© bluebeat76 – stock.adobe.com Ausgehend von einem Bericht darüber, wie negativ sich die häufigeren Hitzewellen auf die Gesundheit auswirken, fordern nun Forscher:innen, auch aus Österreich, die WHO auf, die Klimakrise zur gesundheitlichen Notlage zu erklären.
Allein die Zahlen der hitzebedingten Todesfälle zeigen, wie die häufigeren Hitzewellen die Gesundheit des Menschen zunehmend beeinträchtigen: Weltweit und im Schnitt verzeichnete man zwischen 2016 und 2023 rund 540.000 hitzebedingte Todesfälle pro Jahr. Mit zirka 710.000 Todesfällen war diese Zahl im Jahr 2023 bedingt durch die zunehmende Klimaerwärmung bereits deutlich höher als der Durchschnittswert der Jahre davor.
Dies geht laut ORF aus einem Bericht hervor, den ein 140-köpfiges Team von Forscher:innen, auch vom Internationalen Institut für Angewandte Systemanalyse in Laxenburg (NÖ) und von der Wirtschaftsuniversität Wien, nun vorlegte. Die Veröffentlichung des Berichts verknüpfte das Team mit der Forderung an die Weltgesundheitsorganisation WHO, die Klimakrise zur gesundheitlichen Notlage zu erklären. Dies hatte vor einigen Monaten auch schon eine paneuropäische Kommission getan.
In dem Bericht werden noch weitere Beispiele für die negativen Auswirkungen der Klimaerwärmung auf die Gesundheit genannt, wie die einhergehende abnehmende Produktivität vor allem jener, die in der Baubranche und in der Landwirtschaft tätig sind. Außerdem würden Dürren häufiger, was wiederum die Wahrscheinlichkeit für Waldbrände mit schädlicher Rauchbelastung erhöhe. (sst)