Rubrik: Schmerzmedizin

  • Transdermale therapeutische Systeme bei chronischen Schmerzen

    Opioid-Analgetika haben sich als Teil eines multimodalen Behandlungskonzepts als unverzichtbare Therapieform bei chronischen Schmerzen etabliert. Da eine völlige Schmerzfreiheit unter Opioidtherapie dennoch nur selten erreicht werden kann, steht die Formulierung eines realistischen Therapieziels gemeinsam mit dem Patienten im Vordergrund.1 Ziel sollte die ausreichende Symptomreduktion mit dem Zweck einer Verbesserung der physischen, sozialen und emotionalen Funktionen und damit der Lebensqualität sein. Transdermale therapeutische Systeme (TSS) wie Fentanyl- und Buprenorphin-Pflaster besitzen in der Schmertherapie als alternative Darreichungsform von Opioiden einen hohen Stellenwert.

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  • Opioidinduzierte Obstipation

    Die opioidinduzierte Obstipation (OIC) ist mit 40–90 % die häufigste unerwünschte Opioidwirkung.

    Aufgrund des hohen Leidensdrucks brechen Patienten ihre an sich wirksame Opioidtherapie aufgrund der OIC-Belastung ab.

    Fallbeispiele zeigen, dass Naloxegol 25 mg 1-mal täglich sowohl bei Patienten mit Nicht-Tumor-Schmerzen als auch Patienten mit Tumorschmerzen bei OIC eine deutliche Verbesserung der Darmfunktion beurteilt nach Bowel Function Index bewirkt.

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  • Buprenorphin/Naloxon-(Suboxone®-)Fallberichte: Entwöhnung bei Opioidabhängigkeit

    2 Fallbeispiele zum Einsatz von Suboxone® in der Behandlung der Opioidabhängigkeit.

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  • Management des unspezifischen Rückenschmerzes

    Die Aktivierung des Patienten ist das primäre Ziel der Behandlung des unspezifischen Kreuzschmerzes, die Schmerztherapie bleibt dabei Mittel zum Zweck.

    Eine genaue Anamnese und die standardisierte manualdiagnostische klinische Untersuchung sind die Säulen für die leitliniengerechte Behandlung des unspezifischen Kreuzschmerzes.

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  • Cannabidiol reduziert Depression und Müdigkeit bei Hirntumorpatienten

    Erste Erfahrungsberichte anhand von vier Kasuistiken mit Cannabidiol (CBD) unter klinischen Alltagsbedingungen bei Hirntumorpatienten, insbesondere auf depressive Verstimmung, Müdigkeit und Schmerz.

    Fazit der bisherigen Erfahrungen: CBD in einer Dosierung von 200–600 mg/Tag (aufgeteilt auf zwei Gaben) bessert eine depressive Stimmungslage, reduziert die physische und mentale Müdigkeit, hebt die Schlafqualität, reduziert Schmerzen und verhindert therapiebedingte Übelkeit bzw. Erbrechen.

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  • Health Literacy – Bestandteil der Präzisionsmedizin bei chronischen Schmerzen

    Health Literacy ist wesentlich mehr als lediglich Gesundheitswissen; im Fokus stehen Stärkung vielfältiger Patientenkompetenzen und klare Versorgungsstrukturen.

    Gerade bei chronischen Schmerzen ist eine Steigerung der Health Literacy verbunden mit geringerer Schmerzintensität, besserem Selbstmanagement und koordinierter Versorgung. Deshalb trägt Health Literacy zu präziser Versorgung und Präzisionsmedizin bei.

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  • Maßgeschneiderte Schmerzbehandlung

    Voraussetzung für Gesundheitskompetenz ist das Verstehen, Akzeptieren und Befolgen von Gesundheitsempfehlungen.

    Gesundheitsempfehlungen können nur befolgt werden, wenn diese auf die individuelle Patientensituation im Sinne eines ganzheitlichen, biopsychosozialen Menschenbildes Rücksicht nehmen.

    In diesem Sinn müssen Empfehlungen präzise an die Patientensituation angepasst werden.

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  • Personalisiert heißt Einschluss von Psyche und sozialem Umfeld

    Laut der Definition für personalisierte Medizin, auch individuelle Medizin, soll jeder Patient unter weitgehender Einbeziehung individueller Gegebenheiten, über die funktionale Krankheitsdiagnose hinaus, behandelt werden. Das schließt auch das fortlaufende Anpassen der Therapie an den Gesundungsfortschritt ein. Das heißt, beim Patienten…

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  • Botox zur Behandlung neuropathischer Schmerzen

    Der neuropathische Schmerz ist Folge einer Läsion oder Erkrankung des somato­sensorischen Systems.

    Vor der Behandlung von neuropathischen Schmerzen müssen die realistischen Therapieziele mit den Patienten individuell besprochen werden.

    Botulinumtoxin A („Botox‟) ist derzeit nicht zur Behandlung neuropathischer Schmerzen zugelassen, gilt aber als sichere und wirksame Alternative zur medikamentösen Therapie.

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  • Interaktion Stress und Schmerz

    Ausgehend von den Definitionen des Stresses und des Schmerzes bzw. der Angst kann es gelingen, mit den Patienten ein Stress-Schmerz-Modell zu entwickeln, welches die Inte­gration von somatischen, psychischen und sozialen Therapieansätzen ermöglicht.

    Stress-Schmerz/Angst-Modelle sind gut geeignet, psychische und soziale Faktoren in ein rein biologisch ausgerichtetes Schmerzmodell zu integrieren.

    Die Neuromatrixtheorie stellt für das Stress-Schmerz-Modell eine neurobiologische Basis dar und erklärt, warum Schmerz eben ein psycho-physisches Gesamterlebnis ist.

    Die Schmerzbewältigung kann durch die Stressbewältigung wichtige Inputs bekommen und ist mit ihren verschiedenen Facetten für die Planung der Therapie bei chronischem Schmerz unbedingt notwendig.

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  • Einfluss von Behandler-Einstellungen auf Schmerzen älterer Patienten

    Schmerzen nehmen nicht grundsätzlich mit dem Alter zu, Rücken-, Bauch-, Gesichts- und Kopfschmerzen werden weniger.

    Sichtbare Veränderungen der Wirbelsäule sind in der Regel einfache Alterserscheinungen und keine Ursache von Rückenschmerzen.

    Ausdauer, Kraft und Flexibilität sind trainierbar und beugen Behinderung vor.

    Förderung der Selbstwirksamkeitsüberzeugung beugt gelernter Hilflosigkeit vor.

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  • Opioidtherapie im Alter

    Geriatrische Patienten reagieren sehr sensibel auf Opioide; genaues Hinterfragen der Indikation.

    Besonders in der Einstellungsphase sollte mit niedrigen Dosierungen begonnen werden.

    Individuell muss beurteilt werden, ob ein Patient das primär festgelegte Therapieziel erreicht und damit für eine Langzeittherapie infrage kommt.

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  • Opioide in der Geriatrie – Fluch oder Segen?

    Opioideinsatz ist nicht nur segensreich.

    Risiko über das altbekannte Nebenwirkungsprofil hinaus!

    Die Überwachung von Opioidpatienten vor allem in der Geriatrie ist insbesondere bei Therapiebeginn, Dosisänderungen und Verschreibung von neuen Arzneimitteln unumgänglich.

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  • Entzündungshemmer in der Schmerztherapie geriatrischer Patienten

    Typische Einsatzgebiete der Glukokortikoid-Therapie sind akuter Gichtanfall, rheuma­tische Erkrankungen, Tumorschmerztherapie und Palliativmedizin.

    In der Geriatrie stehen in Bezug auf Nebenwirkungen Osteoporose, Infektionen und Steroiddiabetes im Vordergrund.

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  • Patientengesteuerte Analgesie im Alter – die verkannte Ressource?

    Entscheidend für effektive medikamentöse Schmerz-Selbstkontrolle im fortgeschrittenen Alter sind kognitive, physische und emotionale Funktionsreserven.

    Einsatzmöglichkeiten: postoperativ, Durchbruchschmerzen, Schmerzverstärkung.

    Voraussetzung: Compliance; seitens Therapeut: genaue mündliche und schriftliche Anleitungen, Kontrollen.

    Schmerz-Selbstmanagement auf Basis von Aktivität und Entspannungstechniken.

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  • Perioperatives Rapid Recovery im Alter – Möglichkeiten und Grenzen

    Von Rapid Recovery nach Hüft- und Kniegelenkersatz profitieren alle Altersgruppen –vermutlich die ältesten am meisten.

    Regionalanästhesie und lokale Infiltrationsanalgesie sind wichtige Eckpfeiler eines multimodalen opioidsparenden Analgesiekonzeptes zur Frühmobilisation.

    Rapid-Recovery-Protokolle müssen gemeinsam interprofessionell und interdisziplinär erarbeitet und akkordiert werden.

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  • Der chronische Abdominalschmerz aus gastroenterologischer Sicht

    Verschiedene Bauchkrankheiten haben unterschiedliche typische Altersgipfel.

    Schmerzlokalisation ist mit typischen Krankheitsbildern assoziiert.

    Im Alter ist besonders die Obstipation häufig mit chronischen Schmerzen des Abdomens vergesellschaftet.

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  • Schmerzen bei hämatoonkologischen Patienten

    Schmerzen haben beim Krebspatienten oft vielfältige Ursachen – deren Behandlung besteht aus Tumortherapie und systemischer Schmerztherapie.

    Das Grundprinzip der systemischen Schmerztherapie richtet sich auch beim Tumorpatienten im Wesentlichen nach dem WHO-Stufenschema.

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  • Hype Methadon-Therapie – Wahrheit oder Trugschluss?

    Methadon hat einen festen Stellenwert in der Schmerztherapie von Tumorpatienten, eine Off-Label-Anwendung von Methadon zur Antitumortherapie ist jedoch nicht gerechtfertigt.

    Aufgrund der dürftigen wissenschaftlichen Datenlage wird eine gemäß anerkannter wissenschaftlicher Vorgehensweisen durchzuführende Überprüfung der anti-tumoralen Wirksamkeit des bislang nur als Schmerzmittel zugelassenen D-L-Methadons gefordert.

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  • Muskelrelaxanzien in der Rückenschmerztherapie

    Die Empfehlungen internationaler Leitlinien zur Behandlung des Rückenschmerzes sind hinsichtlich zentraler Muskelrelaxanzien auffallend kontrovers; stehen im Kontrast zur häufigen Verwendung im Praxisalltag.

