Video-Statement: Herz, Körper, Psyche – erste Leitlinie zur kardialen Rehabilitation

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Erstmals widmet die ESC der kardialen Rehabilitation eine eigene Leitlinie, wie Prof.in Irene Lang berichtet. Das unterstreicht die Bedeutung der kardialen Reha: Sie kann die Lebensqualität, körperliche Fitness und mentale Gesundheit verbessern und zugleich das Risiko für weitere kardiovaskuläre Ereignisse senken.

Die kardiale Rehabilitation wird als kontinuierlicher Prozess in vier Phasen verstanden: von der Prähabilitation (Phase 0) über die Akutversorgung (Phase I) und postakute Rehabilitation (Phase II) bis zur langfristigen Betreuung und Gesundheitsförderung (Phase III), wobei erneute kardiovaskuläre Ereignisse eine Rückkehr in frühere Phasen erforderlich machen können.

Die Leitlinie definiert acht Indikationen für eine kardiale Rehabilitation: akutes/chronisches Koronarsyndrom, Herzinsuffizienz und linksventrikuläre Unterstützungssysteme/Herztransplantation, Herzklappenerkrankungen, angeborene Herzfehler, Vorhofflimmern, implantierbare kardiale elektronische Geräte, Kardiomyopathien, sowie Krebs und kardiotoxische Therapien. Gebrechlichkeit (Frailty) ist dabei kein Ausschlussgrund – vielmehr sollen auch gebrechliche Patient:innen ein individuell angepasstes Rehabilitationsprogramm erhalten.

Ein effektives kardiales Reha-Programm kombiniert zentrale Bausteine wie körperliches Training, Gewichtskontrolle, Unterstützung beim Rauchstopp, psychosoziale Betreuung und individuell zugeschnittene Patientenschulungen.