Lungenkarzinome (NSCLC) mit Treibermutationen

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Der KRAS-G12C-Inhibitor Sotorasib wurde in der CodeBreaK100-Studie bei Patienten mit soliden Tumoren untersucht, davon 59 Patienten mit NSCLC, die bereits mehrfach vorbehandelt waren. Über 80% hatten eine Platin- und Immuntherapie als Erst- und Zweitlinientherapie erhalten. Der primäre Endpunkt in CodeBreaK100 waren die Responseraten. In Hinblick darauf erzielte Sotorasib eine partielle Remissionen bei 32% der Patienten (n = 19) und eine Krankheitskontrolle bei rund 88% der Patienten (n=33). Eindrucksvoll war das rasche Ansprechen bereits beim ersten Restaging sechs Wochen nach Therapiebeginn. Nebenwirkungen treten hauptsächlich im gastrointestinalen Bereich auf mit Diarrhoe, Übelkeit, Erbrechen. Mit diesen Daten bahnt sich in Zukunft die Bestimmung eines weiteren therapierelevanten Biomarkers bei NSCLC an.

Ein weiteres Highlight beim nichtkleinzelligen Bronchialkarzinom mit Treibermutationen ist die Etablierung der EGFR-Exon-20 Insertion als zielgerichtet therapierbare Mutation. Bislang wurde diese „Problemmutation“ vor allem mit Chemotherapie behandelt. Neu im Spektrum der targeted therapies bietet sich der Tyrosinkinasehemmer Mobocertinib (TAK-788) an, der von der FDA bereits eine Breakthrough-Therapy-Designation erhalten halt. Darüber hinaus wird der EGFR-MET-Inhibitor Amivantamab in dieser speziellen Indikation evaluiert. Interessant beim HER2-positivem NSCLC ist die DESTINY-Lung01-Studie mit Trastuzumab deruxtecan, einem Konjugat aus einem HER2-Antikörper und einem Topoisomerasehemmer. Insgesamt zeigt sich ein immer breiteres Spektrum an NSCLC-Indikationen, die zielgerichtet behandelbar sind und den Patienten ein besseres progressionsfreies Überleben ermöglichen.