahmen im Vordergrund stehen.

    Auch bei Dialysepatienten darf ein einvernehmlicher Therapieabbruch kein Tabu sein.

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  • Das Fach Nephrologie: Herausforderung und Chance für junge Internisten

    Die fachliche Orientierung junger Mediziner erfolgt recht früh. Das Fach Nephrologie bietet eine gesunde Mischung aus intellektueller und praktischer Herausforderung.

    Die Qualität der Ausbildung sowie der persönliche motivierende Einsatz von Mentoren sind entscheidend, um das Interesse für die Nephrologie zu wecken und die jungen Kollegen durch eine herausfordernde, aber befriedigende Ausbildungszeit zu führen.

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  • Hypertonie – bleibt alles beim Alten?

    Definition und Diagnostik der arteriellen Hypertonie bleiben im Wesentlichen gleich.

    Einheitlicher Zielblutdruck von < 140/90 mmHg unabhängig vom kardiovaskulären Risiko.

    Neue Therapieempfehlung bei jungen und betagten Patienten.

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  • HDF-Evolution in der Dialyse

    Die Onlineherstellung der Substitutionslösung macht die HDF im Vergleich zur klassischen HDF mit Substituat aus Beuteln praktikabel und kostengünstiger.

    Es gibt Hinweise für einen Überlebensvorteil bei HDF im Vergleich zur Hämodialyse, wenn hohe Konvektionsvolumina erzielt werden.

    Auch nach 3 großen Studien steht der Beweis für eine Überlegenheit der Methode gegenüber der konventionellen Dialyse noch aus.

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  • Rituximab bei Vaskulitis

    Rituximab ist eine Alternative in der Induktionstherapie bei ANCA-Vaskulitis und die First-Line-Therapie bei einem Relaps einer ANCA-Vaskulitis.

    Bei Lupusnephritis ist die Therapie mit Rituximab eine mögliche Alternative bei Therapieversagen mit Zyklophosphamid oder Mycophenolat-Mofetil.

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  • Nephrologie – Früherkennung im Fokus

    Die Österreichische Gesellschaft für Nephrologie (ÖGN) hat ein Konzept zur strukturierten Prävention, Früherkennung und Progressionsverzögerung von chronischen Nierenerkrankungen erstellt.

    Ein Screening zur Früherkennung sollte bei erhöhtem Risiko (Diabetikern, Hypertonikern, Adipositas, Nierenerkrankungen in der Familie etc.) durchgeführt werden und die Beurteilung der Nierenfunktion und der Albuminausscheidung im Harn beinhalten.

    „60/20-Konzept‟ zur Kooperation mit den Allgemeinmedizinern: bei einer GFR ≤ 60 ml/min/1,73 m2 je nach Risikokonstellation für Progression Überweisung zum nephrologischen Nierencheck, ab ≤ 20 ml/min/1,73 m2 Überweisung zur strukturierten Vorbereitung für die Nierenersatztherapie.

    Die im Strukturplan Gesundheit festgesetzten, aber noch keineswegs für alle Regionen erfüllten Zielsetzungen zur nephrologischen Infrastruktur werden dringend eingefordert.

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  • Progressionsverzögerung bei polyzystischer Nierenerkrankung

    In vielen Fällen bleibt die Nierenfunktion bei Patienten mit ADPKD bis zur vierten Lebensdekade normal, danach kommt es meistens zu einem GFR-Abfall von ca. 4–6 ml/min/Jahr.

    Eine Progressionsverzögerung gelingt mit einer konsequenten antihypertensiven Therapie vorzugsweise mittels RAAS-Blockade (Zielblutdruck < 140/90 mmHg ohne Albuminurie bzw. < 130/80 mmHg mit Albuminurie).

    Vermutlich wirkt eine Flüssigkeitszufuhr von ca. 3 l/Tag ebenfalls progressionsverzögernd.

    Die Ergebnisse einer Therapie mit dem V2-Rezeptor-Antagonisten Tolvaptan sind vielversprechend, weitere Studien sollten feststellen können, welche Patienten davon profitieren. Allerdings sind das Nebenwirkungsprofil und die Kosten von Tolvaptan beträchtlich.

    mTOR-Inhibitoren zeigen keine konklusiven Ergebnisse, haben zum Teil schwere und häufige Nebenwirkungen und werden bei der Therapie der ADPKD nicht eingesetzt.

