Rubrik: Palliativmedizin

  • Die Therapie von Durchbruchschmerzen bei onkologischen Patienten

    Schmerzen bei onkologischen Erkrankungen stellen eine große Belastung für Patienten dar und führen zu einer maßgeblichen Einschränkung der Lebensqualität.

    Neben chronischem Schmerz leiden etwa 60 % aller Patienten an Durchbruchschmerzen, welche mit der Gabe lang wirksamer Mittel nicht suffizient kontrolliert werden können.

    Für Durchbruchschmerz-Attacken stehen schnell und kurz wirksame Zubereitungen hochpotenter Opioide zur Verfügung. Entscheidend für die Wahl des richtigen Analgetikums ist hier eine umfassende Anamneseerhebung sowie Kenntnis der vorliegenden Schmerzform(en).

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  • 1. KIWANIS-Preis für Kinderhospiz MOMO

    Wiens mobiles Kinderhospiz und Kinderpalliativteam MOMO wurde mit dem KIWANIS-Preis für hervorragendes soziales Engagement ausgezeichnet.

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  • Personalisierte Medizin aus palliativmedizinischer Sicht

    Ziel der Palliative Care ist ein Wohlbefinden unabhängig von der Prognose – zu jedem
    Zeitpunkt der Erkrankung. Wichtig: Befund ist nicht gleich Befinden.

    Therapieziele sollten vor Therapieplänen formuliert werden.

    Eine Möglichkeit, dem Patienten als Person zu begegnen, bietet die
    Frage: „Was müssen wir als behandelndes Team wissen, um Sie bestmöglich
    betreuen zu können?‟

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  • Containment als professionelle Grundlage der palliativen Begleitung

    Das Mitaushalten von Situationen mit wenig Handlungsspielraum und das Mittragen damit einhergehender belastender Emotionen – im Sinne des ursprünglich psychotherapeutisch geprägten Begriffes „Containment‟ – ist eine wichtige und sehr fordernde Leistung in Palliativbetreuungen.

    Schwer kranken Menschen und ihrem Umfeld wird dadurch ein Rahmen zur Bewältigung einer oft unerträglich scheinenden Lebenssituation geboten.

    Vonseiten der professionell Begleitenden erfordert dies ein hohes Maß an Resilienz und ein ruhiges Aufsuchen der gerade noch möglichen Handlungsspielräume.

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  • Methadon bei onkologischen Patienten

    Methadon ist ein Opioid mit komplexem Wirkung-Nebenwirkung-Profil.

    In der Tumorschmerztherapie sollte es nur von sehr erfahrenen Schmerztherapeuten verwendet werden. Die Verschreibung als Analgetikum ist „off-label‟.

    Als Antitumortherapeutikum hat es keinen Stellenwert. Die Verschreibung als „Antikrebsmittel‟ ist nach derzeitigem Stand der Wissenschaft nicht nur „off-label‟, sondern nicht zu rechtfertigen.

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  • Palliative Care für Demenzpatienten

    Der hohe Palliativbedarf von Demenzpatienten wurde bislang unterschätzt.

    Im Sinne des Advance Care Planning ist es wichtig, Entscheidungen zu antizipieren und im Frühstadium der Krankheit zu thematisieren.

    Auf Verhaltensänderungen als wichtige Hinweise auf Schmerzen und andere Symptome ist besonders zu achten.

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  • Ernährungstherapie bei Betagten, Demenzkranken und am Lebensende

    Betagte Menschen sind häufig von Mangelernährung betroffen; in der Gruppe der über 85-Jährigen sind es über 25 %.

    Alle ernährungstherapeutischen Maßnahmen sind regelmäßig und genau auf ihre Effektivität für den individuellen Patienten zu prüfen.

    Am Ende des Lebens verändert sich häufig das Ess- und Trinkverhalten, Hunger und Durst sind weniger vorhanden bzw. werden weniger wahrgenommen. Die Einstellung eines künstlichen Ernährungsmodus ist weder ein schmerzhafter Prozess noch ist es ein aktiver Vorgang im Sinne einer aktiven Sterbehilfe.

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  • Wundmanagement in der Palliativpflege

    Exulzerierende Tumorwunden konfrontieren Patienten und deren Angehörige gnadenlos mit dem Fortschreiten der Erkrankung.

    Durch den hohen Leidensdruck auf körperlicher wie psychosozialer Ebene entsteht häufig ein starker und nachhaltiger Sterbewunsch.

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  • Palliative Care und Caring Communities

    Die Professionalisierung des Sterbens erreicht langsam ihre Grenzen. Mehr Geld und mehr Profis schaffen keine den Vorstellungen der Betroffenen angemessene Versorgung.

    Es braucht Alternativen, die an Autonomie, Sozialität und fachlich kompetenter und zivilgesellschaftlicher Sorge orientiert sind.

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  • COPD und Palliative Care

    Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenkrankheit (COPD) haben eine hohe Symptombelastung und dementsprechend große palliativmedizinische Bedürfnisse.

    Die palliativmedizinische Betreuung dieser Patienten erfolgt zu selten und zu spät.

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  • Cannabinoide in der Palliative Care

    Cannabinoide eignen sich als Add-on-Therapie bei Übelkeit und Erbrechen, wenn andere Antiemetika ineffektiv sind. Auch bei therapierefraktären Tumorschmerzen stellen sie eine sinnvolle Zusatztherapie dar.

    Zur Behandlung von Appetitlosigkeit können Cannabinoide als First-Line eingesetzt werden.

