GA 05|2016

Herausgeber: em. o. Univ.-Prof. Dr. Sepp Leodolter, Universitätsklinik für Frauenheilkunde, Wien

Zum Geleit

  • Worüber sich PatientInnen in Wien beschweren

    Die Funktion einer Patientenombudsfrau bzw. eines Patientenombudsmanns wurde von der Wiener Ärztekammer etabliert, um eine vertrauensvolle Anlaufstelle für PatientInnen zu schaffen. Die Patientenombudsstelle fungiert insbesondere im niedergelassenen Bereich (AllgemeinmedizinerInnen, FachärztInnen) als starkes Bindeglied ­zwischen PatientInnen und Ärzteschaft.

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Editorial

  • Ethik-Management der Pharmaindustrie – Transparenz schafft Vertrauen

    Der sog. Korruptionswahrnehmungsindex (Corruption Perceptions Index, CPI) ist das wohl bekannteste Instrument von Transparency International (TI) – er reiht 168 Länder nach dem jeweiligen Grad, in dem dort Korruption im öffentlichen Sektor wahrgenommen wird.1 Besonders anfällig für Korruption ist laut TI das Gesundheitswesen, wobei fehlende Transparenz als Hauptursache dafür genannt wird.

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Seite des BÖG

  • 10 Gründe, einen Kassenvertrag zu hinterfragen – Teil 1

    In dieser und den nächsten Ausgaben finden Sie eine Liste jener Problemkreise, die immer ­wieder in Diskussionen thematisiert werden und von denen ich glaube, dass sie gut geeignet sind, eine allgemeine Frustration der kassenärztlich tätigen KollegInnen zu erklären.

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Podium

  • Wertschätzung ist wichtiger als Geld

    Trotz laufender Diskussionen über sich verschlechternde Rahmenbedingungen: Mehr als 80% der Ärzte mögen ihren Beruf. Und: Viel wichtiger als Geld und Prestige sind die Wertschätzung der Patienten und Kollegen. Eine Umfrage des MedMedia Verlags/Ärzte Krone Verlags (durchgeführt im Jahr 2016) zeigt aber leider auch, dass sich viele Ärzte von Politik und Kassen wenig oder gar nicht wertgeschätzt fühlen.

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AGO Austria

Gynäkologische Onkologie

  • Neue Strategien in der Therapie von gynäkologischen Tumoren

    Die vollständige chirurgische Resektion des Tumors ist bei Patientinnen mit Ovarialkarzinom ein entscheidender prognostischer Faktor und sollte als Therapieziel angestrebt werden.

    Die Therapie mit PARP-Inhibitoren (vor allem bei BRCA-mutationspositiven Patientinnen) und Angiogenese-Inhibitoren hat den Behandlungsstandard des Ovarialkarzinoms verändert und stellt einen bedeutenden Fortschritt dar.

    Die HPV-Impfung ist ein wesentlicher Meilenstein in der gynäkologischen Onkologie, da erstmals die ­Prävention des Zervixkarzinoms und dessen Vorstufen sowie anderer HPV-assoziierter Erkrankungen ­möglich wird.

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  • Wegweisende Entwicklungen in der Therapie des Mammakarzinoms

    Neue Therapieverfahren beziehen sich immer stärker auf molekulare Strukturen und werden dabei immer komplexer, weil sie auf immer kleinere Patientengruppen abzielen, bei denen ­bestimmte Merkmale ausgeprägt sind, und führen die damit ultimativ zur personalisierten ­Medizin.

    Aufgrund dieser Entwicklungen erfolgt eine Abkehr von der organspezifischen hin zur Pathway-­orientierten Onkologie, wie es am Beispiel von HER2 mit Indikationen beim Mammakarzinom und ­Magenkarzinom schon nachvollziehbar ist.

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  • Zukünftige Entwicklungen der personalisierten Therapie: Subtypisierung des Mammakarzinoms

    Therapieentscheidungen bei Mammakarzinom werden u. a. basierend auf den intrinsischen Subtypen (Luminal A, Luminal B, HER2-positiv und triplenegativ – auf Grund der Expression der prädiktiven Marker ER, PgR, HER2, Ki67) getroffen.

    Weitere Subtypisierung des Mammakarzinoms (apokrin, „basal-like“ etc.) kann basierend auf den ­Expressionsmustern von immunhistochemischen, morphologischen und makroskopischen weiteren ­Parametern vorgenommen werden.

