Heftschwerpunkt zum Wiener Menopausekongress, 5.–7. Dezember 2019

Technik, Mensch und Medizin: Wird der Mensch von heute durch eine ausladende Technokratie gesteuert oder ersetzt? Mit welchen Herausforderungen ist die Medizin von heute und morgen konfrontiert und wie kann sie regulierende Funktionen einnehmen und positiv gestalten?

Globalisierung, Individuum und Umwelt: Ihre differenzierte Interaktion, Kooperation oder Dichotomie ist ein fächerübergreifendes Kernthema unseres diesjährigen Kongresses.

Biohacking und Quanteninformationsmedizin: Werden mit neuen wissenschaftlichen Paradigmen auch neue praktische und therapeutische Optionen mit weitreichender Effizienz eröffnet oder nur nicht umsetzbare Algorithmen kreiert?

Ökologie und Umwelt: Schon im Hippokratischen Eid ist die Auseinandersetzung des Arztes mit der Umwelt artikuliert und gefordert. „Doctors for future“, eine generationenverbindende aktuelle Thematik, wird von herausragenden Experten zu Glaziologie, Umwelt und Klima dargestellt und interpretiert.

Anti-Aging-Medizin: Ist sie eine individuelle, organbezogene Medizin, oder steuern Genetik, Epigenetik und Spiritualität den Alterungsprozess? Differenziert werden zu diesem Themenkreis Senolytika, Stammzellen und Telomeraseaktivität als Therapieoptionen präsentiert.

Menopausetherapie – gestern, heute, morgen: Das Thema wird nachhaltig auch mit Beteiligung der Europäischen Menopausegesellschaft dargestellt. Die therapeutischen und sozialmedizinischen Aspekte dieser Therapieformen, die sich in über vierzig Jahren entwickelt und verändert haben, werden hierbei einen weiten, differenzierten Bogen zu Indikation, Diagnostik und Therapie spannen.

Die Verbindung von Wissenschaft und Kultur in einer inspirierenden und kreativen Atmosphäre ist ein Grundpfeiler unserer Kongressphilosophie. Die Geschichte der Wiener Medizinischen Schule mit ihren vielseitigen Entwicklungen möchten wir heuer mit dem Besuch einer besonderen Institution, dem „Narrenturm“, näherbringen. Welche Funktion und Stellenwert hatte diese Einrichtung bei ihrer Gründung und welche medizinisch-therapeutische Funktion? Ludwig van Beethoven – „Leben, Werk und Wirkung“ – wird den TeilnehmerInnen im neuen Beethoven-Museum erklärt und nähergebracht.

Somit hoffen wir, Ihnen auch dieses Jahr ein breites wissenschaftliches und kulturelles Programm anbieten zu können, und heißen Sie bei diesem vorweihnachtlichen Kongress in Wien herzlich willkommen.

 

AutorIn: Univ.-Prof. Dr. Markus Metka

Lokales wissenschaftliches Kongresskomitee


AutorIn: Univ.-Prof. DDr. Johannes Huber

Lokales wissenschaftliches Kongresskomitee


AutorIn: Dr. Wolfgang Clementi

Lokales wissenschaftliches Kongresskomitee


GA 06|2019

Herausgeber: em. o. Univ.-Prof. Dr. Sepp Leodolter, Universitätsklinik für Frauenheilkunde, Wien
Publikationsdatum: 2019-12-04