Besseres Ansprechen durch Kombinationstherapie bei der Induktionstherapie der Colitis ulcerosa

Im Fall einer mittelschweren bis schweren Colitis ulcerosa (CU) ist das Ziel, rasch und effektiv ein klinisches und endoskopisches Ansprechen zu erzielen. In dieser prospektiven, multizentrischen, randomisierten, offenen Studie wurde die Monotherapie mit Vedolizumab (VDZ) mit der Kombinationstherapie bestehend aus Vedolizumab und dem rasch wirksamen Upadacitinib (UPA) verglichen. Eingeschlossen wurden 113 Patient:innen mit mittelschwerer bis schwerer CU. Der primäre Endpunkt der endoskopischen Remission zu Woche 8 wurde bei 37,5 % (15/40) der Patient:innen mit Kombinationstherapie gegenüber 15,1 % (11/73) mit Monotherapie (absolute Risikodifferenz 22,4 %; 95%-Konfidenzintervall 5,3–39,5; p = 0,007; adjustierte Odds Ratio 3,34; 95%-KI 1,34–8,58) erreicht. Die Kombinationstherapie war auch hinsichtlich der klinischen Remission (66,7 % vs. 40,0 %; p = 0,013) und histologisch-endoskopischen Verbesserung (45,7 % gegenüber 17,7 %; p = 0,008) überlegen. Die Rate an Nebenwirkungen während der 8-wöchigen Induktionstherapie war vergleichbar (7,5 % gegenüber 7,0 %; p > 0,9), wobei keine schwerwiegenden Nebenwirkungen beobachtet wurden.

Fazit: Die 8-wöchige kombinierte UPA+VDZ-Induktionstherapie war der VDZ-Monotherapie in der Effektivität bei mittelschwerer bis schwerer UC überlegen. Ob dieser Unterschied auch über die Induktionsphase hinaus anhält, wird noch untersucht.