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  • Enge Beziehung – Harnsäure und Niere

    Störungen des Harnsäurestoffwechsels können sowohl Ursache als auch Folge von Nierenerkrankungen sein.

    Die Hyperurikämie ist ein etablierter Risikofaktor in der Entstehung von Hypertonie und chronischer Nierenerkrankung.

    Die Behandlung einer Hyperurikämie mit dem Ziel, die Progression einer chronischen Nierenerkrankung zu bremsen, wird aktuell nicht empfohlen.

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  • Update – Diabetische Nephropathie

    Durch HbA1c-Werte < 7,0 % kann das Neu-Auftreten einer Mikroalbuminurie und die Progression zur Makroproteinurie bei Typ-1- und Typ-2-Diabetikern effektiv reduziert werden.

    Mit zunehmender Einschränkung der Nierenfunktion reduziert sich das nephroprotektive Potenzial der Blutzuckereinstellung.

    Zwecks Vermeidung eines Anstiegs des kardiovaskulären Risikos sollte ein systolischer Blutdruck-Zielbereich von 120–140 mmHg sowie ab dem Stadium der Mikroalbuminurie von 120–130 mmHg angestrebt werden.

    Bei Hypertonie bzw. ab dem Stadium der Mikroalbuminurie auch bei normotensivem Blutdruck sollten ACE-Hemmer oder AT1-Blocker zum Einsatz kommen. Eine duale RAAS-Blockade sollte vermieden werden.

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  • Rückgang der Dialyse-Inzidenz: ein Erfolg der Inneren Medizin?

    Seit 2004 hat sich die Dialyse-Inzidenz nicht mehr erhöht und in der Altersgruppe der 45–65-Jährigen abgenommen.

    Die Ursache für den Rückgang wird in der progressions-hemmenden Behandlung von Diabetikern und Hypertonikern gesehen.

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  • Einteilung und Therapie von Vaskulitiden

    Vaskulitiden sind oft organgefährdende und lebensbedrohliche systemische entzündliche Autoimmunerkrankungen.

    Die Vaskulitiden unterscheiden sich durch das pathophysiologische Bild des entzündeten Gefäßes und der Organe, den unterschiedlichen Gefäßbefall und die unterschiedliche Organbeteiligung.

    Nach histologischer Diagnosesicherung bedürfen Vaskulitiden meist einer aggressiven immunsuppressiven Induktions- sowie einer anschließenden weniger aggressiven Erhaltungstherapie.

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  • IgA-Nephropathie

    Primäres Ziel ist eine optimale supportive Therapie mit Fokus auf antihypertensive und antiproteinurische Maßnahmen.

    Bei persistierender Proteinurie oder progredienter Nierenfunktionsverschlechterung muss der Einsatz von Kortikosteroiden erwogen werden.

    Die Kombination von Steroiden mit zytotoxischen Medikamenten wird primär, sofern kein rapid progressiver Verlauf der der IgA-Nephropathie vorliegt, nicht empfohlen.

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  • Nierentransplantation – Lebendspenderaustausch

    Durch Spenderaustausch zwischen inkompatiblen ­Spender-Empfänger-Paaren können immunologische Risiken und Überimmunsuppression vermieden werden.

    Mögliche Varianten sind Spendertausch zwischen zwei AB0-inkompatiblen bzw. HLA-Antikörper-inkompatiblen Paaren; auch komplexere Austäusche zwischen mehreren Paaren sind – bei hohem organisatorischem Aufwand – möglich.

    Voraussetzung ist ein computergestützter Algorithmus zur Vorausberechnung kompatibler Kombinationen.

    Die Effizienz von KPD(„kidney paired donation‟)-Programmen hinsichtlich Steigerung der Transplantationen und Kosten konnte eindrucksvoll belegt werden.

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  • Geriatrie und Nephrologie – Geschwister oder Zwangsehe?

    Ein hoher Anteil der alten Menschen ist multimorbid, die pathologische Wertigkeit von Veränderungen ist jedoch mitunter unklar.

    Beachtenswerte Aspekte im Management von älteren PatientInnen mit CKD sind Frailty, geriatrisches Assessment, die Einbeziehung betreuender Angehöriger und Polypharmazie.