    In Österreich gebräuchliche Vertreter sind Baclofen, Tizanidin, Orphenadrin und Diazepam.

    Anwendung vor allem bei Vorliegen einer übersegmentalen Aktivierung der Muskelspannung sinnhaft; den Leitlinien-Empfehlungen entsprechend nicht länger als zwei Wochen.

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  • Evidenzbasierte Behandlung des Gelenkschmerzes

    Medikamentöse und nichtmedikamentöse schmerzlindernde Maßnahmen sind bei der Osteoarthrose für die Erhaltung der Beweglichkeit entscheidend. Damit werden Schonhaltungen verhindert, welche die Progression der Knorpelzerstörung beschleunigen.

    Oberstes Ziel: Patienten mit Gelenkschmerzen möglichst rasch in Bewegung bringen und damit eine Schmerzchronifizierung verhindern.

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  • Einsatz von Naloxegol bei Intensivpatienten

    Gastrointestinale Motilitätsstörungen stellen ein häufiges Problem auf Intensivstationen dar und sind mit erhöhter Mortalität assoziiert.

    Die Diagnostik gestaltet sich schwierig und bedarf einer genauen klinischen Untersuchung sowie einer ausführlichen Anamnese.

    Mit Naloxegol steht ein neuartiger Opioidrezeptorantagonist für die zielge-richtete Therapie zur Verfügung. Wir berichten erste eigene Erfahrungen.

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  • Zertifizierung AltersTraumaZentrum

    Die Abteilung für Unfallchirurgie in Kooperation mit der Abteilung für Akutgeriatrie/Remobilisation und der Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin wurden in einem unabhängigen internationalen Zertifizierungsverfahren für Qualität und Sicherheit ausgezeichnet.

    Das Klinikum Klagenfurt ist damit das erste Krankenhaus in Österreich mit einem zertifizierten Alters-Trauma-Zentrum.

    Die Vorbereitung und die Zertifizierung an sich als auch die Umsetzung im täglichen klinischen Alltag sind personal- und zeitintensiv.

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  • Aktuelle Aspekte Schmerz + Genetik

    Anhand von Zwillingsstudien kann man den genetischen Beitrag zur Ausbildung chronischer Schmerzsyndrome erfassen.

    Genetische Typisierungen vor dem Beginn einer Schmerztherapie sind mit verbesserter Wirksamkeit und weniger Nebenwirkungen verbunden.

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  • Neue Aspekte in der Migränetherapie

    Drei-Säulen-Therapie: medikamentöse Akuttherapie, medikamentöse und nichtmedikamentöse Prophylaxe.

    Prophylaxe: 2018 soll der erste CGRP-Rezeptor-Antikörper, Erenumab, auf den Markt kommen.

    Nichtmedikamentöse Maßnahmen: Patienten benötigen mehr Wissen.

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  • Psychologische Methoden der Schmerztherapie

    Die zeitgemäße Behandlung von Menschen mit chronischen Schmerzen erfolgt auf Basis des bio-psycho-sozialen Schmerzmodelles.

    Bei akut auftretenden Schmerzen empfiehlt sich die Kombination aus medizinischen Maßnahmen und psychologischen Methoden wie Psychoedukation und Entspannungsübungen.

    Bei einem hohen Chronifizierungsgrad erweist sich die multimodale Schmerztherapie als Mittel der Wahl.

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  • Charakteristika von Durchbruchschmerzen

    Zur Behandlung von Durchbruchschmerzen bei erwachsenen Krebspatienten, die bereits eine Opioid-Basistherapie gegen ihre chronischen Tumorschmerzen erhalten, kann Vellofent® (Fentanylcitrat) angewendet werden.

    Fallbeispiel und Präsentation der Schmerztherapiestrategie bei einer Patientin mit metastasiertem Urothelkarzinom des Nierenbeckens.

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  • Manuelle Therapie bei Schmerzen und ihre Grenzen

    Indikationen der manuellen Therapie: reversible segmentale Beweglichkeitseinschränkungen der Wirbelsäule, Funktionsstörungen der Muskeln, Befunde an der Haut.

    Keine Indikation: Erkrankungen wie osteoporotische Einbrüche, Metastasten, schwerste degenerative Veränderungen, inflammatorische Prozesse etc.

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  • Akupunktur in der Schmerztherapie

    Akupunktur wird sowohl bei der Therapie der chronischen als auch der akuten Schmerzen (am Beispiel der postoperativen Schmerzen) immer häufiger angewandt.

    Akupunktur hat neben der ausgeprägt analgetischen auch muskelentspannende sowie immunmodulierende und psychisch harmonisierende Wirkung.

    Lege artis angewandte Akupunktur ist eine sichere und nebenwirkungsarme Therapie.

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  • 25 Jahre Interdisziplinäres Schmerzzentrum am Klinikum Klagenfurt

    25 Jahre Interdisziplinäres Schmerzzentrum am Klinikum Klagenfurt Vor 25 Jahren wurde am Klinikum Klagenfurt das Zentrum für Interdisziplinäre Schmerztherapie und Palliativmedizin (ZISOP) gegründet. „Wir bieten Menschen, die aus unterschiedlichsten Ursachen an chronischen Schmerzen leiden, die gesamte Palette von nichtinvasiven und…

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  • Schlaglichter vom 10. EFIC-Kongress

    Der 10. Kongress der EFIC stand unter dem Motto: „Schmerzlinderung für alle PatientInnen“. Der Kongress wurde heuer um einen Tag verlängert, um eine größere Anzahl an Vorträgen und Symposien zu ermöglichen.

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  • Innovative Analgetika bei Gelenkschmerzen

    Osteoarthrose:
    – Nach wie vor ist die NSAR-Therapie das Mittel der Wahl zur symptomatischen Therapie der Osteoarthrose.
    – Topisch applizierbare Medikamente (Lidocain, Salicylate, Diclofenac, Capsaicin), meist in Kombination mit systemischen Therapien, sind wirksam.

    Rheumatoide Arthritis: neue konventionelle und neue biologische DMARD erweitern bestehende Therapieoptionen.

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  • Orales Cannabidiol (CBD): Studien-Schlussfolgerungen richtiggestellt

    Hintergrund: In einer rezenten In-vitro-Studie wird die Schlussfolgerung gezogen, dass orales Cannabidiol (CBD) im Menschen zu Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC) umgewandelt wird.

    Richtig ist:
    – Es gibt keinen Hinweis, dass orales CBD im Magensaft vom Menschen in THC umgewandelt wird.
    – Eine Therapie mit reinem CBD mutiert nicht zu einer Behandlung mit THC → Cannabidiol verursacht auch keine THC-typischen Wirkungen.

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  • Schmerz und Sucht

    Schmerztherapie benötigt eine genaue Schmerzdiagnostik nach Schweregrad, Dauer, Ursache und Prognose.u Sind klare somatische Schmerzursachen festzustellen und keine Kriterien einer Suchtgefahr zu erfassen, ist die Angst vor Schmerzmitteln inklusive Opiaten unbegründet.

    Zur Erfassung der Risikofaktoren für eine Abhängigkeit von Opioid-Analgetika wird die Nutzung eines Fragebogens empfohlen.

    Bei schwerstkranken Schmerzpatienten mit einer Lebenserwartung von wenigen Monaten geht es um die Reduktion der Schmerzen, und das Suchtpotenzial hat in diesen Fällen kein Gewicht.

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  • Eine vorsichtige Begegnung von Medizin und Theologie

    Schmerz ist eine über die somatische Ebene hinausgehende Erfahrung, die auch die soziale, psychische und existenziell-spirituelle Dimension beinhaltet.

    Die Spiritualität ist mehr als nur eine Ressource, die es zu instrumentalisieren gilt, sondern die sinnstiftende – lebenserklärende – Basis, um in Situationen des Leidens und der Endlichkeit des Lebens einer Person be(i)stehen zu können.

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  • Editorial

    Interdisziplinäre Schmerztherapie – nur multimodal! Das Sonderheft Schmerz, eine Nachbetrachtung des Österreichischen Schmerzkongresses 2017 in Zell am See, reflektiert das breite Spektrum der interdisziplinären Schmerztherapie. Der Kongress beschäftigt sich mit medikamentösen, nichtmedikamentösen bis hin zu invasiven Schmerztherapieverfahren. Der Beitragsreigen beginnt…

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  • Einsatzmöglichkeiten invasiver Methoden

    Invasive Techniken kommen zum Einsatz, wenn immultimodalen Therapiekonzept mit Medikamenten und konservativen Methoden wie physikalischer Medizin nicht das Auslangen gefunden werden kann.

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  • Musiktherapeutische Methoden in der Schmerztherapie

    Studienergebnisse unterstreichen, dass mit zusätzlicher Musiktherapie – im Sinne von Musikhören – der Erfolg schulmedizinischer Therapien deutlich verbessert werden kann.

    In einer Salzburger Studie konnte beispielsweise gezeigt werden, dass durch die komplementär eingesetzte Musiktherapie bei Patienten mit Rückenschmerzen bzw. mit operationsbedingten Schmerzen eine Wirkungssteigerung der gesamten Schmerztherapie um bis zu 40 % eintrat.

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  • Schmerztherapie bei Langzeitdrogenabhängigen

    Opiatabhängige weisen hinsichtlich abhängigkeitsbedingter Begleit- und Folgeerkrankungen eine hohe Komorbiditätsrate auf.

    Die wichtigste Behandlung der Opiatabhängigkeit stellt die Substitutionstherapie mit Opioiden dar.u Patienten mit Opioidabhängigkeit benötigen für eine adäquate Schmerzlinderung häufig höhere Schmerzmitteldosen und leiden auch unter einer stärkeren Schmerzempfindlichkeit.

    Wünschenswert ist eine enge Kooperation von Sucht- und Schmerzmedizinern.

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  • Opiattherapie ist kein Ersatz für fehlende diagnostische und schmerztherapeutische Konzepte

    Eine Langzeittherapie mit Opioiden kommt nur bei Therapie-Respondern in Frage, bei denen das vorher gemeinsam definierte Therapieziel erreicht wurde, da bei fehlender Wirksamkeit das Risiko einer nicht bestimmungsgemäßen Verwendung der Opioide zunimmt.

