PEACE-1: Langzeitdaten bestätigen den Überlebensvorteil von Abirateron

Die frühzeitige systemische Therapieintensivierung hat die Behandlung des metastasierten hormonsensitiven Prostatakarzinoms (mHSPC) wesentlich verändert. Die randomisierte Phase-III-Studie PEACE-1 untersuchte die zusätzliche Gabe von Abirateron plus Prednison/Prednisolon und/oder eine Bestrahlung der Prostata zur Standardtherapie mit Androgendeprivationstherapie (ADT), mit oder ohne Docetaxel.

Ergebnisse: Nach einer medianen Nachbeobachtungszeit von 7,7 Jahren bestätigte sich der signifikante Gesamtüberlebensvorteil durch die zusätzliche Gabe von Abirateron (OS; HR 0,75; p=0,0001). Unter den 710 Patienten, die ADT und Docetaxel erhielten, verlängerte die zusätzliche Gabe von Abirateron das mediane OS von 4,4 auf 6,2 Jahre (HR 0,68). Die geschätzte 8-Jahres-Überlebensrate stieg von 27,1 % auf 40,3 %. Die Ergebnisse zeigten keinen statistisch signifikanten Hinweis darauf, dass der Behandlungseffekt von der Metastasenlast abhängt. In der Low-Volume-Subgruppe war der OS-Unterschied für die Triplet-Therapie allein jedoch nicht statistisch signifikant.

Fazit: Die Langzeitdaten bestätigen den anhaltenden Gesamtüberlebensvorteil der zusätzlichen Gabe von Abirateron plus Prednison/Prednisolon zur Standardtherapie beim de novo mHSPC. Bei geeigneten Patienten, die ADT und Docetaxel erhalten, unterstützen die Ergebnisse den Einsatz der Triplet-Therapie. Für die Low-Volume-Subgruppe sollte die fehlende statistische Signifikanz des individuellen Subgruppenvergleichs berücksichtigt werden; sie belegt für sich genommen jedoch keinen fehlenden Behandlungseffekt.