Mit Jänner 2026 hat Jérome Garcin die Funktion des General Managers für Österreich und die Schweiz bei Bristol Myers Squibb (BMS) übernommen. In dieser Position leitet er die strategische Ausrichtung sowie die organisatorische Entwicklung in beiden Ländern. „Ich freue mich sehr über diese Aufgabe und sehe Österreich als führenden Standort für wissenschaftliche und medizinische Innovation. Mit unserer starken Präsenz in den Bereichen Onkologie, Hämatologie, Immunologie und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, unterstrichen durch 47 laufende Studien in Österreich, ist Bristol Myers Squibb fest in der lokalen Forschungslandschaft verankert“, betont er.
BMS fühlt sich dem wissenschaftlichen Fortschritt verpflichtet, um nachhaltige Verbesserungen für Patient:innen zu erzielen. „BMS ist ein weltweit führendes biopharmazeutisches Unternehmen, das ein klares Ziel vor Augen hat: die Lebensqualität von Menschen mit schweren Erkrankungen durch die Erforschung und Entwicklung innovativer Therapien nachhaltig zu verbessern“, fasst Garcin die Firmenphilosophie zusammen. Innovation stetig voranzutreiben steht daher klar im Fokus des Unternehmens. „Jedes Jahr investiert BMS weltweit mehrere Milliarden US-Dollar in Forschung und Entwicklung, um innovative Behandlungsmethoden wie Zelltherapien voranzutreiben“, so Garcin.
In den Bereichen Immunonkologie und Hämatologie hat das Unternehmen in den letzten Jahren innovative Therapien mit dem Potenzial, das Überleben der Patient:innen zu verlängern, auf den Markt gebracht. „Wir können uns in diesen Bereichen ebenso als Pionier betrachten wie in der Zelltherapie. Aufbauend auf dieser Vorreiterrolle treiben wir auch den Fortschritt in Bereichen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Neurowissenschaften voran, gehen schwerwiegende Erkrankungen mit hohem ungedecktem Bedarf an und arbeiten daran, durch Wissenschaft und Innovation die Möglichkeiten für Patientinnen und Patienten neu zu definieren“, erläutert Garcin.
In Bezug auf den Marktzugang und die Kostenerstattung für innovative Therapien in Österreich sieht Garcin hierzulande eine gute Basis, aber aktuell auch Handlungsbedarf: „Österreich bietet im Allgemeinen einen sehr guten und frühzeitigen Zugang zu innovativen Therapien, insbesondere im Krankenhausbereich. Gleichzeitig benötigen wir in einem sich rasch wandelnden geopolitischen Umfeld – einschließlich der jüngsten Entwicklungen im Bereich der internationalen Arzneimittelpreisgestaltung – moderne Preis- und Erstattungsrahmen, die den Wert medizinischer Innovationen in vollem Umfang anerkennen.“ Dies ist laut Garcin besonders für hochinnovative Therapien wichtig, bei denen vorhersehbare und zukunftsorientierte Rahmenbedingungen unerlässlich sind, „um sicherzustellen, dass wissenschaftliche Fortschritte den Patientinnen und Patienten schnellstmöglich zugutekommen“.
Garcin ist überzeugt, dass Österreich sowohl heute als auch in Zukunft ein innovationsfreundliches Umfeld, verlässliche Rahmenbedingungen und eine enge Zusammenarbeit aller Akteur:innen auf nationaler und europäischer Ebene benötigt, um sein führendes Gesundheitssystem beibehalten zu können. Angesichts des demografischen Wandels und einer zunehmend alternden Bevölkerung ist es seiner Ansicht nach zudem unerlässlich, die Versorgungsprozesse zu verbessern. „In Zeiten eines intensiven globalen Wettbewerbs um klinische Studien sind Rahmenbedingungen, die einen raschen Studienstart und eine zeitnahe Patientenrekrutierung unterstützen, entscheidend, um den wissenschaftlichen Fortschritt zu beschleunigen, den Zugang zu Innovationen zu verbessern und Österreichs Position als attraktiven Forschungsstandort zu stärken“, unterstreicht er.
Neben stabilen Rahmenbedingungen gilt es auch im Auge zu behalten, wie technologische Entwicklungen und klinische Forschung künftig noch besser zusammenspielen können, um Innovationen schneller in die Versorgung und zugleich in den Forschungs- und Wirtschaftsstandort Österreich zu bringen, denn „der technologische Fortschritt verkürzt die Innovationszyklen in der Pharmabranche drastisch, was uns einerseits hilft, schneller voranzukommen, uns andererseits aber auch vor neue Herausforderungen stellt“, so Garcin. Aufgrund dieser Entwicklungen steige der Druck, in Forschung und Innovation zu investieren, gleichzeitig müsse ein wirksamer Schutz des geistigen Eigentums gewährleistet werden, um Anreize für die Entwicklung neuer Therapien und die Durchführung klinischer Forschung zu erhalten, erklärt er.
BMS bekennt sich daher klar zum Wirtschaftsstandort Österreich und arbeitet bei klinischen Studien intensiv mit Universitätskliniken und Forschungseinrichtungen zusammen. Garcin: „Diese Forschungs- und Entwicklungsarbeit trägt wesentlich dazu bei, Österreich als Wirtschafts- und Wissenschaftszentrum zu stärken. So zeigt beispielsweise die jüngste Studie des Instituts für Pharmaökonomische Forschung (IPF),1 dass die klinische Forschung in Österreich insgesamt 174 Millionen Euro Bruttowertschöpfung generiert und über 2.200 Arbeitsplätze schafft.“