Virtual EASD Annual Meeting 2021

Diabetes Forum e-news

Erscheinungsdatum:
19.4.2017

Herausgeber:
Österreichische Diabetes Gesellschaft, Univ.-Prof. Dr. Guntram Schernthaner


Editorial

Diabesity ist interdisziplinär zu betrachten

Guntram Schernthaner 19.4.2017

Sehr geehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege! Der Zusammenhang zwischen Adipositas und Typ-2-Diabetes ist nicht nur epidemiologisch evident, sondern lässt sich auch pathophysiologisch gut erklären. Sehr gut wird der Zusammenhang auch aus den Effekten der bariatrischen Chirurgie ersichtlich, die sich nicht auf die Gewichtsreduktion beschränkt, sondern auch zu einem Rückgang des Anteils an Patienten...

ÖDG Seite der Präsidentin

„Diabesity“ – bedeutsamer als bisher vermutet

Hermann Toplak et al. 19.4.2017

Die Österreichische Diabetes Gesellschaft und die Österreichische Adipositas Gesellschaft versuchen seit Jahren unermüdlich den Menschen klar zu machen, wie eng Adipositas und Diabetes assoziiert sind. Im Englischen wurden die Worte „Diabetes“ und „Obesity“ bereits zum Kunstwort „Diabesity“ verschmolzen, gelungen wie wir meinen. Hat die weltweite explosionsartige Zunahme der Adipositas seit etwa...

ÖDG Aktuell

Die Österreichische Diabetes-Strategie

19.4.2017

Im Jänner 2016 initiierte das Bundesministerium für Gesundheit und Frauen die Entwicklung einer nationalen Strategie, um den strukturellen und strategischen Herausforderungen im Zusammenhang mit der Diabetesepidemie zielgerichtet und effizient begegnen zu können. Am 29. März 2017 wurde die Österreichische Diabetes-Strategie vorgestellt, an deren Erarbeitung die ÖDG maßgeblich beteiligt war.

ÖDG Aktuell

Damit aus der österreichischen Diabetes-Strategie kein Sandkastenspiel wird

19.4.2017

Eine Strategie ist eine wertvolle Basis für eine gezielte Planung der Zukunft. Eine solche isoliert – ohne konsekutive Umsetzungsplanung unter Definition von Verantwortlichkeiten, Zeitrahmen, Finanzierung und Evaluationsparametern – ist das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt wurde. Ein solches Vorgehen zeugt von minderer Wertschätzung gegenüber Einsatz und Zeitaufwand aller Expertinnen und Experten und...

ÖDG Aktuell

Flüssige Zuckerbomben enttarnt − ÖDG und SIPCAN fordern Zuckerreduktion in Getränken

19.4.2017

Das vorsorgemedizinische Institut SIPCAN (Special Institute for Preventive Cardiology And Nutrition; Vorstand Prim. Univ.-Prof. Dr. Friedrich Hoppichler) und die ÖDG empfehlen dringend, beim Getränkeeinkauf auf den Zuckergehalt zu achten – als Faustregel gilt: max. 7,4 g Zucker/100 ml und keine Süßstoffe. SIPCAN erstellt jährlich eine wissenschaftlich fundierte, anschauliche Getränkeliste, die für...

ÖDG Aktuell

Neues Paradigma in der Behandlung adipöser Kinder und Jugendlicher

19.4.2017

Im Rahmen des ÖDG-Strategiemeetings im Jänner d. J. stellte der dänische Pädiater Dr. Jens Christian Holm sein sehr erfolgreiches Programm vor, bei dem Adipositas – fernab von Stigmatisierung und Diskriminierung – als chronische Krankheit verstanden und behandelt wird.

News Update

ATTD 2017 | Aktuelle Trends in der Diabetesbehandlung

19.4.2017

Von 15.–18. Februar fand in Paris die 10th International Conference on Advanced Technologies & Treatments for Diabetes (ATTD) mit mehr als 2.500 Teilnehmern aus 76 Ländern statt. Thematischer Schwerpunkt dieser Konferenz ist die Verbesserung der Therapie insulinpflichtiger Patienten.

News Update

ATTD 2017 | Typ-2-Diabetes: Neue Evidenz zu Insulinpumpe vs. MDI

Ingrid Schütz-Fuhrmann 19.4.2017

Eine Post-hoc-Analyse und eine Metaanalyse zeigen nicht nur die erzielbaren Vorteile, sondern identifizieren auch jene Patienten, die am meisten von einer Insulinpumpentherapie profitieren können. Durch die Gabe eines basalen Insulins gelingt es in der Regel, bei 60 % der Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 die glykämischen Ziele, so sie mit Diät und oralen Antidiabetika (OAD) nicht ausreichend behandelt sind,...