    Eine alleinige Therapie mit Opioiden ist bei vielen chronischen, nichttumor-bedingten Schmerzen nicht zielführend und sollte immer in ein multimodales Therapiekonzept integriert werden.

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  • Die Bedeutung der NSAR in der Schmerztherapie

    NSAR bleiben für die Therapie von Schmerzen, die auf eine Entzündung zurückzuführen sind, nach wie vor unverzichtbar.

    Unter Abwägung der Risikofaktoren und Berücksichtigung eventueller Wechselwirkungen ist das Nutzen-Risiko-Profil der NSAR positiv.

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  • Genetische Faktoren in der Schmerztherapie

    Genetische Faktoren beeinflussen das Auftreten von chronischen Schmerzen sowie die Wirksamkeit und das Nebenwirkungsprofil von Analgetika.

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  • Schmerztherapie in Schwangerschaft und Stillzeit

    Eine risikoarme medikamentöse Schmerztherapie sowohl in der Schwangerschaft als auch in der Stillzeit ist möglich.

    Voraussetzung: Kenntnis und Berücksichtigung des substanzspezifischen teratogenen und fetotoxischen Risikos einschließlich möglicher postpartaler Entwicklungs- und Verhaltensstörungen sowie potenzieller Nebenwirkungen beim Säugling.

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  • Der postoperative Schmerz im Fokus

    Starke Schmerzen nach chirurgischen Eingriffen betreffen mit 20–40 % einen erheblichen Anteil der Patienten.

    Wichtige aktuelle Entwicklungen, die im multidisziplinären Positionspapier u. a. aufge­griffen werden:
    – Das perioperative Schmerzmanagement ist heute eine in hohem Maß interdisziplinäre Aufgabe; zunehmend individualisierte therapeutische Strategien.
    – Optionen der patientenkontrollierten Analgesie gewinnen an Bedeutung, auch vor dem Hintergrund neuer Verabreichungsformen.
    – Es werden klare Grenzwerte für schmerztherapeutische Interventionen definiert.

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  • Medikamentöse Schmerztherapie − Achtung: Wechselwirkung

    Polypharmazie erhöht die Gefahren von unerwünschten Nebenwirkungen sowie einer Verstärkung/Abschwächung der Arzneimittelwirkung.

    Bei der Verordnung von Analgetika müssen Wechselwirkungen von Arzneimitteln (Drug-Drug-Interaction) gekannt und erkannt werden.

    Aufgrund der möglichen Interaktionen von Analgetika mit anderen Wirkstoffen ist eine regelmäßig aktualisierte Medikamentenanamnese unbedingt zu empfehlen.

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  • Genderaspekte in der Schmerzmedizin: Unterscheiden sich Frauen und Männer?

    Frauen berichten über intensivere und länger andauernde Schmerzen und geben mehr an Schmerzen betroffener Körperbereiche an, wenn sie an einer schmerzhaften Erkrankung leiden.

    Das weibliche Geschlecht scheint auch per se ein Risikofaktor für die Entstehung chronischer Schmerzen zu sein. Es scheinen verschiedene Faktoren in Kombination dabei eine große Rolle zu spielen – biologische, genetische und hormonelle wie auch psychologische und soziokulturelle.

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  • Möglichkeiten der physikalischen Medizin und Rehabilitation in der Schmerztherapie

    Moderne Schmerzkonzepte, insbesondere bei länger andauernden Beschwerden, basieren auf einem multimodalen Ansatz. Physikalische Maßnahmen stellen dabei einen wesentlichen Pfeiler dar.

    Physikalische Maßnahmen sind, wenn richtig indiziert und durchgeführt, nebenwirkungsfrei und können über viele Jahre immer wieder angewandt werden.

    Ein Plus: kostengünstig und in vielen Fällen vom Patienten auch zu Hause anzuwenden.

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  • Auswirkung der Umgebung auf Schmerz

    Chronischer Schmerz ist ein psychosomatisches Gesamtphänomen, an dessen Entstehung und Aufrechterhaltung biologische und psychosoziale Faktoren beteiligt sind.

    Psychosoziale Folgen der Schmerzentwicklung (z. B. Angst, Depressivität) führen zu neuroplastischen Veränderungen im Schmerzverarbeitungssystem, welche die Schmerzchronifizierung fördern können.

    Geeignete therapeutische Interventionen wie Schmerzpsychotherapie/ sensomotorisches Training können diesen neuroplastischen Veränderungen entgegenwirken.

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  • Erfahrungen mit Ionsys in der Schmerztherapie

    Ionsys ist eine nadelfreie transdermale, vorgefüllte und vorprogrammierte iontophoretische Fentanyl-PCA-Pumpe.

    Zugelassen zur Behandlung akuter mäßiger bis starker postoperativer Schmerzen bei erwachsenen Patienten im Krankenhaus.

    Das System ermöglicht eine selbstbestimmte 24-stündige Schmerztherapie und uneingeschränkte Mobilität.

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  • „Die Anästhesiologie muss wieder attraktiv für den Nachwuchs werden!“

    Univ.-Prof. Dr. Rudolf Likar, Klinikum Klagenfurt, ist der neue Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Anästhesiologie, Reanimation und Intensivmedizin (ÖGARI): Eine seiner Prioritäten ist die Nachwuchsförderung.

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  • Migration und Schmerzmedizin

    Migration ist ein komplexer Prozess mit vielen Stressfaktoren, der die Gefahr einer Schmerzchronifizierung beinhaltet.

    Transkulturelle Kompetenz ist nötig, um Migranten besser verstehen und auch eine passende Diagnose stellen zu können.

    Die Reflexion des eigenen Schmerzmodells und der eigenen Bewältigungsstrategien ist wichtig, um auf die Patienten mit ihren jeweiligen Schmerzmodellen besser eingehen zu können.

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  • Die Rolle der Pflege in der Schmerzversorgung

    In den letzten Jahren sind infolge der veröffentlichten Expertenstandards „Schmerzmanagement in der Pflege bei akuten und chronischen Schmerzen‟ Fortbildungsmöglichkeiten für Pflegende geschaffen worden.

    In den Fortbildungen werden die spezifischen pflegerischen Aufgaben vermittelt und Möglichkeiten geboten, eine schmerzbezogene Expertise als pflegerische Schmerzexperten aufzubauen.

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  • Das schmerztherapeutische Gutachten

    Fallbeispiel einer Schmerzpatientin, die aufgrund einer Fehlbehandlung klagt. Der Fall zeigt, wie vom Erstgutachter in Ermangelung einschlägiger Erfahrung und theoretischer Kenntnisse der zu beurteilenden Therapie falsche Schluss-folgerungen gezogen worden wären.

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  • Häufige Kopfschmerzsyndrome in der Notaufnahme

    Kopfschmerzen gehören neben Rückenschmerzen zu den häufigsten Schmerzsyndromen in einer Notaufnahme.

    Das Erkennen von häufigen primären Kopfschmerzen wie Migräne, Spannungskopfschmerz und Cluster-Kopfschmerz ist für die Therapiewahl wichtig.

    Kopfschmerz durch Schmerzmittelübergebrauch: Patientenaufklärung über die Beschränkung der Schmerzmitteleinnahme auf maximal 10 Tage/Monat.

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  • Schmerztherapie: praxisrelevante Aspekte transdermaler Systeme

    Transdermale therapeutische Systeme sind bei Multimorbidität mit Polypharmazie zu bevorzugen.

    Bei einer Therapieumstellung von oder auf orale retardierte Opioide ist der verzögerte Wirkbeginn bzw. das verzögerte Abklingen zu beachten.

    Die Therapie ist nur bei stabilen chronischen Schmerzen indiziert.

    Hohe Akzeptanz bei Patienten.

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  • Differenzierter Einsatz von Analgetika: Therapie nach Leitlinien reicht nicht aus

    Die Differenzierung zwischen nozizeptiven und neuropathischen Schmerzen ist essenziell.

    Eine ausschließlich auf Leitlinien und Algorithmen basierte Therapie ist unzureichend.

    Gemäß aktuellen Analysen reagiert nur ein Teil der Patienten („Responder‟) auf bestimmte Medikamente → individualisierte Schmerztherapie.

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  • Cannabidiol: Schmerzreduktion bei therapieresistenten Fällen

    Fallbeispiele und erste positive Erfahrungen mit Cannabidiol (CBD) bei Patienten mit schwer kontrollierbaren Schmerzzuständen. Bei CBD handelt es sich um eine nichtpsychotrope Substanz, die daher auch keiner Suchtgiftregelung unterliegt.

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  • „Wir brauchen dringend neue Ausbildungskonzepte“

    UIM: Junge Mediziner beklagen oft die schlechten Ausbildungsbedingungen. Wie beurteilen Sie die Situation in der Schmerzmedizin? Jaksch: Leider müssen wir bei der schlechten Ausbildungssituation schon an der Ausbildung an den Universitäten ansetzen, wo Schmerzmedizin im Curriculum nicht enthalten ist. In…

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  • „Rückschritt durch Schließung von Schmerzambulanzen“

    UIM: Was waren Ihrer Ansicht nach die wichtigsten Entwicklungen im Bereich Schmerztherapie in den letzten Jahren? Likar: Leider ist es gerade im organisatorischen Bereich aufgrund der knappen Personalsituation zur Schließung von Schmerzambulanzen gekommen. Das heißt, wir haben hier in den…

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  • Multimodale Schmerztherapie bei Kindern und Jugendlichen

    Chronische Schmerzen bei Kindern und Jugendlichen zeigen eine zunehmende Prävalenz.

    Die häufigsten Schmerzformen sind Kopfschmerzen, gefolgt von Bauchschmerzen sowie Gelenk- und Muskelschmerzen.

    Die Anwendung multimodaler Therapiekonzepte bei Kindern und Jugendlichen ist sinnvoll, da Therapieerfolge positive individuelle und sozioökonomische Auswirkungen haben.

    Chronifizierungen können verhindert werden, Schmerzen werden seltener ins Erwachsenenalter mitgenommen.

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  • Opioide und hormonelle Veränderungen: Androgendefizit, Osteoporose als Folgeerscheinung

    Opioide beeinflussen die Sezernierung von Sexualhormonen → opioidinduziertes Androgen­defizit.

    Weitere Nebenwirkung: opioidinduzierte Osteoporose.

    Bei Morphinäquivalenzdosis > 100 mg/Tag (oral/transdermal/intrathekal) genaue Anamnese durchführen.