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  • Kontroversen in Palliative Care

    Ausgewählte Take-Home-Messages vom 6. Interdisziplinären Österreichischen Palliativkongress:
    – Die palliative Sedierungstherapie ist eine ethisch akzeptable Behandlungsform am Lebensende.
    – Frühzeitige palliativmedizinische Unterstützung ist auch wichtig für COPD-Patienten.
    – Pleura- und Aszitespunktionen können zu Hause durchgeführt werden und ersparen schwer kranken Patienten belastende Spitalsaufenthalte.
    – Durch vorausschauende Planung lassen sich die Probleme von Übertherapie am Lebensende mildern.

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  • Therapeutisches Potenzial der Cannabinoide

    Anlässlich des 6. ÖPG-Kongresses wurden die medizinischen Anwendungsmöglichkeiten von Cannabinoiden erläutert.

    Der Fokus der Sitzung „Cannabinoide beim onkologischen Patienten‟ lag auf der Behandlung der Tumorkachexie und Schmerztherapie.

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  • Advance Care Planning

    Bei Advance Care Planning steht der Kommunikationsprozess im Vordergrund.

    Die Ergebnisse können sehr unterschiedlich sein: Die individuelle Vorausbestimmung von Behandlung in Form rechtlich verbindlicher Verfügungen kann (muss aber nicht!) ein solches Ergebnis sein.

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  • Amyotrophe Lateralsklerose

    u Je nach Verlaufsphase der amyotrophen Lateralsklerose sind unterschiedliche palliative Maßnahmen zu setzen: – Zu Beginn sind eine sorgfältige und verständliche Aufklärung, Erfassung des persönlichen, sozialen und spirituellen Hintergrundes und Besprechung einer Patientenverfügung wichtig. – Zugang zu Beratung aus dem multiprofessionellen und -disziplinären Bereich muss gewährleistet sein, symptomatische Therapien müssen laufend aktualisiert und Maßnahmen zur Funktionserhaltung gesetzt werden. – Im Endstadium der Erkrankung ist die End-of-Life-Situation zu „orchestrieren‟ und zu bewältigen. Nach dem Tod des Patienten sind Verarbeitung und Debriefing essenziell.

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  • „Migrate your mind“ − Kultursensitive Kommunikation und Versorgung in Onkologie und Palliativmedizin

    Patienten mit Migrationshintergrund weisen besondere kulturspezifische Bedürfnisse auf, die in der Onkologie und Palliativmedizin spezielle Berücksichtigung finden müssen.

    Kommunikationsprobleme durch sprachliche Barrieren sowie familiäre und soziale Strukturen führen zu Herausforderungen in der täglichen klinischen Arbeit.

    Der individuelle Umgang mit kulturspezifischen Wünschen und Bedürfnissen ist besonders wichtig für die Zufriedenheit von Patienten und Mitarbeitern.

    Qualitative Forschung hat einen besonders großen Stellenwert in der Palliativmedizin, um individuelle Zugänge, Erfahrungen und Erwartungen adäquat abbilden zu können.

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  • What Makes a Good Palliative Care Physician? Bedürfnisse von Patienten auf Palliativstationen

    Patienten auf Palliativstationen wünschen eine persönliche Beziehung zu ihren Betreuenden.

    Wichtige Aspekte nach Aufnahme auf einer Palliativstation sind Information über den Zweck einer palliativen Betreuung, die Verbesserung von belastenden Symptomen sowie eine Unterstützung in sozialen Belangen.

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  • Patientensicherheit erhöhen: Bakterielle Portinfektionen reduzieren

    Zentralvenöse Gefäßzugangssysteme (Ports oder Katheter) erleichtern die intravenöse Therapie und sind gerade bei Patienten, die auf eine vollständige (heim-)parenterale Ernährung angewiesen sind, überlebensnotwendig.

    Folgende Maßnahmen können Port- und Katheterkomplikationen signifikant reduzieren, Kosten senken und das Überleben verlängern: (1) richtiger hygienischer Umgang, (2) regelmäßiges, pulsierendes Spülen mit NaCl 0,9 %, (3) Anwendung einer geeigneten antimikrobiellen Blocklösung.

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  • „Weiterentwicklung von Palliative Care in Österreich“

    UIM: Was sind die wesentlichen Aufgaben und Anliegen der Österreichischen Palliativgesellschaft? Retschitzegger: Die Österreichische Palliativgesellschaft (OPG) versteht sich als wissenschaftliche Vereinigung aller Berufsgruppen, die mit der Betreuung schwerkranker PatientInnen mit fortgeschrittenem Leiden und ihrer Angehörigen befasst sind. Der Zweck des…

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  • „Wir praktizieren schon immer personalisierte Medizin“

    UIM: Was waren Ihrer Meinung nach die wichtigsten medizinischen Entwicklungen im Bereich der Palliativmedizin in den vergangenen Jahren? Watzke: Eine ganz wesentliche Arbeit wurde 2010 von Temel et al. im New England Journal of Medicine publiziert.1 Die randomisierte Studie ging…

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  • Demoralisation und Depression: Die feinen Unterschiede

    In der alltäglichen Praxis der Palliative Care sind Demoralisation und Depression häufige Symptome.

    Das Erkennen und die Behandlung beider Symptome sind wichtig, mit Auswirkungen auch auf andere Symptome wie beispielsweise Schmerzen.

    Eine medikamentöse Therapie ist bei Demoralisation nicht zwingend notwendig, bei der Depression dagegen schon – hier reichen psychotherapeutische Verfahren alleine nicht aus.

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  • Fachärzte für Palliativmedizin in Österreich: Am Ende werden wir selbst den Nutzen haben …

    Palliativmedizin als medizinisches Spezialfach gibt es bereits in mehr als einem Drittel der europäischen Länder.

    Auch in Österreich soll es mit der derzeit in Vorbereitung befindlichen „Fächer-übergreifenden Zusatzweiterbildung Palliativmedizin“ bald eine adäquate Ausbildung und anerkannte Spezialisierung für Palliativmedizin geben.