    In der Betreuung steht das patientInnenzentrierte interdisziplinäre Management vor der diagnosezentrierten und leitliniengerechten Versorgung.

    Die Versorgungsstrukturen sollten u. a. eine optimierte und umfassende Aus- und Weiterbildung betreffend geriatrische Besonderheiten sowie adäquate Refundierungssysteme gewährleisten.

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  • Herzinsuffizienztherapie bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

    Patienten mit kardiorenalem Syndrom Typ II sollten generell mit ACE-Hemmern (bzw. AT-II-Blockern, wenn ACE-Hemmer nicht vertragen werden) behandelt werden (Nebenwirkungen beachten, vorsichtig dosieren).

    Mineralokortikoid-Rezeptor-Antagonisten bekamen in den aktuellen ESC-Guidelines einen deutlich höheren Stellenwert.

    Diuretikaresistenz stellt oft eine große therapeutische Herausforderung dar.

    Ultima Ratio bleiben Ultrafiltrationsverfahren, wie z. B. die Peritonealdialyse.

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  • Klinische Studien zur Prävention und Therapie des Post-transplant-Diabetes mellitus

    Prävalenz von Diabetes und Prädiabetes nach Nierentransplantation: 30–40 % bei prätransplant Nichtdiabetikern.

    Charakteristikum ist eine Inselzellschwäche bei deutlich erhöhter peripherer Insulin­sensitivität.u Ansatz zur Prävention ist die frühzeitige Gabe von Insulin als Schutz vor Überlastung der Beta-Zellen des Pankreas.

    Therapeutische Ansätze bei stabilen Langzeitpatienten können Metformin, Glitazone und insbesondere Gliptine sein.

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  • Fibrosehemmung bei chronischer Niereninsuffizienz

    Transforming Growth Factor β (TGF-β) dürfte eine zentrale Rolle in der renalen Fibrose spielen.

    Ergebnisse tierexperimenteller Studien: ONO-1301, HGF, Tamoxifen, BMP 7 und Norcantharidin reduzieren die Fibrosierung durch direkte oder indirekte Hemmung von TGF-β; Suramin und Cytoglobulin wirken über andere Mechanismen antifibrotisch.

    Klinische Studien: Verschiedene Ansätze befinden sich in Erprobung, unter anderem ein TGF-β1-spezifischer Antikörper, aber auch Substanzen, welche die Proteinurie verbessern.

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  • Leberersatztherapie bei hepatorenalem Syndrom?

    Argumente für die extrakorporale Leberunterstützung:

    Option nach Versagen der Standardtherapie

    Überlebensvorteil bei fortgeschrittenem HRS – insbesondere bei dialysepflichtigem Nierenversagen – in zwei Studien dokumentiert

    Im Vergleich zu herkömmlichen Dialyseverfahren kaum zusätzliche Risiken zu erwarten

    Argumente gegen die extrakorporale Leberunterstützung:

    Die reine Toxinentfernung ersetzt eine funktionierende Leber nicht.

    Die aktuelle Datenlage widerspricht einem messbaren Vorteil der Entgiftung.

    Bei Vorliegen der für HRS typischen Störungen kann es zu inakzeptablen Komplikationsraten kommen.

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  • Endothelin-Antagonisten bei diabetischer Nephropathie – Haben sie eine Zukunft?

    Die Stärke der Proteinurie korreliert mit der Abnahme der Nierenfunktion und dem kardiovaskulären Risiko.

    Endothelin-Antagonisten sind möglicherweise die potentesten Substanzen zur Senkung der Proteinurie.

    Die antiproteinurische Wirkung setzt schon bei sehr niedrigen Dosen ein; hohe Dosierungen erhöhen das Risiko von Ödemen und akuter Herzinsuffizienz.

    Auch die Wirkung von Angiotensin II kann durch bestimmte Endothelin-Antagonisten gehemmt werden.

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  • Antikoagulation und Überleben an der Dialyse


    Probleme bei der Therapieentscheidung hinsichtlich einer oralen Antikoagulation bei Dialyse patienten sind eine unklare Datenlage und das besondere Risikoprofil der Patientengruppe.

    Bei gesicherter Indikation hat die orale Antikoagulation einen hohen potenziellen Nutzen.

    Das Risiko für Nebenwirkungen ist durch engmaschige Therapiekontrollen zu reduzieren.