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  • Ein immerwährendes Spannungsfeld – Fahrsicherheit und Analgetika

    Analgetika, insbesondere zentral wirksame Substanzen, können vor allem in der Einstellungs- und Dosisanpassungsphase zu eingeschränkter Fahrsicherheit führen. Bei stabiler Einstellung ist bei den meisten Patienten aber nicht mit relevanten Leistungseinschränkungen zu rechnen.

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  • Opioide – Fluch oder Segen?

    In den Leitlinien der Deutschen Schmerzgesellschaft ist die in regelmäßigen Abständen wiederholte Überprüfung des medikamentösen Vorgehens sowie dessen Einbettung in ein interdisziplinäres, multimodales Therapiekonzept der beste Schutz vor einer Über- bzw. Fehlversorgung mit Opioiden.

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  • Moderne Schmerztherapie zur Steigerung der Lebensqualität: Neurostimulation wird 50

    Neurostimulation ist eine nichtmedikamentöse, mikroinvasive Behandlungsmethode gegen neuropathische Schmerzen mit Schmerzreduktion von durchschnittlich 50 %.

    Neben Schmerzreduktion kommt es auch zu einer Steigerung der Leistungsfähigkeit und Reduktion der Medikation.

    Kosten: Trotz hoher Anfangskosten amortisiert sich die Methode nach 2,5 Jahren.

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  • Stellenwert von Ketamin in der Schmerzmedizin: Notfallmedikament, Analgetikum und Partydroge

    Ketamin:

    … etabliert in der Notfallmedizin, in der Therapie von chronischen Schmerzzuständen speziellen Indikationen vorbehalten.

    …. weist eine sehr große therapeutische Breite auf.

    …. erzeugt eine Art kataleptischen Zustand, in dem der Patient von seiner Umgebung abgekoppelt erscheint.

    … ist als bewusstseinserweiternde Substanz im Vormarsch.

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  • Schmerzhafte Engpässe: 15. Schmerzwochen der Österreichischen Schmerzgesellschaft

    Zwei Themen werden im Schmerzbereich aktuell großgeschrieben:

    schmerztherapeutische Versorgungsdefizite,

    fehlende strukturelle Verankerung der Schmerztherapie im österreichischen Gesundheitssystem.

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  • Entstehung des chronischen Schmerzes – die Rolle der Mikroglia

    Aufgrund der komplexen Aufgaben der Mikroglia bei (neuropathischen) Schmerzen und der Kontrolle der neuronalen Homöostase ist das Verständnis um die Mechanismen essenziell.

    Durch die Identifikation von Schlüsselprozessen beim neuropathischen Schmerz können darauf aufbauend neue therapeutische Konzepte entwickelt werden.

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  • Medikamentös induzierte Agranulozytose: Welche Medikamente als Auslöser und was tun in der Praxis?

    Es handelt sich um eine seltene, lebensbedrohliche Erkrankung (Infektionen).

    Beispiel für ein Medikament: Ein hohes Agranulozytoserisiko weist Metamizol auf.

    Die Diagnose wird anhand des Fehlens der Granulozyten bei normalen Erythrozyten und Thrombozyten im peripheren Blutbild gestellt.

    Betroffene Patienten sollten umgehend stationär aufgenommen werden.

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  • Buprenorphin/Naloxon (Suboxone®) im Einsatz bei Schmerzpatienten: Wider die Opioidabhängigkeit

    Bei korrekter Indikationsstellung und Anwendung retardierter Opioide ist das Abhängigkeitsrisiko sehr gering.

    Opioide mit schnellem Wirkeintritt und kurzwirksame Darreichungsformen begünstigen die Entwicklung einer Abhängigkeit.

    Bei Schmerzpatienten, die eine Abhängigkeit entwickelt haben, kann eine Behandlung mit Buprenorphin/Naloxon in Erwägung gezogen werden.

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  • Europäische Schmerzföderation tagt in Wien – Aktuelle Schmerzthemen vom EFIC 2015

    Kaum Rückgang bei tumorbedingten Schmerzen in den letzten 10 Jahren.

    EFIC-Empfehlungen für einen verantwortungsvollen Umgang mit Opioiden, insbesondere in der Langzeittherapie chronischer Schmerzen, für Herbst geplant.

    Lidocain-Pflaster: Gute Wirksamkeit bei Patienten mit diabetesbedingten Polyneuropathien.

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  • Schmerzreduktion durch Hochfrequenz-Stimulation

    Die Hochfrequenz-Stimulation (HF-10) ist ein innovatives neues Verfahren zur hochfrequenten Neuromodulation.

    Deutliche Überlegenheit bei chronischen, therapierefraktären Rücken- und Beinschmerzen im Vergleich zur konventionellen Rückenmarkstimulation.

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  • Schmerz als eine Erscheinungsform von Stress

    Schmerz als Stressunterart folgt den Gesetzen von kumulierendem Stress.

    „Sekundäre Stressoren‟ bilden eine Kette, deren Länge mit der Schmerzchronizität korrelieren könnte.

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  • Zusammenarbeit zwischen Schmerzspezialisten und Allgemeinmedizinern

    Allgemeinmediziner sollten eine Schlüsselposition im Management des Schmerzpatienten innehaben, auch wenn sie an eine spezialisierte Einrichtung überweisen: Das setzt ausreichend Ressourcen auf allen Seiten voraus.

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  • Neues Positionspapier zur Opioidtherapie bei tumor- und nicht tumorbedingten Schmerzen

    Das Positionspapier der Österreichischen Schmerzgesellschaft und der Gesellschaft für Suchtmedizin zum kompetenten Einsatz von Opioid-Analgetika soll Behandlern eine praxisorientierte Unterstützung und einfach umsetzbare Empfehlungen für den optimalen Umgang mit diesen Substanzen bieten.

    Inhalte des Positionspapiers sind u. a. Wirkungen, unerwünschte Arzneimittelwirkungen, Auswahl der Substanzen und Darreichungsformen, Dosierung und Abhängigkeit/Abhängigkeitsmanagement, Evaluierung des Langzeiteinsatzes, Therapiestopp.

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  • Welcher Schmerzpatient benötigt einen Spezialisten?

    Schmerzen werden in über 80 % in der Allgemeinpraxis adäquat diagnostiziert und therapiert.

    Die Früherkennung entzündlich-rheumatischer Erkrankungen erfordert die Einbeziehung des Rheumatologen.

    Der chronifizierte Schmerz ist immer eine interdisziplinäre Herausforderung.

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  • Einsatz des transmukosalen Opioidanalgetikums beim Durchbruchschmerz

    Eine Opioid-Basistherapie kombiniert mit ausreichender Bedarfsmedikation ist bei Tumorpatienten mit Durchbruchschmerzen essenziell.

    Das sublinguale Opioidanalgetikum Vellofent® ist wegen des schnellen Wirkeintritts eine geeignete Bedarfsmedikation.

    Wichtig: engmaschige Kontrolle während der Dosistitration.

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  • S3-Leitlinie aktualisiert: Empfehlungen zur Langzeitanwendung von Opioiden

    Kurzfristige Behandlung mit opioidhaltigen Analgetika ist eine Option bei chronischem Arthroseschmerz, diabetischer Polyneuropathie, Post-Zoster-Neuralgie und chronischen Rückenschmerzen.

    Von einer langfristigen opioidhaltigen Schmerztherapie derselben Erkrankungen profitieren nur 25 % der Patienten.

    Die medikamentöse Schmerztherapie soll mit weiteren therapeutischen Maßnahmen kombiniert werden.

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  • Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin zum Durchbruchschmerz

    Durchbruchschmerzen sind bei Tumorpatienten häufig (bis zu 20 %) und mit hohem Leidensdruck verbunden.

    Ausreichende Dauerschmerztherapie und eine suffiziente Bedarfsmedikation sind essenziell (starke Opioide, WHO-Stufe III).

    Schmerzen resultieren häufig in weiteren physischen oder psychischen Problemen.

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  • Was kann die Schmerzmedizin von der Schmerzforschung erwarten?

    Grundlagenforschung dient nicht nur der Entwicklung neuer Analgetika, sondern auch der Entwicklung neuer Therapiekonzepte.

    Die Translation von Grundlagenforschung in die Klinik braucht meist viel Zeit.

    Translation ist keine Einbahnstraße, die Entwicklung neuer Therapien setzt pathophysiologische Forschungen am Patienten voraus.

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  • Bericht aus der Praxis

    Allgemeinmediziner sind täglich mit einer Vielzahl an unterschiedlichen Problemstellungen konfrontiert.

    Für eine optimale Betreuung und Behandlung von Schmerzpatienten sind mobile Palliativteams unerlässlich.

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  • Menschenwürdiges Sterben heißt Schmerzfreiheit aus Patientensicht

    Schmerzen am Lebensende treten häufig auf.

    Eine suffiziente Schmerztherapie ist der häufigste Wunsch unserer Patienten.

    Patienten können unter einer effektiven Schmerztherapie meistens sehr gut im häuslichen Bereich versorgt werden.

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  • Anhaltende somatoforme Schmerzstörung

    Kaum eine andere Schmerzdiagnose wurde in den vergangenen Jahren so kritisch diskutiert wie die anhaltende somatoforme Schmerzstörung.

    In den zukünftigen Klassifikationsvorschlägen der ICD-11 wird diese Diagnose vermutlich komplett überarbeitet werden.

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  • Einfluss der Genetik auf die Schmerztherapie

    Neuere präklinische Studien zu epigenetischen Mechanismen und der Rolle von ncRNA beim chronischen Schmerz sind sehr vielversprechend und lassen neue, praktisch anwendbare Erkenntnisse für Diagnose und Therapie von chronischen Schmerzsyndromen erwarten.

    Durch diese vollkommen neuen Konzepte könnte es in Zukunft möglich werden, für jeden Patienten eine individuell angepasste Schmerztherapie bereitzustellen.

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  • Editorial – Sonderbeilage Schmerz und Geriatrie

    Liebe Kolleginnen und Kollegen! Der internationale Kongress für Geriatrie und Gerontologie in Venedig ist ein Highlight und wurde von den Kollegen Prim. Dr. Georg Pinter und Prim. Hannes Plank zum 4. Mal in Zusammenarbeit mit der Sanicademia organisiert. Es hat…

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  • Editorial – 4. Internationaler Kongress für Geriatrie und Gerontologie

    In Zusammenarbeit mit der österreichischen und der italienischen Gesellschaft für Geriatrie und Gerontologie organisierte die SANICADEMIA – internationale Fortbildungsakademie für Gesundheitsberufe EWIV (Geschäftsführer VD Mag. K. Wulz) Ende April den 4. internationalen Kongress für Geriatrie und Gerontologie im Herzen Venedigs….

