Rubrik: Editorial

  • Das Alter ist der größte Risikofaktor

    Seit 21 Jahren findet jährlich am 4. Februar der Weltkrebstag statt, in dessen Rahmen die Union for International Cancer Control (UICC) zum gemeinsamen Engagement gegen Krebs aufruft. Dabei wird zunehmend der Tatsache Beachtung ­geschenkt, dass sich nicht nur das Risiko für bestimmte Krebsarten im Laufe des Lebens ändert, sondern dass das statistische Risiko, an Krebs zu erkranken, vor allem auch vom Lebensalter mitbestimmt wird; 2 von 3 Krebs-Betroffenen sind über 65 Jahre alt. Tatsächlich treten bei Frauen 12 % aller Krebsneuerkrankungen in der obersten Altersgruppe (Höchstbetagte­ > 85 a), 26 % bei den Hochbetagten (75–84 a) und etwa 23 % in der Altersgruppe 65–74 auf.

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  • Vermeidbares Leid

    Wir fürchten uns zwar vor Terroristen, nicht aber vor Pommes frites

    Es ist wohl Allgemeinwissen, dass Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit verschiedenen Lebensstilfaktoren assoziiert sind, Krebserkrankungen werden hingegen oft als schicksalshaft betrachtet. Die Risikowahrnehmung ist in diesem Kontext also nicht selten eine emotionale Angelegenheit, sie beruht weniger auf Fakten.

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  • In memoriam: Heinz Salzer – ein Leben für die Frauenheilkunde

    Ich kenne Heinz seit den 1970er-Jahren, als wir, beide junge Ärzte am Allgemeinen Krankenhaus der Stadt Wien, zunächst unsere Ausbildung absolvierten und die Fundamente für unsere Karrieren legten. In weiterer Folge konnte ich sehr bald beobachten, dass sein fokussiertes Interesse…

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  • In memoriam: Wilfried Feichtinger – Meilensteine für die Reproduktionsmedizin

    Wir trauern um Österreichs IVF-Pionier Univ.-Prof. Dr. Wilfried Feichtinger, der am 3. Juni 2021 nach langer schwerer Krankheit im 71. Lebensjahr im Kreise seiner Familie verstorben ist. Herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Reproduktionsmedizin: Nach Absolvierung des Medizinstudiums (1969–1975) an der…

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  • Rolling Review für COVID-19-Impfstoffe

    Erstmals in der jüngeren Geschichte sehen wir uns mit einer weltweiten Pandemie konfrontiert, über 2,8 Mio. Menschen sind bereits an einer COVID-19-Infektion verstorben. Dies hat zu beispiellosen Anstrengungen in Bezug auf die Entwicklung von Impfstoffen geführt, innerhalb von nur einem Jahr nach Ausbruch der Pandemie sind nun bereits mehrere wirksame und sichere Impfstoffe zugelassen.

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  • COVID-19/HPV – Konzept der Herdenimmunität

    Für Ende Jänner 2021 errechneten Epidemiologen für Österreich eine Durchseuchungsrate mit dem SARS-CoV-2 von etwa 7 %. Diese insgesamt doch sehr niedrige Seroprävalenz von neutralisierenden Antikörpern bedeutet, dass eine unkontrollierte Durchseuchung der Bevölkerung zur Erlangung der sog. Herdenimmunität eine Zunahme an schweren Erkrankungsfällen und an Todesopfern zur Folge hätte.

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  • Hype oder ungeahntes Potenzial? Mamma-Diagnostik und KI

    Die Kombination von Bildgebung und maschinellen Lernverfahren (künstliche Intelligenz [KI]) könnte mittelfristig dazu beitragen, den angestrebten Paradigmenwechsel von der reaktiven Krankheitsversorgung hin zur Prävention zu ­unterstützen.

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  • Impfstoffentwicklung gegen SARS-CoV-2

    SARS-CoV-2 und die von diesem Virus ausgelöste Erkrankung stellen für die Pharmaindustrie bislang noch nicht dagewesene­ Herausforderungen dar.

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  • Österreichische und deutsche Medizin-Universitäten vernachlässigen die Publikation ihrer Studienergebnisse in der EU-Datenbank – Forderung nach mehr Transparenz!

