TRIC-I-HF: Trikuspidalklappenintervention bei Herzinsuffizienz

Ob eine Trikuspidalklappenreparatur bei Patient:innen mit Herzinsuffizienz und signifikanter Trikuspidalinsuffizienz die Prognose verbessert, wurde im TRIC-I-HF-Trial untersucht. Patient:innen mit signifikanter symptomatischer Trikuspidalinsuffizienz und erhöhtem Herzinsuffizienzrisiko wurden 2:1 randomisiert auf minimal-invasive Trikuspidalklappenreparatur und medikamentöse Therapie versus alleinige medikamentöse Therapie. Es gab zwei primäre Endpunkte: 1) ein Komposit aus Tod, Herzinsuffizienz-Hospitalisation und Lebensqualität und 2) ein Komposit aus Tod und Herzinsuffizienz-Hospitalisation nach 3 Jahren.

Insgesamt wurden 360 Patient:innen eingeschlossen. Beide primären Endpunkte fielen signifikant zugunsten der Interventionsgruppe aus. Auch die individuellen Endpunkte Tod und Herzinsuffizienz-Hospitalisation waren signifikant besser in der Interventionsgruppe.

Bedeutung für die Praxis: TRIC-I-HF ist die erste Studie, die einen Vorteil der Transkatheter-gestützten Trikuspidalklappenreparatur hinsichtlich harter klinischer Endpunkte zeigen konnte. Die Gründe hierfür dürften unter anderem in der Patientenselektion (erhöhtes Risiko für Herzinsuffizienz) und am längeren Follow-up (3 Jahre), verglichen mit den Vorstudien, liegen.