News Update

ATTD 2017 | Real-Life-Daten: Häufigere Messungen unterstützen bessere Glukosekontrolle

19.4.2017

Im Rahmen der 10th International Conference on Advanced Technologies & Treatments for Diabetes, die vom 15.–18. Februar 2017 in Paris abgehalten wurde, wurden die Ergebnisse einer neuen Studie vorgestellt, die den Nutzen dieser neuartigen Bestimmung der interstitiellen Glukose auch abseits randomisierter, kontrollierter Studien zeigen konnte.

Diabesity und kardiovaskuläres Risiko

Michael Resl 19.4.2017

Die Assoziation zwischen Diabesity und dem kardiovaskulären Risiko ist multifaktoriell. Diese beruht einerseits auf direkten Effekten der Adipositas auf das kardiovaskuläre System, ­andererseits auf Erkrankungen, welche durch die Adipositas teilweise verursacht, aggraviert und moduliert werden.

Diabesity: Risikofaktor in der Schwangerschaft

Jürgen Harreiter et al. 19.4.2017

Diabetes und Adipositas haben – allein oder in Kombination – unmittelbar negative Auswirkungen auf die Schwangerschaft. Ein entsprechendes Management sowohl von Adipositas als auch Diabetes ist erforderlich, um das Risiko für Mutter und Kind in und nach der Schwangerschaft zu reduzieren. Bereits vor der ­Schwangerschaft sollten Lebensstilmaßnahmen und eine gute Einstellung des Blutzuckers ­eingeleitet...

Diabesity und Depression – gegenseitige Risikoerhöhung

Heidemarie Abrahamian 19.4.2017

Das Risiko, eine Depression zu entwickeln, ist bei adipösen diabetischen Patienten im Vergleich zur nichtdiabetischen Population verdoppelt. Die Koinzidenz von Diabetes und Depression ist generell als ungünstig einzustufen. Die Mortalität ist in der betroffenen Patientengruppe signifikant höher. Darüber hinaus beeinflusst die Depression den Verlauf des Diabetes negativ und umgekehrt.

Diabesity und Insulintherapie: Eine Frage der Planung?

Thomas C. Wascher 19.4.2017

Patienten mit Typ-2-Diabetes sind in der überwiegenden Zahl deutlich übergewichtig oder adipös. Das Einleiten einer Insulintherapie führt häufig zu einer weiteren Gewichtszunahme; diese ist nicht von einer weiteren Verschlechterung des kardiovaskulären ­Risikoprofiles begleitet, erhöht aber die notwendige Insulindosis. Strategien zur Limitierung der insulininduzierten Gewichtszunahme können diesem Effekt...

Lipide: „The lower the better“ ist auch bei Diabesity sicher

Christoph H. Säly et al. 19.4.2017

Der Nutzen einer konsequenten Reduktion des LDL-Cholesterins zur kardiovaskulären Risikoreduktion ist eindeutig bewiesen. Je tiefer das LDL-Cholesterin gesenkt wird, desto niedriger ist das ­kardiovaskuläre Risiko. Hinsichtlich der Wirksamkeit in der kardiovaskulären Prävention gilt „the lower the better“. Dies gilt auch und ganz besonders für Patienten mit Diabetes und für Patienten mit ­Adipositas. In...

Diabesity und Blutdrucksenkung – Leitlinien und Praxis

Harald Stingl 19.4.2017

Neben der Therapie des erhöhten Blutzuckers und des erhöhten LDL-Cholesterins ist die ­Blutdrucktherapie eine entscheidende Säule in der Betreuung des Diabetikers. Nationale und internationale Leitlinien empfehlen als Zielwert den Bereich von ca. 130–140 mmHg systolisch und 80–90 mmHg diastolisch. Medikamente der ersten Wahl sind ACE-Hemmer bzw. Angiotensin-Rezeptor-Blocker, die bei Bedarf meist in...

Diabesity und Mikrobiom

Vanessa Stadlbauer-Köllner 19.4.2017

Veränderungen in der Zusammensetzung der Darmflora sind mit Adipositas und Diabetes assoziiert. Diese Veränderungen stehen mit einer erhöhten Darmpermeabilität und vermehrter Inflammation in Zusammenhang. Strategien zur Modulation des Mikrobioms können als zusätzliche Säule der Therapie neben ­diätetischen ­Maßnahmen wirkungsvoll sein.

 



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