FdR 01|2015


Editorial

  • RA 2015: Alles gut?

    Die Behandlung der rheumatoiden Arthritis (RA) hat im letzten Jahrzehnt dermaßen große Fortschritte gemacht, dass manche die Erkrankung schon als so gut wie ­„besiegt“ ansehen.

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Focus: Rheumatoide Arthritis

  • Die ACR- und EULAR-Empfehlungen zum Management der rheumatoiden Arthritis – wo sind die Unterschiede?

    Zwischen den Empfehlungen der beiden Großorganisationen EULAR und ACR bestehen keine dramatischen ­Unterschiede.

    Treat-to-Target ist das entscheidende Konzept.

    EULAR-Empfehlungen sind genereller, geben weniger spezifische klinische Situationen vor.

    ACR-Empfehlungen gehen auf Sicherheit und Komorbiditäten detaillierter ein.

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  • Konventionelle Kombinations­therapie vs. Biologika bei Patienten mit MTX-Versagen

    Kann mit MTX-Monotherapie keine Remission erreicht werden, sollten diese Patienten additiv zu MTX eine ­Kombinationstherapie mit anderen Basistherapeutika erhalten.

    Konventionelle DMARD: Eine Tripletherapie von MTX mit Sulfasalazin und Hydroxychloroquin ist zumindest ­anfänglich ähnlich gut wirksam wie eine Kombinationstherapie mit TNF-Blockern.

    Biologika: Bei hoher Krankheitsaktivität trotz laufender MTX-Therapie oder bei Intoleranz gegenüber einer hoch dosierten Glukokortikoidtherapie sollte eine Kombinationstherapie mit Biologika gegeben werden.

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  • Upcoming Therapies: Neue und zukünftige Behandlungs­formen bei rheumatoider Arthritis

    Die derzeit in der Therapie der RA verfügbaren Biologika richten sich gegen extrazelluläre Angriffspunkte: TNF-α, IL-1, IL-6, CD20 sowie T-Zell-Kostimulation. Neue Biologika, die untersucht werden, sind IL-17-Inhibitoren, Anti-CD20-Antikörper, IL-6-, IL-1- und IL-15-Inhibitoren.

    Mit so genannten „small molecules“ werden intrazelluläre Angriffspunkte erreicht. Mehrere Janus-Kinase-(JAK-)Inhibitoren, ein MAP-Kinase-Inhibitor und ein Milz-Tyrosin-Kinase-Inhibitor sind in klinischer Erprobung. Eine ­klinische Studie mit Apremilast, einem PDE4-Inhibitor, bei RA wurde bereits abgeschlossen, aber noch nicht publiziert.

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  • Wertigkeit der Messung von ­Anti-Drug-Antibodies (ADA) in der Therapiekontrolle

    Anti-Drug-Antibodies (ADA) stellen die wichtigste Ursache des Sekundärversagens von Biologika dar.

    Die heute verfügbaren kommerziellen Tests wurden wesentlich verbessert, erlauben aber weiterhin keine ­eindeutige Vorhersage.

    Sie sind daher dem klinischen Treat-to-Target-Zugang unterlegen und verbessern die rheumatologische ­Therapiequalität nicht. Zudem liegen Testsysteme nur für einen Teil der Substanzen vor, was auch die Vorhersage nach Versagen eines Präparats einschränkt.

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  • Komorbiditäten bei Patienten mit rheumatoider Arthritis

    RA-Patienten sind regelhaft nicht nur „gelenkkrank“, sondern haben oft weitere relevante Erkrankungen.

    Diese zusätzlichen gesundheitlichen Probleme haben Einfluss auf die Funktion und sind letzten Endes auch mit einer erhöhten Mortalität verbunden.

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  • Rehabilitation des alternden Rheumapatienten

    Physikalisch-therapeutische Maßnahmen und Physiotherapie bleiben auch in höherem Alter ein unverzichtbarer Bestandteil im Behandlungskonzept von Patienten mit chronischen Erkrankungen im Bewegungsapparat, insbesondere bei degenerativen und entzündlichen Gelenkerkrankungen.