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  • Akutes Koronarsyndrom (ACS) bei alten Patienten: Obacht geben auf atypische Symptome

    Das akute Koronarsyndrom (ACS) ist eine der am meisten vorkommenden, mitunter lebensbedrohlichen Erkrankungen in der Geriatrie.

    Ältere Patienten mit ACS präsentieren sich eher mit atypischen Symptomen und untypischen physischen Zeichen, was in einem hohen Maß zu Fehldiagnosen führt.

    Um die optimale Therapie zu initiieren, müssen Ärzte den alten Menschen mit ACS besondere Aufmerksamkeit widmen.

    Das Therapiemanagement sollte individuell, aber entsprechend den Guidelines entschieden werden, basierend auf der akuten Ischämie und Abschätzung der Risikofaktoren.

    Die Symptomfreiheit hat Priorität bei alten und sehr alten Patienten, weil diese für das Überleben enorm wichtig ist.

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  • Wenn im höheren Alter Asthma, Allergie und COPD auftreten – Hohe Prävalenz, Besonderheiten bei Diagnostik und Therapie

    Asthma bronchiale, insbesondere allergisches Asthma, ist beim älteren Patienten unterdiagnostiziert und auch untertherapiert.

    Bei den Wechsel- und Nebenwirkungen von antiobstruktiven Medikamenten sind insbesondere kardiale Nebenwirkungen zu beachten, ebenso die Beeinflussung der Muskulatur und der Osteoporose sowie der psychischen Situation des Patienten.

    COPD: Von der multidimensionalen Analyse und Anamnese ausgehend kann eine multidimensionale Therapie der COPD gestartet werden. Vorrangig sind nichtmedikamentöse Therapie, physikalische Therapie und Rehabilitation.

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  • Diarrhö beim geriatrischen Patienten – Clostridium-difficile-Infektion im Alter häufig

    Wohl auch wegen der fast immer selbstlimitierenden Natur der Erkrankung wird in der hausärztlichen Routine oft auf eine mikrobiologische Labordiagnostik verzichtet.

    Eine mikrobiologische Untersuchung von Stuhlproben auf Gastroenteritiserreger sollte aber jedenfalls bei blutiger Diarrhö, bei gehäuftem Auftreten (Ausbrüche) sowie bei hospitalisierten Patienten veranlasst werden.

    Campylobacter jejuni/coli, Clostridium difficile und dem Norovirus als Erreger akuter Gastroenteritiden kommt derzeit die hauptsächliche Bedeutung zu.

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  • Parkinson und Schmerz – Charakteristika und Behandlungsmanagement

    Rund die Hälfte der an Mb. Parkinson Erkrankten leidet unter chronischen Schmerzen unterschiedlicher Kategorie.

    Ein Dopaminmangel erniedrigt die Schmerzschwelle.

    Eine frühzeitige Diagnose mit anschließender medikamentöser und physiotherapeutischer Behandlung trägt zu einer Verbesserung der Lebensqualität der Betroffenen bei.

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  • Demenztherapie: was ist neu? – Forschungsfokus auf krankheitsmodifizierende Wirkstoffe

    Beginn und Verlauf der klinischen Symptomatik der Alzheimer-Demenz (häufigste Demenzerkrankung) können durch Beachtung bestimmter Risikofaktoren, wie z. B. Bewegungsmangel, verzögert werden.

    Viele Konzepte „krankheitsmodifizierender‟ Therapien beruhen auf Immunisierung und Enzymmodulation, um die Erkrankung bereits im präklinischen Stadium zu erkennen.

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  • Fallbeispiel – Neuropathische Schmerzen nach Schlaganfall

    Das zentrale neuropathische Schmerzsyndrom hat unterschiedliche Ursachen (z. B. Insulte).

    Da eine Heilung nicht möglich ist, wird in der Behandlung ein ganzheitlicher, multiprofessioneller Ansatz im Sinne des „biopsychosozialen Krankheits-modells‟ verfolgt.

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  • Von der Beziehung zwischen Schmerz, Leiden und Selbstbestimmung – Schmerz und Ethik

    Essenzielle Beziehung zwischen Schmerz bzw. Leiden und Selbstbestimmung.

    Therapeutisches Spektrum reicht über naturwissenschaftliche Möglichkeiten hinaus.

    Sorge für fachliche und strukturelle Gewährleistung von Schmerztherapie ist eine moralische Verpflichtung.

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  • Management postoperativer Schmerzen: was bringen Zertifizierungen?

    Eine ergebnisbasierte Zertifizierung der (postoperativen) Schmerztherapie verbessert die Schmerzsituation der Patienten und gibt Kliniken die Möglichkeit, ihre Bemü­hungen in der Schmerztherapie in der Öffentlichkeit transparent dazustellen.

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  • Relevante Topics auf der 22. Jahrestagung der ÖSG – Fachdisziplinen vereint, um Schmerzreduktion zu erreichen

    Die 22. Jahrestagung der Österreichischen Schmerzgesellschaft (ÖSG) umfasste interdisziplinäre Themenschwerpunkte zur Findung effizienterer Schmerztherapien.

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  • SCENAR-Therapie bei chronischen Schmerzen – 4 Jahre Erfahrung am Schmerzzentrum des Klinikums Klagenfurt

    Bei der SCENAR-Therapie handelt es sich um eine zwar nicht evidenzbasierte nichtinvasive Schmerz­therapiemethode, die sich aber gut mit der konven­tionellen Schmerztherapie kombinieren lässt, additive Wirkung hat und oft beeindruckende Ergebnisse erzeugt.

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  • Selbstmanagement Betroffener fördern: Update Arthroseschmerz

    In der Therapie des Arthroseschmerzes sind die medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten limitiert. Krankheitsmodifizierende Medikamente gibt es nicht.

    Patienten mit Arthroseschmerzen blockieren Kapazitäten in Rheumaambulanzen und Rheumapraxen. Anleitung zum Selfmanagement ist gefragt.

    Bei NSAR-Anwendungen sollten die Empfehlungen der österreichischen Schmerzgesellschaft berücksichtigt werden. Analgetika wie Paracetamol oder Opioide könnten in Europa einen höheren Stellenwert in der Schmerzbehandlung der Arthrose bekommen.

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  • Adjuvante Schmerzmedizin mit Mikronährstoffen

    Wie ausreichend ist die Datenlage? Wer hat eine Mangelsituation?

    Im Pro und Contra untermauern Primar Univ.-Prof. Dr. Rudolf Likar und Univ.-Prof. i. R. Dr. Eckhard Beubler, warum Mikronährstoffe in der adjuvanten Schmerztherapie (keinen) Platz haben. Gegensätzlich erachten die Experten die unter­-mauernde Datenlage.

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  • Schmerzen bei dementen Patienten

    Die Zahl der Patienten mit Demenz und Schmerzen nimmt aufgrund der demografischen Entwicklung stark zu.

    Die eingeschränkte Kommunikationsfähigkeit führt zu Fehleinschätzungen bei Schmerzen und zu insuffizienter Analgesie.

    Zentral wirkende Substanzen, wie z. B. Opioide, Antikonvulsiva oder Antidepressiva müssen besonders vorsichtig eingesetzt und dosiert werden, um Schwindel, weitere kognitive Beeinträchtigung und Stürze zu vermeiden.

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  • Kasuistiken: Dronabinol bei diabetischer Polyneuropathie

    Die diabetische Polyneuropathie ist eine der häufigsten Komplikationen bei Diabetes mellitus.

    An der interdisziplinären Schmerzambulanz am Klinikum Klagenfurt wurde Dronabinol als Zusatztherapie bei Patienten mit diabetischer Polyneuropathie (DPNP) versucht, die bislang ungenügend auf eine Standardbehandlung angesprochen hatten. Im Beitrag werden vier Fälle dargestellt.

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  • CRPS: guter holistischer Ansatz mit der Spiegeltherapie

    Das CRPS (komplexes regionales Schmerzsyndrom) ist medikamentös schwer behandelbar. Erste Ergebnisse einer Studie am Klinikum Klagenfurt am Wörthersee räumen der Spiegeltherapie einen Stellenwert im Sinn eines guten holistischen Ansatzes ein.

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  • Der viszerale Schmerz: Therapiekonzept richtet sich nach Grunderkrankung, Schmerzintensität und Begleitsymptomatik

    Viszerale Schmerzen stellen aufgrund ihrer oftmals schlechten Lokalisierbarkeit und ihrer Projektion in Head- und MacKenzie-Zonen eine diagnostische Herausforderung dar.

    Die besten Therapieerfolge können mit einem multimodalen Behandlungsregime erzielt werden, wobei die vegetativen und psychischen Begleitsymptome in das Therapiekonzept miteinbezogen werden müssen.

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  • Durchbruchschmerzen − Vernachlässigtes Symptom in der Versorgung von Krebspatienten

    Patienten mit Tumorschmerzen sollen immer nach Durchbruchschmerzen gefragt werden.

    Die Therapie erfolgt individualisiert; das Opioid muss nicht jenes der Basistherapie sein.

    Transmukosal oder nasal verabreichte Fentanyl-Formulierungen sind für die Durchbruchschmerztherapie gut geeignet.

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  • Gebote in der Schmerztherapie des geriatrischen Patienten

    Häufig besteht bei älteren Patienten eine Polypharmazie, deshalb: Therapie so einfach wie möglich gestalten.

    Analgetika in fester Dosierung, zu festen Zeiten und möglichst oral geben; Opioid-Schmerzpflaster nur in wohl überdachten Indikationen.

    Schmerzmittel sollten in Abhängigkeit der Nieren- und Leberfunktion adäquat dosiert werden.

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  • Klinische Studien bei Postzosterneuralgie auf dem Weg

    Schmerzreize führen über periphere und zentrale Sensibilisierung zur anhaltenden Schmerzverstärkung, zum Teil auch unabhängig von anhaltenden nozizeptiven Reizen.

