Marker für das Vorhersagen von Therapieversagen bei Infliximab und Adalimumab

Bei ca. einem Drittel aller Patient:innen mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED), die mit einem TNF-Inhibitor (Infliximab, Adalimumab) behandelt werden, bleibt das Ansprechen auf die Therapie aus. Weiters kommt es bei ungefähr der Hälfte aller Patient:innen im Laufe der Zeit zu einem Therapieverlust. Beides führt zu einer verzögerten Behandlung der Patient:innen und verursacht höhere Gesundheitskosten. In dieser Studie in Dänemark wurden verschiedene Parameter untersucht, um das Ansprechen auf die Therapie bzw. den Effektivitätsverlust vorherzusagen. Diese Parameter beinhalteten demografische Daten, biochemische Marker (diverse Routineblutwerte sowie fäkales Calprotectin), CED-Charakteristika, genetische Daten und konkomitante Medikamente. Bei 14.072 Patient:innen wurde Infliximab bzw. Adalimumab als erstmaliges Biologikum begonnen; bei 19 % kam es zu einem primären Nicht-Ansprechen und bei 43 % zu einem Verlust des Ansprechens. Die Autor:innen fanden diverse Parameter wie Immunmodulatoren während der Induktionstherapie oder männliches Geschlecht, die mit einem besseren Therapieoutcome assoziiert waren, und entwickelten ein Modell, um das primäre Nicht-Ansprechen vorherzusagen.

Fazit: In Zukunft werden diverse Marker bzw. Modelle helfen, das Ansprechen auf eine Therapie vorherzusagen, um eine effektivere und kostengünstigere Behandlung von CED-Patient:innen zu ermöglichen.