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  • Palliativmedizin bei neurodegenerativen Erkrankungen: Ohne Interdisziplinarität und Multiprofessionalität geht es nicht

    Die Palliativbetreuung von Menschen mit neurodegenerativen Erkrankungen wird als „Neuropalliative Care‟ bezeichnet.

    In der alltäglichen Praxis der „Neuropalliative Care‟ spielen ethische Entscheidungsfindungen sowie die Autonomie der körperlich und kognitiv eingeschränkten Patienten eine zentrale Rolle.

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  • Burn-out bei Pflegepersonen und Angehörigen: „Ausbrennen kann nur, wer einmal gebrannt hat“

    Menschen in Pflegeberufen und pflegende Angehörige sind stark Burn-out-gefährdet. Vorbeugende Maßnahmen sind auf persönlicher und organisationaler Ebene von hoher Bedeutung.

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  • „Bestmögliche Lebensqualität für unheilbar an Krebs erkrankte Menschen“

    Die Österreichische Krebshilfe, Hospiz Österreich und die Österreichische Palliativgesellschaft präsentieren zum Weltkrebstag 2016 (4. 2.) eine neue Broschüre, die Menschen mit fortgeschrittener Krebserkrankung einen detaillierten Überblick über das österreichweite Hilfsangebot gibt und Angehörige bei den vielen Fragen und Problemstellungen in der Begleitung und Pflege unterstützt.

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  • PERS2ON Score: Gezieltes Assessment von Symptomen in der Palliative Care

    Der Einsatz zeitintensiver Assessment Tools scheitert oft an der Praktikabilität im klinischen Alltag.

    Der PERS2ON Score bietet eine Möglichkeit zur gezielten Anamnese; die Buchstaben dienen als Eselsbrücke: P (Pain) E (Eating) R (Rehabilitation) S (Social Situation, Suffering), O2 (Dyspnoea) und N (Nausea/Emesis).

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  • Notwendig oder schädlich? Flüssigkeitszufuhr am Lebensende

    Eine Verlängerung der Lebenserwartung durch künstliche Flüssigkeitszufuhr ist im palliativen Setting, anders als in Akutsituationen, nicht erwiesen.

    Künstliche Flüssigkeitszufuhr wirkt positiv auf Symptome wie Delir, opioidinduzierte Neurotoxizität und Myoklonien, beeinflusst aber nicht das Durstgefühl.

    Vorteile verminderter Flüssigkeitszufuhr am Lebensende können reduzierte Sekretbildung (Husten/Verschleimung), verminderte periphere/zentrale Ödeme, Aszites, weniger Erbrechen und Schmerzen sein.

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  • Palliativversorgung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen

    Pädiatrische palliative Care (PPC) steht für die multiprofessionelle und umfassende Versorgung von lebensbedrohlich erkrankten Kindern/Jugendlichen sowie deren Angehörigen im Krankheitsverlauf und in der Trauerphase.

    Neben einer optimalen Schmerztherapie und Linderung belastender Krankheits­symptome ist die psychische, soziale und spirituelle Begleitung essenziell.

    Eltern sollen als primäre Betreuungspersonen anerkannt werden, Kinder je nach Alter und Entwicklungsstand an Entscheidungsprozessen zu ihrer Betreuung teilhaben können.

    Gespräche sollen offen, ehrlich und einfühlsam geführt und bei Kindern auf Alter und Entwicklungsstand abgestimmt werden.

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  • Eine gemeinsame und zentrale Aufgabe: Spirituelle Betreuung in der Palliativmedizin

    Spiritual Care ist Teil der Versorgung von Patienten in einem palliativen Setting.

    Die Rücksichtnahme auf spirituelle Bedürfnisse erlaubt eine umfassende Betreuung von Menschen mit schwerwiegenden Erkrankungen.

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  • Fundstücke eines Lesers: Die Liebe lebt am Lebensende

    Im palliativen Setting, im Umgang mit schwerkranken und sterbenden Menschen, erlebt man immer wieder unglaubliche Liebesgeschichten – und auch in der Literatur finden sich zahlreiche Beispiele.

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  • Enquete-Kommission: Würde am Ende des Lebens: 51 Empfehlungen – und 6 Monate danach

    Konzepte zur Hospiz- und Palliativversorgung in Österreich sind seit vielen Jahren vorhanden und seit März 2015 auch parlamentarisch vereinbart, allein es fehlt die akkordierte Finanzierung.

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  • Wie viel ist zu viel? Chemotherapie am Lebensende

    Chemotherapie am Lebensende wird trotz geringer Erfolgsraten relativ häufig angewandt.

    Begleitende palliativmedizinische Maßnahmen sind essenziell, genauso wie aufklärende und ehrliche Gespräche.

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  • Schmerztherapie beim onkologischen Patienten

    Schmerz ist ein bio-psycho-soziales und existenzielles Phänomen, häufig stecken nicht beachtete Nöte hinter physischem Schmerz.

    Die physische Schmerztherapie orientiert sich an Schmerzmechanismen, die palliative Schmerztherapie adressiert alle Bedürfnisse einer Person.u Frühzeitige Palliative Care wirkt lebensverlängernd.

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  • Aktuelle Studienergebnisse − Patientenverfügung auf dem Prüfstand

    Nur ca. 4 % der Österreicher haben eine Patientenverfügung errichtet, um vorab bestimmte medizinische Maßnahmen für den Fall abzulehnen, dass sie nicht mehr einsichts- und urteilsfähig sind.

    Gründe für die geringe Verbreitung sind der Anspruch auf die Maximalversorgung sowie finanzielle und zeitliche Ressourcen. Ältere sowie Personen mit höherem Einkommen haben eher eine Patientenverfügung.

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  • Österreichische Palliativgesellschaft: Nein zur gesetzlichen Freigabedes assistierten Suizids!