    Tierexperimentelle Ergebnisse geben Hoffnung, mittels Hochdosis-Opioid-Behandlung in Zukunft chronische Schmerzen, wie zum Beispiel die Postzosterneuralgie zu heilen. Die erforderlichen klinischen Studien werden zurzeit durch die Arbeitsgruppe um Univ.-Prof. Dr. Burkhard Gustorff, Wilhelminenspital, auf den Weg gebracht.

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  • Schmerztherapie in der Gynäkologie: Dos und Don’ts in der täglichen Praxis

    Die häufigsten unerkannten bzw. fehlinterpretierten Krankheitsbilder, die für Schmerzen im Vulvovaginalbereich verantwortlich zeichnen, sind die Dermatosen Lichen sclerosus, Lichen planus und der Formenkreis der Vulvodynie.

    Schwer therapierbare chronische Verläufe müssen vermieden werden, daher: strukturiertes Vorgehen in der gynäkologischen Praxis.

    Gezielte Diagnostik und Therapie benötigen interdisziplinäre Kooperation aller mit diesen Krankheitsbildern befassten Disziplinen.

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  • Haben invasive Methoden einen Platz in der Tumorschmerztherapie?

    Im Gegensatz zur medikamentösen Schmerztherapie haben Methoden der invasiven Schmerztherapie (Ausnahme: rückenmarknahe Medikamentenapplikation durch Katheter und Pumpensysteme) keine systemischen Nebenwirkungen.

    Invasive Methoden sind neben der Neurolyse die Implantation von Pumpensystemen zur Abgabe von Opioiden, Lokalanästhetika, Muskelrelaxanzien und Alpha-2-Agonisten sowie die Implantation von Stimulatoren.

    Die Indikationsstellung bedarf einer kritischen Analyse und die Durchführung einer entsprechenden Expertise.

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  • ÖSG-Highlights kompakt

    Auf den folgenden Seiten haben Referenten der diesjährigen ÖSG-Tagung ihre Vorträge zusammengefasst.

    Das Themenspektrum reicht von der geriatrischen Notfallversorgung, Faustregeln beim NSAR-Einsatz, dem postoperativen Schmerzmanagement bis zu neuen Erkenntnissen zum Schmerzgedächtnis.

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  • Neue Studie aus Graz – Den Schmerz objektiv messbar machen

    Forscher konnten erstmals in einer (präliminären) Studie Biomarker bzw. Zytokine identifizieren, die eine Objektivierung des Schmerzassessments möglich machen könnten.

    Relevante Biomarker: IL-7, IL-18, MCP-1, MIP-1a, OPG

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  • Neuigkeiten in der Neurostimulation – Periphere Feldstimulation im Kommen

    Es gibt zahlreiche Beispiele, bei denen die periphere Feldstimulation erfolgreich zum Einsatz kommt, z. B. beim chronischen Rückenschmerz.

    Das minimalinvasive Verfahren eignet sich sehr gut für eine Teststimulation.

    Studien zeigen eine deutliche Schmerzminderung und Senkung des Opioidverbrauchs.

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  • Review Hypnoakupunktur – Benefit bei kardiovaskulären Problemen und Symptomen

    Einleitung: Mit ausgewählten Studien und Indikationen wurde gezielt für kardiovaskuläre Patienten ein mögliches Potenzial der Hypnoakupunktur (HA) erarbeitet.

    Methoden: Insgesamt wurden etwa 200 Studien in Referenz gezogen und davon 10 aus­gewählte Publikationen für diese Arbeit verwendet. Zudem wurden drei Fallberichte ­angeführt.

    Ergebnisse: In den einzelnen Studien konnte es durch oft kontroverse Ergebnisse nur in vereinzelten Fällen zu einer klaren Ergebnisfindung kommen. Dennoch zeigte sich eine sehr klare Richtung hin zu einer individuelleren Betreuung durch die HA.

    Diskussion: Es werden gezieltere Studien für klarere Aussagen und Ergebnisse notwendig sein. Anhand der in dieser Arbeit dargestellten Indikationen und Publikationen ist es erstmals möglich, sich genauer mit dem Therapieansatz der HA auseinanderzusetzen. Es zeigen sich bei vielen Patienten ganz allgemein positive Auswirkungen auf Tagesrhythmus und Stresssituationen. Insbesondere bei kardiovaskulären Patienten ist großes Potenzial zu sehen.

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  • Schmerztherapie des alten Menschen – Opioide gut geeignet

    Schmerzassessment ist integraler Bestandteil des systematischen Untersuchungs- und Evaluierungsganges alter Menschen.

    Opioide sind eine sichere und effektive Therapieoption bei akuten und chronischen Schmerzen.

    Unabdingbar: Kenntnis der Wirk- und Nebenwirkungsprofile, konsequente Begleittherapie zur Prophylaxe opioidbedingter Nebenwirkungen.

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  • Viszeraler Schmerz – chronischer Beckenbodenschmerz

    Viszeraler Schmerz: schwer lokalisierbar, diffus. Unterschiedliche Modalitäten.

    Chronischer Beckenbodenschmerz: selten rein organisch, häufig Kombination von urologischen Symptomen, gastroenterologischen und proktologischen Beschwerden.

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  • Grenzen der „evidence-based“ Medizin in der Behandlung des alten Patienten

    Diskussion um die Umsetzung von „evidence-based medicine‟ (EBM) im Bereich der Geriatrie rückt in den Vordergrund.

    Geriatrische Patienten unterscheiden sich fundamental von anderen Zielgruppen der EBM: multimorbid und kein Studien-„Standardpatient‟.

    Schmerzen können nach den Richtlinien der WHO effektiv behandelt werden: ggf. Dosierungsanpassung.

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  • Multimodale Schmerztherapie ökonomisch relevant?

    Die multimodale Schmerztherapie setzt sich als international etabliertes Verfahren endlich auch in Österreich durch.

    Der Kostenaufwand bei Erkrankungen des Muskuloskelettalsystems kann bis zu 2 % des BIP umfassen. In Österreich entspräche dies Ausgaben von 5,5 Mrd. Euro.

    Gravierend sind indirekte und intangible Kosten (2/3 der Kosten).

    Frühzeitiges Erkennen der psychischen, biografischen und sozialen Risikofaktoren einer Chronifizierung („yellow flags‟) innerhalb von 2 bis max. 6 Wochen, um einer Chronifizierung vorzubeugen.

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  • Interaktionen von Opioiden mit nichtopioiden Analgetika und Koanalgetika

    Möglichkeiten der Wechselwirkung sind:

    Verstärkung der serotoninagonistischen Wirkung (z. B. Kombination von Fentanyl + Venlafaxin oder Amitriptylin).

    Verstärkte Morphinwirkung durch Hemmung der Glukuronidierung (z. B. Morphin + Amitriptylin oder Diclofenac).

    Hyponatriämie unter Opioiden, NSAR, Antidepressiva und Antikonvulsiva per se oder durch deren Kombinationen.

    Erhöhtes Risiko für Herzrhythmusstörungen durch Verlängerung des QT-Intervalls (z. B. Methadon oder Oxycodon + Amitriptylin).

    Abfall der Plasmaspiegel und Wirkverlust durch Carbamazepin (z. B. + Methadon oder Buprenorphin).

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  • WHO-Stufenschema – (noch) State of the Art

    Die WHO-Leitlinien regeln die Wahl der Analgetika gemäß der Schmerzstärke.

    Die Leitlinien sind allgemein akzeptiert und adaptiert worden, wobei man feststellen muss, dass für die Einteilung des WHO-Stufenschemas die Evidenz fehlt.

    Die Frage „WHO-Stufenschema – (noch) State of the Art” lässt sich so beantworten: Solange Tumorpatienten noch unterbehandelt sind und Schmerzen haben, den Ruhe- als auch den Durchbruchschmerz betreffend, ist das Stufenschema als didaktisches Instrument nicht wegzudenken. Es sollte aber gemäß G. Vargas-Schaffer et al. modifiziert werden.

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  • Schmerzmedikamente – Was ist wirklich „neu“?


    Bei den neuen Mitteln aus der Gruppe der Analgetika oder Anästhetika, deren Aufnahme in letzter Zeit in den Erstattungskodex (EKO) beantragt wurde, handelt es sich gemäß dem Hauptverband der österreichischen Sozialver sicherungsträger nicht um neue Wirkstoffe.

    Unter Beachtung der gesetzlichen Vorgaben war es nicht möglich, diese Medikamente zu den von Pharmaunternehmen geforderten Bedingungen in den EKO aufzunehmen.

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  • Botulinumtoxin Typ A in der Behandlung der chronischen Migräne – Effizient bei fachgerechter Anwendung

    Onabotulinumtoxin Typ A ist eine effiziente Substanz zur Behandlung der chronischen Migräne.

    Applikation in dieser Indikation ausschließlich durch einen Facharzt für Neurologie.

    Injektion der Substanz nur in vorgegebene Injektionsstellen.

    Noch keine Zulassung für Onabotulinumtoxin Typ A in der Indikation chronische Migräne in Österreich.

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  • Editorial Schmerzbeilage

    Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen! Die dem UNIVERSUM INNERE MEDIZIN beiliegende Sonderausgabe zur Schmerztherapie setzt sich aus zwei Teilen zusammen. Der erste Block ist dem Fibromyalgie-Syndrom gewidmet, das aus psychiatrischer, rheumatologischer (inkl. neue Diagnosekriterien und neue S3-Leitlinien in Kurzform) und aus…

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  • Das Fibromyalgie-Syndrom (FSM): Fächerübergreifend behandeln statt „Doctor-Shopping“

    Bei chronischen Schmerzsyndromen wie dem Fibromyalgiesyndrom (FMS) haben sich vor allem interdisziplinäre Interventionen bewährt.

    Aus Sicht des Psychiaters: Bei der Diagnose ist auf das Vorliegen einer Depression und anderer psychischer und substanzinduzierter Störungen zu achten. Selbstmanagement beeinflusst die Lebensqualität anhaltend positiv.

    Aus Sicht der Rheumatologin: Die aktualisierten S3-Leitlinien (inkl. Patientenfassung) bieten eine sichere Entscheidungsgrundlage für die Therapie.

    Aus Sicht des Gutachters: Die Kooperation zwischen internistischen Rheumatologen, Orthopäden und Neuropsychiatern zur objektiven Beurteilung der Fibromyalgie ist unabdingbar. Das Krankheitsbild sollte nicht automatisch zur krankheitsbedingten Pensionierung führen.

