Das Schlusswort: Innovationsmotor

Österreich ist ein attraktiver Produktionsstandort mit hochwertiger Technologie, qualifizierten Fachkräften, moderner Infrastruktur und zentraler Lage in Mitteleuropa. Was die Standortsicherung Österreich betrifft, sind die wirtschaftliche Bedeutung der Medizinprodukte-Unternehmen und ihre Innovationskraft als unverzichtbar anzusehen, denn gesamtwirtschaftlich betrachtet erzielen allein die AUSTROMED-Unternehmen einen Produktionswert in der Höhe von rund 3,3 Milliarden Euro. Das Ausmaß der Wertschöpfung, das in der gesamten Wirtschaft bewirkt wird, beträgt insgesamt 1,5 Milliarden Euro. Alles in allem hängen an die 20.000 Arbeitsplätze in der österreichischen Volkswirtschaft an der Leistungskraft der AUSTROMED-Gruppe.
Forschung und Entwicklung (F&E) sind der Motor der Medizinprodukte-Branche. Dadurch werden im Bereich der Medizinprodukte laufend Produktverbesserungen und Innovationen hervorgebracht, um zum Wohle bzw. zur schnelleren Heilung des Patienten beizutragen. Mit der Entwicklung neuer Gesundheitslösungen sowie der Weiterentwicklung bewährter Produkte tragen Medizinprodukte-Unternehmen wesentlich zum medizinischen Fortschritt bei und setzen maßgebliche Innovationsimpulse. Produktinnovationen sparen längerfristig auch Kosten durch einen verbesserten Behandlungsablauf, kürzere Liegezeiten, kürzere Operationen (z. B. minimalinvasiv) oder auch weniger Krankenstandstage. So tragen Medizinprodukte-Unternehmen durch ihre innovativen Produkte, Verfahren und Dienstleistungen mittel- und langfristig auch zu Kostensenkungen im Gesundheitssystem bei.
Die Innovationskraft der heimischen Medizinprodukte-Unternehmer ist bereits auch über die Grenzen unseres Landes hinaus bekannt. So wurde zum Beispiel erst vor Kurzem Dr. Ingeborg Hochmair, Gründerin und Chefin des Tiroler Unternehmens MED-EL, mit dem diesjährigen Lasker-Preis für klinisch-medizinische Forschung ausgezeichnet. Mit der Kniegelenksorthese Patella Pro, der Michelangelo Hand und der Rückenorthesen-Linie Soft Backs sind gleich drei Ottobock-Produkte mit dem „iF product design award 2013“ ausgezeichnet worden.
Auch die gesellschaftliche Bedeutung der Medizinprodukte-Unternehmen nimmt ständig zu. Corporate Social Responsibility (CSR) ist nicht mehr nur ein Schlagwort, sondern wird in den meisten Unternehmen anhand von CSR-Richtlinien gelebt. Viele davon sind darüber hinaus auch Mitglieder in einer nationalen und internationalen CSR-Plattform. Auch bei der Auswahl der Geschäftspartner spielt das CSR-Engagement in der Medizinprodukte-Branche eine Rolle.
Alles in allem kann man getrost behaupten, dass die Medizinprodukte-Branche ein schwergewichtiges Standbein für den heimischen Wirtschaftsstandort ist. Dementsprechend erwartet AUSTROMED von einer künftigen Regierung, diesem Umstand Rechnung zu tragen.

Ihr

Mag. Friedrich Thomasberger

AutorIn: Mag. Friedrich Thomasberger

AUSTROMED Präsident


MP 05|2013

Herausgeber: AUSTROMED – Interessensvertretung der Medizinprodukte-Unternehmen
Publikationsdatum: 2013-10-31