FdR 03|2014

Herausgeber: o. Univ.-Prof. Dr. Josef Smolen, Klinische Abteilung für Rheumatologie, Universitätsklinik für Innere Medizin III, Medizinische Universität Wien

Editorial

Focus: „Gegensätze“: entzündlicher vs. nicht-entzündlicher Rückenschmerz

  • Der rheumatologische Approach aus persönlicher Sicht: Der Rückenschmerz – diagnostischer Pfad

    Patienten mit akutem oder subakutem Rückenschmerz sollten bei fehlenden Hinweisen auf „red flags“ auf das Vorliegen von typischen Symptomen für eine Spondyloarthritis (SpA) untersucht werden.

    Liegt bei Patienten mit chronischem Rückenschmerz ein entzündlicher Rückenschmerz vor oder finden sich SpA-typische Symptome, sollte eine weiterführende rheumatologische Abklärung hinsichtlich einer SpA erfolgen (Abb.).

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  • Knochenmarködem und doch keine axiale SpA

    In der klinischen Praxis wird der Begriff Knochenmarködem teils als allgemeine Bezeichnung für jede Form eines Spongiosaödems, andererseits als spezifisches Zeichen für bestimmte Krankheitsbilder verwendet. Ein Grund für diese Diskrepanz liegt in der historischen Entwicklung des Begriffs.

    Heute lässt sich die Mehrzahl dieser Veränderungen spezifischen Entitäten zuordnen.

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  • Neue Therapien für die axiale SpA? − Andere Biologika als TNF-Blocker

    Mit TNF-alpha-Inhibitoren ist bei der ankylosierenden Spondylitis (AS) auch nach Versagen einer Therapie mit NSAR als First-Line-Drugs in den meisten Fällen eine ausgezeichnete, durch zahlreiche Studien belegte Wirkung auf Schmerzen und Entzündungen am Achsenskelett zu erzielen.

    Für Fälle, bei denen TNF-alpha-Blocker kontraindiziert, unverträglich, ungenügend wirksam oder in ihrer Wirkung nachlassend sind, besteht der dringende Bedarf an Biologika mit alternativen Angriffszielen, von denen sich die IL-17/IL-23-Immunachse bisher als erfolgversprechendstes Target gezeigt hat.

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  • Physiotherapie bei axialer SpA: Welche Übungen sollen Patienten machen?

    Oberste Priorität der physiotherapeutischen Maßnahmen bei axialer SpA hat die Schmerzlinderung des tief­sitzenden Rückenschmerzes, durch dosierte Mobilisation der gesamten Wirbelsäule, Dehntechniken, Atem­therapie und Haltungsschulung.

    Muskuläre Dysbalancen gilt es durch individuelle, an das jeweilige Stadium angepasste Selbstübungsprogramme auszugleichen, um mögliche Funktionseinschränkungen im Alltag zu verhindern bzw. zu minimieren.

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Wissenschaft aktuell

  • Pro und Contra: Biosimilars

    Die Zulassung von Biosimilars erfordert neben pharmakodynamischen und pharmakokinetischen Tests auch eine Wirksamkeitsüberprüfung in Phase-II- und Phase-III-Studien.

    Die Fragen der Wirksamkeit in einer bestimmten oder anderen Indikationen sowie die Frage der Immunogenität und der Austauschbarkeit von Original und Similar sind aber wesentlich und müssen sehr ernst genommen werden.

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SERIE Biologika und neue synthetische Moleküle in der Rheumatologie

  • Signaltransduktionsmechanismen und ihre Hemmung in der RA

    Die durch Zytokine und andere lösliche Faktoren vermittelte Zellaktivierung verläuft nicht direkt, sondern über ein hochkomplexes kaskadenartiges System der Signaltransduktion, wobei durch ein einzelnes Liganden-Rezeptorpaar auch mehrere unterschiedliche Kaskaden ausgelöst werden können.

    Moleküle wie IL-2, IL-6, IFN-γ sowie hämatopoetisch bedeutende Zytokine (EPO, GM-CSF) bedienen sich zur Entfaltung ihrer Funktion eines Signaltransduktionsweges über Januskinasen (JAK). Man kennt 4 JAK, die jeweils paarweise wirken.

    Der oral einzunehmende JAK-Inhibitor Tofacitinib zeigt in der Behandlung der RA sowohl bei unzureichendem Therapieerfolg unter Basistherapie als auch nach Anti-TNF-Versagen gute Wirksamkeit. In den USA ist Tofacitinib seit November 2012 zugelassen, ebenso in Japan und der Schweiz, die EMA-Zulassung ist bisher nicht erfolgt. Die ORAL-Start-Studie zeigt bei MTX-naiven Patienten vergleichbare Ergebnisse, wie sie in anderen Studien mit verschiedenen Biologika gesehen wurden.

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SERIE Off-Label-Indikationen von Biologika, abseits von Phase III

  • Uveitis

    Zahlreiche Biologika haben in Off-Label-Anwendung bei schwerer chronischer nicht-infektiöser Uveitis Wirksamkeit gezeigt, vor allem TNF-α-Inhibitoren und Interferon alpha.

    Bisher beschränkt sich der Einsatz meist auf therapierefraktäre Fälle.

    Als First-Line-Therapie können Biologika bei schweren Formen von z. B. okulärem Mb. Behçet erwogen werden.

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Artikel

  • Diagnose und Therapie der metabolischen Osteopathien

    Metabolische Osteopathien treten bei zahlreichen endokrinologischen Erkrankungen auf, sie können aber auch iatrogen induziert werden.

    Serologische Parameter sind neben der Knochendichtemessung notwendig, um die Aktivität des Knochenstoffwechsels zu beurteilen.

    Antiresorptive Therapien verbessern die Mineralisierung, bei adynamem Knochenstoffwechsel ist eine anabole Primärtherapie sinnvoll.

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