    Daten der INVOR-Studie sprechen für eine orale Antikoagulation.

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  • Das pulmorenale Syndrom

    Das pulmorenale Syndrom (PRS) ist gekennzeichnet durch eine diffuse alveoläre Hämorrhagie auf der Basis einer Kapillaritis und einer gleichzeitig bestehenden rapid progredienten Glomerulonephritis (RPGN). Das PRS ist potenziell lebensbedrohlich und zählt zu den nephrologischen Notfällen – eine rasche Diagnosestellung und Therapieeinleitung ist von eminenter Bedeutung.

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  • Wann muss man an eine Glomerulonephritis denken?

    Zu häufigen klinischen Symptomen einer Glomerulonephritis zählen (intermittierende) Makrohämaturie, Ödeme, schäumender Harn (Proteinurie/Albuminurie) oder hypertensive Blutdruckwerte. Im Falle einer schon fortgeschrittenen Niereninsuffizienz finden sich auch urämische Symptome.

    Nach Ausschluss einer urologischen Ursache einer Hämaturie sollten Patienten mit einer wiederholten (isolierten) Hämaturie nephrologisch abgeklärt werden. Akanthozyten/dysmorphe Erythrozyten oder Erythrozytenzylinder im Harnsediment sind praktisch beweisend für eine Glomerulonephritis. Als nephrotisches Syndrom wird eine Proteinurie > 3,5 g/Tag, Ödeme, Hypertonie, Hypoalbuminämie und Hyperlipidämie bezeichnet.

    Es existieren in der klinischen Routine noch keine serologischen „Früherkennungsmarker” für eine Glomerulonephritis. Bei entsprechender klinischer Symptomatik ist jedoch die Analyse einiger Marker, wie z. B. c-ANCA, p-ANCA, ANA und die ANA-Subtypen, PLA2R-Antikörper, für die Diagnose bestimmter Glomerulonephritiden entscheidend.

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  • Therapie der Glomerulonephritiden

    Glomerulonephritiden sind seltene, immunologisch mediierte Erkrankungen des Glomerulums (IMGP).  Die Therapie besteht prinzipiell aus einer supportiven Therapie (u. a. Blutdruckkontrolle, antiproteinurische Therapie), die jeder Patient mit IMGP benötigt, und eventuell einer zusätzlichen immunsuppressiven Therapie.

    Die Entscheidung für eine Immunsuppression und die Wahl des Immunsuppressivums richten sich nach der Art der IMGP.

    Vor Beginn einer antisuppressiven Therapie müssen sekundäre Ursachen für die IMGP ausgeschlossen werden.

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  • Nierentransplantation bei älteren Patienten – Lohnt sich das Risiko?

    Durch „Old for old”-Transplantationsprogramme, bei denen Nieren-Spender und -Empfänger über 65 Jahre sind, konnte die Anzahl an älteren Spendernieren verdoppelt werden. Die Ergebnisse erscheinen zunächst mit denen gleichaltriger Transplantierter nach konventionellem Vorgehen vergleichbar. Subgruppenanalysen der Symphony-Studie sprechen aber für eine signifikant höhere Komplikationsrate (v. a. Infektionen) bei Nierentransplantatempfängern über 60 Jahre.

    Um die Nierentransplantation bei älteren Patienten erfolgreicher zu gestalten, benötigt es Studien über adaptierte Immunsuppressions-Schemata in dieser Patientengruppe. Zudem könnte die histologische Beurteilung des Spenderorgans vor der Transplantation, die Transplantation beider Spendernieren oder die Förderung der Lebendspende das Transplantat- und Patientenüberleben in dieser Altersgruppe verbessern.

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  • PRO & CONTRA: Renale Sympathikusdenervation zur Behandlung der therapierefraktären Hypertonie

    Argumente für die renale Sympathikusdenervierung sind: u eine signifikante Blutdrucksenkung bei über 85 % aller Patienten u die Sicherheit des Eingriffs (u. a. Fehlen radiopathologischer Veränderungen an der Nierenarterie auch nach 3 Jahren) u ein Potenzial für positive Effekte auf andere sympathikusgesteuerte Erkrankungen u Compliance-unabhängige Methode Contra-Argumente sind in erster Linie: u fehlende Langzeitdaten über mehr als 3 Jahre u eine häufig unzureichende Evaluierung der medikamentösen ­Therapie­resistenz („Pseudoresistenz”)

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  • Alte Beziehung mit neuen Aspekten

    Eine Einschränkung der Nierenfunktion führt zu erhöhten Plasmakonzentrationen von Vitamin A und zu einer verminderten Versorgung mit Vitamin C, Vitaminen des B-Komplexes und der aktiven Form von Vitamin D. Neue Aspekte ergeben sich vor allem durch die Aufklärung zugrundeliegender Mechanismen und die Erforschung bisher unbekannter Wirkungen einzelner Vitamine.

