Kongress-Nachbericht: GYN-AKTIV KOMPAKT

Das Fachmedium GYN-AKTIV steht seit 19 Jahren für kompakte und praktisch relevante Fortbildung auf internationalem Niveau.
Diese Ambition ­sollte in Form einer Veranstaltungsschiene mit alljährlich stattfindenden eintägigen ­Kongressen fortgeführt und intensiviert werden. Nach dem großen Erfolg der Pilot­veranstaltung im Vorjahr, die vom Publikumszuspruch her aus allen Nähten geplatzt war, fand der diesjährige Kongress GYN-­AKTIV KOMPAKT seine Fortsetzung im vergrößerten und beeindruckenden räumlichen Rahmen im Palais Ferstel in Wien.
Unter der wissenschaftlichen Leitung von Univ.-Prof. DDr. h. c. Heinz Kölbl und em. o. Univ.-Prof. Dr. Sepp Leodolter (Abb. 1) wurden die verschiedenen Themenbereiche intensiv und interessiert diskutiert.

 

Wissenschaftlicher Themenbogen

Die 15 Fachvorträge spannten den Bogen von der Antikonzeption über onkologische Themen, die Pränataldiagnostik bis hin zu den juristischen Ausführungen von Univ.-Prof. Dr. Helmut Ofner, Wien, mit dem Titel: Mutterschaft, Vaterschaft und „andere Elternschaft“.
Hier ein kurzer Streifzug durch einige Vorträge: Frau Univ.-Prof. Dr. Doris Gruber, Wien, ging im ersten Referat detailliert auf die Möglichkeiten der maßgeschneiderten Antikonzeption ein (siehe Bericht auf Seite 32).
Das Thema „Verschiebung der Menopause“ beleuchtete Frau Univ.-Prof. Dr. Petra Stute vom Inselspital in Bern. Sie verglich die Kryokonservierung mit medikamentösen Hormonersatztherapieformen hinsichtlich unterschiedlicher Parameter wie z. B. Kosten, Risiko und Wirksamkeit.
Univ.-Prof. DDr. Johannes Huber, Wien, widmete seinen Vortrag der „Hormonersatztherapie 15 Jahre nach der WHI-Studie“.
Ein wichtiges, weil alltäglich in der gynäkologischen Praxis präsentes Thema ist die Osteoporose bzw. die Einschätzung des individuellen Frakturrisikos, das Univ.-Prof. DDr. Pierre Hopmeier, Wien, in seinem Referat beleuchtete.
Vorsorge, Diagnostik und Therapie von Brust- und Eierstockkrebs waren die Themen von Mag. Dr. Maria Bernathova und Univ.-Prof. Dr. Christian Singer, Wien.
Die individuelle Therapie der Endometriose, präsentiert von Univ.-Prof. Dr. René Wenzl, Wien, und die Phytotherapie-Optionen in der Gynäkologie, analysiert von Dr. Mathias Schmidt, Mattsies (D), führten zu angeregten Diskussionen.
Univ.-Prof. DDr. h. c. Heinz Kölbl, Wien, neben seiner Aufgabe als Kongressvorsitzender auch intensiv in die Vorbereitungsarbeiten zur Veranstaltung involviert, ließ es sich trotzdem nicht nehmen, selbst ein Update zur Onkologie vorzutragen.
Die beiden wissenschaftlichen Leiter des ­Kongresses freuten sich besonders, mit Prof. Dr. Diethelm Wallwiener aus Tübingen, dem Präsidenten der deutschen Schwestergesellschaft (DGGG), einen weiteren internationalen Referenten begrüßen zu dürfen. Er stellte die operative Gynäkologie in den Mittelpunkt seines Beitrags.
Assoc. Prof. Priv.-Doz. Dr. Christoph Grimm, Wien, analysierte in seinem Vortrag die Abklärung und das Management des pathologischen Krebsabstriches.
Der letzte Vortragsblock mit den Referenten Univ.-Doz. Dr. Elisabeth Krampl-Bettelheim aus Wien, Prof. Dr. Bernhard-Joachim ­Hackelöer aus Hamburg und Univ.-Prof. Dr. Lothar Fuith aus Eisenstadt widmete sich ­einerseits den Themen Pränataldiagnostik (siehe Bericht auf Seite 28) und andererseits der Inkontinenz nach der Geburt (siehe Bericht auf Seite 28).

Fulminantes Feedback

Sowohl die hohe Teilnehmerzahl von knapp 300 Ärztinnen und Ärzten als auch die Auswertung der Evaluierungsbögen unterstreichen den Erfolg der Veranstaltung. Die Teilnehmer zeigten sich vom Kongressformat begeistert (Abb. 2). Besonders hervorgehoben wurde der praktische Nutzen der einzelnen Beiträge.
An der Fortführung dieses erfolgreichen Kongressformates im Jahr 2017 wird bereits gearbeitet.