© BaLL LunLa/Shutterstock.com Die Arzneimittelbehörde EMA öffnet die Tür zur EU-Zulassung für den ersten Kombi-Impfstoff gegen Corona und Grippe. Es gibt aber eine Altersgrenze.
Die EU-Arzneimittelbehörde EMA hat grünes Licht gegeben für den ersten Kombi-Impfstoff gegen Corona und Grippe. Der Wirkstoff solle für Menschen ab 50 Jahren zugelassen werden, teilte die Behörde in Amsterdam mit. Offiziell muss nun die EU-Kommission diese Zulassung erteilen. Das aber gilt als Formsache. Nach der Zulassung durch die EU-Kommission entscheiden die einzelnen Mitgliedsstaaten, ob sie das Präparat anbieten wollen.
Der Wirkstoff „mCombriax“ des US-amerikanischen Herstellers Moderna wirkt nach Angaben der EMA wie andere Impfstoffe auch. Er bereitet den Körper gegen eine mögliche Virus-Infektion vor: Das Präparat enthält auf mRNA-Basis Bausteine, um das Corona-Virus und auch drei Typen von Influenza abzuwehren. Die Impfstoffe, die nun kombiniert wurden, sind bereits vor einigen Jahren zugelassen worden. Die EMA weist darauf hin, dass Studien mit 8.000 Menschen über 50 Jahre die Wirksamkeit bewiesen hätten. So zeigten diejenigen Personen, die mit dem Kombi-Präparat geimpft worden waren, einen ebenso hohen Schutz auf wie die Vergleichsgruppe, der zwei separate Impfstoffe injiziert worden waren. Mögliche Nebenwirkungen der Impfung sind der EMA zufolge Schmerzen an der Einstichstelle, Müdigkeit, Muskel- und Kopfschmerzen, Übelkeit oder Fieber. Diese Beschwerden könnten zwei oder drei Tage anhalten. (red/APA)