    Eine Therapieplanung und -verordnung muss daher auch immer in Abstimmung mit dem behandelnden ­Rheumatologen/Internisten erfolgen.

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SERIE Off-Label-Indikationen von Biologika, abseits von Phase III

  • Morbus Still

    Der adulte Mb. Still ist eine seltene rheumatische Erkrankung, die durch die Trias tägliches hohes Fieber, ­Arthritis oder Arthralgie und flüchtiges lachsfarbenes Exanthem charakterisiert ist.

    Glukokortikoide und Methotrexat sind die ersten therapeutischen Optionen, gefolgt von Anakinra, TNF-Blockern oder Tocilizumab.

    Bei systemischem Befallsmuster sollte eher Anakinra und bei arthritischem Befall ein TNF-Blocker eingesetzt werden. Bei Therapieversagen kann Tocilizumab in beiden Fällen eingesetzt werden.

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SERIE Autoinflammatorische Syndrome

  • Teil 1: Pathophysiologische Grundlagen

    Autoinflammatorische Syndrome umfassen eine heterogene Gruppe von Erkrankungen, die durch periodische ­Fieberschübe und zusätzliche klinische Manifestationen gekennzeichnet sind.

    Pathogenetisch liegen ihnen vor allem Störungen in der angeborenen Immunabwehr, insbesondere in der ­Regulation des Zytokins Interleukin-(IL-)1 zugrunde.

    Bei bestimmten Erkrankungen werden aber auch fließende Übergänge zu Autoimmunerkrankungen vermutet. Neben ­einer Reihe von hereditären monogenen Fiebersyndromen werden heute auch mehrere polygene Erkrankungen zu dieser Krankheitsgruppe gerechnet.

    Die Therapie dieser Erkrankungen erfolgt meist symptomatisch, wobei neben Glukokortikoiden auch verschiedene ­Immunsuppressiva zum Einsatz kommen. Einen bedeutenden Schritt stellte die Entwicklung von Biologika dar, darunter insbesondere Substanzen, die in die IL-1-Produktion eingreifen.

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SERIE Kinder-Rheumatologie

  • Teil 1: Periodische Fiebersyndrome – ­autoinflammatorische Syndrome

    Hereditäre periodische Fiebersyndrome zeichnen sich meist durch rezidivierende Fieberschübe aus, die mit ­weiteren Manifestationen z. B. an Haut, Schleimhäuten, serösen Häuten und Gelenken einhergehen. Es besteht meist eine ausgeprägte serologische Entzündungskonstellation mit Erhöhung des Serum Amyloid A, was zu einem erhöhten Amyloidoserisiko führt.

    Es gibt monogene Erkrankungen, bei denen der Vererbungsmodus und die Genmutation bekannt sind, aber auch vermutlich­ polygene Erkrankungen, die ähnliche Symptome wie die klassischen autoinflammatorischen Syndrome aufweisen.

    Therapeutisch kommen v. a. der IL-1-Rezeptorantagonist Anakinra zum Einsatz, bei TRAPS und der PGA auch TNF-Antagonisten bzw. beim familiären Mittelmeerfieber Colchicin.

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SERIE PatientInnen im Focus

  • Die Perspektiven von PatientInnen mit rheumatoider Arthritis

    Qualitative Studien (Einzelinterviews oder Focusgruppen) ermöglichen es, die Sichtweisen und Perspektiven von PatientInnen zu erheben.

    PatientInnenvertreter wünschen sich für Österreich ein flächendeckendes Netz an Rheumatologen/­Kinderrheumatologen und qualifizierten PhysiotherapeutInnen, ErgotherapeutInnen und Rheumaschwestern, und insbesondere für Kinder eine wohnortnahe Betreuung sowie flächendeckende Rehabilitationsmöglichkeiten gemeinsam mit den Eltern.

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