© VRD – stock.adobe.com Wegen einer „positiven Personalentwicklung“ wird es im Burgenland keine neuen Stipendien für Medizin-Studierende mehr geben. Auch Förderungen für Ordinationen werden gestrichen.
Das Burgenland bremst bei Ausgaben für Mediziner:innen. Eine entsprechende Richtlinie für Studierende läuft aus, weil „die Stipendien ihren Zweck erfüllt haben“, erklärte das Land. In den Spitälern bestehe derzeit kein Personalmangel, vielmehr sei die personelle Versorgung „über Jahre hinaus“ gesichert.
Im Rahmen der Medizin-Stipendien wurden Studierende mit Burgenland-Bezug finanziell unterstützt. Im Gegenzug verpflichteten sie sich, nach ihrem Abschluss zumindest fünf Jahre im Burgenland tätig zu sein. Aktuell befinden sich noch 170 Stipendiat:innen in Ausbildung, ihreStipendien laufen planmäßig bis zum Studienabschluss weiter.
Auch auf die Kosten wurde verwiesen: Für 2025 wurden 416.000 Euro für die Stipendien aufgewendet, für 2026 sind bereits 684.000 Euro budgetiert. Das Ärztegehaltspaket für die Spitäler bleibt unterdessen in vollem Umfang bestehen, ebenso die Förderungen von gewidmeten Studienplätzen. Gestrichen werden hingegen Zuschüsse im niedergelassenen Bereich, wie etwa die Förderung von Landarztordinationen. Die Besetzung von Kassenstellen liege in der Verantwortung der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK), so die Begründung des Landes.(tab)