Analyse sieht Pharma-Markt unter Druck

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Das Marktforschungsunternehmen IQVIA sieht ein durchwachsenes Jahr im Pharmabereich. Es gibt aber auch Lichtblicke.

Das Marktforschungsunternehmen IQVIA hat in einen Rückblick das vergangene Pharmajahr analysiert. Der Gesamt-Pharmamarkt wuchs demnach 2025 nach Umsatz um +8,2% auf ~ 7,5 Milliarden Euro und liegt damit unter dem Schnitt der vergangenen vier Jahre (+9,3%). Das Wachstum ist v.a. getrieben von den öffentlichen Apotheken, während die Wachstumsrate im Krankenhaus deutlich dahinter liegt. Nach Absatz stagniert der Markt und setzt damit den Trend der vergangenen Jahre fort (2022 +8,5%, 2023 +1,4% und im Vorjahr +1,5%), wobei diese Entwicklung v.a. dem Krankenhausmarkt geschuldet ist. Wachstumstreiber im Krankenhaus ist in erster Linie der Therapiebereich der Onkologika während im Retail die Bereiche Immunologie sowie Respirationssysteme die Impulse setzen. Das größte Wachstum im Vergleich zum Vorjahr zeigen die Antidiabetika mit +28,9%, teilt das Unternehmen mit.

Der Retail-Markt wuchs 2025 nach Umsatz um +8,4% und lag damit hinter dem Vorjahr (+9%) aber besser als noch 2023 (+7,9%). Der Umsatz nach FAP lag bei knapp unter 5 Milliarden Euro. Nach Absatz gab es mit +0,3% ein leichtes Plus – ~ 226 Millionen Einheiten gingen in öffentlichen Apotheken und Hausapotheken an die Patient:innen. Die ATC-Klassen Proteinkinasehemmer sowie Interleukin Inhibitoren erzielen hier die höchsten Marktanteile mit 8,7% bzw. 6,6% – Wachstumssieger waren allerdings sonstige Herztherapeutika mit +27%. Ein sehr ähnliches Bild wie auch schon im Vorjahr. Ebenfalls eine hohe Wachstumsrate (+23%) verzeichnen 2025 die Lipidregulatoren. Der erstattungsfähige Markt wuchs 2025 mit +8,9%, wobei die beiden gelben Boxen hier das prozentuell höchste Wachstum aufwiesen. Bei der No Box zeigte sich erstmals ein Rückgang von -1,2% (2023 noch +23,1 % und 2024 knapp im positiven Bereich mit +1,9%).

Der Consumer Health Markt stagnierte mit +0,8% nach Umsatz nahezu und setzte damit den Trend der vergangenen Jahre fort (2022 +10,6%, 2023 +6,5% und 2024 +3,5%). Nach AVP ergab das einen Gesamtumsatz von 1,5 Milliarden Euro. Die Bereiche Beauty (+5,0%) und OTC registriert (+0,9%) waren hier Wachstumstreiber während HOM (-4,2%) bremste. OTC nicht registriert und Health blieben praktisch unverändert. Hinsichtlich Absatz ist Beauty das einzig positive Segment, wodurch sich ein Gesamtrückgang von -3,0% auf 103 Millionen Einheiten ergab. (red)