Rheuma und die Österreichische Seele

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Insbesondere auf dem Gebiet der Psoriasis (PsO) und Psoriasis-Arthritis (PsA) ist die Existenz einer Schnittstelle zwischen der Haut und dem Bewegungsapparat allgemein bekannt. Wichtig ist aber auch der Zusammenhang zwischen Psyche, Nervensystem und Psoriasis(arthritis). Hier braucht es die Schaffung eines Bewusstseins für diese Zusammenhänge, denn das Spektrum neurologischer und psychiatrischer Erkrankungen ist groß und reicht von Multipler Sklerose über M. Parkinson und Demenz bis hin zu Depression und Suizidalität.

Es existieren verschiedene Hinweise auf die pathophysiologischen Grundlagen dieser Zusammenhänge. Besonders hervorzuheben ist die sog. Zytokinhypothese, denn es hat sich gezeigt, dass bei psychischen und entzündlichen Erkrankungen dieselben Zytokine beteiligt sind. Dazu zählen TNF-α, Interleukin-1 und v. a. Interleukin-6. Das lässt die Schlussfolgerung zu, dass Entzündungskontrolle auch die beste Depressionskontrolle darstellt. Das ist insofern eine klinisch relevante Feststellung, als bekannt ist, dass PsO- und PsA-Patienten ein etwa 2- bis 3-fach erhöhtes Depressions- und Suizidalitätsrisiko aufweisen. Folgerichtig sollten psychiatrische Komorbiditäten auch strukturiert erfasst werden, etwa mit gezielten Fragen bzw. Fragebögen.

Im Rahmen der ÖGR-Jahrestagung präsentierte Daten einer multizentrischen österreichischen Studie zur Depression bei rheumatoider Arthritis (RA) unter Verwendung des BDI (Beck-Depressions-Inventar)-Fragebogens zeigen, dass 30 % der untersuchten RA-Patienten an einer Depression leiden.