    Das Thema „Sterben in Würde“ wurde im Verlauf der letzten Monate sowohl im Rahmen der parlamentarischen Enquetekommission als auch von der Bioethikkommission behandelt und fand große Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit. Während der Bericht der Enquetekommission im März erwartet wird, legte…

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  • Der Vorsorgedialog: ein Angebot an alle Heime Österreichs – Angst abbauen, Klarheit schaffen

    Mangels klarer Willensäußerung kommt es am Lebensende häufig zu unerwünschten, medizinisch nicht sinnvollen Krankenhauseinweisungen.

    Der Vorsorgedialog ist ein neues Kommunikationsinstrument, um die Wünsche und Ziele von palliativen Patienten zu erfragen und zu dokumentieren.

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  • Hypnosetherapie in Onkologie und Palliativmedizin

    Hypnotherapie ist nachweislich effektiv in allen Dimensionen der Palliativmedizin: körperlich – psychisch – sozial – spirituell.

    In der Palliativmedizin vorkommende Symptome wie Schmerzen, Atemnot, Übelkeit, Brechreiz, Appetitlosigkeit, Juckreiz und Schlaf­störungen können hypnotisch behandelt werden.

    Hypnose zeigt keine Nebenwirkungen und kann Symptome und (Neben-)Wirkungen von Diagnostik- und Therapie­-maßnahmen günstig beeinflussen.

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  • Die Rolle des Palliativkonsiliardienstes

    Fallbeispiel: Ein 67-jähriger Mann erkrankt an FSME mit schwerer initialer neurologischer Funktionsstörung. Seine Frau möchte ihn zuhause pflegen.

    Das Palliativteam informiert in diesem Fall bezüglich Alternativen der Unterbringung, bietet Hilfe bei Pflegegeldantrag, Entlassungsplanung und Hilfsmittelausstattung sowie Unterstützung durch Sozialarbeit, Psychologie und Seelsorge.

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  • Fallbericht: Schutz vor Übertherapie durch Festlegung eines Therapieziels

    Eine sorgfältige Indikationsstellung und die Einwilligung des Patienten sind zwingende Voraussetzungen, damit eine medizinische Behandlung erfolgen darf.

    Die gemeinschaftliche Formulierung eines Therapieziels schafft Sicherheit für alle Beteiligten (Patient, Angehörige, betreuendes Team) und ist daher von zentraler Bedeutung.

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  • Kritische Reflexion: Zeitgerechte Integration von Palliative Care

    Aufgrund der stetigen Verbesserung der medizinischen Versorgung und der steigenden Lebenserwartung steigt der Bedarf an Palliative Care kontinuierlich an.

    Trotz der Notwendigkeit einer ausreichenden palliativmedizinischen Versorgung zeigen zahlreiche Studien, dass es vor allem die persönliche Haltung von Medizinern ist, die eine zeitgerechte Überweisung in spezialisierte Zentren erschwert.

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  • Sterbehilfe: Gibt es in Österreich ein Zuviel oder ein Zuwenig an Verboten?

    Von einer Verankerung des Verbots der Sterbehilfe in der österreichischen Verfassung ist Abstand zu nehmen.

    Ein weiterer Ausbau der palliativmedizinischen Versorgung ist dringend notwendig.

    Eine gesellschaftliche Enttabuisierung der Themenbereiche Sterben und Tod ist Voraussetzung für jede Diskussion.

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  • Fallbeispiel: Praxis der palliativen Sedierung

    Der Einsatz sedierender Medikamente im Rahmen der palliativen Sedierung stellt eine wichtige und notwendige Behandlungsoption für Patienten mit therapierefraktären Beschwerden dar.

    Die palliative Sedierung findet ihren Einsatz nicht nur in der Symptomkontrolle von physischen Beschwerden, sondern stellt auch in der Behandlung von therapierefraktären psychischen Beschwerden wie Angst und Depression eine wichtige und valide Therapieoption dar.

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  • Die PEG-Sonde in der Palliativmedizin

    Aus medizinischer Sicht gibt es gesicherte Indikationen zur PEG-Sonde, wie etwa neurogene Störungen des Schluckaktes, Einengung, Verschluss oder höhergradige Schleimhautschädigung der Schluckwege.

    Ärzte sollten eine PEG-Sonde nur auf Basis von auf Evidenz basierten Indikationen empfehlen, anordnen bzw. durchführen.

    Beim derzeitigen Stand des Wissens ist die Indikation zur PEG-Sonde bei geriatrischen Patienten mit fortgeschrittener Demenz sehr kritisch und individuell zu stellen.

    Aus rechtlicher Sicht: Das Setzen einer PEG-Sonde unterliegt den allgemeinen rechtlichen Vorgaben, wonach für jede medizinische Maßnahme die Einwilligung und die medizinische Indikation vorliegen müssen.

    Der Patient hat die Möglichkeit, das Setzen der PEG-Sonde aktuell abzulehnen oder antizipiert für den Fall, wo er nicht mehr selbst entscheiden kann, mittels Patientenverfügung oder Bestellung eines Vorsorgebevollmächtigten. u Ist eine medizinische Indikation aus rechtlicher Sicht nicht mehr gegeben, entfällt eine mögliche Behandlungspflicht des Arztes.

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  • HPCPH: Palliative Care ist mehr als Sterbebegleitung

    Im Projekt HPCPH geht es darum, die täglichen Abläufe und die Organisationskultur auf die spezifischen Bedürfnisse der Bewohner und ihrer Angehörigen abzustellen.

    Kern des Projekts ist ein Organisationsentwicklungsprozess im Heim auf Basis der von Hospiz Österreich entwickelten und empfohlenen Richtlinien und darin integriert die Fortbildung von bis zu 80 % aller Heimmitarbeiter (alle Berufsgruppen) nach dem Curriculum Palliative Geriatrie.