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Gynäkologie & Geburtshilfe

  • Kongress-Nachbericht: GYN-AKTIV KOMPAKT

    Am 17. September fand in Wien zum 2. Mal der vom MedMedia-Partner MEDahead organisierte Kongress GYN-AKTIV KOMPAKT statt. Die Teilnehmeranzahl übertraf mit 290 jene der Veranstaltungspremiere im Vorjahr um fast 50 %, was das Konzept des praxisrelevanten Überblicks über alle wichtigen Bereiche in der Gynäkologie bestätigte.

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  • GYN-AKTIV KOMPAKT*: Ultraschall-Marker im zweiten Trimenon

    Für sämtliche 2.-Trimester-Marker gilt in Hinsicht auf das chromosomale Risiko: isoliert und im Nichtrisikokollektiv meistens ohne Bedeutung.

    Bei auffälligem Ersttrimesterscreening: je mehr Marker und je mehr Ausgangsrisiko (Alter/Ersttrimesterscreening), umso höher die Risikobedeutung.

    Ein nicht-invasiver DNA-Test ersetzt keine Fehlbildungsdiagnose.

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  • GYN-AKTIV KOMPAKT*: Maßgeschneiderte Kontrazeption heute

    Die Palette der hormonellen Verhütungsmöglichkeiten ist so vielfältig wie noch nie, da sollte ­eigentlich für jede Frau das passende Mittel dabei sein.

    Das Alter bei der Erstverschreibung, die Zyklusregelmäßigkeit und eine Anamnese mit ­Erfassung möglicher Risikofaktoren sind wichtige Parameter, um langfristig die hormonelle Gesundheit der jungen Frau durch eine Verschreibung der „Pille“ nicht zu gefährden.

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  • GYN-AKTIV KOMPAKT*: Harnkontinenz in der Schwangerschaft und nach der Geburt

    Ein schwieriger vaginaler Geburtsverlauf kann als Spätkomplikation bei der Mutter für eine Harninkontinenz verantwortlich sein. Eine protrahierte Austreibungsperiode erhöht das Risiko weiter.

    Für die Stuhlinkontinenz ist die Zangengeburt ein extremer Risikofaktor.

    Mit Beckenbodentraining können in Prophylaxe und Therapie nachweislich gute Erfolge bei Harn- und Stuhlinkontinenz erzielt werden.

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  • Schilddrüsenhormone und Mikronutrienten

    Eine sinnvolle Abklärung einer möglichen Schilddrüsendysfunktion ist mit der einzigen ­Bestimmung von TSH nicht immer machbar.

    Unsere eigenen Studien zeigen, dass die Regulation der Schilddrüsenfunktion eine ­koordinierte Interaktion zwischen Jod, Magnesium, Eisen, Zink, Selen und Coenzym Q10 erfordert.

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  • Moderne Strategien bei Low Respondern

    Bei Poor Ovarian Response (POR) gibt es einerseits die klassische Stimulation, wobei die ­Antagonisten-Protokolle weltweit schon am häufigsten angewandt werden.

    Zur Auswahl stehen auch alternative Stimulationsprotokolle (Shanghai-Protokoll, „IVF naturelle“ etc.) bzw. der Einsatz von Androgenen oder Wachstumshormon (Dauer, Dosierung und Applikationsmodus noch nicht geklärt).

    GynäkologInnen sollten bei Frauen um die 30 die Ovarialreserve testen (mittels AMH-Wert, AFC [Antral Follicle Count]).

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Frauengesundheit

  • Therapie der weiblichen sexuellen Dysfunktion

    Die weibliche sexuelle Dysfunktion ist ein häufiges Problem und es gibt nur ein in den USA zugelassenes Präparat (Addyi®), welches allerdings aufgrund der geringen Wirkung bei gleichzeitig hoher Nebenwirkungsrate nicht gut angenommen wird.

    Wie bisher stehen vor allem die Therapie des Östrogenmangels und die lokale Therapie bei Scheidentrockenheit im Vordergrund.

    Neue Studienergebnisse zeigen, wie wichtig verhaltenstherapeutische Maßnahmen sind, insbesondere die Verbesserung der Kommunikation in der Partnerschaft.

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  • Schnittstellen zwischen Sexualität und modernen Medien

    Mit dem Themenfeld „Sexualität im Internet“ zusammenhängende Erfahrungen und ­Probleme der Patienten sind immer häufiger Anlass zum ärztlichen Gespräch oder sogar zur Aufnahme­ einer Therapie.

    Die sexualbezogene Nutzung des Internets kann sowohl positive (Psychoedukation und Beratung) wie negative Auswirkungen (Cybersexsucht, sexuell Gewalt) haben – die Grenzen zwischen selbstgewählten und erzwungenen als auch zwischen konstruktiven und destruktiven Nutzungsweisen können natürlich fließend sein.

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