    Eine wichtige Voraussetzung für Fortschritte in der Medizin ist es, die Ergebnisse klinischer Studien der internationalen Wissenschaftergemeinde zur Kenntnis zu bringen, und eben dafür sorgen österreichische und deutsche Medizin-Universitäten viel zu selten. Nur in Ausnahmefällen werden Studienergebnisse im Register EudraCT (European Union Drug ­Regulating Authorities Clinical Trials), in dem alle klinischen Studien erfasst werden sollten, publiziert.

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  • Alle Screeningprogramme schaden – manche tun auch etwas Gutes!1

    Ein „liberaler“ Zugang zu Screeningprogrammen ist seit langem nicht nur in der Onkologie Bestandteil unseres ­medizinischen Alltags, er birgt auch die Gefahr von Überdiagnose und der Überbehandlung.

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  • Rendite versus Solidarprinzip

    „Alarmruf der Station 9C im AKH Wien – Hightech-Medizin rettet Frühgeborene, es fehlt aber an Personal“, titelte vor kurzem ein Leitartikel im „Falter“1. Hiobsbotschaften, die unser Gesundheitssystem betreffen, sind an der ­Tagesordnung. So wird u. a. einerseits von einem drastischen Personalmangel berichtet und andererseits sei die längerfristige Finanzierung des Systems nicht gesichert.

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  • Wie glaubwürdig ist Evidenz? – Die Wahrheit ist ein Kind des Studientyps!

    Die wissenschaftliche Bewertung von Nutzen und Risiken klinischer Verfahren basierend auf klinischen Studien hat in den letzten Jahrzehnten eine enorme Akzeptanz erfahren. Es ist allerdings nicht immer einfach, die Qualität medizinischer Information richtig einzuschätzen.

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  • Gegen den manipulativen Umgang mit statistischen Daten – Unstatistiken zu Weltsensationen

    Mediale Aufmerksamkeit erhält bekanntlich in erster Linie das Nicht-Alltägliche, das Besondere, oft gleichgültig, ob es den Tatsachen entspricht oder nicht. Bei medizinischen Weltsensationen ist das besonders heikel, gehen ­diese doch nicht selten mit starker Verunsicherung einher.

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  • Fake News im „Lancet“ – Die Akte Andrew Wakefield

    Es sind alarmierende Meldungen, laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben Maserninfektionen aktuell ­einen Höchstwert erreicht – auch Österreich ist betroffen. Dabei sind Masern keineswegs harmlos, alleine im ­Jahre 2017 waren weltweit 110.000 Todesfälle auf diese Erkrankung zurückzuführen, überwiegend Kinder unter 5 Jahren.­

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  • Tödliche Kunstfehler und Fehler im System? − Überlegungen zu einem Anlassfall an der Herzchirurgie am LKH Graz

    Zur Situation: Eine Witwe wirft dem LKH Graz fahrlässige Tötung vor: Ihrem Mann sollte eine Herztransplantation das Leben retten, laut einem Gutachten kam es bei der Operation allerdings zu schwerwiegenden Fehlern – wenige Tage nach der Transplantation starb der Patient.

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  • Ist die onkologische Versorgung in Gefahr? − Krebs ist „teuer“

    In der gesundheitspolitischen Debatte wird immer wieder von einer Kostenexplosion in der Onkologie gesprochen, vor allem die sog. financial toxis von innovativen Arzneimitteln in der Onkologie ist ein viel diskutiertes Thema.

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  • Bedeuten höhere Gesundheitsausgaben auch mehr Gesundheit?

    EU-Kommission und OECD evaluieren jährlich die europäischen Gesundheitssysteme, u. a. vergleichen sie Gesund­heits­ausgaben (gesamt und pro Kopf) und Leistungsfähigkeit.

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  • The Dark Side of Science−Forschungs-Müll, Fake-Publikationen und Junk-Konferenzen

    Das Ergebnis einer von „ORF Science“ gemeinsam mit den deutschen TV-Sendern NDR und WDR, der „Süddeutschen Zeitung“, mit „Le Monde“ und dem „Falter“ durchgeführten investigativen Recherche hat im vergangenen Sommer mein Weltbild um einiges erweitert. Es wurde ausführlich von einem Fake Science-System berichtet, das mir, obwohl seit langem wissenschaftlich tätig, in seinem Ausmaß nicht wirklich bekannt war.

