Adipöse Männer haben höheres Post-Covid-Risiko

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Eine Grazer Studie analysierte die Daten von 500 Wehrpflichtigen. Adipöse Männer zeigten ein bis zu dreifach höheres Risiko für ein Post-Covid-Syndrom.  

Im Rahmen der Studie wurden 500 Männer im Alter von 18 Jahren den Messungen unterzogen. Teilnehmer mit einer vorangegangenen Covid-19-Erkrankung wurden über nach der Infektion anhaltende oder neue Symptome befragt. Die Ergebnisse fielenziemlich eindeutig aus: Sowohl nach dem Body-Mass-Index (BMI) als auch dem Verhältnis von Taillenumfang zu Körpergröße haben adipöse Männer ein bis zu dreifach höheres Risiko, nach einer SARS-CoV-2-Infektion an dem Post-Covid-19-Syndrom zu leiden.  

„Von den 376 Teilnehmern mit einer vorangegangenen Covid-19-Erkrankung entwickelten 82 (21 Prozent) ein Post-Covid-19-Syndrom. Adipositas, definiert anhand des BMI (gleich oder größer 30) war bei diesen Personen häufiger als bei denjenigen ohne Post-Covid-19-Syndrom (15 Prozent versus fünf Prozent). Auch nach dem Taillen-zu-Körpergröße-Verhältnis (WHtR) zeigte sich für die stark Übergewichtigen ein höheres Post-Covid-Risiko: Hier berichteten 26 Prozent der Adipositas-Betroffenen von dem Syndrom.  

„Adipositas gilt als möglicher Risikofaktor für das Post-Covid-19-Syndrom“, resümieren Reinhard Domanyi und seine Co-Autoren (Heeresspital Graz/MedUni Graz) im Journal of Clinical Medicine. Während die meisten Studien bisher nur den Body-Mass-Index (BMI) als Marker verwendet hätten, dürfte auch das Taille-zu-Körpergröße-Verhältnis (WhtR) als Indikator für zentrale Adipositas (Bauchfett) ein speziell für das Herz-Kreislauf-Risiko geeigneter Maßstab sein. Dabei wird der Taillenumfang durch die Körpergröße dividiert. Ein Wert von mehr als 0,5 gilt als Risiko für Adipositas. (APA/tab) 

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