Metastasiertes Mammakarzinom: Real World Evidence aus dem AGMT-MBC-Register

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An der AGMT nehmen mittlerweile 14 Zentren aktiv teil, 2.000 Patientinnen sind mit Beginn dieses Jahres bereits in das Register eingeschlossen worden. Als multizentrisches Register, das nicht-interventionelle Kohortenstudien durchführt, können Behandlungsrealitäten abgebildet werden.

Bisherige Daten haben Aufschluss über die Verteilung der Tumorformen des Mammakarzinoms gegeben – hormonrezeptor-positiv (60 %), HER2-positiv (22 %) und triple-negativ (18 %). Die Ergebnisse haben auch gezeigt, dass jene Patientinnen, die keine entsprechenden „targetabel“ Veränderungen aufweisen, einen deutlich schlechteren Krankheitsverlauf haben: medianes Gesamtüberleben 15 Monate bei triple-negativ vs. 4 Jahre bei hormonrezeptor-positiv/HER2-positiv. Weitere Parameter, die das Gesamtüberleben beeinflussen, sind neben dem biologischen Subtyp das Alter und die Anzahl der involvierten Metastasen-Lokalisationen. Demgegenüber hat der Menopausen-Status keinen Einfluss und eine Multivariantenanalyse hat auch keinen Unterschied zwischen Luminal-A- und Luminal-B-Tumoren ergeben.

Eine rezente Auswertung hat gezeigt, dass beim hormonrezeptor-positiven Mammakarzinom seit 2015 eine Veränderung der Erstlinientherapie im metastasieren Stadium stattgefunden hat – mittlerweile wird bei nur mehr bei knapp 20 % der Patientinnen eine Chemotherapie eingesetzt.

Neben dem Register besteht die Aufgabe der AGMT auch in einer Qualitätssicherung – hier hat sich gezeigt, dass im internationalen Vergleich gute Ergebnisse für Patientinnen in Österreich erzielt werden und der frühe Zugang zu neuen Medikamenten ermöglicht wird.

OeGHO 2021, POSTER ONKOLOGIE
Gabriel Rinnerthaler, Salzburg: Overall survival of hormone receptor positive / HER2 negative Metastatic breast cancer patients in Austria: results from the AGMT_MBC Registry