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  • Fallbericht: Neuropathische Schmerzen – Praxisrelevanter Leitfaden

    Vorstellig wird eine 61-jährige Patientin, die seit 10 Jahren an Typ-2-Diabetes mellitus leidet und über unerträgliche Schmerzen in den Beinen klagt.

    Auffällig ist ein hoher Depressionsscore.

    Diagnose: neuropathischer Schmerz im Rahmen der diabetischen Neuropathie – absolute Schmerzfreiheit ist selten zu erreichen.

    Für den Patienten relevant: Selfempowerment, fixe Wiedervorstellungstermine beim Hausarzt, ggf. auch Schmerzambulanz

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  • Fallbericht Rückenschmerz – Der Schmerz, der in die Beine strahlt


    Beschrieben wird die Kasuistik eines 67-jährigen Patienten. Er klagt über Schmerzen, ausgehend von der Lumbalregion, über gluteal in den ventrolateralen Oberschenkel bis zum proximalen Drittel des Unterschenkels ausstrahlend.

    Im MRT der Lendenwirbelsäule stellte sich der Prolaps L4/5 massiv dar.

    Transformal epidurale Infiltration L4/5 links bringt keine vollständige Schmerzfreiheit. Behandlungsplan wird erweitert, denn Schmerzausstrahlung wird auch durch diverse andere Gelenke verursacht.

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  • Viszeraler Schmerz – Das Repertoire der schmerztherapeutischen Möglichkeiten


    Fallbericht eines 55-jährigen Patienten mit gürtelförmigen, in das gesamte Abdomen ausstrahlenden Schmerzen seit ca. 5 Jahren. 2004 erfolgten Pankreasteilresektion und Splenektomie. Pankreatektomie und Magenteilresektion 2009. Opioidschmerztherapie

    seit 2004, auch Koanalgetika.

    Diagnose chronischer viszeraler Schmerz, neuropathischer Narbenschmerz führt zum Einsatz des gesamten Repertoires an schmerztherapeutischen Optionen.

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  • Akute Kopfschmerzen: mehr als „nur“ Migräne? – Die unterschätzte Gefahr der Differenzialdiagnosen

    Zwei Fallbeispiele zu akutem Kopfschmerz und „Migräne” mit den Diagnosen:

    Sinusvenenthrombose mit eingeblutetem (Fall 1)

    bzw. kleinem Stauungsinfarkt (Fall 2)

    Die genaue Abklärung muss bei einem Facharzt für Neurologie, im akuten Fall an einer neurologischen Abteilung, erfolgen.

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  • Therapie der Chemotherapie-induzierten Polyneuropathie

    Berichtet wird über eine 72-jährigen Patientin, die 2008 aufgrund eines papillären Adenokarzinoms des linken Ovars eine Chemotherapie erhält.

    Aufgrund der Diagnose neuropathischer Schmerz befindet sich die Patientin seitdem in Behandlung an der interdisziplinären Schmerzambulanz.

    Patienten, die eine Chemotherapie erhalten, sollten vom Arzt aktiv nach Parästhesie, Dysästhesien oder Schmerzen befragt werden.

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  • Opioidtherapie ohne Atemdepression


    Die am meisten gefürchtete (obwohl seltene) Nebenwirkung einer Opioidtherapie ist die Atemdepression. Diese kann bei jedem Verabreichungsmodus und bei allen Substanzen vorkommen. Allerdings ist die Atemdepression direkt proportional zur analgetischen Potenz des Opioids.

    Die Atemdepression kann mit dem Opioidrezeptor-Antagonisten Naloxon aufgehoben werden.

    Bei einer der Schmerzintensität angepassten Dosierung von Opioiden ist mit keiner klinisch relevanten Atemdepression zu rechnen. Bei Beachtung und Befolgung bestimmter Regeln kann man mit Opioiden eine erfolgreiche und sichere Schmerztherapie erreichen.

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  • Diskusprolaps L3 mit starker Allodynie – Unter Kontrolle mit Capsaicin-Pflaster 8 %


    Beschrieben wird der Fall eines Diskusprolaps L3 mit massiver Allodynie im Oberschenkel und Kniebereich rechts.

    Durch die Anwendung von Capsaicin-Pflaster 8 % konnte eine massive Verbesserung des Zustands herbeigeführt werden.

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  • Wechselwirkungen mit den gängigsten Arzneimitteln


    Die gemeinsame Verordnung mehrerer Arzneimittel, die auch Schmerzmittel beinhalten kann, ist immer mit einem Risiko potenziell klinisch relevanter Interaktionen assoziiert.

    Im Einzelfall: laufende Überprüfung, ob die eine oder andere Therapie nicht unterbrochen oder abgesetzt werden könnte.

    Die Behandlung von Schmerzen, v. a. chronischer Schmerzen, hat jedenfalls Vorrang, zumal der chronische Schmerz die Lebensqualität eines Patienten am stärksten beeinträchtigt.

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  • Neue Therapieansätze bei Migräne

    CGRP-Antagonisten, Botox, Neurostimulation

    Nach einer Studie der WHO, publiziert im Jahre 2007, hat einer von 20 Erwachsenen täglich oder fast täglich Kopfschmerzen. Eine in Österreich durchgeführte Studie ergab, dass 49,5 % aller Österreicher über 15 Jahre einige Male im Jahr Kopfschmerzen haben. Mit einer Prävalenz von 12 % ist Migräne ohne und mit Aura die häufigste primäre Kopfschmerzart. Noch immer wird diese bisweilen genetisch bedingte Erkrankung, welche das weibliche Geschlecht bevorzugt, zu wenig diagnostiziert und vor allem zu wenig adäquat oder sogar falsch behandelt. Nach wie vor stellen Patienten, die sich jahrelang mit so genannten „over-the-counter drugs“ selbst behandelt haben und dadurch bereits einen eigenen Medikamentenübergebrauchskopfschmerz entwickelt haben, eine große therapeutische Herausforderung dar.

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  • Die tageszeitlich angepasste Schmerztherapie

    Neue Erkenntnisse der Chronobiologie betonen tatsächlich, dass das Schmerzempfinden und die Reaktion auf Schmerzreize bestimmten Tagesrhythmen unterliegen können.

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  • PRO & CONTRA: Einsatz von Cannabinoiden in der Schmerztherapie

    Cannabinoide sind (semi-)synthetisch hergestellte oder aus Cannabis sativa gewonnene, chemisch definierte Einzelsubstanzen. Sie wirken über das Endocannabinoid-Rezeptorsystem, wobei sich die CB1-Rezeptoren im ZNS und peripheren Nervensystem finden und die CB2-Rezeptoren an Immunzellen, Mikroglia und im Hirnstamm. Endocannabinoide sind ein heißes…

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  • Opioide bei Nichttumorschmerz – Hohe analgetische Potenz bei fehlender Organtoxizität

    Opioide sind auch bei nichttumorbedingten Schmerzen indiziert.

    Die Vorteile liegen in der hohen analgetischen Potenz und der fehlenden Organtoxizität.

    Das Risiko von Suchtentwicklung ist bei medizinischer Begleitung der Patienten sehr gering.

    Trotz guter analgetischer Wirkung sollten Opioide grundsätzlich in Kombinationsregimen eingesetzt werden.

    Opioide dürfen nach längerer Anwendung keineswegs abrupt abgesetzt werden.

    Die Opioidverschreibung sollte nur durch den therapieverantwortlichen Arzt erfolgen und gewissenhaft kontrolliert werden.

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  • Fibromyalgie: Starke Empfehlung für körperbezogene Therapien

    Seit wenigen Wochen steht ein Update der interdisziplinären S3-Leitlinie „Definition, Pathophysiologie, Diagnostik und Therapie des Fibromyalgiesyndroms“ zur Verfügung.1 Die überarbeitete Version enthält geänderte Empfehlungen zur Diagnostik, Versorgungskoordination und Therapie. Erforderlich wurde das Update mitunter durch den Umstand, dass einige der Behandlungsmöglichkeiten des Fibromyalgie-Syndroms (FMS) seit der ersten Version der Leitlinie2 umfassender untersucht worden sind. Es wurden neue randomisierte kontrollierte Studien und systematische Übersichtsarbeiten zu medikamentösen und nicht-medikamentösen Therapien durchgeführt, was eine praxisrelevante Zusammenfassung der umfangreichen Datenlage für Betroffene und Behandler notwendig machte.

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  • Ziconotid: Neue Erkenntnisse zur Anwendung – Bereicherung des intrathekalen Schmerzarmentariums

    Kontext: Bei Ziconotid handelt es sich um ein Peptid aus 25 Aminosäuren mit einer blo – ckierenden Wirkung auf die präsynaptischen N-Kalziumkanäle. Als Resultat dieser Blockade wird die präsynaptische Freisetzung von pronozizeptiven Autakoiden wie Glutamat, Calcitonin- Gene-Related-Peptide [CGRP] und Substanz P gehemmt bzw. blockiert.1 Ursprünglich wurde diese Substanz als eines von mehr als 50 im Gift der Conus magus, einer malaysischen Seeschnecke, enthaltenen Toxinen isoliert und mit dem Terminus SNX-111 versehen.2 Die medizinische Bedeutung dieses und anderer Peptide der Seeschneckentoxine wurde erst später erkannt. Mittlerweile lassen sich die medizinisch nutzbaren Bestandteile dieser „Conotoxine“ in 5 Gruppen teilen: α-Contoxine blockieren postsynaptische Acetylcholin-Rezeptoren an Nerven und Muskeln, könnten demnach als Muskelrelaxantien eingesetzt werden3, _-Conotoxine öffnen präsynaptische spannungsgesteuerte Natriumkanäle, induzieren damit verstärkt Aktionspotenziale4, μ-Conotoxine blockieren postsynaptische spannungsgesteuerte Natriumkanäle, verhindern damit die Induktion eines postsynaptischen Aktionspotenzials5, _-Conotoxine öffnen präsynaptische Kaliumkanäle, verkürzen damit den gegensinnigen Na+- und Ca2+-Einstrom6 und schließlich   -Omega-Conotoxine, wie das oben erwähnte SNX-111, welches nunmehr als Ziconotid bereits synthetisch hergestellt wird und seit 2005 als intrathekales Schmerzmittel in Europa zugelassen ist.
    Erste klinische Studien zeigten, dass die therapeutische Breite dieses Medikaments sehr gering ist und es einer entsprechenden Erfahrung sowie einer vorsichtigen, individuellen Titration bedarf, um Ziconotid nebenwirkungsfrei bzw. nebenwirkungsarm einsetzen zu können.6 Zudem bestand aufgrund präklinischer Stabilitätsuntersuchungen eine gewisse Unsicherheit über die Haltbarkeit und Mischbarkeit dieser Substanz mit anderen Analgetika in implantierten Pumpensystemen.1 Klarheit brachten erst individuelle Erfahrungen, Post-Marketing-Studien und daraus abgeleitete internationale Empfehlungen, welche nunmehr Ziconotid auch als primär einzusetzendes Medikament bei therapieresistenten neuropathischen Schmerzzuständen empfehlen und dabei auch eine Kombination mit Opioiden wie Morphium, Hydromorphon, Fentanyl, Clonidin und Baclofen als tauglich ansehen.7 Die ursprünglichen Bedenken hinsichtlich chemischer Stabilität bei Körpertemperatur (es handelt sich ja um s. c. implantierte Schmerzpumpen), die Exposition gegen nicht-biologische Oberflächen und die Mischung mit Opiopid – analgetika und Muskelrelaxantien, ja sogar Lokalanästhetika konnten damit zerstreut werden.