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  • Lebendspenderregister – Strukturierte Nachbetreuung und Nachbeobachtung von Organspendern

    KONTEXT: Die Anzahl der Patienten, die einer Nierenersatztherapie bedürfen, steigt weltweit kontinuierlich an. in Österreich werden derzeit über 8.000 Patienten mit Dialyse oder nach einer erfolgreichen Nierentransplantation behandelt (Erhebungen Österreichisches Dialyse- und Transplantationsregister). die Nierentransplantation ist die erfolgreichste und kostengünstigste Form der Nierenersatztherapie. die transplantierten Organe stammen zum Großteil von verstorbenen. zwischen Patienten mit Nierenersatztherapie, die zur Transplantation gemeldet sind und der Verfügbarkeit von Organen besteht ein dauerndes Missverhältnis. in den letzten Jahren ist in Österreich eine zunehmende Bereitschaft zur Lebendspende zu erkennen. die Langzeitergebnisse dieser Transplantationsform sind deutlich besser als nach der Transplantation von Organen verstorbener Spenderinnen und Spender.

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  • "Osteoporose" bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion – Diagnose und Therapie

    Was bei schwer niereninsuffizienten Patienten klinisch wie eine Osteoporose erscheint, muss keine sein. Bei fortgeschrittener CKD hat die differenzialdiagnostische Abklärung einer erniedrigten Knochendichte bzw. einer Fragilitätsfraktur einen besonderen Stellenwert, da die renale Osteodystrophie ein anderes therapeu – tisches Vorgehen erfordert als eine Osteoporose. Der Weg zur korrekten Diagnose ist jedoch ein schwieriger und erfordert oft eine Knochenbiopsie.

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  • HIV und Niere – Nephrologische Veränderungen in Zusammenhang mit Infektion und Therapie

    Das Überleben HIV-positiver Patienten hat sich seit Einführung einer kombinierten antiretroviralen Therapie dramatisch verbessert. Bedingt durch HIV-assoziierte Glomerulopathien und renale Veränderungen anderer Genese werden Nephrologen zunehmend mit der Entscheidung ob des Managements renaler Probleme bei HIV-positiven Patienten konfrontiert.

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  • Neutrophiles Gelatinase-assoziiertes Lipocalin (NGAL) – Neuer Parameter in der Diagnose des akuten Nierenversagens?

    Der Kreatininwert bildet nach wie vor einen der Eckpfeiler in der Definition des akuten Nierenversagens (ANV). Allerdings erschwert eine Reihe von Einschränkungen im Zusammenhang mit diesem Parameter die Diagnose in der klinischen Praxis, was zur intensiven Erforschung von Biomarkern geführt hat.

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  • Überschuss an Aldosteron: Hypertonie und mehr

    Kontext: Die arterielle Hypertonie zählt zu den häufigsten chronischen Erkrankungen in der westlichen Welt und stellt einen der wichtigsten Risikofaktoren für kardiovaskuläre Erkrankungen dar. Bei vielen Patienten steht die arterielle Hypertonie in einem engen Zusammenhang mit der Serum-Aldosteronkonzentration. Zunehmend wird jedoch eine deletäre Rolle des Aldosterons für die Entstehung und den Verlauf verschiedenster Erkrankungen über die arterielle Hypertonie hinaus klar. So führt ein Aldosteronüberschuss unter anderem zu einer veränderten Regelung im Renin-Aldosteron-Angiotensin-System (RAAS), zu einer Zunahme der peripheren Insulinresistenz und einer progredienten kardialen Fibrosierung. Diesen Erkenntnissen folgend, sollte vermehrt die medikamentöse Blockade des Mineralokortikoidrezeptors (MR), der die Aldosteronwirkung auf zellulärer Ebene vermittelt, in therapeutische Konzepte miteinbezogen werden.

