DF 02|2013

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Guntram Schernthaner, Österreichische Diabetes Gesellschaft

Editorial

  • Bariatrische Chirurgie auf dem Prüfstand
    Sehr geehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege!
    Nachdem wir zur Kenntnis nehmen müssen, dass mit Diät und „antiobesity drugs“ bei Patienten mit morbider Adipositas (Body-Mass-Index [BMI] ≥ 40 kg/m2) meist keine ausreichende Gewichtsabnahme zu erzielen ist, hat die bariatrische ...Weiterlesen ...

Focus: Adipositaschirurgie

  • „Obesity Paradox“ – wie gefährlich sind Übergewicht und Adipositas wirklich?

    Ausgeprägtes Übergewicht erhöht zweifelsfrei das Risiko für kardiovaskuläre und andere Erkrankungen, jedoch dürften übergewichtige Menschen bei einigen chronischen (insbesondere konsumierenden, katabolen) sowie schweren akuten Krankheitsbildern einen Überlebensvorteil haben. Die zugrunde ­liegenden physiologischen Mechanismen liegen noch weitgehend im Dunklen.

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  • Methoden der bariatrischen Chirurgie: Prinzip, Vor- und Nachteile, Indikationen

    In Österreich werden derzeit ca. 2.500 bariatrisch-chirurgische Eingriffe durchgeführt, am häufigsten Magenbypass, Sleeve Gastrectomy und Magenband-Operation. Nachhaltige Gewichtsreduktion, hohe Diabetesremissionsraten, Verbesserung von Blutdruck, Fettstoffwechsel und Schlafapnoe sowie reduzierte Karzinomsterblichkeit sind starke Argumente dafür, die metabolische Chirurgie bei Typ-2-Diabetes und einem BMI ≥ 35 kg/m2 (frühzeitiger) in den Therapiealgorithmus einzubinden.

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  • Diabetesremission und -prävention nach metabolischer Chirurgie

    Metabolische Chirurgie kann die Diabetesmanifestation und die kardiovaskuläre Morbidität und Mortalität bei adipösen Patienten langfristig reduzieren. Welcher Operationsmethode der Vorzug gegeben werden sollte, ist noch nicht entschieden. Für eine Operation kommen aus heutiger Sicht vor allem Patienten mit Typ-2-Diabetes und hohen präoperativen Insulin- und C-Peptid-Spiegeln sowie Hypertonie, Hypertriglyzeridämie und niedrigem HDL-Cholesterin in Frage.

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  • Metabolische und hormonelle Effekte der „metabolic surgery“

    Bariatrisch-chirurgische Verfahren haben über die Gewichtsabnahme hinaus günstige Effekte auf den Glukosestoffwechsel. Das veränderte Sekretionsmuster gastrointestinaler Hormone (Ghrelin, Cholecystokinin, Glukagon-like peptide 1, Peptid YY) ist an diesen Effekten wesentlich beteiligt.

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  • Bariatrische Chirurgie – Beeinflussung der kardiovaskulären Prognose

    Die SOS-Studie zeigt für morbid adipöse Personen einen klaren Überlebensvorteil durch chirurgische Gewichtsreduktion im Vergleich zu einer konventionellen Adipositastherapie. In kardiovaskulärer Hinsicht scheinen vor allem Diabetiker von der bariatrischen Operation zu profitieren. Bei nichtdiabetischen massiv übergewichtigen Patienten liefert der Rückgang der Krebserkrankungen einen möglichen ­Erklärungsansatz.

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  • Folge- und Langzeitrisiken der Adipositaschirurgie

    Gewichtsabnahme als Folge von bariatrischen Operationen ist mit einer Reduktion der Mortalität und zahlreichen metabolischen Benefits verbunden.

    Abhängig vom Operationsverfahren sind jedoch vor allem endokrinologische und nutritive Langzeit­komplikationen häufig, die regelmäßige Kontrollen erforderlich machen.

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  • Expertenumfrage: Welchen Stellenwert hat die Chirurgie in der Diabetestherapie?

    Auch in Österreich hat die Adipositaschirurgie in den vergangenen Jahren geradezu einen Boom erlebt: Mehr als 2.000 Eingriffe werden derzeit pro Jahr an österreichischen Zentren durchgeführt, im Vergleich zu rund 100 Operationen Anfang der 1990er-Jahre. Neben der Gewichtsreduktion wird zunehmend auch die Verbesserung der Stoffwechsellage (im Sinn einer „metabolic surgery“) als Operationsgrund diskutiert. DIABETES FORUM hat Diabetolog/inn/en und Chirurgen (darunter Vertreter der führenden adipositaschirgischen Zentren Österreichs) befragt, inwieweit die bariatrische Chirurgie als antidiabetische Therapieoption gelten kann.

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  • Neues in der konservativen Behandlung der Adipositas

    Die konservative Adipositastherapie mit diätetischer Anleitung, verhaltenstherapeutischen Ansätzen, körperlicher Bewegung und adjuvanter Pharmakotherapie steht nicht gegen die chirurgische Therapie, sondern ist integraler Teil eines Gesamtkonzepts für das Gewichtsmanagement. Wesentliche Zielparameter sind Körperfettanteil bzw. Körperzusammensetzung und nicht der Body-Mass-Index.

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  • Psychische Aspekte der Adipositaschirurgie: „Die Patienten darauf vorbereiten, dass es zu Problemen kommen kann“

    Im Interview: Prof. Dr. med. Martina de Zwaan: Psychische Störungen (vor allem Depressionen, Angststörungen und Essstörungen) können bei jedem zweiten bariatrisch-chirurgischen Patienten diagnostiziert werden. Präoperatives psychologisches Assessment, vor allem aber postoperative Begleitung mit bedarfsweisen psychiatrischen/psychotherapeutischen Angeboten haben nachweislichen Einfluss auf den Therapieverlauf sowie auf die psychische Gesundheit und Lebensqualität der Patienten.

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