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  • Rankings im Wissenschaftssystem

    Die Medizinische Universität Wien wurde aktuell im „Times Higher Education (THE) World University Ranking“ – ­einem der weltweit renommiertesten Publikationsorgane für Universitätsrankings – wieder in die Rangliste ­aufgenommen und als zweitbeste österreichische Universität nach der Universität Wien gelistet.

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  • Krebsvorsorge – ein Mythos?

    Während der Effekt von Präventivleistungen in der Frauenheilkunde in Bezug auf nicht-maligne Krankheitsbilder (Schwangerenvorsorge, Kontrazeption, Impfungen etc.) häufig unterschätzt wird, sind die Erwartungen unserer Patientinnen in Bezug auf die Prävention gynäkologisch-onkologischer Erkrankungen zumeist weitgehend unrealistisch.

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  • Am Beispiel der deutschen S3-Leitlinie zur Zervixkarzinom-Prävention − Wem dienen Leitlinien?

    Ziel von Leitlinien ist es, eine angemessene gesundheitsbezogene Versorgung zu gewährleisten. Allerdings, wenn man den enormen zeitlichen, personellen und finanziellen Aufwand betrachtet, der vor allem die Erstellung gynäkologisch-onkologischer Leitlinien begleitet, und das dann möglicherweise bescheidene Ergebnis, muss die Frage nach dem praktisch-klinischen Wert von Leitlinien erlaubt sein.

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  • Zum Jubiläum: Gesellschaft der Ärzte Wien − Gegründet vor 180 Jahren – liquidiert vor 80 Jahren – wieder gegründet 1946

    Zu Beginn des 19. Jahrhunderts befand sich die Medizin im Aufbruch. Es war die Zeit des Ringens um die Ablöse des naturphilosophischen Zugangs durch naturwissenschaftliche Erkenntnisse, womit auch das dringende Bedürfnis der Ärzteschaft gegeben war, eine Ärztevereinigung zu gründen, um sich mit den rezenten medizinischen Entwicklungen bekannt zu machen.

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  • Vom Fälschungs- zum Versorgungsskandal

    Groß war im letzten Sommer die mediale Aufregung um ein Krebsmedikament. Das niederösterreichische Unternehmen KOANAA Healthcare GmbH hatte ohne aufrechte Zulassung in Österreich ein Produkt aus indischer ­Herstellung mit österreichischer Aufmachung an ein Wiener Spital geliefert.

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  • Auch 15 Jahre nach der WHI-Studie − Lassen Sie mir meine Vorurteile, Fakten interessieren mich nicht!

    Obwohl es nach den aktuellen Erkenntnissen angebracht wäre, den Patientinnen unbegründete Ängste vor einer indizierten MHT (menopausalen Hormontherapie) zu nehmen, werden solche weiterhin geschürt – selbst in angesehenen medizinischen Medien.

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  • Personalisierte Medizin und EBM – ein Widerspruch?

    Die personalisierte Medizin (PM), treffender als stratifizierende Medizin oder auch Präzisionsmedizin bezeichnet, ist die Antwort auf den enormen Wissenszuwachs in der Genomforschung und steht für eine neue Ära in der Medizin. Sie scheint geeignet, Patienten schneller zu einer zielgerichteten Prävention und Diagnostik bzw. – durch entsprechende Auswahl von Medikamenten – zu einer individuell ausgerichteten Therapie zu verhelfen.

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  • 20 Jahre und kein bisschen leise …

    GYN-AKTIV hatte die besten Geburtshelfer, die man sich wünschen konnte, als es im Jahre 1997 das Licht der Welt erblickte: Univ.-Prof. Sepp Leodolter, den neuen Leiter der Klinischen Abteilung für Gynäkologie und ­Geburtshilfe am AKH Wien, sowie Mag. ­Wolfgang Maierhofer, den…

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  • Wie die Zeit vergeht!

    Im Editorial der Ausgabe vom Jänner 2007 an­lässlich des 10-Jahre-Jubiläums berichtete ich von der initialen Idee zu GYN-AKTIV: Mit Übernahme der Leitung der Klinischen Abteilung für Allgemeine Gynäkologie und Gynäkologische Onkologie (vormals Klini­sche Abteilung für Gynäkologie und Geburts­hilfe) am AKH…

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  • Der Nürnberger Ärzteprozess und die Deklaration von Helsinki

    Der Nürnberger Ärzteprozess bedeutete eine Zäsur, er war der Kernpunkt für die Entwicklung der Medizin-Ethik.