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  • Therapiezieländerung bei Wegfall der Indikation zur Operation

    Die Kasuistik behandelt den Fall eines 75-jährigen Patienten mit Alzheimer-Demenz, der vom Sohn besachwaltet wird.

    Aufgrund eines perforierenden abdominellen Aortenaneurysmas wird der Patient in ein Schwerpunktkrankenhaus mit gefäßchirurgischem Schwerpunkt überwiesen.

    Es stellt sich die Frage, ob der Patient operiert werden soll und was eine Indikation zu berücksichtigen hat.

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  • Menschenwürde in der Medizin: Recht auf Leben – Recht auf Sterben

    Die Menschenwürde ist ein unverzichtbares, jedoch kein hinreichendes Prinzip zur Begründung einer Medizinethik und medizinethischer Einzelentscheidungen. Sie beschränkt sich nicht auf den Respekt vor dem Selbstbestimmungsrecht des Patienten, sondern schließt das Fürsorgeprinzip ein.

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  • Wenn die Kindheit mit dem Tod endet

    Pädiatrische Palliativversorgung bedeutet multiprofessionelle, aktive und umfassende Versorgung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit lebensbedrohlichen (LBE) oder lebenslimitierenden (LLE) Krankheiten sowie der Angehörigen und der gesunden Geschwisterkinder im Krankheitsverlauf und in der Trauerphase.

    Im Vordergrund stehen neben der optimale Schmerztherapie und Linderung belastender Krankheitssymptome vor allem auch die psychische, soziale und spirituelle Begleitung.

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  • Übelkeit und Erbrechen

    Im supportiven Setting: Je nach emetogenem Potential der Chemotherapie stehen unterschiedliche Substanzklassen zur Prophylaxe von Nausea und Emesis zur Verfügung. Ziele: Symptomkontrolle, Gewinn an Lebensqualität, bessere Therapieadhärenz. Wichtig ist die Vermeidung des antizipatorischen Erbrechens.

    Im palliativen Setting: Es gilt die wahrscheinlichste Ursache für Übelkeit und Erbrechen zu identifizieren. Das Antiemetikum soll in adäquater Dosis (in der Einstellungsphase tägliche Überprüfung und Anpassung), in geeigneter Darreichungsform (überwiegend parenteral) und nicht nur bei Bedarf, sondern regelmäßig, u. U. auch kontinuierlich, verabreicht werden.

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  • Die Praxis der palliativen Sedierung

    Unter palliativer Sedierung versteht man den Einsatz sedierender Medikamente mit dem Ziel, durch eine Bewusstseinsminderung unerträgliches Leid bei sonst therapierefraktären Symptomen zu lindern.

    Die palliative Sedierung ist eine medizinische Intervention, zu deren Indikationsstellung Patienten- und Angehörigenaufklärung, Durchführung und Überwachung, äußerste Sorgfalt und palliativmedizinische Expertise notwendig sind. Die EAPC-Guideline von 2009 hat derzeit die größte Verbindlichkeit.

    Zur palliativen Sedierung werden klassischerweise Benzodiazepine und/oder Neuroleptika eingesetzt. Ergänzend müssen den Patienten andere Medikamente zur Symptomkontrolle zugeführt werden (z. B. Analgetika). Die sachgerechte Applikation des richtigen Medikaments in adäquater Dosierung muss individuell auf die Patienten und die gewünschte Sedierungstiefe abgestimmt werden.

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  • Flüssigkeitszufuhr am Lebensende

    Flüssigkeitssubstitution am Lebensende onkologischer Patienten hat keinen Einfluss auf das Überleben, auf das Auftreten der meisten Symptome oder auf die Lebensqualität.

    Einzelne Patienten scheinen jedoch im Hinblick auf die Möglichkeit, ein Delir zu entwickeln, zu profitieren.

    Patienten mit höherer Lebenserwartung sollte Flüssigkeit im Zweifelsfall nicht vorenthalten werden.

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  • Invasive Schmerztherapie im palliativen Setting

    Pro: Neben einer besseren Schmerztherapie einschließlich Durchbruch- und belastungs­abhängiger Schmerzen ist die Reduktion opioidbedingter Nebenwirkungen eine wichtige Indikation.

    Contra: Neurolytisch-subarachnoidale Verfahren entsprechen nicht mehr den Anforderungen der modernen Medizin. Plexusblockaden sind häufig nur eine Option in therapierefraktären Situationen. Intrathekale, nichtneurolytische Verfahren bringen gegenüber der konventionellen Schmerztherapie in aller Regel keine Vorteile.

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  • Der „Vendalperfusor“* – Mythos am Lebensende?

    Wesentlich für die Verabreichung eines Opioidperfusors ist eine Indikation. Der Sterbeprozess per se ist nicht als solche zu werten.

    Indikationen für starke Opioide bei sterbenden Menschen sind starke Schmerzen, Atemnot und Husten – eine bestehende Schmerztherapie möge evaluiert und keinesfalls abgebrochen werden.

    Eine äquianalgetische Umrechnung im Falle einer vorbestehenden Schmerztherapie ist wesentlich, zu diesem Zwecke existieren zahlreiche Tabellen.

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  • Der onkologische Patient – Palliativmedizinische Aspekte der Neuropathie und neuropathischer Schmerzen

    Ursachen: Hinsichtlich der Chemotherapeutika sind Platinderivate, Taxane, Vinca-Alkaloide­ und neuerdings Epothilone als mögliche Auslöser zu nennen. Von den Nichtchemotherapeutika sind Bortezomib, Thalidomid sowie Brentuximab mit neurotoxischen Nebenwirkungen assoziiert.

