Das Immunsystem „macht etwas“ bei Arthrose

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Die Therapieoptionen bei Osteoarthrose sind limitiert. Neben der Verabreichung von Schmerzmitteln, kommen verschiedene mehr oder weniger gut wirksame Medikamente im Sinne individueller Heilversuche zum Einsatz.

Allerdings rücken zielgerichtete Therapien in greifbare Nähe. Ein vielversprechender Kandidat ist der Wachstumsfaktor FGF18, der in klinischen Studien die Fähigkeit gezeigt hat, kaputten Knorpel wieder aufbauen zu können. Ebenfalls klinisch evaluiert wird die Blockade des Wnt-Signalwegs, der in der Embryonalentwicklung und auch später für die Gewebeaufrechterhaltung zuständig ist. „Es besteht durchaus die Hoffnung, dass es in den kommenden Jahren zielgerichtete Therapien für Arthrose geben wird, mit denen wir unsere Patienten gut behandeln können“, glaubt Bobacz.

Während Arthrosen lange Zeit auf die mechanische Abnutzung reduziert wurden, weiß man heute, dass auch die Entzündung eine gewisse Rolle spielt. Wie bei der rheumatoiden Arthritis, ist auch bei der Arthrose eine Synovitis vorhanden, wenngleich weniger stark. Die Entzündung dürfte zumindest für den Schmerz verantwortlich sein, in wie weit sie auch für die Entstehung und Progression der Erkrankung relevant ist, ist noch nicht geklärt. Sicher ist jedoch, dass sowohl das angeborene als auch das erworbene Immunsystem eine Rolle bei der Arthrose spielt, eine Tatsache, die laut Bobacz für das Potential zielgerichteter Therapien spricht.