DF 03|2015

Herausgeber: Österreichische Diabetes Gesellschaft, Univ.-Prof. Dr. Guntram Schernthaner

Editorial

  • „Clinical Inertia“ – Status quo, Ursachen und Folgen
    Sehr geehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege!
    „Clinical Inertia“ ist generell definiert durch eine mangelnde oder fehlende Therapie-Intensivierung bei Patienten, die ihre evidenzbasierten Therapieziele nicht erreichen und betrifft vor allem Patienten mit chronischen Erkrankungen (O’Connor et al., www.ahrq.gov/professionals/quality-patient-safety/patient-safety-resources/resources/advances-­in-patient-safety/vol2/OConnor.pdf).
    Da ...Weiterlesen ...

News Update

ÖDG Aktuell

ÖDG Seite des Präsidenten

  • Warum werden die Zielwerte oft nicht erreicht?
    Bei der Behandlung aller Krankheiten spielt die Adhärenz zur Therapie (vormals „Compliance“) der Patienten eine große Rolle. Maßgebend ist sie aber besonders bei chronischen Erkrankungen, insbesondere dann, wenn Lebensstil und medikamentöse Therapie über Jahrzehnte diszipliniert beibehalten werden sollen, um einen ...Weiterlesen ...

Focus: Therapeutic Inertia

  • Therapeutic Inertia: Kardiovaskuläre Risikofaktoren als Therapieziel

    Untersuchungen zeigen, dass in Österreich ein großer Teil der kardiovaskulären Hochrisikopatienten die Zielwerte für LDL-Cholesterin, HbA1c und Blutdruck nicht erreicht.

    Das Prinzip „The lower the better“ scheint für die LDL-Cholesterin-Senkung, nicht jedoch für HbA1c– und Blutdrucksenkung zu gelten.

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  • Die Rolle der Gesundheitspolitik: Strategien zur Überwindung von „Therapeutic Inertia“

    Bevor Kritik an der Ärzteschaft geübt wird, müssen objektiv nachvollziehbare Beurteilungs­grundlagen für die Betreuungsqualität geschaffen werden.

    Für eine zufriedenstellende Stoffwechseleinstellung sind strukturierte Betreuungsprogramme, ­kontinuierliche Patientenmotivation und Erstattung auch innovativer Medikamente erforderlich.

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  • Guidelines und/oder/vs. Patientenpräferenz?

    Durch Studiendaten belegte Therapiepläne und strikte Therapiepfade stehen oft im Widerspruch zur Patientenpräferenz.

    Im Idealfall können Patientenpräferenz und Behandlungsleitlinie durch entsprechende Kommunikation und Information in Einklang gebracht werden.

    Je nach Kollektiv präferieren 16–50 % der Patienten eine weitgehende Entscheidungsbeteiligung.

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  • Psychosoziale Komplikationen bei Kindern und Jugendlichen mit Typ-1-Diabetes

    Psychosoziale Komplikationen bei Kindern und Jugendlichen mit Typ-1-Diabetes können die „Care-­givers“ und/oder den Patienten betreffen.

    Die Betreuung soll im multidisziplinären Team erfolgen.

    Im Schulalter sollen Kinder mit Diabetes grundsätzlich an allen Klassenaktivitäten teilnehmen dürfen.

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  • Wenig diskutierte diabetische Komplikationen

    Bei Nichterreichen des vereinbarten Therapieziels sollte aktiv nach oft zu wenig beachteten ­Komplikationen gesucht werden.

    Zu den direkt diabetesassoziierten dermatologischen Komplikationen zählen Acanthosis nigricans und Necrobiosis lipoidica.

    Apnoephasen im Zuge eines obstruktiven Schlafapnoe-Syndroms führen zur Freisetzung von Kortikosteroiden und Katecholaminen und dadurch zur Entstehung oder Verschlechterung einer Insulinresistenz.

    Die diabetische Gastroparese ist aufgrund der nicht einschätzbaren Magenentleerungszeit ein schwerwiegendes Hindernis für alle antihyperglykämischen Therapien.

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