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  • Placebo-/Noceboeffekt – Über die optimale Nutzung unspezifischer therapeutischer Wirkfaktoren: Placebo-, Noceboeffekt

    Bereits im 17. Jahrhundert war der Placeboeffekt in der Medizin bekannt als Verabreichung von „Scheinmedikamenten“, d. h. Medikamenten ohne Wirkstoff.
    Seit der ersten wissenschaftlichen Analyse durch Beecher 1955 unter dem Titel „the powerful placebo“ stieß das Phänomen auf breites klinisches und wissenschaftliches Interesse. Dennoch werden Placeboeffekte häufig mystifiziert oder als „Störgrößen“ in der klinischen Forschung abgewertet.

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  • Schmerztherapie in der Schwangerschaft: Nicht-pharmakologische Maßnahmen/durchdachte Medikation

    Schmerzen während der Schwangerschaft sind ein häufiges Problem, vor allem der Stütz- und Bewegungsapparat ist betroffen. Zwei Drittel der Schwangeren berichten über Rückenschmerzen oder Schmerzen im Bereich des Beckens. Bei der Schmerztherapie in der Schwangerschaft und Stillperiode ist das Problem weniger die Behandlung der Mutter, sondern die unvermeidliche Mitbehandlung des ungeborenen Kindes bzw. Säuglings.1

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  • Unzählige Schmerzgene pflastern langen Weg zur Gentherapie

    Maßgeschneiderte Schmerztherapie.

    Kontext: Im Grunde genommen sind in den letzten Jahrzehnten große Fortschritte in der Schmerztherapie erfolgt. Dennoch sind auf Grund individueller Unterschiede hinsichtlich Wirkung und Nebenwirkung weitere Verbesserungen notwendig. Ziel vieler Überlegungen und Studien ist es, bessere maßgeschneiderte Therapien über individuell besser wirksame Schmerzmittel zu entwickeln. Schließlich wäre es auch von Vorteil, mittels Genscreening zu identifizieren, wer für welche Therapie am besten geeignet ist. Durch moderne Methoden der Genomsequenzierung wird versucht, die Bedeutung einzelner ausgetauschter Basen im Erbgut aufzudecken, um es therapeutisch nutzen zu können. Genomische Varianten mit einem möglichen Einfluss auf die Schmerzentstehung, Schmerzverarbeitung und Analgesie, wie von (Opioid-)Rezeptoren, Ionenkanälen, Transportern sowie metabolisierenden Enzymen, werden diskutiert. Der Stellenwert bzw. die Umsetzbarkeit dieser maßgeschneiderten Therapie mittels Genanalysen stellt Inhalt dieses Beitrags dar.

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  • Postoperativer Schmerz – Vorteile effektiver Schmerztherapie

    Nach wie vor ist der postoperative Schmerz ein zu wenig beachtetes und unterbehandeltes medizinisches Problem. Eine Optimierung der Schmerztherapie ist nicht zuletzt auch aus gesundheitsökonomischen Überlegungen zu fordern: Durch adäquate Schmerztherapie kann sowohl die postoperative Rehabilitation beschleunigt als auch die Inzidenz der Schmerzchronifizierung reduziert wird.

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  • Der Viszeralschmerz – Herausforderung: Schmerzzustände funktioneller Genese

    Wir unterscheiden grundsätzlich zwischen einem akut auftretenden Abdominalschmerz, der in der Regel aufgrund einer neu entstandenen strukturellen Läsion besteht (also ein morphologisches Substrat besitzt), und im Gegensatz dazu einem chronisch bestehenden oder chronisch-rezidivierenden Schmerz. Dessen Ursache liegt in einer persistierenden organischen Schädigung, die sich eher in anhaltenden oder schubweisen Beschwerden bemerkbar macht.

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  • Sicher am Steuer trotz Schmerzmedikation – Analgetika und Fahrtüchtigkeit

    In der Straßenverkehrsordnung ist im § 58 eine allgemeine Vorschrift über das Lenken von Kfz zu finden. Hier steht: „Unbeschadet der Bestimmungen des § 5 Abs.1 darf ein Fahrzeug nur lenken, wer sich in einer solchen körperlichen und geistigen Verfassung befindet, in der er ein Fahrzeug zu beherrschen und die beim Lenken eines Fahrzeuges zu beachtenden Rechtsvorschriften zu befolgen vermag.“

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  • Akupunktur bei Schmerzen – Unterschiedliche Techniken optimieren den Therapieerfolg

    Die Schmerztherapie ist eine Domäne der Akupunktur. Die Verwendung innovativer Verblindungsverfahren hilft, mehr über ihr Potenzial zu erfahren. Die Akupunktur ist eine effektive Schmerztherapie, aber ist es die Akupunktur, die effektiv ist?

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  • Neue Therapieoption für die Prophylaxe – Botulinumtoxin A bei chronischer Migräne

    Je nachdem, welche Definition für chronische Migräne herangezogen wird, leiden in den USA bzw. in Europa jeweils 1,3 bzw. 2,4 % der Gesamtbevölkerung unter chronischer Migräne1–4. Das heißt, die Betroffenen haben an 15 Tagen oder mehr Tagen Kopfschmerzen, die großteils als Migräne interpretiert werden, mit den klassischen Symptomen: schwere Kopfschmerzen mit intensivem und pulsierenden Charakter und mit einer Reihe von Begleitsymptomen wie Übelkeit, Überempfindlichkeit und Sehstörungen.

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  • Schmerzen bei Rückenmarkverletzung

    Nach der International Association for the Study of ain (IASP) kann man den Schmerz nach Rückenmarkverletzungen in nozizeptiv (muskuloskelettal, viszeral) und neuropathisch (über dem Niveau der Verletzung, im Bereich der Verletzung, unter dem Niveau der Verletzung) einteilen (> Abb. 1)1, 2. Schmerzen nach Rückenmarkverletzungen sind schwierig zu behandeln, bedürfen einer interdisziplinären Zusammenarbeit und benötigen oft ein umfassendes Therapiekonzept von medikamentöser bis invasiver Therapie, psychosozialer Behandlung und Rehabilitationsprogrammen. 

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  • Analgetika – Wechselwirkungspotenzial in der Multimedikation

    Mit der Anzahl der verabreichten Medikamente steigt exponentiell die Gefahr von klinisch relevanten symptomatischen Wechselwirkungen, die nicht selten zu langen Spitalsaufenthalten führen können, wie viele internationale Studien aufzeigen. Die wichtigsten Maßnahmen zur Reduktion dieser Problematik liegen in einer ausführlichen Aufklärung der Patienten und in einer regelmäßigen Überprüfung der Therapie auf Sinnhaftigkeit der Weiterführung (z. B. unter Zuhilfenahme des MAI-Index).

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  • Topische Analgetika bei lokalisiertem Schmerz

    Die topische Schmerzbehandlung bietet im Hinblick auf Compliance und Polypragmasie bei älteren Patienten entscheidende Vorteile wie etwa niedrige systemische Medikamentenkonzentration und dadurch weniger systemische Nebenwirkungen und Interaktionen. Nachteile der topischen Applikation sind vor allem lokale Hautreaktionen von meist geringer Intensität. Pharmazeutische Anwendungen beinhalten Pflaster mit Lidocain 5%, Capsaicin 8%, Gel-, Creme-, Salben-Formulationen und Spüllösungen wie zur Behandlung der Mukositis.

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  • Detaillierte Anamnese und multimodale Therapie – Ansteigende Prävalenz des kindlichen Kopfschmerzes

    Kopfschmerzen kommen bei Kindern häufig vor. Treten sie wiederkehrend auf, sind – wie bei den Erwachsenen – Migräne und Spannungskopfschmerz die häufigsten Diagnosen.

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  • Neues Expertenstatement zur Umstellung von starken Opioid-Schmerzmitteln -Opioid-Switching aus medizinischer Sicht nicht notwendig

    Vorstandsmitglieder der Österreichischen Schmerzgesellschaft (ÖSG) und andere Experten nehmen in einem aktuellen Experten-Statement Stellung zur Umstellung von starken Opioid-Schmerzmitteln. Eine der Kern aussagen ist, dass in der Schmerzmedizin Opioid-Generika nur bei Neueinstellungen oder medizinisch notwendigen Rotationen aus chemisch andersartigen Opioidsubstanzen empfohlen werden können.

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  • Herausforderung COX-2-selektive NSAR -Revival von COX-2-Inhibitoren?

    Die Recherche der bestehenden Studienlage bestätigt weiterhin die Vorteile der COX-2-selektiven NSAR hinsichtlich einer Senkung des gastrointestinalen Risikos. Die Häufung thromboembolischer Ereignisse stellt ein mittlerweile klar abschätzbares und durch entsprechende Indikationsstellung vermeidbares Risiko dar.

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  • Good Vibrations gegen chronische Kreuzschmerzen

    Die Stochastische Resonanztherapie (SRT) kann beim chronischen Kreuzschmerz wirkungsvoller sein als die transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS). Die therapeutischen Möglichkeiten dieser spezifischen Vibrationstherapie gehen zudem weit über die Schmerzkontrolle hinaus.

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