    Prophylaxe: Vor Beginn einer potenziell neurotoxischen Therapie sollte eine klinische ­Basisevaluation bezüglich einer bereits bestehenden Neuropathie erfolgen. Für Thalidomid und Bortezomib sind Empfehlungen zur Dosisreduktion bzw. Absetzen der Medikation ab bestimmten Schweregraden der Neuropathie publiziert. Für Platinderivate, Taxane und ­Vinca-Alkaloide sollten ab Auftreten einer Neuropathie Grad 2 Therapiealternativen diskutiert werden.

    Pharmakologische Optionen sind u. a. NSAID (bei taxaninduzierten Arthralgien/Myalgien), Antidepressiva (z. B. Venlafaxin) und Opiate (z. B. Tramadol, Oxycodon).

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  • Der Patient am Lebensende

    In der Psychoonkologie wird mit Patientenunterstützung, Forschung und Lehre ein Drei-Säulen-Modell praktiziert. Psychoedukative Schulungsprogramme wirken positiv auf Distress, Ängstlichkeit, Depressivität und Schmerzen. Jeder Palliativpatient soll hinsichtlich einer depressiven Störung oder Angstsymptomen untersucht werden. Medikamentöse Therapie ermöglicht Symptomkontrolle. Hoffnungen am Lebensende…

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  • Atemnot im palliativen Setting

    Atemnot ist ein häufiges und belastendes Symptom bei Menschen mit einer unheilbaren Erkrankung.

    Zur Linderung der Atemnot und einer Verbesserung der Lebensqualität führt häufig eine Kombination von Allgemeinmaßnahmen, nichtpharmakologischen und pharmakologischen Therapiestrategien.

    Mittel der Wahl: Beruhigung der Situation, Verwendung eines Handventilators und/oder Rollators und Gabe von Opioiden. Die Sauerstoffgabe ist viel seltener indiziert als angenommen und zeigt keinen Vorteil gegenüber Raumluft.

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  • Palliative Versorgung in Österreich – Nur ein Bruchteil des Bedarfs ist abgedeckt

    Interview mit Univ.-Prof. Dr. Herbert Watzke zur Palliativversorgung in Österreich.

    Gemäß dem 2004 vom ÖBIG entwickelten Strukturplan zur abgestuften Hospiz- und Palliativversorgung in Österreich sollten pro Million Einwohner 60 Palliativ- bzw. Hospizbetten zur Verfügung stehen:

    Der Ausbaugrad über alle Einrichtungen gesehen liegt noch immer unter 50 %.

    Neu erschienen: Ein Prozesshandbuch mit Empfehlungscharakter, um die Arbeit in den Hospiz- und Palliativeinrichtungen zu unterstützen und zu fördern.

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  • Ernährung in der Palliativmedizin – Alle onkologischen Patienten auf Mangelernährung screenen

    Vor allem in frühen Stadien hat die Ernährungstherapie bei onkologischen Patienten einen hohen Stellenwert.

    Alle Tumorpatienten sollten auf Mangelernährung gescreent werden.

    Orale Supplemente, wenn Kalorienzufuhr länger als 7–10 Tage herkömmlich nicht gedeckt werden kann (ESPEN-Guidelines).

    Mit fortschreitender Erkrankung und zunehmender Kachexie nimmt der Stellenwert artifizieller Ernährung ab, die Bedeutung der physikalischen Therapie steigt.

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  • Versorgungsqualität der Schmerztherapie bei Palliativpatienten


    Mit dem WHO-Stufenschema zur medikamentösen Schmerzbehandlung ist eine Erfolgsrate von bis zu 90 % möglich.

    Die Kombination von Opioiden und Nicht-Opioiden ist bei vielen Schmerzsyndromen nicht ausreichend wirksam

    Die Gabe von adjuvanten Medikamenten und Koanalgetika muss zusätzlich in Erwägung gezogen werden (z. B. trizyklische Antidepressiva, Antikonvulsiva, Bisphosponate)

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  • Wenn die Kindheit mit dem Tod endet

    Die Palliativversorgung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen

    Trotz großer Erfolge der Medizin stirbt immer noch jedes 4. an Krebs erkrankte Kind. Viele angeborene Stoffwechselerkrankungen sind unheilbar und extrem früh Geborene überleben oft nur schwerstbehindert. Wenn weitere Heilerfolge trotz massivem Einsatz nicht möglich sind, muss sich der Fokus auf die Lebensund Versorgungsqualität derjenigen Kinder und Jugendlichen richten, die von ihrer Erkrankung nicht geheilt werden können und letztlich auch an ihr sterben, und auf ihre Familien – vor allem auch die Geschwister. Eine gelungene Palliativversorgung – mit entsprechenden mobilen und stationären Angeboten – bewahrt die größtmögliche Autonomie der Familien, berücksichtigt kulturelle Besonderheiten und ermöglicht ein Sterben am selbst gewählten Ort.

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  • THEMENBLOCK Reanimation unheilbar Kranker

    Entscheidungen zu lebensverlängernden Therapiemaßnahmen gehen mittlerweile bei nahezu der Hälfte aller Todesfälle in Europa voraus. Die Frage, soll ein Mensch mit unheilbarer Erkrankung reanimiert werden, berührt medizinisches Wissen, Fragen der Moral, der Ethik und des Rechts, Wertmaßstäbe, Sinndeutungen, soziale und ökonomische Kontexte.

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  • Buddhismus und Palliative Care

    Was haben Buddhismus und Palliative Care als eine sich mehr und mehr etablierende Disziplin der Medizin, die sich mit unheilbar erkrankten Menschen und deren Betreuung befasst, gemeinsam? Wo berühren sie einander und welche Verbindungen könnten von Nutzen für eine Gesellschaft sein, in der sich aus klinischer Perspektive Tod und Philosophie nur selten begegnen?

