Nosokomiale MRSA-Infektionen wirksam vermeiden

Zu einem erfolgreichen Hygienemanagement im Krankenhaus gehört neben dem Antibiotikaeinsatz sowie organisatorischen und personellen Maßnahmen auch das Screening von Risikopatienten auf MRSA. Die Anforderungen an einen dia­gnostischen Screening-Test sind Schnelligkeit und ein verlässlich negativer Befund – beides hilft, teure Isolierungszeit zu vermeiden und erspart dem Patienten psychische Belastung. Eine hohe Sensitivität von Schnelltests verhindert zudem die Transmission durch einen „übersehenen“ MRSA-Träger.

Screening reduziert MRSA-Fälle

Da mit dem klassischen Kulturverfahren für ein gesichert negatives Ergebnis bis zu drei Tage vergehen können, setzen zahlreiche Krankenhäuser auf ein MRSA-Screening mit dem PCR-basierten LightCycler® MRSA Advanced Test von Roche, der bereits in nur 100 Minuten nach dem Abstrich als Befund vorliegt. So wird die „Zeit ohne Befund“ verkürzt, Ärzte können früh entscheiden und gezielt handeln. Eine schnellere Diagnose auf Basis zuverlässiger Information hilft daher, sowohl medizinisch als auch ökonomisch sinnvoll zu entscheiden.
Innerhalb der ersten 36 Stunden durchläuft ein Patient im Krankenhaus die meisten Untersuchungen, in unterschiedlichen Stationen und mit zahlreichen Kontakten zu Klinikpersonal und Mitpatienten. Betrachtet man diese Patientenbewegungen und die Klinikstationen in einer Gesamtkostenrechnung, kann das zeiteffiziente LightCycler® MRSA-Screening handfeste Einsparungen bewirken.
Eine frühzeitige, schnelle und zuverlässige Identifizierung von MRSA-Trägern ist zudem der Schlüssel für ein erfolgreiches Hygienemanagement, das gleichzeitig auch zum Image eines Kranken­hauses beiträgt. Für Patienten und Personal psychisch belastende Quarantänezeiten werden verkürzt, unspezifische Antibiotika-Behandlungen lassen sich vermeiden und die Sicherheit, sich im Krankenhaus nicht mit MRSA zu infizieren, wird erhöht.
Auch bei der Diagnose einer Sepsis ist der Faktor „Zeit“ entscheidend für die erfolgreiche Therapie. Ungefähr die Hälfte aller Fälle von Sepsis werden nosokomial erworben, allein ein Viertel davon auf der Intensivstation. Der molekularbiologische LightCycler® SeptiFast auf PCR-Basis umfasst 90% der wichtigsten Sepsiserreger und liefert bereits nach sechs Stunden ein Testergebnis. Der Nachweis wird aus Vollblut und ohne vorhergehende Anzucht durchgeführt und ist auch möglich, wenn der Patient eine antibiotische Therapie erhält.

Hohe Sensitivität

Vergleichsstudien zeigen, dass der PCR-basierte LightCycler® MRSA Advanced Test sensitiver als Kulturverfahren ist und deshalb mehr MRSA-Träger detektiert als die klassische Mikrobiologie. Die höhere Sensitivität reduziert die Gefahr, MRSA-Träger zu übersehen und die Übertragung des Erregers zu riskieren. Auf der anderen Seite werden Patienten ohne MRSA-Kolonisation mit 98,5-prozentiger Sicherheit identifiziert.
Der Test kann eine bis 30 Proben ökonomisch, ohne Reagenzverlust in einem Lauf bearbeiten. Nutzt man den flexiblen Workflow für eine verschachtelte Bearbeitung, können bis zu 150 Proben am Tag bzw. 40.000 Proben im Jahr analysiert werden. Somit ist der LightCycler® MRSA Advanced Test für eilige Einzeluntersuchungen ebenso geeignet wie für größere Mengen an Screeningproben.

 

 

Roche Diagnostics GmbH
Engelhorngasse 3, 1210 Wien
www.roche.at, www.lifescience.roche.com

MP 05|2015

Herausgeber: AUSTROMED, Interessensvertretung der Medizinprodukte-Unternehmen
Publikationsdatum: 2015-11-25