Diplomfortbildung in der Rheumatologie

Diplomfortbildung in der Rheumatologie

Polymyalgia rheumatica 2022 | 3 DFP-Punkte

Neue Empfehlungen: Rheuma und COVID

EULAR-Abstracts: eine österreichische Leistungsschau


Editorial

RA 2015: Alles gut?

Kurt Redlich et al. 23.3.2015

Die Behandlung der rheumatoiden Arthritis (RA) hat im letzten Jahrzehnt dermaßen große Fortschritte gemacht, dass manche die Erkrankung schon als so gut wie ­„besiegt“ ansehen.

Focus: Rheumatoide Arthritis

Die ACR- und EULAR-Empfehlungen zum Management der rheumatoiden Arthritis – wo sind die Unterschiede?

Daniel Aletaha 23.3.2015

Zwischen den Empfehlungen der beiden Großorganisationen EULAR und ACR bestehen keine dramatischen ­Unterschiede. Treat-to-Target ist das entscheidende Konzept. EULAR-Empfehlungen sind genereller, geben weniger spezifische klinische Situationen vor. ACR-Empfehlungen gehen auf Sicherheit und Komorbiditäten detaillierter ein.

Focus: Rheumatoide Arthritis

Konventionelle Kombinations­therapie vs. Biologika bei Patienten mit MTX-Versagen

Josef Hermann 23.3.2015

Kann mit MTX-Monotherapie keine Remission erreicht werden, sollten diese Patienten additiv zu MTX eine ­Kombinationstherapie mit anderen Basistherapeutika erhalten. Konventionelle DMARD: Eine Tripletherapie von MTX mit Sulfasalazin und Hydroxychloroquin ist zumindest ­anfänglich ähnlich gut wirksam wie eine Kombinationstherapie mit TNF-Blockern. Biologika: Bei hoher Krankheitsaktivität trotz laufender...

Focus: Rheumatoide Arthritis

Upcoming Therapies: Neue und zukünftige Behandlungs­formen bei rheumatoider Arthritis

Rusmir Husic 23.3.2015

Die derzeit in der Therapie der RA verfügbaren Biologika richten sich gegen extrazelluläre Angriffspunkte: TNF-α, IL-1, IL-6, CD20 sowie T-Zell-Kostimulation. Neue Biologika, die untersucht werden, sind IL-17-Inhibitoren, Anti-CD20-Antikörper, IL-6-, IL-1- und IL-15-Inhibitoren. Mit so genannten „small molecules“ werden intrazelluläre Angriffspunkte erreicht. Mehrere Janus-Kinase-(JAK-)Inhibitoren, ein...

Focus: Rheumatoide Arthritis

Wertigkeit der Messung von ­Anti-Drug-Antibodies (ADA) in der Therapiekontrolle

Martin Aringer et al. 23.3.2015

Anti-Drug-Antibodies (ADA) stellen die wichtigste Ursache des Sekundärversagens von Biologika dar. Die heute verfügbaren kommerziellen Tests wurden wesentlich verbessert, erlauben aber weiterhin keine ­eindeutige Vorhersage. Sie sind daher dem klinischen Treat-to-Target-Zugang unterlegen und verbessern die rheumatologische ­Therapiequalität nicht. Zudem liegen Testsysteme nur für einen Teil der Substanzen vor,...

Focus: Rheumatoide Arthritis

Komorbiditäten bei Patienten mit rheumatoider Arthritis

Herwig ­Pieringer 23.3.2015

RA-Patienten sind regelhaft nicht nur „gelenkkrank“, sondern haben oft weitere relevante Erkrankungen. Diese zusätzlichen gesundheitlichen Probleme haben Einfluss auf die Funktion und sind letzten Endes auch mit einer erhöhten Mortalität verbunden.

Focus: Rheumatoide Arthritis

Rehabilitation des alternden Rheumapatienten

Marcus Köller 23.3.2015

Physikalisch-therapeutische Maßnahmen und Physiotherapie bleiben auch in höherem Alter ein unverzichtbarer Bestandteil im Behandlungskonzept von Patienten mit chronischen Erkrankungen im Bewegungsapparat, insbesondere bei degenerativen und entzündlichen Gelenkerkrankungen. Eine Therapieplanung und -verordnung muss daher auch immer in Abstimmung mit dem behandelnden ­Rheumatologen/Internisten erfolgen.

SERIE PatientInnen im Focus

Die Perspektiven von PatientInnen mit rheumatoider Arthritis

Tanja Stamm et al. 23.3.2015

Qualitative Studien (Einzelinterviews oder Focusgruppen) ermöglichen es, die Sichtweisen und Perspektiven von PatientInnen zu erheben. PatientInnenvertreter wünschen sich für Österreich ein flächendeckendes Netz an Rheumatologen/­Kinderrheumatologen und qualifizierten PhysiotherapeutInnen, ErgotherapeutInnen und Rheumaschwestern, und insbesondere für Kinder eine wohnortnahe Betreuung sowie flächendeckende...

SERIE Autoinflammatorische Syndrome

Teil 1: Pathophysiologische Grundlagen

Clemens Scheinecker 23.3.2015

Autoinflammatorische Syndrome umfassen eine heterogene Gruppe von Erkrankungen, die durch periodische ­Fieberschübe und zusätzliche klinische Manifestationen gekennzeichnet sind. Pathogenetisch liegen ihnen vor allem Störungen in der angeborenen Immunabwehr, insbesondere in der ­Regulation des Zytokins Interleukin-(IL-)1 zugrunde. Bei bestimmten Erkrankungen werden aber auch fließende Übergänge zu...

SERIE Off-Label-Indikationen von Biologika, abseits von Phase III

Morbus Still

Hans-Peter Brezinschek 23.3.2015

Der adulte Mb. Still ist eine seltene rheumatische Erkrankung, die durch die Trias tägliches hohes Fieber, ­Arthritis oder Arthralgie und flüchtiges lachsfarbenes Exanthem charakterisiert ist. Glukokortikoide und Methotrexat sind die ersten therapeutischen Optionen, gefolgt von Anakinra, TNF-Blockern oder Tocilizumab. Bei systemischem Befallsmuster sollte eher Anakinra und bei arthritischem Befall ein TNF-Blocker...

SERIE Kinder-Rheumatologie

Teil 1: Periodische Fiebersyndrome – ­autoinflammatorische Syndrome

Jürgen Brunner 23.3.2015

Hereditäre periodische Fiebersyndrome zeichnen sich meist durch rezidivierende Fieberschübe aus, die mit ­weiteren Manifestationen z. B. an Haut, Schleimhäuten, serösen Häuten und Gelenken einhergehen. Es besteht meist eine ausgeprägte serologische Entzündungskonstellation mit Erhöhung des Serum Amyloid A, was zu einem erhöhten Amyloidoserisiko führt. Es gibt monogene Erkrankungen, bei denen der...