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  • Senkung der Kostenspirale in der Krebsbehandlung – Und die Frage: Welchen Beitrag kann die Palliativmedizin leisten?

    Wir alle wünschen uns anhaltende Gesundheit und den Zugang zu Therapien jeder Art, um diese solange als möglich zu erhalten. In der Onkologie geht hier neben der klassischen Form der Chemotherapie der Trend zusehends in Richtung speziellerer zielorientierter Verfahren. Diese Medikamente scheinen zwar weniger gravierende Nebenwirkungen hervorzurufen als herkömmliche Zytostatika, verursachen aber hohe Kosten, wie sie bislang vor allem durch klassische Kombinationschemotherapien sowohl bei kurativen als auch palliativen Therapieansätzen und insbesondere durch die Behandlung der dabei auftretenden Toxizitäten entstanden.

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  • End of Life – Best of Care

    „Vom richtigen Zeitpunkt – Palliative Care“, unter diesem Leitgedanken fand heuer zum dritten Mal der Österreichische interdisziplinäre Palliativkongress statt. Die Vortragssitzungen wurden in Zusammenarbeit mit Hospiz Österreich, der Österreichischen Gesellschaft für Geriatrie & Gerontologie, der Österreichischen Schmerzgesellschaft, der Österreichischen Gesellschaft für Hämatologie & Onkologie sowie der Österreichischen Gesellschaft für Anästhesiologie, Reanimation und Intensivmedizin durchgeführt. Die Veranstaltung zählte 248 Teilnehmer.

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  • Adäquate pharmakologische und apparative Therapie, systematische Patientenschulung, intensivierte pflegerische Betreuung – Palliativtherapie bei Herzinsuffizienz

    Die Kardiologie ist eine Disziplin, die bis heute primär den lebensrettenden und lebensverlängernden Aspekt betont. Lebensqualitätsverbessernde Aspekte haben sich hier eher zufällig und heimlich eingeschlichen. Somit gibt es in der Kardiologie und vor allem bei der Herzinsuffizienz (HI) zahlreiche Komponenten der palliativen Therapie, ohne dass diese explizit ausgesprochen sind.

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  • Österreichische Palliativgesellschaft gemeinsam mit Hospiz Österreich: Online Petition – "Palliative Care Leben"

    Mit dem Beschluss, gemeinsam Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben, präsentierten die Österreichische Palliativgesellschaft (OPG) und der Dachverband Hospiz Österreich als erste Aktivität die Online-Petition „Palliative Care Leben“ anlässlich des 3. Kongresses der Österreichischen Palliativgesellschaft Ende 2011 in Klagenfurt. In wenigen Wochen unterschrieben über 500 Einzelpersonen die Petition auf der Homepage der OPG unter www.palliativ.at. Die darin formulierten Forderungen sind im nachfolgenden Text wiedergegeben. In den nächsten Wochen wird gezielt an verschiedene Institutionen, die im Bereich Hospiz und Palliative Care tätig sind, mit der Bitte um Unterzeichnung herangetreten. Schließlich wird die Petition den Parlamentsparteien überreicht und daraus eine Charta formuliert werden.

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  • Startpunkt: Tumordiagnose – Integration von Palliative Care in der Onkologie

    Care of the Dying, Terminal Care, Hospice, Hospice Care, End of Life Care oder Supportive Care: Die Bezeichnungen für die Behandlung palliativer Patienten unterliegen ständig Änderungen. In „Palliative Medicine“ 2003 drückte Derek Doyle es so aus: Sobald eine neue Station aufgemacht wird, wird eine neue Beschreibung erfunden, auch weil niemand mit alten Definitionen zufrieden ist. 2009 beschrieb Nada Fadul in „Cancer“, dass Onkologen signifikant früher an eine Ambulanz für Supportive Care als an eine für Palliative Care zuweisen, da Patienten und Ärzte den Ausdruck Supportive Care aufgrund der neutraleren Wahrnehmung bevorzugen. Wann aber soll nun ein Palliativteam vom Onkologen hinzugezogen werden?

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  • Hilfreiche Nähe – heilsame Distanz

    Ausgewählte psychologische Aspekte der Betreuung Sterbender.

    Die Themen Tod und Sterben sind nach wie vor Tabuthemen, über die kaum öffentlich gesprochen wird. Ist man damit konfrontiert, findet man sich augenblicklich affiziert, und eigene damit assoziierte Schemen, Ideen, Werthaltungen und Erfahrungen werden unbewusst und automatisch aktiviert. Diese gilt es in der Arbeit mit Sterbenden zu erkennen und von den Realitäten der Patienten abzugrenzen, da man sonst Gefahr laufen kann, Wesentliches zu übersehen.

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  • Entscheidungsfindung nach Krankheitsphasen – Infusionsmanagement bei Palliativpatienten

    Das Management von Infusionstherapien in der palliativen Situation, sei es die Verabreichung von Flüssigkeiten, parenteraler Ernährung oder anderer Therapien, insbesondere Medikamenten zur Schmerztherapie oder weiterer Symptomkontrolle, unterliegt bislang keinen Richtlinien und wird daher häufig kontroversiell gesehen und diskutiert. Der Umgang ist von hohem emotionalen Stress sowohl für Angehörige als auch die Pflegenden gekennzeichnet.

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  • Geriatrie und Palliative Care – Im Spannungsfeld zwischen können und sollen

    Die Geriatrie wirkt im Spannungsfeld zwischen der Todesnähe und dem Sichern einer Lebensqualität unabhängig von der Länge des noch verbleibenden Lebens, zwischen Förderung der Selbstständigkeit und Autonomie einerseits und Gewährleistung von Schutz, Hilfe und Betreuung andererseits. In der Geriatrie ist die Betreuungsqualität an der Grenze zwischen „was getan werden kann“ und „was getan werden soll“ angesiedelt. Dies verlangt ein großes Maß an Empathie und hohe fachliche geriatrische, palliativmedizinische und vor allem ethische Kompetenz.