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  • Betreff Zervixkarzinomvorsorge − Das deutsche Optionsmodell ist bereits Geschichte

    Wir müssen unseren deutschen Kollegen dankbar sein! Sie sind uns bei der Entwicklung von innovativen diagnostischen (und therapeutischen) Strategien nicht nur oft zeitlich voraus, sondern gehen dabei auch besonders gründlich vor. Die Entwicklung der S3-Leitlinie zur Prävention des Zervixkarzinoms ist dafür ein gutes Beispiel, war doch der zeitliche und finanzielle Aufwand, der investiert wurde, in diesem Fall besonders groß.

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  • Geschichte der Hormone Replacement Therapy (HRT) − Hoch an der Zeit für eine Renaissance

    Ein Statement der WHI-Investigatoren im „New England Journal of Medicine“ 2016 ist angesichts der 15-jährigen WHI-Saga als sensationell zu beurteilen und unterstützt die Forderung nach einer angemessenen Renaissance der Hormonersatztherapie.

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  • Uterustransplantation – bald Routine?

    Von der Arbeitsgruppe um Mats Brännström in Göteborg wurde im Jahre 2013 die erste erfolgreiche Uterustransplantation vorgenommen. Die Geburt des kleinen Vincent im Jahre 2014 hat Medizingeschichte geschrieben und eine breite Diskussion über Möglichkeiten und Grenzen der Transplantationsmedizin eröffnet.1

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  • Ethik-Management der Pharmaindustrie – Transparenz schafft Vertrauen

    Der sog. Korruptionswahrnehmungsindex (Corruption Perceptions Index, CPI) ist das wohl bekannteste Instrument von Transparency International (TI) – er reiht 168 Länder nach dem jeweiligen Grad, in dem dort Korruption im öffentlichen Sektor wahrgenommen wird.1 Besonders anfällig für Korruption ist laut TI das Gesundheitswesen, wobei fehlende Transparenz als Hauptursache dafür genannt wird.

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  • Beim Zervixkarzinomscreening geht es um Hunderte Mio. Euro − Ein Papier für die Tonne?

    Spätestens seit den 1990er-Jahren ist bekannt, dass die überwiegende Mehrzahl der Zervixkarzinome HPV-assoziiert ist, womit sich völlig neue Perspektiven in der Prävention dieser Krebserkrankung (und ihrer Vorstufen) ergaben. Deshalb sollten in Deutschland – dort gibt es wie in Österreich ein Zytologie-basiertes, opportunistisches Screening – Empfehlungen zur Berücksichtigung einer HPV-basierten Screeningstrategie ausgearbeitet werden.

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  • Hat die vaginale Hysterektomie Zukunft?

    Die neueste S2e-Leitlinie der AWMF zum „Descensus genitalis“ hat die Sinnhaftigkeit der vaginalen Hysterektomie bei der Prolapsopereration thematisiert. Zahlreiche Publikationen, die die Durchführung der vaginalen Hysterektomie im Rahmen der Korrektur des Uterusprolapses als nicht erforderlich darstellten, haben die Leitlinienkommission bewogen,…

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  • Wie kommen Krebspatienten zu medizinischen Informationen?

    Verlässliche, evidenzbasierte medizinische Informationen sind Voraussetzung für Partizipationsfähigkeit, also für eine Mitbeteiligung von onkologischen PatientInnen an medizinischen Entscheidungen.

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  • Gynäkologische Endokrinologie unter Rationalisierungsdruck – Ist unser Fach noch zu „retten“?

    Unser Fach wird von den drei Säulen Geburtshilfe und Perinatalmedizin, Gynäkologie und Gynäkologische Onkologie sowie Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin getragen, diese sind in ihrer Bedeutung für das breite Spektrum der an uns gestellten Anforderungen gleichwertig.

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  • Von der personalisierten Medizin zur Präzisionsmedizin

    Präsident Barack Obama hob in seiner State of the Union-Rede hervor, dass die Zukunft der Medizin in der Precision Medicine zu sehen ist.

