© Pfizer Wiener Forschende verglichen die CT-Werte von behandelten und unbehandelten Personen. Die Ergebnisse zeigen interessante Effekte auf die Viruslast.
Die Covid-19-Medikamente Nirmatrelvir-Ritonavir und Molnupiravir haben sich einer Wiener Studie zufolge als wirksam erwiesen. Daten aus mehr als 290.000 PCR-Tests deuten auf eine schnelle Verringerung der Viruslast hin. Beide Arzneimittel wurden 2022 für die Behandlung von Covid-19-Infektionen zugelassen, schließlich setzte sich Nirmatrelvir-Ritonavir (Paxlovid) durch. Wiener Forschende um Markus Zeitlinger von der Universitätsklinik für Klinische Pharmakologie der MedUni Wien/AKH haben die CT-PCR-Werte von behandelten und unbehandelten Personen verglichen.
Die Behandlung mit Nirmatrelvir-Ritonavir (Paxlovid) begann im Durchschnitt 2,1 Tage nach dem ersten positiven PCR-Test. Das Ergebnis: Die Viruslast sank schneller, was sich in signifikant höheren CT-Werten – und damit geringerer Infektiosität – an den Tagen drei bis neun und einer kürzeren Zeit bis zum Erreichen des CT-Schwellenwerts von 30 zeigte. Nach Tag zehn waren die CT-Werte in der behandelten Gruppe niedriger als in der Kontrollgruppe, mit statistisch signifikanten Unterschieden an den Tagen zwölf bis 14. Ähnliche Ergebnisse erzielte die Behandlung mit Molnupiravir, das mittlerweile keine europaweite Zulassung hat. Mit beiden Arzneimitteln konnte somit die Virusvermehrung raschgebremst werden. Nach Ende der Behandlung zeigte sich jedoch teilweise ein vorübergehender Wiederanstieg der Viruslast, während sie bei unbehandelten Patient:innenkontinuierlich abnahm. (APA/tab)
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