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  • Das Zusammenwirken aller Beteiligten am Beispiel einer Kolonkarzinom-Patientin – Palliativteams im Krankenhaus und mobil im Einsatz

    „Palliative Care ist ein Ansatz zur Verbesserung der Lebensqualität von Patienten und ihren Familien, die mit Problemen konfrontiert sind, welche mit einer lebensbedrohlichen Erkrankung einhergehen – und zwar durch Vorbeugen und Lindern von Leiden, durch frühzeitiges Erkennen, die untadelige Einschätzung und Behandlung von Schmerzen sowie anderen belastenden Beschwerden körperlicher, psychosozialer und spiritueller Art“ (WHO, 2002).

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  • Behandlung von Symptomen am Lebensende

    Die Behandlung von Symptomen am Lebensende stellt eine große Herausforderung für alle beteiligten Berufsgruppen sowie die Angehörigen dar. Die größte Herausforderung für Mediziner und auch Pflegende ist die Prognose der Zeitspanne des Lebens bis zum Tod. Von dieser Prognose hängen auch Therapie und das Ziel der Behandlung ab, ebenso die Symptombehandlung. Für die Anleitung zur Symptombehandlung gibt es etliche hilfreiche Publikationen wie z. B. die TAKO-Empfehlungen (Tiroler Arbeitskreis Onkologie) zu Diagnostik, Therapie und Nachsorgeuntersuchung in Tirol. Anleitungen für die Prognoseeinschätzung gibt es ebenso wie Versuche nach dieser Prognoseeinschätzung mit unseren Behandlungssystemen adäquat zu reagieren (z. B. Liverpool Pathway http://www.liv.ac.uk/mcpcil/liverpool-care-pathway/).  

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  • EAPC-Kongress – Ausbreitung von Palliative Care über die europäischen Grenzen hinaus

    Während die letzten Kongresse der EAPC* auf die Behandlung der Durchbruchschmerzen mit schnell wirksamen Fentanylpräparaten und Behandlung der opioidinduzierten Nebenwirkungen, v. a. die Obstipation mit subkutanen Opioidantagonisten und oralen Kombinationspräparaten fokussiert waren, lag der Fokus des diesjährigen Treffens in der Vernetzung von Palliative Care, was sich im Motto „reaching out“ widerspiegelte (siehe Logo). 

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  • Multiprofessioneller Ansatz, effektive Kommunikation und reflektiertes Entscheiden

    In keine andere Spezialität der Medizin wird so viel Hoffnung gesetzt wie in die Intensivmedizin. Ihre Aufgabe ist es, Leben zu retten und zu verlängern, komplexe und belastende operative Spitzenleistungen zu ermöglichen, bei Organversagen überbrückende technische Möglichkeiten anzubieten. Demzufolge trägt die Intensivmedizin das Image einer hochspezialisierten, techniklastigen Medizin an den Grenzen des Lebens, mit allzeitiger Präsenz von Spezialisten, die in der Lage sind, zu jedem Zeitpunkt alles überwachen, kontrollieren und beeinflussen zu können. Die Begriffe Machbarkeit und Kontrolle scheinen dem Bild der modernen Intensivmedizin zu entsprechen.

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  • Stellenwert der palliativen interdisziplinären Betreuung, entscheidende extramurale Versorgung – Palliative Care in der Onkologie

    Palliative Care („Palliativbetreuung“) hat in den letzten Jahren eine rasche Expansion erlebt. Definitionsgemäß und auch in der Praxis nimmt sich die Palliative Care aller Beschwerden von Krebspatienten an und dies auch unabhängig davon, ob die Beschwerden tumorassoziiert sind oder durch…

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  • Standardisierte "Palliative Care" im klinischen Alltag

    Kontext: Trotz aller Fortschritte in Prävention, Frühdiagnose und Therapie ist die Mehrzahl der Krebserkrankungen zum Zeitpunkt der Diagnose nach wie vor entweder unheilbar oder nur mit einer relativ geringen Überlebenschance assoziiert. Es ist deshalb notwendig, neben den Therapien, die darauf abzielen, das Tumorwachstum zu hemmen, auch Therapien zu entwickeln, die nicht-Tumortherapie-bedingte Beschwerden lindern. Historisch steht für diese Sichtweise die Palliativmedizin. In letzter Zeit findet sich allerdings in der Literatur dafür zunehmend der Begriff der „Best Supportive Care“, wobei nicht immer zu erkennen ist, worin – wenn überhaupt – ein Unterschied zur „Palliative Care“ besteht.

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  • Sinnstiftende Begleitung in der Endlichkeit

    Ärzte kommen trotz all der faszinierenden medizinischen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte in nahezu allen Bereichen an unüberwindbare Grenzen, wenn therapeutische Bemühungen nicht mehr im erhofften und auch vom Patienten erwarteten Maße greifen, mehr und mehr Nebenwirkungen zu Buche schlagen, das ursprüngliche gemeinsame therapeutische Ziel nicht mehr zu vertreten ist, sondern ein Therapiezielwechsel unausweichlich ansteht.

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  • „Best Supportive Care“ ist außerhalb klinischer Studien kein brauchbares Therapiemodell Standardisierte „Palliative Care“ im klinischen Alltag

    Kontext: Trotz aller Fortschritte in Prävention, Frühdiagnose und Therapie ist die Mehrzahl der Krebserkrankungen zum Zeitpunkt der Diagnose nach wie vor entweder unheilbar oder nur mit einer relativ geringen Überlebenschance assoziiert. Es ist deshalb notwendig, neben den Therapien, die darauf…

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