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  • „Second Opinion“ – im Interesse der Patienten und Behandler

    Das Einholen einer Second Opinion, entweder durch die Patientin selbst oder von ärztlicher Seite bzw. auch von Versicherungen, gehört mittlerweile schon zu unserem medizinischen Alltag.

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  • Alternativmedizin kann tödlich sein – Wissenschaftliche Evidenz vs. Heilerfolge

    „Viele Methoden sind wirkungslos oder gefährlich. Die Therapeutenszene ist eine diabolische Mischung aus Fundamentalismus und Geldschneiderei“ – diagnostiziert Edzard Ernst, der wohl bekannteste Wissenschaftler auf diesem Gebiet.

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  • Krebs-Vorsorge: Facts and Fiction am Beispiel der Mammografie

    Als Vorsorgemediziner werden wir nicht selten von einer Patientin mit dem Wunsch konfrontiert, alle Untersuchungen zu veranlassen, um bei ihr „Krebs zu verhindern“. Neben der gynäkologischen Kontrolle mit zytologischem Abstrich (sowie ev. auch HPV-Diagnostik) und Vaginalsonografie werden „komplette“ Blutbefunde inkl. Bestimmung von Tumormarkern und zumindest 1-mal jährlich eine Mammografie gewünscht.

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  • „Lenny’s Party“ und die Masern – Radical Chic

    Die aktuelle Diskussion um die Impfung bestätigt die Erfahrungen aus der Vergangenheit: Je irrationaler die These, desto eher wird sie von bestimmten Personenkreisen und insbesondere von den Medien aufgenommen.

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  • Neuordnung der gynäkologischen Krebsvorsorge

    Die um Mitte des Jahres 2015 zu erwartende deutsche S3-Leitlinie zur Prävention des Zerivixkarzinoms wird auch in Österreich die Diskussion über eine Aktualisierung unseres Vorsorgeprogramms in Gang bringen.

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  • Mutter-Kind-Pass neu – Gefährdet die EbM

    Die beiden wohl erfolgreichsten Vorsorgeprogramme in der Humanmedizin dürfte es gar nicht geben.

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  • Die gynäkologische Praxis – ein Auslaufmodell?

    Nicht nur entsprechend der anglo-amerikanischen Medizin-Literatur scheinen auf die Frauenheilkunde substanzielle Veränderungen zuzukommen. Dazu einige Beispiele.

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  • Mammografie-Screening Was bringt ein Brustkrebs-Früherkennungsprogramm unseren Patientinnen?

    In den Diskussionen um die viel zu niedrigen Beteiligungsraten ist allerdings die wohl wichtigste­ Frage völlig untergegangen, und zwar die Frage nach dem Einfluss, den ein modernes, qualitäts­gesichertes Mammografie-Früherkennungsprogramm auf die Brustkrebsmortalität hat.

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  • Unser Gesundheitssystem: gut und teuer?

    Die Qualität des Gesundheitssystems eines Landes definiert sich durch eine Reihe von Kennziffern, wobei insbesondere Daten, die den Beginn und das Ende des Lebens betreffen, relevant sind. Dieser Tage ist Statistische Jahrbuch Österreich erschienen, aus dem interessante Zahlen unser Gesundheitssystem…

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  • Das österreichische Krebsregister

    Das österreichische Krebsregister ist ein bevölkerungsbezogenes Register mit einer klaren epidemiologischen Fundierung. Es dient der Erhebung, Speicherung sowie Erarbeitung und Analyse von Daten zur Häufigkeit von Krebserkrankungen und Krebssterbefällen aller Personen mit Wohnsitz in Österreich (ca. 8,4 Mio., 2012).

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  • Gute Information fördert die Impfbereitschaft

    Seit Februar wird die HPV-Impfung für alle in Österreich lebenden Mädchen und Burschen in der 4. Schulstufe (vollendetes 9. Lebensjahr) kostenfrei angeboten. Im Editorial der letzten Ausgabe von GYN-AKTIV wurde dazu festgestellt, dass, begleitend zu dieser erfreulichen Erweiterung des Schulimpf-Programms, eine Aufklärungskampagne notwendig sein wird, um eine möglichst hohe Durchimpfungsrate zu erzielen.

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  • Editorial 5/2013: HPV-Impfung im Kinderimpfprogramm – entspricht das Impf-Schema der rezenten Datenlage?

