AUSTROMED Kolumne: Weniger Kosten durch intelligenten Service und effiziente Logistik

Die Außendienstmitarbeiter von Unternehmen der heimischen Medizinprodukte-Branche wickeln nicht nur den Verkauf der Ware ab, sondern bieten auch begleitende und beratende Serviceleistungen an. Darunter, bei Bedarf, die Begleitung in den OP, wobei die Entscheidung natürlich im Ermessen des operierenden Arztes liegt. Aber auch die präoperative Koordination bei Revisionseingriffen zwecks Klärung der Instrumente oder Implantate wird angeboten. Fallbesprechungen vor operativen Eingriffen, Erarbeitung von Therapiekonzepten, Bereitstellung von zertifizierten Wundmanagern, indirekte Mitarbeit bei interoperativen Prozessen und die Auswahl des geeigneten Implantatsystems, gemeinsam mit dem Operateur, runden das Angebot der österreichischen Medizinprodukte-Unternehmen ab. Darüber hinaus wird gemeinsam mit den Krankenhäusern an der Optimierung von Prozessen gearbeitet, um Kosten zu reduzieren.
All diese Services und Kooperationen machen sich für Anwender wie auch Patienten gleichermaßen bezahlt. Denn durch die konstruktive Zusammenarbeit zwischen Herstellern und Anwendern werden immer wieder innovative Behandlungsmöglichkeiten erarbeitet, was eine schnellere Genesung, einen kürzeren Aufenthalt im Krankenhaus und dadurch eine nicht zu unterschätzende Kostenersparnis mit sich bringt. Die Versorgungssicherheit spielt in der Medizinprodukte-Branche eine wesentliche Rolle. Die Firmen achten deshalb speziell darauf, dass die Verfügbarkeit von Ersatz- und Verbrauchsmaterialien jederzeit gegeben ist und bei Reklamationen ein schneller Austausch erfolgt. Um den Aufwand beim Kunden so gering wie möglich zu halten, liefern die Medizinprodukte-Unternehmer direkt in die Stationen der Spitäler, wenn notwendig sogar bis in den OP. Einige der Unternehmen bieten dort, wo sinnvoll und notwendig, auch sogenannte Konsignationslager an, um die Produkte direkt vor Ort für einen raschen, bedarfsorientierten Zugriff zur Verfügung zu haben. Diese Lager stellen eine alternative Art der Bevorratungsstrategie dar, bei der der Lieferant solange Eigentümer der Ware ist, bis der Kunde sie benötigt. All die genannten Services werden von österreichischen Medizinprodukte-Firmen angeboten. Die verstärkte Einbindung heimischer Unternehmer bringt demnach nicht nur eine reibungslose Wartung, Servicierung, Anlieferung und Warenlagerung von medizinischen Geräten, sondern hilft, mit kompetenter Beratung, auch Kosten im Gesundheitswesen zu sparen.

MP 02|2013

Herausgeber: AUSTROMED – Interessensvertretung der Medizinprodukte-Unternehmen
Publikationsdatum: 2013-04-05