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  • Herz und Niere – Das kardiorenale Syndrom

    Erkrankungen des Herzens und der Nieren sind durch zahlreiche wechselseitige Pathomechanismen eng miteinander verknüpft. Dem trägt der erst vor kurzem geprägte Begriff des kardiorenalen Syndroms Rechnung. Das klinische Management der betroffenen PatientInnen erfordert eine enge Kooperation zwischen Kardiologie und Nephrologie.

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  • Osteoporose aus nephrologischer Sicht

    Aus nephrologischer Sicht ergeben sich bei der Diagnosestellung und Therapie der primären (nicht durch andere Erkrankungen/Interventionen hervorgerufenen) Osteoporose zwei wesentliche Fragen: 1. Sind die verwendeten Medikamente wirksam und sicher und 2. handelt es sich bei niereninsuffizienten Patienten noch um eine Osteoporose oder eher um eine renale Osteodystrophie? 

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  • Sport ist Mord – oder doch nicht? -Sport bei chronischen Nierenerkrankungen

    Kontext: Die rehabilitativen Eigenschaften von Grundlagenausdauertraining bei Hypertonie, peripherer arterieller Verschlusserkrankung und koronarer Herzerkrankung sind unbestritten. Erst in den letzten Jahren hat sich Grundlagenausdauertraining als therapeutische Option auch bei chronisch-obstruktiven Lungenerkrankungen und diversen restriktiven Lungenerkrankungen etabliert. Nachdem viele der chronisch…

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  • Flankenschmerz – und was sich dahinter verbergen kann

    Seltenes ist selten – aber spannend. Scheinbar häufige Symptome wie einseitiger Flankenschmerz können gelegentlich zu überraschenden Diagnosen führen.

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  • Chronische Niereninsuffizienz – Adipositas – Hochrisikofaktor für Entstehung und Progression von Nierenerkrankungen

    In den letzten Jahren wurde eine Vielzahl pathogenetischer Zusammenhänge zwischen Adipositas und chronischer Nephropathie beschrieben, die eindeutige Evidenz ergeben, dass die Adipositas mit konsekutiver Insulinresistenz einen wichtigen, potenziell modifizierbaren Risikofaktor für die Entstehung und Progression einer chronischen Nierenerkrankung darstellt.

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  • Nephrogene systemische Fibrose (NSF): Fakt oder Mythos?

    Seit der Erstbeschreibung einer neuen, bedeutungsvollen möglichen Nebenwirkung von Gadolinium (Gd), der „nephrogenen systemischen Sklerose“, im Jahre 2000 besteht Verunsicherung unter den Medizinern. Der kausale Zusammenhang mit der Gd-Applikation und die Pathophysiologie in der Entstehung der Erkrankung sind nach wie vor nicht vollständig geklärt.

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  • Neues zur Mikroalbuminurie -Albuminurie als kontinuierliches kardiovaskuläres Risiko

    Kontext: Vor genau dreißig Jahren erschien von Viberti und Svendsen in „Lancet“ eine systematische Untersuchung bei Diabetikern über die Vorhersagekraft einer Proteinurie, die nicht mit dem herkömmlichen Harnstix erfasst werden konnte, wobei hier erstmals der Begriff der „Mikroalbuminurie“ (MA) eingeführt…

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  • Antibiotikatherapie bei eingeschränkter Nierenfunktion

    Die Dosierung von Antibiotika muss einerseits an die Nierenfunktion sowie andererseits an die Schwere der Infektion, das nephrotoxische Potenzial bzw. das Nebenwirkungsspektrum angepasst werden. Eine Alternative zu renal eliminierten Antiinfektiva stellen so genannte „Leberantiinfektiva“ dar, die eine sichere Dosierung unabhängig von der Nierenfunktion ermöglichen.

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  • Geriatrie und Niere Renale Alterungsprozesse

    Kontext: Die alternde Bevölkerung stellt heute in den westlichen Industrieländern mit den einhergehenden Kostensteigerungen eine zunehmende gesundheitspolitische Herausforderung dar. Eine mit dem Alter zunehmende Einschränkung funktioneller Reserven verbunden mit Defiziten in unterschiedlichen Domänen bei Multimorbidität kennzeichnet das Bild der geriatrischen…

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