    Mit Februar 2014 wird die HPV-Impfung als 13. kostenlose Impfung in das kostenlose Kinderimpfprogramm aufgenommen. Sie wird für alle in Österreich lebenden Mädchen und Buben im Rahmen des bestehenden Schulimpfprogramms angeboten, wobei zwei Teilimpfungen vorgesehen sind.

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  • Editorial 5/2013: Wie entwickelt sich die Healthy Life Expectancy? – Studie[1] zu den Veränderungen zwischen 1990 und 2010

    Die Lebenserwartung bei guter Gesundheit (Healthy Life Expectancy – HLE) gilt als Gradmesser für den Gesundheitszustand einer Bevölkerung und für die Qualität des Gesundheitssystems eines Landes, sie kann demnach auch für den Vergleich zwischen einzelnen Ländern herangezogen werden.

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  • Editorial 4/2013: Brauchen wir ein organisiertes Zervixkarzinom-Screening?

    Nichts ist so gut, dass es nicht noch verbessert werden kann, das gilt zweifellos auch für das „Zervixkarzinom-Screening“. Andererseits steht fest, dass das seit den frühen 1970er-Jahren in Österreich durchgeführte opportunistische Screening viel Leid erspart hat, ist doch seit damals die Erkrankungsrate an Zervixkarzinom um über 70 % zurückgegangen.

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  • Editorial 3/2013: Aus Anlass der „Hebammen-Petition“ – 40 Jahre Mutter-Kind-Pass

    Im Jänner dieses Jahres wurde dem Parlament eine Petition vorgelegt, in der es um die Wahlfreiheit zwischen Hebammen- und Arztbetreuung für Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen geht – für viele von uns ein Déjá-vu, da es im Laufe von 40 Jahren Mutter-Kind-Pass schon mehrere Bestrebungen in diese Richtung gegeben hat.

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  • Editorial 2/2013: Europäisches Schiedsverfahren für Pillen

    Am 30. 1. 2013 gab der Direktor der französischen Nationalen Agentur für die Sicherheit von Arzneimitteln und Gesundheitsprodukten (ANSM), Dominique Maraninchi, bekannt, dass von seiner Behörde beschlossen wurde, Pillen, die Cyproteronacetat (CPA) enthalten, vom Verkauf auszusetzen.

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  • Editorial 1/2013: Österreich im Korruptionsranking auf Platz 25

    Laut dem Korruptionswahrnehmungs-Index von Transparency International ist Österreich von Platz 10 (im Jahre 2005) auf Platz 25 (2012) abgerutscht.

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  • Editorial 6/2012: In eigener Sache – GYN-AKTIV reloaded


    Im Jahre 1996, nach Übernahme der Abteilungsleitung an der Universitäts-Frauenklinik Wien, war es nahe liegend, dass ich mir Gedanken über eine Intensivierung der Zusammenarbeit mit der niedergelassenen Kollegenschaft machte.

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  • Metaanalyse von RCTs – „The final truth“?

    Randomisierten, placebokontrollierten Studien (RCTs) kommt die höchste, wissenschaftliche Evidenz zu, wie hoch ist erst eine Metaanalyse von RCTs einzustufen?

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  • Editorial 4/2012: „Gesundheitsziele“ statt Reformen

    Von politischer Seite wird unser Gesundheitssystem als eines der weltbesten bezeichnet. Möglicherweise war diese Einschätzung vor nicht allzu langer Zeit tatsächlich berechtigt, so nahm es im Ranking des Euro Health Consumer Index (EHCI) noch 2007 den Spitzenrang ein. Allerdings fiel unser Gesundheitssystem im Jahr 2009 auf den 4. Rang und 2012 sogar auf Rang 11 zurück.

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  • Editorial 2/2012: Die Onkologika sind nicht das Kostenproblem

    In der Werteskala der Bevölkerung nimmt das österreichische Gesundheitssystem einen hervorragenden Stellenwert ein. Allerdings, es ist auch nicht gerade billig: So betrug der Anteil der Gesundheitsausgaben am BIP (Bruttoinlandsprodukt) 1995 etwa 9,5 %, im Jahre 2008 lag er bei 10,5 %, 2009 wurde er mit über 11 % errechnet; dieser Wert liegt erheblich über dem OECD-Schnitt von 9,6 % (Abb. 1).

