IDF/ISPAD-Guideline für den Diabetes im Kindes und Jugendalter erschienen

Die neue IDF/ISPAD-Leitlinie deckt sich inhaltlich weitgehend mit den ISPAD-Empfehlungen aus dem Jahr 20091 und definiert abgestufte Standards der Versorgungsqualität nach Maßgabe der lokal verfügbaren Gesundheitsleistungen – „recommended care“ für Länder mit hochwertiger medizinischer Versorgung, „limited care“ für Schwellenlander bzw. Gesundheitssysteme mit limitierten finanziellen Mitteln sowie die als minimal erachtete Basisversorgung („comprehensive care“).

Für die neue Guideline wurden die einzelnen Kapitel der „ISPAD Clinical Practice Consensus Guidelines“ vom jeweiligen Autorenteam überarbeitet und an die Formalerfordernisse für IDF-Guidelines angepasst und an die IDF-Teilorganisationen und ISPAD-Mitglieder zur Stellungnahme ausgesendet. Die Empfehlungen basieren auf die bis zum Publikationszeitpunkt verfügbare Evidenz (Metaanalysen, evidenzbasierte Reviews, kontrollierte klinische Studien und Kohortenstudien, epidemiologische Studien, tierexperimentelle und grundlagenwissenschaftliche Untersuchungen) sowie auf früheren Positionspapieren und Leitlinien.

Der Leitlinientext ist in Printform sowie im Internet auf den Seiten der IDF verfügbar. Die nächste Aktualisierung ist in drei bis fünf Jahren vorgesehen.

1 International Society for Pediatric and Adolescent Diabetes, ISPAD clinical practice consensus guidelines 2009 compendium. Pediatr Diabetes 10(Suppl 12):1, 2009

DF 05|2011

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Guntram Schernthaner, Österreichische Diabetes Gesellschaft
Publikationsdatum: 2011-12-02