Durchbruch beim Impfen in Apotheken

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Die Regierung macht ernst und will am Mittwoch einen Gesetzesentwurf vorlegen, der ab 2027 das Impfen in Apotheken ermöglicht. Die Rede ist von FSME-, Hepatitis B- und Tdap-Impfung.

Wie am Dienstagabend aus Parlamentskreisen durchsickerte, bringt die Regierung am Mittwoch die Eckpunkte für das Impfen in Apotheken in dem Ministerrat. Sogar eine Begutachtung soll sich noch ausgehen, damit die Impfungen zu Jahresbeginn starten können. Lange bewegte sich in der Causa wenig, jetzt soll es aber noch rasch gehen. Die Regierung will mit dem neuen Angebot, die Impf-Quote in Österreich erhöhen. Ziel ist laut RELATUS-Informationen dass, FSME-, Hepatitis B-, Diphterie-Tetanus-Pertussis-Impfstoffe (letzter +/- Polio) in Apotheken verimpft werden können.

Bereits in den vergangenen Monaten ist die Ärzteschaft Sturm gelaufen gegen die Pläne. „Nur Ärztinnen und Ärzte können eine optimale medizinische Versorgung der Bevölkerung gewährleisten“, betonte ÖÄK-Präsident Johannes Steinhart, der auch Präsident der Kammer für Ärztinnen und Ärzte in Wien ist. Um die Impfquote zu erhöhen, bestehende Impflücken zu schließen und die Impfziele der Weltgesundheitsorganisation zu erreichen, brauche es keine Apotheken – es müssten lediglich die öffentlichen Impfprogramme besser organisiert und die kassenärztlichen Leistungen ausgebaut werden. „Damit wir Impflücken, etwa bei FSME oder HPV, wirksam schließen können, müssen diese Schutzimpfungen auch in das kostenlose Impfprogramm aufgenommen werden“, forderte Naghme Kamaleyan-Schmied, Vizepräsidentin der Kammer für Ärztinnen und Ärzte in Wien und Obfrau der Kurie niedergelassene Ärzt:innen. „Wir brauchen nicht mehr Stellen zum Impfen, sondern ausreichend und rechtzeitig Impfstoffe.“ (rüm)