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  • Editorial 3/2012: Der konstruierte Widerspruch zwischen EBM und Ethik

    Die Gesundheitsausgaben liegen in Österreich bezogen auf das BIP seit Jahren deutlich über dem EU-Schnitt und steigen jährlich stärker an als die Wirtschaftsleistung. So wies der OECD-Report 2010 für die EU einen durchschnittlichen Wert von 9,5 % für die Gesundheitsausgaben aus, für Österreich wurden 10,5 % errechnet; es gilt also gegenzusteuern!

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  • Editorial 1/2012: Realitätsverweigerung – Qualitätsjournalismus made in Austria

    Die einschlägigen Umfragen ergeben seit Jahren das gleiche Bild: Die Journalisten liegen in der Werteskala bezüglich beruflichem Ansehen in der Bevölkerung stets auf einem der  letzten Plätze, Ärzte unter den ersten drei.

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  • Was unsere Patientinnen wollen

    „Länger selbstbestimmt leben bei guter Gesundheit“

    Tatsächlich wollen unsere Patientinnen (und ihre Angehörigen) eigentlich das Gleiche wie wir auch, nämlich länger selbstbestimmt leben bei guter Gesundheit. Für diesen Wunsch gibt es viele Synonyme wie z. B. „älter werden und jung bleiben“ oder wissenschaftlich korrekt „disability free life expectancy“; darunter ist das Verhältnis zwischen Gesamtlebenserwartung und gesunden Lebensjahren zu verstehen, also die Lebensspanne, die ein Mensch ohne Behinderungen verbringt. Und da schaut es für Österreich nicht wirklich gut aus!

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  • Zervixkarzinom-Früherkennung – Pap-Test vor dem Aus?

    Das seit über 50 Jahren international praktizierte, zytologische Screening auf Zervixkarzinom (bzw. Vorstufen) ist die wohl erfolgreichste präventivmedizinische Maßnahme in der Humanmedizin: So sind Zervixkarzinom-Inzidenz und -Mortalität über die Jahre und Jahrzehnte um über 75 % gesunken. Allerdings erkranken in Österreich jährlich noch immer etwa 500 Frauen am Gebärmutterhalskrebs und 200 Frauen sterben an diesem Malignom.

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  • Am Beispiel Mammascreening und HPV-Impfung – Wie steht es um die Beratung der Gesundheitspolitik in Österreich?

    Das medizinische Procedere wird heute in fast allen Bereichen von der EBM dominiert, wobei sich der Bogen vom medizinischen Alltag bis zur Gesundheitspolitik spannt. Allerdings kommt es in diesem Kontext immer wieder zu Missverständnissen, so wird wissenschaftliche Evidenz nicht allzu selten mit EBM gleichgesetzt. Tatsächlich beruht die EBM allerdings nicht nur auf der besten wissenschaftlichen Evidenz, sondern außerdem auf der klinischen Expertise derjenigen, die sie anwenden, und auf den Wertvorstellungen der PatientInnen.

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  • 40 Jahre sind eine lange Zeit – Das Krankheitsministerium

    40 Jahre sind im Leben eine lange Zeit und Anlass, sich „Sinnfragen“ zu stellen: was habe ich erreicht, was wird bleiben oder wie geht es weiter? In der Politik sind 40 Jahre tatsächlich eine halbe Ewigkeit und demnächst „feiert“ das Bundesministerium für Gesundheit seinen 40. Geburtstag. Die Zeitspanne von vier Jahrzehnten impliziert nicht nur, dass es legitim ist, Sinnfragen zu stellen, sondern diese Fragen drängen sich geradezu auf.

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  • Zwei Geburtstage, die es zu feiern gilt – 15 Jahre EMA, 25 Jahre „Pharmainformation“

    Die zwei Jubiläen betreffen zwei entscheidende Voraussetzungen für eine hohe Qualität der medikamentösen Versorgung: zum einen ein unabhängiges und qualitätsorientiertes Zulassungssetting vor Markteinführung von Arzneimitteln, zum anderen eine unabhängige und kritische mediale Diskussion der verfügbaren Palette.

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  • Die Prävention kommt aus der Frauenheilkunde

    Es ist nicht nur ein humanitäres, sondern auch ein ökonomisches Paradoxon, dass unsere „Gesundheit“ noch immer von der Reparaturmedizin dominiert wird.

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